A 49-year-old female patient presented with anemia of unclear origin (hemoglobin level 6 µg/dl). During coloscopy a circular wall edema in the right flexure of the colon was observed and gastroduodenoscopy gave rise to the suspicion of fundic gland polyps (Elster's cysts) of the mucosa. In the lamina propria of the gastric mucosa, infiltration of a poorly differentiated carcinoma with signet ring cell morphology could be histologically identified resulting in the suspected diagnosis of a primary gastric signet ring carcinoma. Using immunohistochemistry it could be shown that the tumor cells expressed cytokeratin 7 (CK7), estrogen receptors and Gata 3 but not CK20 or Cdx2. The diagnosis of metastases of lobular breast cancer in the gastric and colon mucosa could be made.
Fall 1: 22-jährige Patientin wird notärztlich eingewiesen, da sie nach dem Mittagessen akute Übelkeit verspürte. Sie versuchte mit einer Gabel Erbrechen auszulösen, wobei sie die Gabel vollständig verschluckte.
Anamnese: Vor 12 Jahren operative Magenverkleinerung (Magensegmentation nach Eckhout) wegen morbider Adipositas (153kg bei 168cm Größe; BMI=54,2). Erfogreiche Gewichtsreduktion auf 70kg (BMI= 24,8). Aktuell seit ca. 5 Monaten zunehmendes Völlegefühl, postprandiales Erbrechen und weitere 18Kg Gewichtsabnahme (BMI=18,4).
Die Mukosektomie großer, vor allem flacher Kolonpolypen stellt immer noch eine Herausforderung dar. Deshalb analysierten wir retrospektiv die Ergebnisse bei allen Patienten, die uns seit dem 1.1.2010 zur Mukosektomie von Polypen über 20mm Größe vorgestellt wurden, um die Komplikationen und das Verteilungsmuster sowie die histologischen Ergebnisse zu eruieren.
Objective: Colonoscopy is the accepted gold standard for screening of neoplastic colorectal lesions, but the substantial miss rate remains a challenge. Computed virtual chromoendoscopy with the Fujinon intelligent colour enhancement (FICE) system is a new dyeless imaging technique that might allow higher rates of adenoma detection.Methods: This is a prospective randomised five tertiary care centre trial of colonoscopy in the FICE mode versus standard colonoscopy with targeted indigocarmine chromoscopy (control group) in consecutive patients attending for routine colonoscopy. Histopathology of detected lesions was confirmed by evaluation of endoscopic resection or biopsy specimens.Results: 871 patients were enrolled, and 764 patients (344 female, mean age 64 years) were subjected to final analysis (368 in the FICE group, 396 in the control group). In total, 236 adenomas (mean of 0.64 per case) were detected in the FICE group and 271 adenomas (mean of 0.68 per case) in the control group (p = 0.92). There was no statistically significant difference in the percentage of patients with >= 1 adenoma between the control group (35.4%) and the FICE group (35.6%) (p = 1.0). For the differential diagnosis of adenomas and non-neoplastic polyps, the sensitivity of FICE (92.7%) was comparable with that of indigocarmine (90.4%) (p = 0.44).Conclusions: At colonoscopy, adenoma detection rates are not improved by virtual chromoendoscopy with the FICE system compared with white light endoscopy with targeted indigocarmine spraying. However, FICE can effectively substitute for chromoscopy concerning the differentiation of neoplastic and non-neoplastic lesions.
Hintergrund: Bei der Standardkoloskopie werden ca. 20% der Adenome übersehen. „Narrow band imaging“ (NBI) und „Fujinon intelligent colour enhancement“ (FICE) sind virtuelle Chromoendoskopie-Techniken, die über Verstärkung des Mukosa- und Gefäßkontrastes ohne Färbemittel Detektion und Klassifikation verbessern könnten. Mehrere kürzlich publizierte Single-Center-Studien zeigten, dass NBI im Vergleich zur Standardtechnik die Detektionsrate nicht signifikant verbessert. Die vorliegende Studie untersucht die Wertigkeit von FICE bei der Detektion und Klassifikation von Kolonläsionen. Sie ist die erste multizentrische Arbeit zur Wertigkeit der neuen virtuellen Chromoendoskopie-Techniken.
Pat. berichtete über Leistungsknick, Appetitlosigkeit, seit 6 Wochen bestehende Diarrhoen mit Stuhlfrequenzen bis zu 10-mal täglich ohne Schleim- oder Blutbeimengungen und Gewichtsverlust von 8kg.
Hintergrund: Gut differenzierte (G1 oder G2), auf die Mukosa oder Sm1-Schicht (Submukosa) begrenzte, nicht ulzerierte Frühkarzinome des Magens bis 30mm Größe weisen nur äußerst selten eine lymphatische Streuung auf, und bieten sich deshalb für die endoskopische Resektionstherapie an. Erste Ergebnisse hierzu aus wenigen europäischen Zentren sind vielversprechend. Deshalb erprobten wir diese organerhaltende Methode in einem interdisziplinären Konzept. Methoden: In einem Zeitraum von 1,5 Jahren wurden uns konsekutiv n=15 Patienten (7w, 8m, Alter 56–88J., median 74J.) mit Magenfrühkarzinomen zur eventuellen endoskopischen Mukosektomie (EMR) vorgestellt. Alle Patienten wurden lokal (Zoom-Endoskopie, Färbung, Endosonographie, multiple Biopsien) und hinsichtlich Fernmetastasen (Sonographie, CT) untersucht und interdisziplinär mit unseren Chirurgen besprochen. Ergebnisse: Die Frühkarzinome (5–30mm Ausdehnung) lagen im Fundus (n=2), Korpus (n=5), Antrum (n=7) bzw. an der Anastomose bei BII-Magen (n=1). Vier Patienten erfüllten nicht die Kriterien zur EMR (n=3 exkavierter Tumor Typ 3; n=1 G4-Tumor) und wurden primär operiert. Die EMR bei n=11 Patienten wurde in einer (n=7) oder zwei (n=4) Sitzungen mit Inoue-Kappe (n=5), Varizenligaturset (n=5) oder Argonplasmakoagulation (n=1) durchgeführt. Eine R0-Resektion konnte bei n=9 (82%) der 11 Patienten erzielt werden. Eine Perforation konnte konservativ mit Clip und Antibiotikagabe, eine Nachblutung nach 7 Tagen mit Clips und Unterspritzung beherrscht werden. Zwei Patienten wurden nach EMR operiert (n=1 Lymphgefäßinfiltration, n=1 multifokales Tumorwachstum). Während des Nachuntersuchungszeitraumes (4–17 Monate, median 9 Monate) traten keine Rezidive auf. Schlussfolgerung: Die EMR stellt bei gut ausgewählten Patienten mit Magenfrühkarzinomen (akkurates prä-interventionelles lokales und systemisches Staging, low-risk Situation nach japanischen Standard-Kriterien) eine kurative Alternative zur Magenteil-Resektion dar. Voraussetzung ist eine enge interdisziplinäre Kooperation. Die Langzeit-Rezidivrate muss mittels regelmäßiger Nachkontrollen noch weiter evaluiert werden.