Drug Prescribing for Patients with Chronic Kidney Disease in General Practice: a Cross-Sectional Study
Dtsch. Med. Wschr. 0120472 001; 126: 1245–1248 © Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York A k t u e l l e D i a In Anbetracht der Überlegenheit implantierbarer Defibrillatoren (3, 11) wird man sich bei der Behandlung maligner ventrikulärer Arrhythmien kaum auf Antiarrhythmika verlassen wollen, zumal ein Nachweis für deren Wirkung auf die Prognose bislang aussteht. Als maligne Arrhythmien gelten anhaltende ventrikuläre Tachykardien und Kammerflimmern. Letzteres wird häufig, oft auch fälschlich, mit einer stattgehabten Reanimation gleichgesetzt. Maligne Arrhythmien ohne reversible Ursache (akute Ischämie, Hypoxie, Elektrolytentgleisung, Proarrhythmie) weisen ein hohes Rezidivrisiko auf. Deren Behandlung dient daher der Sekundärprophylaxe. Ventrikuläre, ggf. salvenartige Extrasystolen bei Patienten mit Herzinsuffizienz und koronarer Herzerkrankung gehen mit einem erhöhten Risiko für maligne Rhythmusereignisse (5) einher. Eine antiarrhythmische Therapie soll dieses Risiko reduzieren (Primärprophylaxe). Plazebokontrollierte Studien zur Sekundärprophylaxe mit Antiarrhythmika fehlen, die Ergebnisse von Studien zur Primärprophylaxe waren bestenfalls neutral (2, 6). Der Nutzen der Pharmakotherapie ventrikulärer Arrhythmien aus prognostischer Indikation ist daher wissenschaftlich nicht bewiesen. Allerdings wird man nicht selten auch durch die klinische Symptomatik des Patienten vor die Frage nach einer effektiven und risikoarmen Behandlungsmöglichkeit gestellt. Daher sollen in der vorliegenden Übersicht Empfehlungen für den differenzierten, symptomgerichteten Einsatz von Antiarrhythmika gegeben werden. Da die Entscheidung für eine symptomatische Therapie eine prognostische Bewertung voraussetzt, werden auch Grundzüge der Risikostratifizierung in der Praxis erörtert.