ZusammenfassungEs wird über die Recherche und experimentelle Herstellung der Tinctura acris sine kali berichtet. Dabei aufgeworfene Fragen werden diskutiert, z. B. welche wirksamen Inhaltsstoffe die Tinktur enthält, welcher Natur der rote Farbstoff ist und welche der verschiedenen Varianten der Tinctura acris Hahnemann wohl als Grundlage für seine Prüfung am Gesunden verwendet hat.
Der 2002 in der ZKH veröffentlichte Beitrag Unkontrollierte Niedrigpotenzeinnahme mit letalem Ausgang von Reiter und Abermann muss bezüglich seiner Ergebnisse kritisch hinterfragt werden. Dieser Artikel zeigt, dass die Behauptung, der Tod der Österreicherin sei auf die Einnahme von Arsenicum album D6 Globuli zurückzuführen, als äußert fraglich bzw. als falsch bezeichnet werden muss. Buchheim-Schmidt und Rissel gehen im Weiteren der Frage nach, ob durch Gaben von potenziertem Arsenicum album im Körper gespeichertes Arsen mobilisiert werden kann.