Das Buch präsentiert Grundlagen qualitativer Markt- und Konsumforschung und zeigt verschiedene Methoden und theoretisch begründeter Perspektiven auf.
In order to foster pro-environmental behavior in the midst of a global ecological crisis, current research in environmental psychology is often limited to individual-related factors and theories about conscious processing. However, in recent years, we observe a certain discontentment with the limitations of this approach within the community as well as increasing efforts toward broadening the scope (e.g., promotions of collective and social identity processes). In our work, we aim for a closer investigation of the relations between individuals, societal factors, and pro-environmental actions while considering the role of the unconscious. We hereby draw on the work of critical social psychology (CSP). From a life course perspective, we emphasize the important role of socialization, institutional and cultural contexts for mindsets and related perceptions, decisions and actions. This link between the individual and the society enables us to understand biographical trajectories and related ideologies dominant within a society. We seek to show that the approach of CSP is helpful for understanding why efforts of establishing pro-environmental actions on a large scale are still failing. In this article, we discuss the theoretical links between environmental psychology and CSP as well as possible implications, paving the way for a comprehensive future research agenda.
ZusammenfassungIn diesem Kapitel geben wir anhand eines Praxis-Beispiels Einblicke in das Vorgehen bei einer qualitativen Mitarbeiterbefragung im Kontext einer Organisationsentwicklung. Dabei liefern wir weitere Tipps zur erfolgreichen Umsetzung und zeigen, welchen Nutzen eine qualitative Mitarbeiterbefragung als Instrument im Kontext einer Organisationsentwicklung haben kann.
ZusammenfassungIn diesem Kapitel werden Grundzüge, Prozesslogik und Potenzial qualitativer Mitarbeiterbefragungen beleuchtet. Aufgrund der Offenheit der Befragung sind qualitative Ansätze besonders geeignet, Mitarbeiter*innen zur Partizipation anzuregen, die auch dazu führt, dass Ergebnisse der Studie im Rahmen von Organisationsentwicklung in die Praxis umgesetzt werden. Qualitative Studien ermöglichen es den Befragten, ihre Sicht in eigenen Worten zu schildern. Dadurch lassen sich wichtige Gesichtspunkte herausarbeiten und Zusammenhänge identifizieren. Dank ihrer Flexibilität kann im Rahmen der Befragung erworbenes Wissen noch während der Erhebungsphase genutzt werden und fördert es damit, Problemlagen tiefgehend auf den Grund zu gehen.
Zusammenfassung Um die Dynamik des Rechtspopulismus zu verstehen, ist es wichtig sich damit auseinanderzusetzen, wie das Konzept von Nationalität und die Bedeutung von Zugehörigkeit in der Gesellschaft verhandelt werden. Der vorliegende Beitrag geht von der Annahme aus, dass der Status von nationaler Zugehörigkeit für zeitgenössische Gesellschaften uneindeutig und der Bezug einzelner Bürger*innen zu ihrer Nationalität in der Folge spannungsgeladen ist. Der vorliegende Beitrag widmet sich diesen Spannungsfeldern, indem er zunächst eine Differenzierung aus kritisch sozialpsychologischer Forschung vornimmt und dann am Beispiel eines qualitativen Forschungsprojekts die Bedeutung dieser Spannungsfelder untersucht. Dabei geht es um die Auseinandersetzung deutscher Staatsbürger*innen mit dem Titelgewinn der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2014. Im Fazit wird argumentiert, dass ambivalenter nationaler Identität und damit verbundener subjektiver Mehrstimmigkeit sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus gesellschaftspolitischer Perspektive mehr Aufmerksamkeit gebührt und damit gleichzeitig ein noch unzureichend genutztes Potenzial für einen fruchtbaren Dialog innerhalb von Gesellschaften verbunden ist.
ZusammenfassungWir geben in diesem Kapitel der Reihe nach praxisorientierte Hinweise zum Gelingen des Vorhabens für die wichtigsten Aspekte bei der Gestaltung einer qualitativen Mitarbeiterbefragung: Auftragsklärung, Auswahl der Befragten, Interview-Leitfaden, Interview-Durchführung, Dokumentation der Gespräche, Auswertung und Analyse der Ergebnisse sowie die Präsentation der gewonnenen Erkenntnisse vor den Auftraggeber*innen.
La historia, si se considerara como un receptaculo para algo mas que cronologias o anecdotas, podria producir una transformacion decisiva en la imagen de la ciencia que nos domina actualmente. Esta imagen ha sido obtenida, incluso por los hombres de ciencia, bien a partir del estudio de los logros cientificos registrados en los libros clasicos, o bien, mas recientemente, a partir de los libros de texto en los que cada nueva generacion cientifica aprende a practicar su oficio. Sin embargo, la finalidad de tales libros no puede ser otra que persuasiva y pedagogica: un concepto de ciencia obtenido a partir de ellos no da mas idea de la empresa que los produjo, que la imagen que dan, de una cultura nacional, un folleto para turistas o un texto de idiomas. Este ensayo intenta demostrar que hemos estado confundidos por tales libros en aspectos fundamentales. Nuestra finalidad es delinear un concepto de ciencia totalmente diferente, surgido de la cronica de la actividad misma de investigacion. Sin embargo, este nuevo concepto no podra obtenerse, aun de la historia misma, mientras los datos historicos continuen buscandose y analizandose principalmente para contestar preguntas planteadas por el estereotipo historico derivado de los libros de texto. Estos, por ejemplo, parecen haber implicado que el contenido de la ciencia esta unicamente ejemplificado por las observaciones, leyes y teorias discutidas en sus paginas. Tambien se lee frecuentemente en dichos libros que los metodos cientificos son simplemente aquellos ilustrados por las tecnicas manipulativas que se utilizan en la recoleccion de los datos del texto, junto con las operaciones logicas empleadas para relacionar dichos datos con las generalizaciones teoricas del mismo. El resultado ha sido un concepto de ciencia con profundas implicaciones acerca de su naturaleza y desarrollo.
The COVID-19 pandemic brought to light food and nutrition vulnerabilities in society, which were aggravated by the effects of social isolation and other measures to contain coronavirus spread in people’s lives. This study explores how individuals with mental disorders are reacting to this pandemic time, focusing in the context of their eating habits. For that, nineteen in-depth interviews were conducted with people previously diagnosed with depression and/or anxiety. We found out that the pandemic affected food and nutrition security for the participants, once it has acted as a trigger activating vulnerabilities that make this part of society more susceptible to negative changes in eating habits. They are consuming unhealthy food, and experiencing emotional eating and weight change. Also, financial problems, unemployment, and the rise of food prices were worsened by the pandemic, causing food access difficulties for few participants. Suggestions for policymakers were highlighted on the conclusion.
Den zahlreichen programmatischen Entwürfen einer post-nationalen Weltordnung zum Trotz stellt die Nation als ‚imagined community‘ bei dem Streben von einzelnen Menschen nach sozialer Identität und bei ihrer Suche nach Gemeinschaft nach wie vor eine wichtige Referenz dar. In dem Beitrag wird für einen sozialpsychologisch differenzierten Umgang mit dem Konzept der Nationalität diesseits von Vorverurteilung und Zweiteilung der Welt in rückwärtsgewandte Nationalisten und progressive Kosmopoliten, die eine zunehmende Polarisierung im öffentlichen Diskurs abbilden, geworben. Anhand von zwei Fallbeispielen wird der Mehrdeutigkeit von Nationalität im 21. Jahrhundert nachgespürt, die nationale Identität in ganz unterschiedlichen Figurationen erkennbar und in ihrer Aufrufung für strategische Interessen analysierbar werden lassen. Beide Fallbeispiele setzen sich mit der Konstruktion deutscher Identität im 21. Jahrhundert auseinander: Die Analyse eines 2004 veröffentlichten Liedes der Popkultur weist auf die Mehrdeutigkeit von ‚Wir‘-Konnotationen in ihrer bis heute reichenden Bedeutung für die damit verbundenen Versionen nationaler Narrative hin; eine empirisch-qualitative Studie zur Fußball-Europameisterschaft 2016 zeigt eindrücklich das Ringen von Deutschen im Erleben ihrer Nationalität und im Nachdenken darüber im Verhältnis zum Konzept des Weltbürgers.