Wie kann eine klimagerechte Stadt in Zukunft aussehen? Ziele für diese Zukunft sind in zahlreichen Klimagesetzen und Klimaschutzplänen formuliert, aber der Weg dahin ist überwiegend unklar. Realexperimente in Form von temporär autofreien Zonen können Wege zu einer klimaverträglichen Gestaltung von Städten weisen.To reduce CO2 emissions to a sufficient extent, transformations are needed that have an impact and inspire people to imagine different futures. Real-life experiments (e. g., temporary car-free zones) are seen as a suitable instrument to induce transformation and to contribute to the mobility transition. Through a literature review on transformative research and the empirical case analysis of two temporary car-free zones in Hamburg, Germany, the transformative effect of real-life experiments was investigated. In this article, the history and evolution of experimental practice in urban spaces is described and four types of car-free zones are introduced. The analysis demonstrates that real-life experiments are drivers of transformation. A newly developed ideal-typical process, consisting of eight steps for initiating and planning temporary car-free zones is presented. It is aimed at helping practitioners design such zones to optimize their transformational power for sustainable urban development.
To reduce CO2 emissions to a sufficient extent, transformations are needed that have an impact and inspire people to imagine different futures. Real-life experiments (e. g., temporary car-free zones) are seen as a suitable instrument to induce transformation and to contribute to the mobility transition. Through a literature review on transformative research and the empirical case analysis of two temporary car-free zones in Hamburg, Germany, the transformative effect of real-life experiments was investigated. In this article, the history and evolution of experimental practice in urban spaces is described and four types of car-free zones are introduced. The analysis demonstrates that real-life experiments are drivers of transformation. A newly developed ideal-typical process, consisting of eight steps for initiating and planning temporary car-free zones is presented. It is aimed at helping practitioners design such zones to optimize their transformational power for sustainable urban development.
This article explores the enabling factors and actors involved in the transformation pathways towards climate resilience of two German cities: Halle (Saale) and Mannheim. A specifically developed analytical framework served as basis for making the complex developments of the transformation paths of the two cities visible and comparable. The analysis has shown that despite strong similarities in terms of climate change impacts, the cities acted under very different political and economic conditions and thus applied particular strategic and tactical approaches and steering instruments. It can be stated that preparation of climate strategies, creation of a supporting central unit for climate issues and exemplary implementation of selected measures by the administration, as well as awareness-raising and cooperation with the stakeholders and citizens have played a key role in the cities' transformation. In both cities, the city administration took the role of innovation organiser and orchestrated the path-way towards becoming climate resilient.
Rising average temperatures and more frequent occurrence of heat islands increase the vulnerability of urban society in Halle (Saale) and Mannheim. Dealing with the associated challenges requires not only locally adapted strategies, but in particular an interdepartmental approach and involvement of those affected. Living labs in both cities open up the possibility of testing this in a transformative process. This paper discusses the challenges that living labs are confronted with in terms of knowledge already in the finding phase and what needs to be taken into account to support this process in the best possible way.
Der Klimawandel stellt bereits heute eine der zentralen gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Herausforderung unserer Zeit dar, die insbesondere für Städte einen realen Veränderungsdruck erzeugt. Maßnahmen des Klimaschutzes und der Klimafolgenanpassung gewinnen daher zunehmend an Bedeutung, um Städte für die Herausforderungen von Morgen vorzubereiten. Die Maßnahmen betreffen dabei vielfältige Themenfelder wie Siedlungs- und Freiraumplanung, Mobilität, Land-, Wald- und Forstwirtschaft, über Naturschutz, Biodiversität, Energieversorgung und bis hin zu Gesundheitsschutz, Aufklärung und Einbindung der Öffentlichkeit. Dies stellt jedoch für viele Kommunen eine große Herausforderung dar, nicht zuletzt aufgrund der Komplexität des politischen Gefüges einer Stadt (Stichwort: Multilevel-Governance), der langwierigen Entscheidungs- und Planungsprozesse, dem Denken und Handeln in Ressortstrukturen sowie der angespannten finanziellen Lage deutscher Kommunen. Entsprechend stehen Städte bei zunehmendem Handlungsdruck immer wieder vor der Frage, mit welchen Instrumenten eine intelligente Steuerung von Klimaschutz und -anpassungsmaßnahmen erfolgen kann.Ziel des Projekts SMARTilience ist es daher, kommunale Entscheidungs- und Handlungsträgerinnen und -träger beim vorausschauenden, effizienten Klimahandeln zu unterstützen. Dazu wird im Projekt ein integriertes, sozio-technisches Steuerungsmodell für klimaresiliente Stadtentwicklung, eine sog. „Urban Governance Toolbox“, konzipiert und als Prototyp entwickelt. Entworfen und erprobt wird das Steuerungsmodell mit und in den Städten Halle (Saale) und Mannheim. In beiden Städten besteht bereits ein erhöhter Anpassungsdruck in Bezug auf verschiedene klimawandel-bedingte Fragestellung, wobei sich beide Städte an unterschiedlichen Punkten im Fortschritt ihrer Aktivitäten zu Klimaschutz und -anpassung befinden. Diese Bedingungen ermöglichen die Entwicklung eines praxisnahen und am Ende auf weitere deutsche Städte übertragbaren Steuerungsmodells.Das Poster hat zum Ziel, zum einen das Projekt kurz, aber zum anderen vor allen das Produkt Toolbox vorzustellen. Derzeit befindet sich die Toolbox in der Entwicklung. In den kommenden Monaten steht der Prototyp zu Verfügung, um entsprechend auf dem Plakat in Aufbau und Funktionsweise veranschaulicht zu werden.
Dieses Kapitel des Klimaberichts befasst sich mit den Handlungsspielräumen für lokalen Klimaschutz, die spezifischen Formen lokaler Klima‐Governance sowie der Einbindung Hamburgs und der Metropolregion in ein komplexes Mehrebenensystem der Klima‐Governance. Da im vergangenen Klimabericht der Fokus auf Adaptationsprozessen lag, wird im Folgenden insbesondere das Thema Mitigation (Klimaschutz) beleuchtet. Anders als in der Anpassungsproblematik wird für das Ziel der Mitigation häufig infrage gestellt, dass die lokale Ebene einen wichtigen Beitrag leisten kann. Daher wird hier zunächst eine grundlegende Einführung in die Möglichkeiten lokaler Klima‐Governance im Rückgriff auf die breit gefächerte internationale Forschungsliteratur geleistet, bevor auf dieser Grundlage eine Einordnung der spezifischen Bedingungen und Potenziale für den Klimaschutz in Hamburg erfolgt. Ein besonderer Fokus liegt dabei erstens auf einer Betrachtung der formal‐rechtlichen Instrumente und zweitens auf den weiteren informellen Governance‐Instrumenten. Dem Status von Hamburg als Stadtstaat kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Ausgeklammert bleibt eine ausführliche Darstellung der Literatur zu finanziellen Anreizsystemen. Eine systematische Betrachtung der technischen Optionen (im Unterschied zu den Governance‐Aspekten) wird erst in Kap. 15 geleistet.
Das Arbeitspapier untersucht bundesweit, inwieweit die bestehenden regionalplanerischen Festlegungen mit Bezug zur den Handlungsfeldern der Klimaanpassung die politische und wissenschaftliche Diskussion aufgreifen.
Das vorliegende Arbeitspapier analysiert die Steuerung der regionalen Raumordnung zur Anpassung an den Klimawandel. Es geht der Frage nach, inwieweit die Regionalplane mit ihren Festlegungen vorgeschlagene Regelungsinhalte zur Klimaanpassung aufgreifen. Dazu werden zunachst literaturbasiert Steuerungsmoglichkeiten zur Anpassung an den Klimawandel in den regionalplanerischen Handlungsfeldern aufgearbeitet (Kap. 2). Kapitel drei schildert die Auswahl der untersuchten Regionalplane, das methodische Vorgehen bei der Analyse der regionalplanerischen Festlegungen und die Ergebnisse der empirischen Erhebung fur die einzelnen regionalplanerischen Handlungsfelder der Klimaanpassung. Es schliest mit einer zusammenfassenden Betrachtung der Ergebnisse ab, welche die Ergebnisse der empirischen Erkenntnisse vor dem Hintergrund von aktuellen politisch-administrativen Dokumenten diskutiert. Das Fazit fuhrt die Ergebnisse zusammen und stellt weiteren Forschungsbedarf heraus.
Im ersten einleitenden Teil beschreibt das Arbeitspapier die Verwundbarkeiten von Stadten und Stadtregionen gegenuber den einzelnen Wirkfolgen des Klimawandels anhand einer Auswertung der Literatur. Dazu wird zunachst der Begriff Vulnerabilitat definiert, bevor die Wirkungen einzelner veranderter klimatischer Parameter auf Stadte und Stadtregionen beschrieben werden. Eine theoretische Grundlage fur die Anpassung von Stadtregionen bietet das Resilienzkonzept, mit dem sich das Kapitel ,Bewertungskriterien fur an den Klimawandel angepasste Siedlungen‘ zunachst allgemein auseinandersetzt. Daran anschliesend diskutiert das Kapitel Ansatze, welche das Resilienzkonzept auf Siedlungen ubertragen haben, um anschliesend Bewertungskriterien fur klimaangepasste siedlungsstrukturelle Leitbilder zu entwickeln. Das vierte Kapitel analysiert die bestehenden siedlungsstrukturellen Leitbilder mit Hilfe der im vorangegangenen Kapitel erarbeiteten Bewertungskriterien im Hinblick auf ihre Eignung zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels. Dazu werden zunachst bestehende Typisierungen von Siedlungsstrukturellen Leitbildern aufgearbeitet. Auf dieser Grundlage wird eine eigene Systematik erstellt, die zwischen Punktformigen Modellen, Punkt-axialen Modellen, Dezentraler Konzentration und Dezentralisierung unterscheidet. Im Anschluss an eine ubergreifende Bewertung der siedlungsstrukturellen Konzepte thematisiert das Fazit Ansatzpunkte fur die Weiterentwicklung der Leitbilder, um zur Klimaanpassung beizutragen.
Kurzbeitrag uber das im Modellgebiet Elmshorn und Umland angewandte partizipative Verfahren zur Sensibilierung der Akteure vor wasserbezogenen Klimafolgen.