Zusammenfassung Im Rahmen einer Multicenterstudie zur Therapieoptimierung nichtkleinzelliger Lungenkarzinome im Stadium IIIA und IIIB wurden Resektionspräparate von 40 Patienten (26 Plattenepithelkarzinome und 14 Adenokarzinomen) nach neoadjuvanter Chemo- und Radiotherapie histologisch aufgearbeitet und einem 3-stufigen Regressionsgrading zugeordnet.Ferner wurde der prätherapeutisch bestimmte Lymphknotenstatus dem anhand der Resektate festgestellten Lymphknotenbefall gegenübergestellt: 29 Patienten (72,5%) wiesen posttherapeutisch ein günstigeres N-Stadium auf,während es bei 11 Fällen (27,5%) unter der Therapie zu keiner Änderung des Lymphknotenstatus kam.Bei 21 von 26 Patienten mit postoperativem N0- oder N1-Status zeigte sich in den Resektionspräparaten weniger als 10% vitales Tumorgewebe (Regressionsgrad IIb/III).Trotz eines Überlebensvorteils für Patienten mit posttherapeutischem N0- oder N1-Lymphknotenstatus gegenüber Patienten mit persistierendem mediastinalen Lymphknotenbefall (N2), konnte eine statistische Signifikanz nicht gezeigt werden (p=0,27).Eine signifikante Korrelation zeigte sich dagegen zwischen dem Ausmaß der Tumorregression und der Gesamtüberlebenszeit (p=0,02). Die Bestimmung des therapieinduzierten Tumorregressionsgrades scheint somit die präzisere Methode für die Bewertung der Prognose zu sein.
Zusammenfassung Im Rahmen einer Multicenterstudie zur Therapieoptimierung lokal fortgeschrittener nichtkleinzelliger Lungenkarzinome wurden Resektionspräparate von 35 Patienten nach neoadjuvanter Chemo- und Radiotherapie histologisch aufgearbeitet und dem folgenden Regressionsgrading zugeordnet: Grad I: keine oder nur geringe, i. allg. spontane Tumorregression, Grad II a: unvollständige Tumorregression mit mehr als 10 % und Grad II b: weniger als 10 % vitalem Tumorgewebe sowie Grad III: komplette Tumorregression. Bei 15 Patienten der Regressionsgrade II a bis III konnten als charakteristischer Ausdruck eines Ansprechens auf die neoadjuvante Therapie verschieden große angedeutet kokardenförmige Herde mit zentraler Tumornekrose, meist schmalem Schaumzellsaum, gefäßreichem Granulationsgewebe und peripherer Vernarbung nachgewiesen werden. Bei den als „Responder“ zusammengefaßten Patienten der Regressionsgrade II b und III lag mit 27,9 Monaten eine signifikant längere mediane Überlebenszeit vor als bei den als „Nonresponder“ zusammengefaßten Patienten der Regressionsgrade I und II a mit 12,7 Monaten.