Temporary layoffs – employment separations followed by recall to the same employer – are widely used to buffer short-term demand fluctuations, yet their long-term worker consequences remain poorly understood. Using Austrian administrative data and propensity-score matching, we estimate their long-run effects by comparing workers experiencing short, non-seasonal interruptions during their first employment year with similar workers whose employment continues uninterrupted over the same first-year period. Outcomes are measured from the second year onward. Over ten years, affected workers accumulate about 3.5 months less employment and three months more unemployment, while cumulative earnings decline by more than €6,000. Monthly earnings during employment are also slightly lower, providing no evidence of compensating wage differentials. The results indicate substantial worker welfare costs and fiscal externalities and suggest that current institutional arrangements may encourage firms to shift adjustment costs to workers and the unemployment insurance system.
We analysed a new counselling and support programme for people with low employment prospects in Austria. The Austrian Public Employment Service introduced regional pilots to investigate whether a new counselling strategy could improve labour market outcomes for this group. Eligible unemployed individuals could opt for third-party counselling and support, access a wide range of low-threshold services, and focus on personal stability rather than job placement. The goal was to achieve similar or even better labour market outcomes at lower cost. By comparing pilot and control regions, we found that introducing the offer resulted in higher costs without improving labour market outcomes.
There is still a lack of knowledge on how to effectively help the long-term unemployed into employment. We evaluate a wide range of active labour market policies for this target group, using a dynamic matching approach. Measures vary considerably in the extent to which they improve labour market prospects. Human capital-intensive training programs that substantially enhance vocational skills and employment programs are most effective, short activating job search training the least. Our results suggest that not only wage subsidies in the private sector, but also direct job creation in the public and non-profit sectors can work, if properly designed.
In a randomised controlled trial in Austria, lowering caseloads for caseworkers in a Public Employment Office led to more meetings with unemployed clients, more job offers, more programme assignments, and more sanctions for noncompliance with job search requirements. It shortened unemployment spells through faster job entry, but also through more exits from the labour force in the 2 years following treatment. The duration of unemployment was reduced for a number of subgroups of the unemployed, but not all benefited from increased employment. For women and foreigners, lower caseloads led to more time out of the labour force. The quality of jobs after unemployment, measured by wages, did not change. A cost–benefit analysis suggests that lower caseloads not only shorten unemployment but also save public costs.
Many European countries are facing the key challenge of integrating low-skilled jobless young people into the labor market. From 2018 to 2020, the Public Employment Service (PES) in Vienna tested a new model of intensified support (“case management”). The target group consisted of young unemployed persons with low formal qualifications who were drawing on social assistance. Based on the pilot project and a propensity matching approach, we show that the increase in staff significantly increased the intensity of the counseling. It led to an increase in job proposals and active labor market program participation, as well as sanctions in the form of benefit suspensions for failure to keep PES appointments. In line with the goal, more of the young people were encouraged to take part in training and further education instead of being quickly placed in an unskilled job. However, in the three-year follow-up period, the intensified counseling did not (yet) have a significant effect on the overall extent of integration into employment. Regarding post-unemployment job quality, we find no effects on wages at the start of a job.
Die aktive Arbeitsmarktpolitik ist im Konjunkturverlauf mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Angesichts betrachtlicher offentlicher Ausgaben in diesem Bereich stellt sich die Frage, welche Masnahmen zu welchem Zeitpunkt besonders effektiv sind. Ein Literaturuberblick stellt das Repertoire der aktiven Arbeitsmarktpolitik vor und liefert eine Bestandsaufnahme der bisherigen theoretischen und empirischen Wirkungsevidenz im Konjunkturverlauf. Daruber hinaus wird eine empirische Analyse der kausalen Wirkung von vier ausgewahlten AMS-Forderungen im Konjunkturzyklus fur Osterreich vorgenommen. Es sind dies: betriebliche Eingliederungsbeihilfen, Beschaftigungsprojekte auf dem zweiten Arbeitsmarkt, Qualifizierungsmasnahmen (tragerfinanzierte fachliche Qualifizierung sowie Weiterbildungsforderung auf dem freien Bildungsmarkt). Dabei zeigt sich, dass die untersuchten arbeitsmarktpolitischen Masnahmen in Krisenzeiten effektiver sind, sie korrelieren positiv mit der Arbeitslosenquote. Mit anderen Worten ist die beschaftigungserhohende Wirkung der Masnahmenteilnahme in Zeiten, in denen die Arbeitslosenquote hoch ist, starker als in Zeiten, in denen sie gering ist.
Viele europaische Lander stehen vor der wichtigen Herausforderung, geringqualifizierte beschaftigungslose Jugendliche in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Arbeitsmarktservice (AMS) Wien testete in den Jahren 2018 bis 2020 mittels eines kontrollierten Zufallsexperiments ein neues Modell einer intensivierten Betreuung (Fallmanagement). Die Zielgruppe waren arbeitslose Jugendliche mit geringer formaler Qualifikation und Mindestsicherungsbezug, viele davon Asyl- und subsidiar Schutzberechtigte. Wie die vorliegende Wirkungsanalyse zeigt, fuhrte die Aufstockung des Personals zu einer signifikanten Steigerung der Betreuungsintensitat und zu einer Zunahme von Vermittlungsvorschlagen, Masnahmenzuweisungen und -teilnahmen, sowie von Sanktionen in Form von Sperren des Leistungsbezugs. Zielgemas wurden die betreuten Jugendlichen vermehrt in eine Lehre oder eine sonstige Aus- und Weiterbildung anstatt rasch in Hilfsjobs vermittelt. Auf die Integration in Beschaftigung hatte die intensivierte Betreuung in der kurzen Frist von einem Jahr (noch) keinen signifikanten Effekt. Die langfristigen Wirkungen auf die Arbeitsmarktintegration werden masgeblich davon abhangen, inwieweit die verstarkten Investitionen in Aus- und Weiterbildung zu einer langfristigen Steigerung der Beschaftigungschancen fuhren.
Arbeitsmarktpolitik richtet sich haufig in erster Linie an Arbeitslose. Sowohl das Risiko, arbeitslos zu werden, als auch die Chance, aus der in die Beschaftigung zuruckzukehren, werden jedoch vom Einstellungs- und Kundigungsverhalten von Unternehmen beeinflusst. Vor diesem Hintergrund unterzieht der vorliegende Unternehmensmonitor Arbeitslosigkeit die Rolle der Unternehmen bei der Bekampfung der einer systematischen Analyse: Wie haufig stellen sie Arbeitslose ein und verschaffen ihnen dadurch eine langfristige Beschaftigungsperspektive? Wie haufig gehen Beschaftigte in die ab? In welchem Ausmas beschaftigen die Unternehmen altere Arbeitskrafte? Wieweit schalten sie das Arbeitsmarktservice in Arbeitskraftesuche und Stellenbesetzung ein? Die Studie liefert aussagekraftige Indikatoren fur ein Monitoring. Sie deckt grose Unterschiede im Unternehmensverhalten selbst innerhalb von Betriebssegmenten auf und verweist damit auf arbeitsmarktpolitischen Handlungsspielraum.
Die Studie beleuchtet Dimensionen einer Destandardisierung von Erwerbsverlaufen in Osterreich und die Ruckwirkungen auf das Alterssicherungssystem. Rund zwei Drittel der unselbstandig aktiv Beschaftigten (66,2%; rund 2,8 Mio. Personen) und damit die Mehrheit sind nach wie vor stabil, also ganzjahrig beschaftigt. Allerdings nahm der Anteil der instabil Beschaftigten in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zu, unter den Beschaftigten ohne osterreichische Staatsburgerschaft erhohte er sich auf 55,3%. Instabil Beschaftigte verzeichneten in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten Reallohnverluste. Das Beitragsaufkommen in der gesetzlichen Pensionsversicherung wurde bislang durch den steigenden Anteil der instabilen Beschaftigungsverhaltnisse kaum gedampft, da die Einkommensdynamik der stabilen Beschaftigungsverhaltnisse die schwache Beitragsentwicklung des instabilen Segmentes weitgehend kompensierte.
Im Jahr 2019 schlug sich mit zeitlicher Verzogerung die Eintrubung der Konjunktur auf dem Arbeitsmarkt nieder. Der Arbeitsmarktaufschwung der Jahre 2017 und 2018 setzte sich nur abgeschwacht fort: Die Beschaftigung wuchs weiterhin, aber mit deutlich geringerer Dynamik. Die Abnahme der Arbeitslosigkeit verlangsamte sich zusehends. Mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie und den folgenden Gegenmasnahmen Mitte Marz 2020 endete der Aufwartstrend abrupt. Die Arbeitslosigkeit schnellte schlagartig in die Hohe und erreichte Ende April ihr bisher hochstes Niveau seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Einfuhrung der COVID-19-Kurzarbeit verhinderte noch weitaus grosere Beschaftigungsverluste. Dennoch wurde der hochste Ruckgang der unselbstandigen Beschaftigung seit den 1950er-Jahren verzeichnet.
Die sozialen Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise trifft die Bevolkerung recht unterschiedlich. Die vorliegende Arbeit liefert eine erste Einschatzung der Auswirkungen der COVID-19-Krise sowohl auf die Einkommenssituation der privaten Haushalte als auch auf die Krisenbetroffenheit unterschiedlicher Gruppen. Die eingangs analysierten fiskalischen Effekte zeigen einen dramatischen Einbruch der Staatseinnahmen und einen gesamtstaatlichen Finanzierungssaldo von 10½% des BIP. Das verfugbare Haushaltsaquivalenzeinkommen entwickelte sich nach Personengruppen sehr heterogen, wobei Arbeitslosenhaushalte im 1. Halbjahr 2020 deutliche Einkommenseinbusen verzeichneten. Das dritte Kapitel widmet sich besonders betroffenen Gruppen (Lehrlinge, Personen in Kurzarbeit, Arbeitslose, Selbstandige). Der Erwerbseinstieg uber die Lehrlingsausbildung ist 2020 fur deutlich weniger Jugendliche moglich, der krisenbedingte Ruckgang der Lehrlingszahlen (im 1. Lehrjahr) betragt 4,3%. Der insgesamt beispiellose Anstieg der Arbeitslosigkeit konnte durch den Einsatz der COVID-19-Kurzarbeit gebremst werden. Der Anteil der zur Kurzarbeit Angemeldeten erreichte Mitte Mai 2020, mit 35,2% gemessen an den Aktivbeschaftigten im Mai des Vorjahres 36,7%, seinen Hochstwert. Nur 41% (97.000) der Personen, die wahrend des Lockdown arbeitslos wurden, gingen bis Ende Juni 2020 in eine Beschaftigung ab. Uberdurchschnittlich sind auch Selbstandige und hier vor allem Ein-Personen-Unternehmen von der Krise betroffen.
Die osterreichische Wirtschaft wuchs 2018 um 2,7% und damit etwas starker als im Jahr zuvor (+2,6%). Der Wachstumshohepunkt wurde jedoch bereits zu Jahresbeginn 2018 uberschritten. Vor dem Hintergrund welthandelspolitischer Spannungen (zwischen den USA und China) sowie der Abschwachung der Expansion im Euro-Raum kuhlte sich die Dynamik in Osterreich in der zweiten Jahreshalfte 2018 ab. Neben der Konjunktureintrubung in Italien und Frankreich dampften in Deutschland Produktionsausfalle in der Autoindustrie das Wachstum. Osterreichs Ausenhandel entwickelte sich 2018 insgesamt gunstig, verlor allerdings zum Jahresende an Schwung. Auch die Binnennachfrage trug positiv zum BIP-Wachstum bei. Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte war erneut kraftig, zugleich steigerten die Unternehmen ihre Nachfrage nach Investitionsgutern (Ausrustungs- und Bauinvestitionen). Die Bauwirtschaft verzeichnete das zweite Jahr in Folge eine sehr gunstige Konjunktur. Auch in der Sachgutererzeugung wurde die Wertschopfung erneut merklich ausgeweitet, wenngleich sich die Industriekonjunktur spiegelbildlich zum Ausenhandel auf hohem Niveau abschwachte. Positive Impulse kamen vom Verkehrssektor, den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen und vom Tourismus. Die Inflation verharrte in Osterreich, gemessen am VPI, annahernd konstant bei 2,0%. Mit der Hochkonjunktur entspannte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter. Die Beschaftigung wurde erneut ausgeweitet, und die Arbeitslosenquote (nationale Definition) sank auf 7,7%.
ZusammenfassungRainer Eppel und Helmut Mahringer beleuchten die Chancen und Risiken unterschiedlicher Gestaltungsvarianten eines Experience rating in der Arbeitslosenversicherung. Hintergrund dafür ist der Befund, dass eine durch pauschale Arbeitgeberbeiträge finanzierte Arbeitslosenversicherung unerwünschte Umverteilungseffekte produziert und Anreize zu vermehrten, häufig nur vorübergehenden Beschäftigungsbeendigungen setzt. Studien zeigen für die Vereinigten Staaten, Kanada und einige Länder Europas, dass dies einen substanziellen Teil der Arbeitslosigkeit verursacht. Ein Experience rating in der Form erfahrungsbasierter und risikoabhängiger Arbeitgeberbeiträge birgt die Chance, ein Übermaß an vorübergehenden Kündigungen zu vermeiden und die Arbeitslosigkeit sowie die Folgebelastungen für die Arbeitslosenversicherung zu mindern. Risikofaktoren, die bei der Beitragsgestaltung berücksichtigt werden sollten, liegen besonders in einer zu starken Einschränkung der Flexibilität der Unternehmen, einer Verschärfung von Unternehmenskrisen und einer Hemmung von Neueinstellungen auf Kosten der Jobchancen von Arbeitslosen.
Aufgabe der vorliegenden Studie war es, fur unterschiedliche Gestaltungsmoglichkeiten fur das Arbeitslosengeld-Neu Auswirkungen auf die Zahl der Bezieherinnen und Bezieher, auf die Hohe der Existenzsicherungsleistungen und auf den Budgeteinsatz fur die Arbeitslosenversicherung sowie die Systeme der Bedarfsorientierten Mindestsicherung (bzw. Sozialhilfe) zu simulieren. Die konkreten Szenarien wurden von politisch verantwortlicher Seite vorgegeben, keines davon erlangte den Status eines akkordierten Umsetzungsvorschlages fur ein Arbeitslosengeld-Neu. Die Analyse basiert auf einem Mikrosimulationsmodell und umfasst sowohl die Veranderung der Zahl der Leistungsberechtigten und der Leistungshohe als auch die Gesamtausgaben des vorgeschlagenen Systems im Vergleich zum Status quo. Die Wirkung dieser Arbeitslosengeldvarianten auf das nachgelagerte System der Bedarfsorientierten Mindestsicherung bzw. Sozialhilfe wird mit einem stilisierten Modell geschatzt. Die hier beispielhaft durchgefuhrte detaillierte Schatzung der Auswirkungen von Gestaltungsoptionen der Arbeitslosenversicherung bietet die Moglichkeit, politische Entscheidungsfindung auf eine sachorientiertere Basis zu stellen.
Unemployed workers in Austria are allowed to top up unemployment benefits with a certain amount of earnings from employment without any benefit reduction. We do not find evidence that entering such “marginal employment” during unemployment acts as a stepping stone to regular employment. On the contrary, it tends to prolong the unemployment spell and hence reduces the time spent in regular employment within a 3-year period. Moreover, marginal employment during the unemployment spell leads to lower earnings. It inhibits the return to regular employment probably due to a high implicit tax rate on additional income.
The development of the Austrian labour market in the past decade has been characterised by a significant growth in the pool of available labour, notably through the participation of more women as well as older and immigrant workers, by falling demand for low qualifications as a result of economic structural change, as well as by rising unemployment. First the financial and economic crisis of 2008-09 and, shortly thereafter, a period of low economic growth lasting several years have left a lasting mark on the labour market: unemployment climbed to a new high. Towards the end of 2016, a possible turnaround began: as a result of a marked recovery in the economy, unemployment fell for the first time after five years of growth. However, joblessness remains high, and a continously sluggish labour market has led to solidified unemployment in some of its segments which is difficult to reduce even in the current upswing.
Aktuell entspannt sich die Lage auf dem osterreichischen Arbeitsmarkt. Die schwierige Phase im letzten Jahrzehnt hinterlies jedoch bleibende Spuren. Unmittelbar nach Ausbruch der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/09 und wahrend einer mehrjahrigen Stagnationsphase der Wirtschaft ab 2012 stieg die Arbeitslosigkeit besonders stark und erreichte 2015/16 einen neuen Hochstwert. Als Folge dieser Entwicklung befindet sie sich trotz des aktuellen Ruckganges nach wie vor auf einem auserordentlich hohen Niveau. Hinzu kommt eine zunehmende Verfestigung der Arbeitslosigkeit, der Anteil der Langzeitbeschaftigungslosen an den Arbeitslosen hat sich nahezu verdoppelt. Die vorliegende Studie zeigt anhand einer Analyse der Entwicklung im vergangenen Jahrzehnt die zentralen Ursachen des Anstieges und der Verfestigung der Arbeitslosigkeit auf und welche politischen Handlungsoptionen daraus abgeleitet werden konnen.
We present results from a field experiment to test whether more intensive counseling service for the long-term unemployed improves their chances of finding employment. We find that more intensive counseling led to more counseling, more sanctions, and more assignment to active labor market programs. Matching the data of treated and control observations with administrative social security data, we find a significant increase of job starts, but also more withdrawals from the labor market. The experiment led to shorter unemployment durations and lower spending on unemployment benefits. A cost-benefit evaluation of the program suggests that more intensive counseling is cost-effective.
Um kurzfristige, saison- und nicht saisonbedingte Schwankungen des Arbeitskraftebedarfs auszugleichen, beenden viele Betriebe in Zeiten geringerer Auslastung Beschaftigungsverhaltnisse und stellen anschliesend bei verbesserter Auftragslage dieselben Arbeitskrafte wieder ein (temporarer Layoff). Sie walzen damit Personalkosten auf die Arbeitslosenversicherung ab, da viele betroffene Arbeitskrafte wahrend der Beschaftigungsunterbrechung arbeitslos vorgemerkt sind und Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung beziehen. Diese personalpolitische Flexibilisierungsstrategie wurde bisher kaum thematisiert, spielt jedoch in Osterreich seit Jahrzehnten eine bedeutende Rolle. Im Jahr 2017 waren 13,7% aller Beschaftigungsaufnahmen Wiedereinstellungen von temporar Arbeitslosen bei demselben Arbeitgeber innerhalb einer Zeitspanne von einem Jahr. Die registrierte Arbeitslosigkeit wahrend temporarer Layoffs trug mehr als ein Achtel zur registrierten Gesamtarbeitslosigkeit bei. Sie war damit fur rund 1 Prozentpunkt der Arbeitslosenquote masgebend. Die Aussetzung von Beschaftigungsverhaltnissen ist mit Kosten fur die Arbeitslosenversicherung in einer Grosenordnung von rund 500 Mio. pro Jahr verbunden.