BackgroundPediatric and adolescent medicine is one of the largest medical specialties in Germany. The further education ordinance from 2018 emphasized competencies; however, structures are still very heterogeneous. ObjectiveThis article compares the results of our surveys amongst pediatric residents from 2019 and 2023, focusing on the development of quality of training, changes in perceived workload, and experience of gratification. Material and methodsAn anonymous web-based survey was conducted using a questionnaire based on surveys in other medical specialties to ensure comparability. The results were statistically analyzed using GraphPad Prism and using content analysis. ResultsThe response rates were 31% and 16%, respectively, with no apparent differences in participant characteristics. The 2023 cohort reported lower overall job satisfaction but a decreased effort-reward imbalance compared to 2019. Concerns about workload and potential career changes increased, residents noted deteriorating patient care. ConclusionThe results underline the challenges of good medical training and emphasize the need for structured curricula and improvement of working conditions. Addressing these concerns is crucial to ensure high-quality medical care for children and adolescents. Reforms should focus on implementing structured training programs and adequate funding. Efforts are needed to reduce the impacts of high workload and job dissatisfaction, which contribute to shortage of medical staff and compromised patient care.
Zusammenfassung Hintergrund Die Kinder- und Jugendmedizin ist eines der größten Fachgebiete in Deutschland. Mit der Weiterbildungsordnung von 2018 wird ein Fokus auf Kompetenzen gelegt, die Weiterbildungsstrukturen sind jedoch weiterhin sehr heterogen. Ziel der Arbeit Der vorliegende Artikel vergleicht die Weiterbildungsbefragungen von 2019 und 2023 insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung der Weiterbildungsqualität, der Arbeitsbelastung und der beruflichen Gratifikationskrisen. Material und Methoden Es wurde eine anonyme webbasierte Umfrage mittels eines an andere Weiterbildungsbefragungen angelehnten Fragebogens durchgeführt. Die Ergebnisse wurden statistisch mit GraphPad Prism und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Ergebnisse Die Rücklaufquoten betrugen 31 % bzw. 16 %, wobei die Kohorten in ihrer Zusammensetzung vergleichbar waren. Die Kohorte 2023 berichtete über eine geringere Arbeitszufriedenheit, das Ausmaß der beruflichen Gratifikationskrise war jedoch im Vergleich zu 2019 geringer. Die Arbeitsbelastung nahm deutlich zu. Die Befragten schätzten die Qualität der Krankenversorgung als schlechter werdend ein. Diskussion Die Ergebnisse unterstreichen die Herausforderungen einer guten Weiterbildung im klinischen und im praktischen Alltag, die jedoch die Grundlage für eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen darstellt. Hierfür müssen flächendeckend strukturierte Curricula implementiert, die strukturellen Arbeitsbedingungen verbessert und Weiterbildung adäquat finanziert werden, um dem bestehenden Mangel an Ärztinnen und Ärzten, den psychischen und physischen Belastungen der Kinder- und Jugendärztinnen und der Verschlechterung der medizinischen Versorgung entgegenzuwirken.
QR-Codescannen&Beitragonline lesen In Anlehnung an unseren letzten Beitrag „Gemeinsam stark – für eine bessere Kinderund Jugendmedizin!“, in dem sich verschiedene Arbeitsgruppen und Fachgesellschaften als Partner für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorstellten, drängte sich das Thema des aktuellen Beitrags geradezu auf . . . Am Anfang der Facharztweiterbildung stehen v. a. die Bewältigung der Dienste und das Kennenlernen der einzelnen Stationen bzw. die grundsätzliche Strukturierung des Arbeitsalltags im Vordergrund. Doch relativ schnell kristallisiert sich vielleicht bei dem einen oder der anderen im weiteren Verlauf die Frage heraus, was nach der Facharztprüfung kommen soll. Arbeitet man weiterhin in der Klinik, vielleicht sogar in leitender Position, bietet sich eine Schwerpunktoder ZusatzWeiterbildung an. Diese sind in der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) verankert, die vom Vorstand der Bundesärztekammer am 15.11.2018 verabschiedet und am 26.06.2021 aktualisiert wurde [1]. Natürlich stellt auch das Arbeiten angestellt in einer Praxis für Kinderund Jugendmedizin oder die eigene Niederlassung eine Möglichkeit, mit oder ohne Schwerpunktoder Zusatz-Weiterbildung, dar.
QR-Codescannen&Beitragonline lesen Vor einem Jahr schrieb ich zusammen mit Carsten Preßler einen Beitrag für die Kongressausgabe der Monatsschrift Kinderheilkunde zu einem der wohl wichtigsten Themen für (junge) Assistenzärzt*innen – der Vereinbarkeit von Beruf und Familie [1]. Dieses Thema hatten wir als Team der Jungen DGKJ genau aus diesem Grund für unser Forum im Rahmen des DGKJ-Kongresses 2020 gewählt. Da dieser leider aufgrund der Coronapandemie als Präsenzveranstaltung abgesagt werden musste, entfiel auch das Forum.
In 2019 the working group Young DGKJ of the German Society of Pediatrics and Adolescent Medicine (DGKJ) conducted a further education survey with a total of 1694 participating pediatricians during their residency from all over Germany. The results are summarized in this position paper on further education and working conditions in pediatrics. It describes the problems of young medical colleagues and discusses possible solutions. It consists of six subject areas: increasing patient numbers under high economic pressure, increasing workload due to the implementation of nonmedical duties, needs for flexible part-time models, improvement of specialist training, challenges that are accompanied by a high percentage of women working in pediatrics as well as increasing numbers of mental health problems among (young) doctors. As a result, it is necessary to implement functioning modern working (time) models adapted to the development of society to enable long-term, high-quality healthcare for children and adolescents in Germany by healthy medical staff and with respect to optimal further training of young doctors.
Die AG „Junge DGKJ“ der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) hat 2019 eine Weiterbildungsumfrage mit insgesamt 1694 teilnehmenden Assistenzärzt*innen aus ganz Deutschland durchgeführt und anhand der Antworten das vorliegende Positionspapier zu Weiterbildungs- und Arbeitsbedingungen in der Pädiatrie erstellt. Es schildert die bestehenden Probleme junger ärztlicher Kolleg*innen und versucht Lösungsvorschläge aufzuzeigen. Dabei gliedert es sich in 6 verschiedene Themenbereiche: steigende Patientenzahlen bei hohem Ökonomisierungsdruck, zunehmende Arbeitsverdichtung wegen Durchführung nichtärztlicher Tätigkeiten, Bedarf an flexiblen Teilzeitmodellen, notwendige Optimierung der Weiterbildung, Herausforderungen, die der hohe Frauenanteil in der Pädiatrie mit sich bringt, sowie Problematik der steigenden Zahlen seelisch/psychisch belasteter Ärzte. Als Fazit bedarf es der Erarbeitung funktionierender, moderner und den gesellschaftlichen Entwicklungen gerecht werdender Arbeits(zeit)-modelle, die eine langfristige qualitativ hochwertige medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland durch gesundes medizinisches Personal und unter Berücksichtigung der optimalen Weiterbildung von Assistenzärzt*innen ermöglichen.
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