This article examines the religious functions of the Dutch performance practice of Johann Sebastian Bach's St. Matthew Passion. It introduces the phenomenon, highlights its religious and ritual significance in the context of the late modern Netherlands, and interprets the piece through the lens of Hartmut Rosa's social theory. The article concludes by reflecting on resonance as the common third between religious and aesthetic experiences. KEYWORDS Alienation, Hartmut Rosa, Johann Sebastian Bach, passion play, resonance, social acceleration, St. Matthew Passion, the Netherlands
Martin Walton (2022) heeft het thema esthetisch counselen uitdrukkelijk op de agenda gezet van de geestelijke verzorging. Deze benadering richt zich op de begeleiding van cliënten waarbij bewust tijd wordt besteed aan artistieke, culturele, symbolische en zintuiglijke uitingen. Daarnaast hoort bij esthetisch counselen aandacht voor de natuur, voor de concrete setting waarin het contact plaatsvindt, en voor de non-verbale communicatie. Het betreft dus een bandbreedte aan fenomenen waarbij alle zintuigen geprikkeld worden.
Met een interpretatie van de parabel van Jezus in Mattheüs 25,31-45 wordt in dit artikel de presentiebenadering onderzocht en verfijnd, gevoed vanuit de christelijke spiritualiteit. De betreffende perikoop laat zich behalve eschatologisch tevens lezen als een diaconaal programma. Daarbij gaat het niet alleen om het volgen van Jezus, maar vooral ook om het bezoeken van én bezocht worden door Christus. Dat leidt tot vier inzichten voor het werk van met name straatpastores, om vervolgens te concluderen wie er nu eigenlijk ‘present’ is.
Reflecting on the pastor's professionalism is one of the tasks of practical theology. The goal of this article is to contribute to good practice in Christian chaplaincy. We investigate how to communicate as a chaplain and, to this end, we discuss the functions of asking questions as exemplary of professional chaplaincy interventions. Methodologically, the article has a theoretical as well as an empirical scope. For the former, we develop fundamentals for communicating in pastoral care; for the latter, we make use of illustrative case studies from Dutch chaplaincy. This article discusses the different levels of pastoral care: the facts told, the meanings people attribute to these facts, and the core of the conversation, that is the religious or existential aspects. We analyse the step from the level of facts to the level of meaning in pastoral care. The article then moves to the core of a conversation. In the respective paragraphs, case studies provide insights into how chaplains used questions to guide people from one level of communication to the next.
Regionale Strukturpolitik bezog sich in der Vergangenheit auf den ökonomischen und sozialen Strukturwandel. Aufgrund der Klimaschutzabkommen wird die ökologische Transformation allerdings zukünftig die Richtung vorgeben, was sich z. B. an der gerade reformierten Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) zeigt. In dem Beitrag werden gemeinsame Motive und Spannungsverhältnisse der Sozialpartnerinnen und -partner einer "Ökologisierung" der regionalen Strukturpolitik anhand von drei Perspektiven diskutiert. Gewerkschaften und Unternehmensverbände haben in den letzten Jahren eine beachtliche Wende vollzogen und sind von Bewahrenden teil-überkommener Wirtschaftsstrukturen zu Gestaltenden der ökologischen Transformation geworden und insbesondere Gewerkschaften fordern eine faire Transformation (Just Transition etc.). Ob sie aber die ökologische Wende der Regionalstrukturpolitik vollumfänglich mittragen, ist fraglich.
Zusammenfassung Der Beitrag geht von dem illustrativen Fallbericht einer islamischen Seelsorgerin in einem Krankenhaus aus. In einem zweiten Schritt wird die Empirie in einen größeren Zusammenhang gestellt: Es geht um das Rollenverständnis islamischer Seelsorgepersonen in einem interreligiösen Kontext, den Glauben muslimischer Patientinnen und Patienten in diesem Kontext, ihre damit verbundenen Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit sowie die Bedeutung von Familie und Kultur für die seelsorgliche Begleitung. Abschließend skizziere ich die Situation von Musliminnen und Muslimen in den Niederlanden und danach das Umfeld der dortigen islamischen Seelsorge, näherhin die Ausbildungsmöglichkeiten und ihren Status in einer säkularen Organisation.
Die Seelsorge hat eine besondere Position im Krankenhaus; die Kapelle oder der Raum der Stille symbolisieren dies. Seelsorgende sind relativ am Rand, da sie zwar zum Krankenhaus gehören, aber über die Sendung und Bezahlung durch eine Konfessionsgemeinschaft auch einer anderen Institution verpflichtet sind. Sie dienen gleichzeitig unterschiedlichen Herren (de Wit et al. 2011). Sie sind Kollegen unter Kollegen und religiöse Amtsträger. Ihre doppelte Loyalität kann etwa bei medizinethischen Fragen zum Problem werden, wenn die Praxis in der Klinik der Sittenlehre der religiösen Institution widerspricht, die den Seelsorgenden beauftragt hat. Tatkräftig trägt die Seelsorge zum primären Prozess im Krankenhaus mit dem Ziel der (positiven) Gesundheit bei. Sie kann insbesondere einen spezialistischen Beitrag zu Spiritual Care leisten (Roser 2017; Leget 2015). Dabei haben Seelsorgende anders als die anderen Berufsgruppen einen institutionellen Freiplatz, wodurch sie zusätzliche Vertraulichkeit garantieren können und ohne Indikation oder Absprache mit den Ärzten Kontakt mit Patientinnen aufnehmen dürfen. Außerdem haben sie keine feste Position in der Krankenhaushierarchie und ihr seelsorgliches Angebot schließt oftmals auch die Kolleginnen und Kollegen mit ein. Unterschiede gibt es ebenfalls bei der Ausrichtung der Arbeit. Ein seelsorgliches Gespräch kann auch dann folgenreich sein, wenn sich der medizinische Zustand der Betroffenen nicht ändert. Ein Segen hat keinen direkten therapeutischen Nutzen und die Andacht macht nicht unmittelbar gesund; doch können diese Interventionen zum Wohlbefinden, der Resilienz und der Gesundung in einem umfassenden Sinn beitragen. Sie sind aber nicht erfolgreich dadurch, dass sie die Bedürfnisse von Menschen als etwas diagnostizieren, für das eine bestimmte Profession eine Behandlungsmöglichkeit kennt (Baart 2004). Eine Gefahr einer solchen interventionistischen Vorgehensweise ist übrigens, dass die Selbsthilfepotenziale der Patientinnen und Patienten und deren Empowerment verkümmern. In der Seelsorge wird neben interventionistischem Berufshandeln vor allem präsentisch gearbeitet (Klaver & Baart 2011; Sullivan 2014; Roser 2021). Es geht um die bewusste und gestaltete Anwesenheit im Augenblick, ohne vorrangig nach Coping, Erklärungen, Besserung oder Lösungen zu suchen. Dabei zeigt man auch seine Persönlichkeit und den eigenen Glauben. Gerade wenn im Krankenhaus kein Fortschritt mehr möglich ist, kann das absichtslose being-with (Nolan 2012) der Seelsorge wichtig werden, was aber auch für das ärztliche und pflegerische Auftreten gilt. Die letztgenannten Berufsgruppen haben allerdings wenig Zeit, diesen Aspekt so stark zu berücksichtigen, wie sich die Mitarbeitenden dies oftmals selbst wünschen. Darum wird die Seelsorge bevorzugt in solchen Momenten eingeschaltet, in denen andere Professionen an Grenzen stoßen. Neben der Arbeitszeit kann dies die prekäre Lage von Menschen sein: wenn jemand eine notwendige Operation oder Medikation verweigert, wenn jemand stirbt, wenn jemand ausbehandelt ist, wenn jemand aggressiv wird. Eine Seelsorgeperson kann ihre besondere Position zum Wohle aller im Krankenhaus nutzen. Für die anderen Berufe wird sie dann zur ‚exzentrischen‘ Gesprächspartnerin (Corveleyn 2003), weil man die Abläufe, dominanten Handlungsmuster und Überzeugungen im Gesundheitswesen mit einigem Abstand wahrnimmt. Natürlich gilt, dass wenn dieser Abstand zu groß ist, der seelsorgliche Gesprächspartner nicht relevant werden kann und *Korrespondenzautor: Ass. Prof. Dr. Stefan Gärtner, Tilburg University, Tilburg, Niederlande, E-Mail: S.Gartner@tilburguniversity.edu
The article presents the design, the background, and the implementation of the Case Studies Project in Dutch chaplaincy care as well as selected findings of this research project. The latter comprises three overarching perspectives: the development of the professionalism and the identity of the chaplains involved, insights into their actual professional actions, and scientific-theoretical and methodological issues.
Summary This article examines how the denominational character of the institution has been dealt with at Tilburg University in the Netherlands since its foundation in 1927 and especially since the beginning of late modernity in the 1960s. This is explained by using the example of its silence facility, as the building is paradigmatic for dealing with the question of the denominational identity. Firstly, an overview of the history of the institution on this issue is given. The building, its use and the controversy surrounding the name of the silence facility prove to be an integral part of this history. In addition, a fundamental analysis of the phenomenon of silence facilities is made before the results of the research are compiled at the end.
In 2016, the Dutch Case Studies Project in Chaplaincy Care (CSP) was launched, an interdenominational and interuniversity empirical research project on case studies from different fields of chaplaincy. The article presents the methodological approach and the procedure of description and evaluation. The CSP works with research communities composed of chaplains working in a similar context under supervision by a research scholar. The article also analyzes the social and institutional framework of pastoral and spiritual care in a secular setting and its influence on the orientation of the CSP. In conclusion, a comparison to the situation in German speaking countries is drawn.
De veranderingen in de geestelijke verzorging met een complexer wordend zorgstelsel en de levensbeschouwelijk pluriforme samenleving vragen om onderwijsvormen waarmee professionals levenslang kunnen leren reflective practitioners te zijn. Dit artikel bepleit daarom het gebruik van de case study in het probleemgestuurd hoger onderwijs aan geestelijk verzorgers.