Die privaten Unternehmen sind jene Wirtschaftseinheiten, die Faktorleistungen und Vor- oder Zwischenprodukte nachfragen, um daraus andere Güter zu produzieren, die sie auf dem Gütermarkt anbieten. Unter Produktion ist nicht allein die industrielle oder die handwerkliche Produktion zu verstehen, sondern ganz allgemein die Erzeugung wirtschaftlicher Güter, zu denen auch Dienstleistungen zählen. Als Unternehmen gelten also auch das Transport-, das Lebensmitteleinzelhandels- und das Friseurgeschäft, ebenso die Rechtsanwalts- und die Arztpraxis.
Faktoren lernten wir in Kap. II aus der Sicht des Unternehmens kennen. Wir unterschieden dort fixe und variable Faktoren: Fixe Faktoren sind solche, die durch Investition des Unternehmens in der Form des Produktionsapparates entstehen, dessen Leistungsabgaben in den Produktionsprozess sich über mehrere Perioden verteilen. Der Produktionsapparat ist eine Bestandsgröße, seine Leistungsabgaben sind Stromgrößen. Variable Faktoren sind solche, die in der Periode ihrer Beschaffung in die Produktion eingehen, deren Beschaffungsmengen (das sind Stromgrößen) daher der Produktionsmenge einer Periode angepasst werden können.
Was ist „mikroökonomische Theorie“ oder „Mikroökonomik“? Die Volkswirtschaft eines Landes oder einer Gruppe von Ländern besteht aus einer Vielzahl von Wirtschaftseinheiten, d. h. von einzelnen Personen, privaten Haushalten und Unternehmen (Firmen), die Entscheidungskompetenz für wirtschaftliches Handeln haben; hinzu kommt noch der „Staat“ mit seinem wirtschaftlichen Handeln. Es hängt von der Wirtschaftsordnung der Volkswirtschaft ab, wie umfangreich die Entscheidungsspielräume der Wirtschaftseinheiten sind. Im unmenschlichen Extremfall der Ordnung einer totalen Zentralverwaltungswirtschaft ist den privaten Wirtschaftseinheiten jede Entscheidungskompetenz genommen. In der Ordnung einer Marktwirtschaft haben die privaten Wirtschaftseinheiten grundsätzlich Entscheidungsfreiheit; sie sind allerdings eingeschränkt durch die Normen des Rechts, der Moral und auch der Tradition. Die privaten Haushalte entscheiden u. a. über die Bereitstellung von Arbeitskraft gegen Lohn zur Erzielung eines Einkommens und über die Verausgabung von Einkommen für den Kauf von Konsumgütern. Die Unternehmen, vertreten durch Unternehmer oder Manager, entscheiden über den Einsatz von Arbeitskraft und anderen Faktorleistungen zur Produktion und Bereitstellung von Gütern. Der Staat, als Kollektivorgan aller, entscheidet über die Bereitstellung von Gütern, die von privaten Unternehmen nicht angeboten werden können oder sollen; insbesondere entscheidet der Staat auch über die Wirtschaftsordnung sowie über wirtschaftspolitische Eingriffe.
Gabrielle Antille Fidel Aroche-Reyes Pirkko Aulin-Ahmavaara Salvatore Baldone Enrico Bellino Anne P. Carter Xikang Chen Christian DeBresson Faye Duchin Hans-Jürgen Engelbrecht Gülay Günlük-Şenesen Ju-e Guo Mark de Haan Rutger Hoekstra Randall W. Jackson Chris Jensen-Butler Paul Konijn Steven Kraines David S. Kraybill Heinz D. Kurz Michael L. Lahr Glenn-Marie Lange Mark S. LeClair PingSun Leung Zinai Li Qiyun Liu Xinjian Liu Bart Los Mikuláš Luptáčik Stephanie McCulla Louis de Mesnard Marco Missaglia Masako Mizoshita Pierre Mohnen Jesper Munksgaard Alan T. Murray Krishna Murty Kazuhiko Nishimura Yasuhide Okuyama Jan Oosterhaven Karen R. Polenske Graham Pyatt Thijs ten Raa Sergio J. Rey Adam Z. Rose José Manuel Rueda-Cantuche Julio Sánchez-Chóliz Gerald E. Schluter Bert Schoonbeek Jochen Schumann Anushree Sinha Jesper Stage Robert Stehrer Sangwon Suh Miguel Ángel Tarancón Rencheng Tong Karen R. Turner Bart Verspagen Rob Vos Weimin Wang Harry C. Wilting Edward N. Wolff Reiner Wolff Jian Xu Xianchun Xu Cuihong Yang Jin Shui Zhang
ZusammenfassungDie (privaten) Haushalte sind jene Wirtschaftseinheiten, deren Versorgung mit Gütern der Zweck jeden Wirtschaf tens ist. Der Haushalt hat Bedürfnisse, die er durch den Konsum von Gütern befriedigen kann. Der Konsum von Gütern verschafft dem Haushalt ein Maß an Bedürfnisbefriedigung, das durch den Nutzen ausgedrückt wird.
Exportfunktionen teilweise endogenisierte Endnachfragekomponenten durch sektorale Preisfunktionen erganzt. Auf diese Weise wird eine Interdependenz von Mengen und Preisen im Modell erreicht. Das allgemeine theoretische Konzept des Modells wird dargestellt. Auf der Grundlage der 14-Sektoren Input-Output-Tabellen des DIW von 1954 bis 1967 und anderer statistischer Quellen werden die Parameter der Verhal tensgleichungen des Modells geschatzt. Die Schatzergebnisse werden tabellarisch wiedergegeben und diskutiert. Die mathematische Struktur des empirisch konkreti sierten Modells wird zusammenfassend dargestellt. Es zeigt sich, d~s das Gleichungs system block-rekursiv in den endogenen Variablen der laufenden Periode ist. Die Beziehungen der endogenen Variablen der laufenden Periode werden als Graph darge stellt. Als Simulationsergebnisse mit dem empirisch konkretisierten Modell wird eine ex post-Simulation von 1955 - 1967 sowie die Auswirkungen eines staatlichen Konjunkturprogramms in Tabellen und Diagrammen wiedergegeben.