Based on the controversial debate regarding the educational barriers and opportunities of children, adolescents, and young adults with a migration background in the German education system this article examines to what extent the determinants of students' academic performance differ in terms of their migration background. Hereby, we empirically investigate the level of performance at school, the academic motivation and selected personality traits as determinants of the academic performance of students with and without a migration background. The sample included 1854 students at economic faculties of six different German universities. Thereby, one-third of the students had a migration background. The empirical results show that in particular the level of performance at school as well as the level of conscientiousness determine the academic performance among both groups of origin. In contrast, the dimensions of academic motivation neither influence the academic performance of students without a migration background, not that of students with a migration background.
Zusammenfassung. Angesichts der kontrovers diskutierten Bildungsbarrieren und -chancen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem untersucht dieser Beitrag, inwiefern sich die Determinanten des akademischen Erfolgs hinsichtlich des Migrationshintergrundes von Studenten und Studentinnen unterscheiden. Hierbei erfolgt eine empirische Analyse des schulischen Leistungsniveaus, der akademischen Motivation sowie von ausgewählten Persönlichkeitsmerkmalen als Determinanten der akademischen Leistung von Studenten und Studentinnen mit und ohne Migrationshintergrund. Die Stichprobe bestand aus 1854 Studenten und Studentinnen an wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten von sechs verschiedenen deutschen Universitäten, davon wiesen rund ein Drittel der Studenten und Studentinnen einen Migrationshintergrund auf. Die empirischen Befunde zeigen, dass insbesondere die schulische Leistung sowie die Gewissenhaftigkeit die akademische Leistung beider Herkunftsgruppen determinieren. Demgegenüber beeinflussen die Dimensionen der akademischen Motivation weder die akademische Leistung von Studenten und Studentinnen ohne Migrationshintergrund noch diejenige der Studenten und Studentinnen mit Migrationshintergrund.
Zusammenfassung Ziel des Verbundprojekts AKTIV-kommunal war die Entwicklung, pilothafte Umsetzung und Evaluierung einer integrierten Toolbox für die digitale Transformation kommunaler Energieversorger. In drei integriert bearbeiteten Teilprojekten standen die Digitalisierung von Arbeitsprozessen, digitale Arbeitsmodelle sowie Digital Leadership im Mittelpunkt der Projektaktivitäten. Dabei bildeten jeweils ein Forschungspartner und ein Anwendungsunternehmen ein Tandem, um zu wissenschaftlich fundierten und praxistauglichen Ergebnissen zu gelangen. Der Projektbeirat, dem namhafte Vertreter/-innen aus Unternehmen, von Verbänden, der Sozialpartner und weitere Wissenschaftler angehörten, gab zusätzliche Impulse für die Projektarbeit. Im vorliegenden Beitrag werden die zentralen Ergebnisse von AKTIV-kommunal vorgestellt. Darüber hinaus werden Hinweise zu den im Projektverlauf erstellten Transfermaterialien gegeben und erfolgt ein Ausblick auf zukünftige Forschungsaktivitäten.
Der Dynamic Capabilities Approach erklärt den Erhalt der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen mit dem Besitz von Dynamic Capabilities. Aufgrund zahlreicher Forschungsstränge zu Dynamic Capabilities im strategischen Management, hat sich eine Reihe an verschiedenen Verständnissen darüber entwickelt, was sie sind und woher sie kommen. Der folgende Artikel thematisiert diese Frage, indem er die drei Hauptansätze auf Basis von sechs differenzierenden Kriterien kategorisiert und so die Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufgezeigt.
Purpose – The purpose of this paper is to report the results of an empirical study of the meaning of working, individual level work outcomes, and job and career satisfaction, among professional level employees in business organizations in Russia, Poland, and Germany.Design/methodology/approach – The theoretical framework for the study was based on the work by England and colleagues. The sample (n=638) included professional level employees in the medium and large manufacturing and service organizations in the three countries. Correlations, discriminant function analysis, and multiple regressions were used to answer research questions regarding the relationship between the study variables and to determine country differences.Findings – Results indicate different patterns and levels of work centrality, desired work outcomes, work role identification, and job and career satisfaction among the three countries. A significant difference was found between work values in Russia, on the one hand, and Germany and Po...
[Fazit] Die vorliegende Arbeit hat zentrale konzeptionell-theoretische Uberlegungen der Krankenhauspflegeproduktivitat entwickelt und diese in einem umfasssenden integrierten Produktivitatsmodell zusammengefasst. Dabei werden erstmalig sowohl strukturelle, als auch personelle und patientenbezogene Input-Faktoren in einem Dienstleistungsproduktivitatsmodell integriert und sowohl quantitative als auch qualitative Output-Faktoren der Krankenhauspflege berucksichtigt. Dieses Modell kann als zentraler Bezugsrahmen fur weitere Forschungsarbeiten zur Krankenhauspflegeproduktivitat verwendet werden. Insbesondere eignet es sich als Ausgangspunkt fur empirische Forschungsarbeiten, die das Modell operationalisieren und somit eine Produktivitatsmessung fur die Krankenhauspflege ermoglichen. Somit konnten in weiteren Forschungsarbeiten sowohl die produktivitatsrelevanten Wirkungsbeziehungen explizit ermittelt, als auch zentrale Einflussgrosen auf die Krankenhauspflegeproduktivitat identifiziert werden. Dies wurde erstmals eine integrierte Betrachtung wesentlicher Stellhebel einer hohen Krankenhauspflegeproduktivitat anhand von empirischen Erkenntnissen ermoglichen.
Service productivity has become a widely accepted issue in science and practice. But so far there are no holistic and widely accepted methods for systematic productivity management for services, especially for small and medium-sized enterprises (SMEs). Not only quantitative measures play an important role (e.g., financial measures) but also qualitative measures such as service quality or customer satisfaction have to be considered. Furthermore, the incorporation of service and SME specific characteristics has not been effective. In addition, a relationship between performance and productivity management has not been established. Closing this gap requires redefining the concept of service productivity and positioning it in relation to performance measurement. Against this background, the present article aims at presenting the conception and development of a holistic service productivity instrument, the Service Navigator. This instrument is based on a revised definition of strategic productivity that takes the dynamic character of the cause-and-effect relationships between strategic and operative measures into account. The Service Navigator is intended to enable SMEs to measure, assess and control the cause-and-effect relationships among inputs, sub-processes and outputs that are relevant for productivity. Subsequently the results of an explorative qualitative-empirical study on the development of the Service Navigator are presented and finally an outlook on further needs for research is given.
Die Bedeutung von Dienstleistungen geht mittlerweile über die klassischen Dienstleistungsbereiche hinaus, denn auch in klassischen Produktionsunternehmen haben Dienstleistungen einen immer höheren Stellenwert. Ein trennscharfes Angebot von Sach- oder Dienstleistung ist kaum mehr möglich, sodass Unternehmen versuchen, sich über so genannte Mehrwert-Dienstleistungen von ihren Konkurrenten abzugrenzen. Eine Leistungsdifferenzierung und Wettbewerbsprofilierung erfolgt vornehmlich über Dienstleistungen in Form von hybriden Leistungsbündeln, über die versucht wird, den Nutzen der Einzelleistungen zu übersteigen (Schmitz/Modlich 2009, S. 41). Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des Handwerks gelten häufig als Musterbeispiel hybrider Dienstleistungserbringung. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass aufgrund steigenden Wettbewerbsdrucks, zunehmender Kundenanforderungen und auch aufgrund des Interesses von Stake- und Shareholdern verstärkt der Einsatz von Instrumenten zur Messung und Steuerung der Dienstleistungsproduktivität gefordert wird (Roth 2007, S. 67).