Die Verödung des Stiernhöhenlumens nach Beseitigung der chronisch entzündeten und irreversibel geschädigten Schleimhaut ist ein in der Klinik geübtes Verfahren. Die Frage nach dem am besten geeigneten Verödungsmaterial ist immer noch ungelöst. Im Tierexperiment wurde deswegen die Verwendungsfähigkeit des Kieler Knochenspans überprüft. Nach Trepanation und Entfernung der Schleimhaut der Bulla von 30 Meerschweinchen wurde die Knochenhöhle mit Spongiosa des Kieler Knochenspans aufgefüllt. Die Tötung der Tiere erfolgte 2 Wochen, ein, zwei, drei und vier Monate post implantationem. Die implantierte avitale Spongiosa des Kieler Knochenspans wird anfangs von einem bindegewebigen Kallus umwachsen. In Abhängigkeit von der Zeit geht dann dieser Kallus zunächst wandständig, später aber auch zentral in Knochen über. Dabei werden die avitalen und dem halisteretischen Abbau unterliegenden Spongiosabälkchen immer mehr eingemauert. Auch nach 4 Monaten sind diese Ab- und Aufbauvorgänge noch nicht beendet. Immunologisch begründete Abstoßungsreaktionen konnten niemals festgestellt werden. Somit gleicht der histologische Ein- und Umbau des immunologisch inerten Kieler Knochenspans im pneumatischen System des Meerschweinchens dem, der nach der Kieler Spanverpflanzung in den menschlichen Röhrenknochen aufgezeigt werden konnte. Deswegen wird gefolgert, daß sich der Kieler Knochenspan auch zur Verödung des menschlichen Sinus frontalis eignen dürfte.