Abstract:The scope and definition of health care research is a matter of discussion in our scientific community. The Board of the German Network for Health Care Research has drafted a position paper that was extensively reviewed and commented upon by all working groups and specialist groups of the network. The present version represents consented common grounds to a large degree but is neither complete nor final. We consider this position paper a living document that will evolve and further converge in an ongoing discussion in the network.
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zusammenfassung Das DNVF Memorandum – Ziele und Methoden bewegungsbezogener Versorgungsforschung fasst das erste Mal das stark interdisziplinäre und interprofessionelle Feld der Bewegungsversorgung im deutschen Gesundheitssystem zusammen. Neben einer begrifflichen Einordnung und Definition zentraler Maßnahmen und Konzepte der Bewegungsversorgungsforschung werden bestehende Forschungslücken und Forschungsbedarfe herausgearbeitet und Methoden zur Weiterentwicklung des noch recht jungen Forschungsgebiets beschrieben. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Darstellung relevanter Zielparameter und deren standardisierte Erfassung mittels etablierter und valider Messinstrumente. Ziel des Memorandums ist es, ein einheitliches Verständnis für den komplexen Gegenstand der Bewegungsförderung und Bewegungstherapie im Kontext der Gesundheitsversorgung zu schaffen, neue Forschungsinitiativen anzustoßen und die bestehende gute Evidenz zur Wirksamkeit von körperlicher Aktivität und körperlichem Training stärker in die Gesundheitsversorgung zu integrieren.
Zusammenfassung Die Implantation einer Knieendoprothese zählt mit ca. 170000 Eingriffen pro Jahr zu den am häufigsten stationär durchgeführten Operationen in Deutschland. Eine einheitliche, angemessene und patientenorientierte ärztliche Indikationsstellung ist bei einem solchen Eingriff unerlässlich. Das Update der S2k-Leitlinie „Indikation Knieendoprothese“ beinhaltet auf aktueller Evidenz basierende und im breiten Konsens abgestimmte Empfehlungen und eine Checkliste im praxistauglichen Format. Für dieses Leitlinien-Update wurde eine systematische Literaturrecherche nach (inter-)nationalen Leitlinien und systematischen Übersichtsarbeiten zur Gonarthrose und Knieendoprothetik durchgeführt, um klinisch relevante Fragestellungen zu Diagnostik, Prädiktoren für das Outcome, Risikofaktoren und Kontraindikatoren zu beantworten. Eine Knieendoprothese soll nur bei radiologisch nachgewiesener fortgeschrittener Gonarthrose (Kellgren-Lawrence-Grad 3 oder 4), nach vorangegangener konservativer Therapie über mindestens 3 Monate sowie bei hohem subjektivem Leidensdruck hinsichtlich der kniebezogenen Beschwerden und nach Ausschluss möglicher Kontraindikationen (Infektionen, Begleiterkrankungen, BMI ≥ 40 kg/m2) erfolgen. Modifizierbare Risikofaktoren (wie Rauchen, Diabetes mellitus, Anämie) sollen zuvor adressiert und ggf. optimiert werden. Die Ziele der Patient*innen sollen erfragt und deren Eintrittswahrscheinlichkeit gemeinsam besprochen werden. Schließlich ist die Entscheidung zur Knieendoprothese von Patient*in und Operateur*in gemeinsam zu treffen, wenn der zu erwartende Nutzen die möglichen Risiken überwiegt. Das Update der S2k-Leitlinie wurde um die unikondyläre Knieendoprothese erweitert, die präoperative Optimierung modifizierbarer Risikofaktoren ergänzt sowie Konkretisierungen der Hauptindikationskriterien vorgenommen.
Register-based research offers a good opportunity to generate knowledge on questions from the clinical practice. Methodologically high-quality register studies can complement clinical studies, especially for questions that cannot be answered with randomized controlled trials (RCT). The ad hoc committee on healthcare data of the German Network for Health Services Research (DNVF) has set methodological guidelines for register-based studies with a manual for methods and the use of healthcare data. The methodological advantages of both approaches can be integrated through RCTs embedded in registers. In Germany there is a diverse register landscape as shown by the register report commissioned by the Federal Ministry of Health, which, however, show a varying degree of internationally recognized quality criteria. The relevance of register-based studies for the clinical practice (e. g. guideline development) is shown in the examples of applications cited in the article. Although a lot has already been done here in Germany with existing register data, sustainable coordination and promotion of the research infrastructure and research culture, especially in international comparison are necessary.Registerbasierte Forschung bietet eine gute Möglichkeit zur Wissensgenerierung zu Fragestellungen aus der klinischen Praxis. Gerade methodisch qualitativ hochwertige Registerstudien können klinische Studien gut ergänzen, besonders bei Fragen, die durch randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) nicht beantwortet werden können. Die Ad-hoc Kommission Versorgungsnahe Daten des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF) hat mit ihrem „Manual für Methoden und zur Nutzung versorgungsnaher Daten“ einen methodischen Leitfaden für registerbasierte Studien herausgegeben. Durch in Register eingebettete RCTs können die methodischen Vorteile beider Ansätze integriert werden. In Deutschland haben wir eine vielfältige Registerlandschaft, wie das Registergutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit zeigt, die jedoch eine unterschiedliche Ausprägung international anerkannter Qualitätskriterien vorweist. Die Relevanz registerbasierter Studien für die klinische Praxis (z. B. Leitlinienentwicklung) zeigt sich in den im Artikel angeführten Anwendungsbeispielen. Obwohl hier in Deutschland schon einiges mit vorhanden Registerdaten umgesetzt wird, ist gerade auch im internationalen Vergleich eine nachhaltige Koordinierung und Förderung der Forschungsinfrastruktur und Forschungskultur notwendig.
Registerbasierte Forschung bietet eine gute Möglichkeit zur Wissensgenerierung zu Fragestellungen aus der klinischen Praxis. Gerade methodisch qualitativ hochwertige Registerstudien können klinische Studien gut ergänzen, besonders bei Fragen, die durch randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) nicht beantwortet werden können. Die Ad-hoc Kommission Versorgungsnahe Daten des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF) hat mit ihrem „Manual für Methoden und zur Nutzung versorgungsnaher Daten“ einen methodischen Leitfaden für registerbasierte Studien herausgegeben. Durch in Register eingebettete RCTs können die methodischen Vorteile beider Ansätze integriert werden. In Deutschland haben wir eine vielfältige Registerlandschaft, wie das Registergutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit zeigt, die jedoch eine unterschiedliche Ausprägung international anerkannter Qualitätskriterien vorweist. Die Relevanz registerbasierter Studien für die klinische Praxis (z. B. Leitlinienentwicklung) zeigt sich in den im Artikel angeführten Anwendungsbeispielen. Obwohl hier in Deutschland schon einiges mit vorhanden Registerdaten umgesetzt wird, ist gerade auch im internationalen Vergleich eine nachhaltige Koordinierung und Förderung der Forschungsinfrastruktur und Forschungskultur notwendig.
Register-based research offers a good opportunity to generate knowledge on questions from the clinical practice. Methodologically high-quality register studies can complement clinical studies, especially for questions that cannot be answered with randomized controlled trials (RCT). The ad hoc committee on healthcare data of the German Network for Health Services Research (DNVF) has set methodological guidelines for register-based studies with a manual for methods and the use of healthcare data. The methodological advantages of both approaches can be integrated through RCTs embedded in registers. In Germany there is a diverse register landscape as shown by the register report commissioned by the Federal Ministry of Health, which, however, show a varying degree of internationally recognized quality criteria. The relevance of register-based studies for the clinical practice (e. g. guideline development) is shown in the examples of applications cited in the article. Although a lot has already been done here in Germany with existing register data, sustainable coordination and promotion of the research infrastructure and research culture, especially in international comparison are necessary.
ZusammenfassungGesundheits- und Versorgungsziele sind eine unverzichtbare Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Gesundheitssystem. Das Dilemma des deutschen Gesundheitssystems ist, dass es nicht planvoll weiter entwickelt wurde, sondern dass es historisch gewachsen ist. In den letzten Jahren hat es sich im freien Spiel der Kräfte zu dem entwickelt, was es heute ist. Den aktuellen Zustand beschreibt die OECD so: Die Kosten des deutschen Gesundheitssystems entsprechen nicht den oft nur durchschnittlichen Gesundheitsergebnissen für die Bevölkerung. Zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen (vor allem SGB V §§ 12, 27 und 70) braucht die Gesundheitsversorgung/das Gesundheitssystem in Deutschland konkrete Ziele. Eine Orientierung an Versorgungszielen zieht Maßnahmen auf allen Ebenen der Versorgung nach sich: auf der Makroebene (Gesamtsystem/gesamte Bevölkerung), auf der Mesoebene (unterteilt nach Regionen, spezifischen Bevölkerungsgruppen etc.) sowie auf der Mikroebene ( Patient:innen und Leistungserbringer) Ausgehend von nationalen und internationalen Erfahrungen zeigt das vorliegende Positionspapier des DNVF e.V. (Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung) das Potenzial, wie operationalisierte Versorgungsziele eine effektive, finanzierbare und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung gewährleisten können. Der Koalitionsvertrag der Ampelregierung propagiert eine Neuausrichtung mit Patient:innen bezogenen Versorgungszielen. Jetzt gilt es, aus dieser Absichtserklärung konkrete und umsetzbare Ziele abzuleiten und dabei alle wesentlichen Gruppen zu beteiligen. Ergänzend werden in diesem Prozess Werte und ethische Normen für die Umsetzung vereinbart. Das BMG (Bundesministerium für Gesundheit) sollte den Prozess der gesellschaftlichen Willensbildung zur Definition von Nationalen Versorgungszielen ermöglichen und fördern. Dazu bedarf es einer klaren politischen Willensbildung. Als Ergebnis liegen am Ende des Prozesses die Nationalen Versorgungsziele vor, die zusammen mit evidenzbasierten Fakten sowie mit validen und belastbaren Daten in einem Handbuch „Nationale Versorgungsziele“ veröffentlicht und gepflegt werden. Die operative Verantwortung für die Umsetzung könnte bei dem neu zu gründenden Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit liegen, wie es bereits im Koalitionsvertrag der Ampelkoalition angekündigt wurde. Das DNVF ist bereit, an der Entwicklung von Versorgungszielen aktiv mitzuwirken.
ZusammenfassungAnalysen zur Gesundheits- und Krankenversorgung (im Folgenden „Versorgungsanalysen“) haben meist das Ziel, die Strukturen, Prozesse, Ergebnisse und Wirkzusammenhänge von Versorgung transparent zu machen und den Zielerreichungsgrad von Gesundheitssystemen und ihrer Akteure zu erfassen. Versorgungsnahe Daten sind für viele Versorgungsanalysen eine unverzichtbare Datenquelle. Voraussetzung für die Überprüfung eines Zielerreichungsgrads ist zunächst eine Einigung auf diejenigen Ziele, die vom System erreicht werden sollen, sowie die Identifikation der Determinanten der Zielerreichung. Es geht vor allem darum zu prüfen, wie sicher, effektiv und patient:innenzentriert Systeme, Einrichtungen und Leistungserbringer arbeiten. Dabei werden auch Fragen des Bedarfs, der Zugänglichkeit, Inanspruchnahme, Rechtzeitigkeit, Angemessenheit, Patient:innensicherheit, Koordination, Kontinuität sowie gesundheitsökonomischen Effizienz und Gerechtigkeit der Gesundheitsversorgung thematisiert. Die Ergebnisse der Gesundheitsversorgung bzw. der Systemkomponenten umfassen einerseits Systemleistungen (Outputs) und andererseits Ergebnisse (Outcomes). Dabei sind die selbst berichteten Ergebnisse (patient-reported outcomes, PROs) und Erfahrungen (patient-reported experiences, PREs) von besonderer Bedeutung. Konkret geht es um die Grundfragen: wer macht was, wann, wie, warum und mit welchen Ressourcen und Effekten in der gesundheitlichen Routineversorgung. Versorgungsanalysen stellen die notwendigen Erkenntnisse und Kennzahlen bereit, um Gesundheitsversorgung weiterentwickeln und die Qualität der Versorgung verbessern zu können. Die Anwendungsgebiete reichen von Kapazitätsanalysen über Innovationsbegleitung bis hin zum Konzept des Monitoring regionaler und überregionaler Systemqualität. Angesichts der zunehmenden Digitalisierung im Gesundheitswesen stehen künftig versorgungsnahe Daten vermehrt für Versorgungsanalysen zur Verfügung. Gezielt und methodisch korrekt eingesetzt können diese die Versorgenden erheblich unterstützen und damit die Versorgungsqualität für die Patient:innen entscheidend verbessern helfen. Versorgungsnahe Daten haben ein großes Potential. Ihre Anwendung bedarf aber der gleichen wissenschaftlichen Akribie, die auch für andere Formen wissenschaftlicher Studien gilt.
Introduction Despite the profound burden of disease, a strategic global response to optimise musculoskeletal (MSK) health and guide national-level health systems strengthening priorities remains absent. Auspiced by the Global Alliance for Musculoskeletal Health (G-MUSC), we aimed to empirically derive requisite priorities and components of a strategic response to guide global and national-level action on MSK health. Methods Design: mixed-methods, three-phase design. Phase 1: qualitative study with international key informants (KIs), including patient representatives and people with lived experience. KIs characterised the contemporary landscape for MSK health and priorities for a global strategic response. Phase 2: scoping review of national health policies to identify contemporary MSK policy trends and foci. Phase 3: informed by phases 1–2, was a global eDelphi where multisectoral panellists rated and iterated a framework of priorities and detailed components/actions. Results Phase 1: 31 KIs representing 25 organisations were sampled from 20 countries (40% low and middle income (LMIC)). Inductively derived themes were used to construct a logic model to underpin latter phases, consisting of five guiding principles, eight strategic priority areas and seven accelerators for action. Phase 2: of the 165 documents identified, 41 (24.8%) from 22 countries (88% high-income countries) and 2 regions met the inclusion criteria. Eight overarching policy themes, supported by 47 subthemes, were derived, aligning closely with the logic model. Phase 3: 674 panellists from 72 countries (46% LMICs) participated in round 1 and 439 (65%) in round 2 of the eDelphi. Fifty-nine components were retained with 10 (17%) identified as essential for health systems. 97.6% and 94.8% agreed or strongly agreed the framework was valuable and credible, respectively, for health systems strengthening. Conclusion An empirically derived framework, co-designed and strongly supported by multisectoral stakeholders, can now be used as a blueprint for global and country-level responses to improve MSK health and prioritise system strengthening initiatives.
ZusammenfassungDie Evaluation von Interventionseffekten ist eine wichtige Domäne der Versorgungsforschung. Die vom Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF) ins Leben gerufene Ad hoc Kommission zur Nutzung versorgungsnaher Daten beschäftigt sich in diesem zweiten Teil des Manuals deshalb mit der Nutzung dieser Daten zur Evaluation von Interventionseffekten. Zunächst erfolgt dabei eine Aufarbeitung der Begriffsbestimmung und Diskussion zur Bedeutung von Kontextfaktoren. Anschließend werden sowohl allgemeine Anforderungen an Planung, Datenerhebung und Auswertung sowie konkrete Beispiele zur Evaluation von Interventionseffekten für die 3 Anwendungsfelder Arzneimitteltherapie, nicht-medikamentöse Maßnahmen sowie komplexe Interventionen herausgearbeitet. Dabei werden sowohl Szenarien betrachtet, bei denen bisher keine Informationen aus direkt vergleichenden randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) vorliegen bzw. bereits RCTs vorhanden sind, jedoch eine Erweiterung der Fragestellung erforderlich ist. Im Zentrum steht bei allen Beispielen an erster Stelle immer die Frage, ob die Datenquelle für die entsprechende Forschungsfrage geeignet ist und zwar unabhängig davon, ob eine Studie mit oder ohne Randomisierung durchgeführt wird. Die gewählten Beispiele stammen größtenteils aus der Onkologie, weil die hierfür notwendigen Daten zumindest in Ansätzen bereits für Deutschland vorliegen. Abschließend diskutiert das Manual mögliche Herausforderungen für eine zukünftige Nutzung dieser Daten.
Background Millions of people in Germany suffer from chronic pain, in which course and intensity are multifactorial. Besides physical injuries, certain psychosocial risk factors are involved in the disease process. The national health care guidelines for the diagnosis and treatment of non-specific low back pain recommend the screening of psychosocial risk factors as early as possible, to be able to adapt the therapy to patient needs (e.g., unimodal or multimodal). However, such a procedure has been difficult to implement in practice and has not yet been integrated into the rehabilitation care structures across the country. Methods The aim of this study is to implement an individualized therapy and aftercare program within the rehabilitation offer of the German Pension Insurance in the area of orthopedics and to examine its success and sustainability in comparison to the previous standard aftercare program. The study is a multicenter randomized controlled trial including 1204 patients from six orthopedic rehabilitation clinics. A 2:1 allocation ratio to intervention (individualized and home-based rehabilitation aftercare) versus the control group (regular outpatient rehabilitation aftercare) is set. Upon admission to the rehabilitation clinic, participants in the intervention group will be screened according to their psychosocial risk profile. They could then receive either unimodal or multimodal, together with an individualized training program. The program is instructed in the clinic (approximately 3 weeks) and will continue independently at home afterwards for 3 months. The success of the program is examined by means of a total of four surveys. The co-primary outcomes are the Characteristic Pain Intensity and Disability Score assessed by the German version of the Chronic Pain Grade questionnaire (CPG). Discussion An improvement in terms of pain, work ability, patient compliance, and acceptance in our intervention program compared to the standard aftercare is expected. The study contributes to provide individualized care also to patients living far away from clinical centers. Trial registration DRKS, DRKS00020373 . Registered on 15 April 2020
" There are more and more good reasons for using existing care data, with the focus in particular on the use of register data. The associated, clearly structured methodological procedure has so far been insufficiently combined, prepared and presented transparently. The German Network for Health Services Research (DNVF) has therefore set up an ad hoc commission for the use of routine practice data (RWE/RWD). The rapid report prepared by IQWiG on the scientific development of concepts for "generation of care-related data and their evalua-tion for the purpose of benefit assessment of medicinal products according to 35a SGB V" is an essential step for the use of register data for the generation of evidence. The "Memorandum Register - Update 2019" published by DNVF 2020 also describes the requirements and methodological foundations of registers. Best practice examples from oncology, which are based on the uniform oncological basic data set for clinical cancer registration ( 65c SGB V), show, for example, that guidelines can be checked and recommendations for guidelines and necessary interventions can be derived in the sense of knowledge-generating health services research using register data. At the same time, however, there are no clear quality requirements and structured formal and content-related procedures in the areas of data consolidation, data verification and the use of specific methods depending on the question at hand. The previously inconsistent requirements are to be revised and a method guide for the use of suited data is to be developed and published. The first chapter of the manual on methods of care-related data explains the objective and structure of the manual. It explains why the use of the term "routine practice data" is more effective than the use of the terms Real Word Data (RWD) and Real World Evidence (RWE). By avoiding the term " real world" it should be emphasized in particular that high-quality research can also be based on routine practice data (e. g. register-based comparative studies).
he World Health Organization (WHO) plans to declare the period 2020-2030 as the "Decade of Healthy Aging."This is intended to focus attention on the global challenge posed by the progressive aging of the world population.This edition of Deutsches Ärzteblatt provides an excellent analysis of a central topic of the aging society in Germany (1).The adequate care of elderly patients with femoral neck fractures is extremely important, since these injuries are associated with high mortality, high loss of independence, and high financial costs for the community of mutual solidarity.Around 120 000 proximal femoral fractures were treated surgically on an inpatient basis in Germany in 2018 (2).The general mortality rate following procedures of this kind is 10-15% within the first 30 days and 25-30% at 6 months.The excess mortality due to hip fractures is 8-36% at 12 months (1).
Aus Sicht des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF) bietet der Innovationsfonds eine fur unser Gesundheitssystem einmalige Chance fur eine zukunftsfahige, evidenzgeleitete Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Aus diesem Grund hat sich das DNVF seit der Ankundigung des Innovationsfonds im Gesetz zur Starkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versorgungsstarkungsgesetz) im Jahr 2015 kontinuierlich engagiert, um einen moglichst effektiven, effizienten, gerechten, transparenten und nachhaltigen Einsatz der Mittel des Innovationsfonds zu unterstutzen.