Der richtige Zugang zum Schultergelenk ist entscheidend für eine suffiziente Frakturversorgung und korrekte Implantation einer Endoprothese, aber gleichzeitig auch für das Management der Weichteile, was gerade im Bereich der Endoprothetik einen entscheidenden Einfluss auf die spätere Funktion der Schulter hat. So kann ein ungünstiger Zugang die Frakturversorgung oder Implantation einer Prothese erheblich erschweren bis unmöglich machen oder aufgrund der Schädigung der Muskulatur oder insuffizienter Refixationsmöglichkeit der Sehnen zu starken Bewegungseinschränkungen und reduzierter Kraft des Armes führen. Zum Erreichen eines optimalen Ergebnisses ist eine entsprechende Planung der Operation erforderlich, um einen geeigneten Zugang für die erforderlichen operativen Maßnahmen zu wählen. Abhängig von der geplanten Operation muss der Zugang eine vollständige Darstellung des Humeruskopfes, aber auch gegebenenfalls des Glenoides bieten. Er muss bei Implantation einer Prothese eine achsgerechte Fräsung des Glenoides und anatomische Prothesenpositionierung zulassen. Gleichzeitig dient er der Beseitigung etwaiger bestehender Kontrakturen, wobei es sich in den meisten Fällen um eine Innenrotationskontraktur handelt.
Worldwide more and more primary knee replacements are being performed. Kinematic alignment (KA) as one of many methods of surgical alignment has been shown to have a significant impact on kinematics and function. The aim of the present study was to compare KA and mechanical alignment (MA) with regard to femorotibial kinematics. Eight fresh frozen human specimens were tested on a knee rig during active knee flexion from 30 to 130°. Within the same specimen a medial stabilized (MS) implant design was used first with KA and then with MA. The femorotibial kinematics showed more internal rotation of the tibia in KA compared to MA. At the same time, there was a larger medial rotation point in KA. Both alignment methods showed femoral rollback over the knee bend. Relating to an increased internal rotation and a more precise medial pivot point, it can be concluded that KA combined with a MS implant design may partially support the reproduction of physiological knee joint mechanics.
Fragestellung Es wird angenommen, dass nach Implantation einer Knietotalendoprothese (KTEP) und die damit verbundene Veränderung des Patella-Trackings in einem hohen Maße zur Problematik des vorderen Knieschmerzes beiträgt. Ohne Zwangsführung ist ein schmerzfreier Verlauf der Patella am ehesten wahrscheinlich. Auch wenn in Deutschland der Retropatellarersatz bei der Primäroperation nicht im überwiegenden Maße eingesetzt wird, stellt sich in 10 % der Fälle trotzdem die Frage nach dem Design des Retropatellarersatzes bzw. dessen mögliche Auswirkungen auf die patellofemorale Kinematik. Ziel dieser Studie war es die Auswirkung unterschiedlicher Retropatellarersätze kinematisch im Kniegelenk zu untersuchen.
Fragestellung Die Matrix-basierte ACT (mb-ACT) ist eine etablierte Methode zur Behandlung von umschriebenen Knorpeldefekten. In den aktuellen Leitlinien wird eine Defektgröße von 2,5 bis 3 cm2 als Indikation für die ACT angesehen. Es ist allerdings nicht bekannt, ob diese “kritische” Grenze für die verschiedenen Kniekompartimente identisch ist oder ob eine differenzierte Größenbetrachtung für die Patella und die Kondylen im Hinblick auf die Größe der Belastungszone notwendig ist. Fragestellung: Welchen relativen Anteil an der Gesamtbelastungszone haben identische Defektgrößen an Patella und Femurkondylen?
Fragestellung In vitro Studien an Kniegelenkskinematoren sind zu einem Standard in der biomechanischen Forschung geworden, um wissenschaftlich und klinische Fragestellungen zu beantworten. Um Fragestellungen bezüglich des Kontaktdrucks im Gelenk zu bestimmen, ist es notwendig Messfolien in das Gelenk einzusetzen und dabei die Kapsel zu eröffnen und auch zum Teil während der Versuchsdurchführung geöffnet zu lassen. Daher stellt sich die Frage, welchen Einfluss übt das Eröffnen der Kniekapsel über einen Subvastuszugang auf die Patella-Kinematik bei Kniebeuge aus.
Fragestellung Intraoperativ wird sich aufgrund der individuellen Gegebenheiten am Patienten oftmals für eine Versorgung mit höherer Kongruenz oder einer posterioren Stabilisierung entschieden, um eine optimale Stabilität des Kniegelenks zu gewährleisten. Bei in vitro Versuchen wird eine erhöhte Stabilität des Kniegelenks mit einer Reduktion der benötigten Quadrizepskraft beobachtet. Ziel dieser Studie ist es den Einfluss der Kongruenz und Führung auf die Quadrizepskraft über eine gesamte Kniebeuge zu ermitteln.
Fragestellung Eine gute Knietotalendoprothese (KTEP) sollte die native Kinematik des Patienten unterstützen. Durch den Erhalt des hinteren Kreuzbandes erhofft man sich die Wiederherstellung einer möglichst natürlichen Kinematik. Postero-stabilisierte (PS) Prothesen bieten hingegen den Vorteil durch den Post-Cam Mechanismus das Rollback des Femurs geführt zu unterstützen. Bei nicht ausreichender Stabilität des Kniegelenks kann eine PS+ Gleitfläche eingesetzt werden, die durch einen etwas breiteren Zapfen eine Varus/Valgus Stabilität bietet. Die Rotation sollte dabei jedoch nicht eingeschränkt werden. Ziel dieser Studie ist es zu überprüfen, inwieweit diese Konzepte die Wiederherstellung der nativen Kinematik ermöglichen.
Fragestellung Der Verlust der Stabilität des Glenohumeralgelenks aufgrund von Funktionsstörungen der Rotatorenmanschettenmuskulatur führt zu Schmerzen durch subakromiales Impingement. Klinische Studien an Patienten mit Rotatorenmanschetteruptur haben gezeigt, dass die Verwendung eines Spacersystems die Schulterbiomechanik wiederherstellen kann, indem die subakromiale Reibung während der Bewegung verringert und der Humeruskopf gesenkt wird. Ziel dieser Studie war die Entwicklung eines Computer-Programms (MATLAB, MathWorks Inc, MA) zur Auswertung der Kinematik des Schultergelenks in vier verschiedenen Zuständen der Rotatorenmanschette.
Die Anzahl der endoprothetischen Gelenkoperationen hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen. In Deutschland werden jedes Jahr knapp 170.000 primäre Knie- und ca. 230.000 primäre Hüftendoprothesen implantiert. Körperliche und leichte sportliche Aktivität wird nach endoprothetischem Ersatz grundsätzlich empfohlen und ist bereits aus gesundheitlichen Gründen zu fordern. Die Erwartungen an den Gelenkersatz nehmen kontinuierlich zu, insbesondere bezüglich der Rückkehr zu sportlichen Aktivitäten. Leider ist die Datenlage zur Sportverträglichkeit von Endoprothesen äußerst gering, sodass aktuell keine evidenzbasierten Leitfäden für die, Rückkehr zum Sport nach Hüft- oder Kniegelenkersatz“ vorliegen.The number of joint replacements has increased significantly in the last decades. In Germany, nearly 170,000 primary knee and 230,000 primary hip replacements are performed each year. Physical activity and light sports are generally recommended after joint replacement is necessary for health reasons. Expectations on joint replacement are steadily increasing, especially with regard to the return to sports. Unfortunately, the data on the sports and joint replacement is extremely low, so that there are currently no evidence-based guidelines for the “return to sports after hip or knee replacement”.
Wear is an important factor in the long term success of total knee arthroplasty. Therefore, wear testing methods and machines become a standard in research and implant development. These methods are based on two simulation concepts which are defined in standards ISO 14243-1 and 14243-3. The difference in both concepts is the control mode. One is force controlled while the other has a displacement controlled concept. The aim of this study was to compare the mechanical stresses within the different ISO concepts. Furthermore the force controlled ISO was updated in the year 2009 and should be compared with the older which was developed in 2001. A finite element model based on the different ISO standards was developed. A validation calculated with kinematic profile data of the same implant (Aesculap, Columbus CR) in an experimental wear test setup (Endolap GmbH) was done. Based on this model all three different ISO standards were calculated and analysed. Validation results showed Pearson correlation for anteri...
Lokalanästhetika und Cortison werden häufig zur Infiltration in und um Gelenke eingesetzt. Ziel der Arbeit ist die Untersuchung der Eigenschaften von Ropivacain, Bupivacain und Triamcinolon zur Nekrose- und Apoptosewirkung an Fibroblasten, Tenozyten und humanen mesenchymalen Stammzellen (hMSC).
Knieschmerzen sind keine Seltenheit, die Ursachen sind vielfältig. Neben den typischen Meniskus- und Bandverletzungen sind es auch Knorpeldefekte. Eine besondere Lokalisation für Knorpeldefekte liegt dabei retropatellar. In folgendem Artikel möchten wir Ihnen die Aspekte von den Grundlagen bis hin zur Therapie näherbringen.
Due to the increasing demand for functionality in an aging yet physically active society, the treatment of rotator cuff tears is of ever-growing importance. Despite intensive research efforts, the treatment of degenerative rotator cuff tears, in particular their long-term outcome, is still a challenge. While in recent years the focus was on biomechanics and the technical aspects of rotator cuff reconstruction, attention has now turned to the biological considerations of tendon regeneration. This article highlights the current state of biological rotator cuff augmentation in a clinical setting and provides an insight into and an outlook on the experimental procedures.
Der unikondyläre Oberflächenersatz (UKA) ist ein fester Bestandteil in der Therapie der medialen Gonarthrose. Die schnelle Rehabilitation, gute Beweglichkeit und die zunehmend besseren Standzeiten haben insbesondere bei jüngeren Patienten mit einem hohen funktionellen Anspruch zu einer Zunahme der Operationszahlen geführt.
Over the course of the past two decades autologous chondrocyte implantation (ACI) has become an important surgical technique for treating large cartilage defects. The original method using a periostal flap has been improved by using cell-seeded scaffolds for implantation, the matrix-based autologous chondrocyte implantation (mb-ACI) procedure. Uniform nationwide guidelines for post-ACI rehabilitation do not exist. A survey was conducted among the members of the clinical tissue regeneration study group concerning the current rehabilitation protocols and the members of the study group published recommendations for postoperative rehabilitation and treatment after ACI based on the results of this survey. There was agreement on fundamentals concerning a location-specific rehabilitation protocol (femoral condyle vs. patellofemoral joint). With regard to weight bearing and range of motion a variety of different protocols exist. Similar to this total agreement on the role of magnetic resonance imaging (MRI) for postsurgical care was found but again a great variety of different protocols exist. This manuscript summarizes the recommendations of the members of the German clinical tissue regeneration study group on postsurgical rehabilitation and MRI assessment after ACI (level IVb/EBM).
Unicompartmental knee arthroplasty (UKA) has become an accepted therapy for medial osteoarthritis. The main reasons for its popularity are the minimally invasive surgical technique and the reports of excellent long-term results including high patient satisfaction and good knee joint function especially in younger patients. The purpose of our retrospective study was to evaluate the physical activities of patients who had undergone an Oxford III medial UKA. Special attention was paid to implant positioning and osteoarthritis of the patellofemoral joint. Of 181 implanted Oxford III prosthesis, 136 (75.1%) could be followed up. The mean age at time of surgery was 65.2 years; the average time of follow-up was 4.2 years. In addition to a physical examination and x-ray, the following scores were obtained: WOMAC (Western Ontario and McMaster Osteoarthritis Index), OKS (Oxford Knee Score), KSS (Knee Society Score), UCLA activity and the Turba score. The majority of the patients (81%) returned to their sporting activity following knee surgery. Higher complication rates or progression of osteoarthritis associated with sporting activities were not observed. The active patients had significantly higher scores for the OKS, KSS, WOMAC, and UCLA scores. The correct implant position, especially avoiding overcorrection to valgus malalignment, is important for good clinical outcome. Our results demonstrate that a high degree of patient satisfaction in terms of physical and sporting activity can be achieved using the Oxford III UKA for medial osteoarthritis without an increased risk for complications.
Endoskopische Schultereingriffe haben über die letzten zwei bis drei Jahrzehnte einen enorm hohen diagnostischen und therapeutischen Stellenwert in der Schulterchirurgie erlangt und zählen zu den häufigsten Operationen bei den orthopädischen Gelenkversorgungen [1, 2]. Generell sind endoskopische Schultereingriffe eine sichere und effektive Methode zur Therapie zahlreicher unterschiedlicher Schulterpathologien [3]. Sie ermöglichen eine umfassende diagnostische Beurteilung der glenohumeralen Strukturen und des Subakromialraums [4]. Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche können sehr gut mit endoskopischen Eingriffen versorgt werden [5].
Die autologe Chondrozytentransplantation (ACT) hat sich seit ihrer Einführung in den klinischen Alltag zu einem Standardverfahren zur Behandlung von großen umschriebenen Knorpeldefekten im Kniegelenk etabliert. Trotz der zunehmenden Ausweitung des Verfahrens bestehen noch viele Fragen hinsichtlich der optimalen postoperativen Therapie. Ziel unserer Untersuchung war eine Bestandserhebung der Nachbehandlung bei den Mitgliedern der AG Klinische Geweberegeneration und basierend auf den Ergebnissen die Erstellung einer Empfehlung auf der Basis einer Expertenmeinung (Level IVb nach EBM).