Bei 100 Patienten mit 165 zwei- bis drittgradig offenen Frakturen wurde eine konsekutive Studie durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, daß nur zwei Wundinfekte, jedoch keine Osteitis auftraten. Bei der Versorgung sind als wesentliche Faktoren anzusehen: 1. frühzeitige Gabe eines Antibioticums mit ausreichenden Gewebs- und Serumspiegeln, 2. ausgiebiges Wunddebridement mit Spülung eines lokalen Antisepticums, 3. stabile Osteosynthesen, 4. rechtzeitige plastische Deckung etwa am 4. postoperativen Tag.
Bei 447 Patienten mit Splenektomie aus hämatologischer, traumatischer Indikation, beim Morbus Hodgkin und im Rahmen anderer Operationen wurden die pleuropulmonalen Komplikationen retrospektiv ausgewertet. Es ergaben sich 9% Atelektasen, 23% Pleuraergüsse, 24% Pneumonien und 1% Pleuraempyeme. Bei Drainage des linken Subphreniums mit einer großlumigen Gummidrainage fanden sich bei den elektiv aseptischen Splenektomien (n = 136) signifikant höhere Komplikationsraten.
110 Lappentranspositionen wurden am Unterschenkel nach 2. und 3.° offenen Frakturen durchgeführt. Eine primär verzögerte Weichteildeckung wurde dringlich angestrebt. Sekundär konnten bei aufgeschobener Dringlichkeit auch zeitaufwendigere Verfahren angewendet werden. Das therapeutische Vorgehen orientierte sich am Lokalbefund, der Operabilität und dem Zeitpunkt der Zuweisung. Bei zeitgerechtem therapeutischen Verhalten konnten durch primär verzögerte Deckung die besten Ergebnisse erzielt werden.
An freien Muskellappen des Hundes wurden ATP, Kreatinphosphat und anorganisches Phosphat mittels der Kernspinresonanz-Spektroskopie für31P beobachtet. Ischämie führt zu einem reversiblen Abfall des Kreatinphosphats, eine anschließende arterielle Reperfusion zur Stoffwechselnormalisierung. Der nachfolgende ischämiebedingte Verbrauch auch des ATP-Pools ist irreversibel. Der intracelluläre pH-Wert sinkt in der Ischämie von 7,2 auf 6,0; die Normalisierung innerhalb von 60–75 min durch Reperfusion ist unabhängig von der Zellschädigung. Der zeitliche Verlauf in der Ischämiephase ist abhängig von der Lappentemperatur. Die Ischämietoleranz beträgt in der Normothermie weniger als 2 h; bei 26°C ist sie bereits auf 4 h erhöht.
Of 542 splenectomies performed from 1964 to 1977, 242 were incidental to gastrointestinal surgery. The highest rate of complications was observed in these patients as opposed to those who underwent splenectomy for trauma or Hodgkin's disease. Eighteen laboratory studies did not show significant changes 1.5 to 10 years postoperatively in 96 patients. Ninety-three patients questioned because of late symptoms had the highest rate of complaints after incidental splenectomy.