Einleitung Wir berichten Ergebnisse einer Langzeitkatamnese bei wegen einer Anorexia nervosa (AN) mit multimodaler kognitiver Verhaltenstherapie stationär behandelten Mädchen.
Einleitung Stationäre Therapie bei Patientinnen mit Bulimia Nervosa (BN) ist insbesondere bei starker Ausprägung der Symptomatik oder im Falle des Scheiterns einer ambulanten Therapie indiziert und weist insgesamt eine hohe Wirksamkeit auf. Dennoch kommt es bei diesen PatientInnen nach stationärer Therapie häufig zu Rückfällen oder zu einer Symptomverschlechterung. Ziel dieser aktuell laufenden, randomisiert-kontrollierten Studie ist es, die Wirksamkeit einer smartphone-basierten Nachsorgeintervention nach stationärem Aufenthalt zur Unterstützung der Symptomstabilisierung zu evaluieren.
Einleitung Trotz des Vorliegens mehrerer empirisch gut überprüfter Therapieansätze sind die Remissionsraten der Anorexia nervosa (AN) und Bulimia nervosa (BN) aktuell nicht zufriedenstellend. Einen Ansatz zur Verbesserung der Therapieerfolge können Therapieprozessvariablen darstellen. Insbesondere die therapeutische Beziehung spielt bei vielen psychischen Erkrankungen eine wichtige Rolle für den Therapieerfolg – die Zusammenhänge in der Essstörungstherapie sind bisher jedoch noch nicht eindeutig geklärt. Im Rahmen eines systematischen Reviews wurden mögliche positive prädiktive Effekte ebenso wie zusammenhängende Variablen untersucht.
Einleitung Interozeption bezeichnet die Wahrnehmung von Signalen aus dem Körperinneren. Sie wird seit langem als transdiagnostischer ätiologischer Faktor für Essstörungen diskutiert. Der Annahme einer generell reduzierten Interozeptionsfähigkeit bei Essstörungen stehen rezent gemischte Befunde gegenüber. Problematisch in vorhandenen Studien ist die Beschränkung auf einzelne Aspekte der Interozeption und einzelne Diagnosegruppen. Um diese Schwächen zu überwinden, untersuchte die vorliegende Studie physiologische, behaviorale, kognitive und emotionale Aspekte der Herzschlagwahrnehmung bei Anorexia nervosa (AN), Bulimia nervosa (BN) und Kontrollpersonen ohne Essstörung.
Einleitung Für Kinder und Jugendliche mit Anorexia nervosa (AN) gilt in England (NICE guidelines) und den USA (American Psychiatric Association) basierend auf Evidenz aus 9 RCTs die Familien-Basierte Therapie (FBT) bzw. Familientherapie für AN (FT-AN) als „first-line treatment“. Eine nicht-randomisierte Pilotstudie an der Charité-Universitätsmedizin Berlin mit 62 schwer erkrankten Patient:innen mit AN und stationärer Behandlungsindikation gemäß S3-Leitlinie zeigte eine gleichwertige Verbesserung von Gewicht und AN-spezifischer Psychopathologie über einen Beobachtungszeitraum von 12 Monaten durch FBT versus einer zeitgleich mit stationärer, multimodaler Therapie (SMT) behandelten Kontrollgruppe bei Reduktion der Krankenhaustage (median, [Interquartilsrange], FBT=1 [0;78] vs. SMT=132 [105;169], p<0.001).
Einleitung Sowohl für die Anorexia nervosa (AN) als auch für die Bulimia nervosa (BN) finden sich in der S3-Leitlinie Empfehlungen zu tagesklinischer Behandlung. Das tagesklinische Setting bietet durch die hohe Alltagsnähe einerseits therapeutische Chancen, andererseits bringt es auch Limitationen mit Blick den behandelbaren Schweregrad mit sich.
Einleitung Anorexia nervosa (AN) ist eine schwerwiegende oft chronische und lebensbedrohliche Erkrankung. Obwohl ihre Lebenszeitprävalenz mit 0.3% und Inzidenz in den letzten Jahren relativ stabil ist mit Evidenz für einen früheren Beginn und erhöhte Inzidenz bei Jugendlichen. Eine frühe Intervention ist empfohlen, um einen schlechten Verlauf zu vermeiden und Chronifizierung zu vermeiden.
Einleitung Die Prävention von Essanfällen durch mobile, zeitlich genaue, adaptive Interventionen (JITAIs; Just-in-Time Adaptive Interventions) erfordert die genaue Vorhersage entsprechender Hochrisikozeiten, z.B. durch vorausgehende affektive Zustände oder assoziierte Kontexte. Die prädiktiven Faktoren und Zustände sind jedoch hochgradig idiographisch, sodass Modelle, die auf Durchschnittswerten über Individuen hinweg basieren, oft ungenaue Vorhersagen für einzelne Individuen produzieren.
Einleitung Die stationäre Behandlung von Patienten mit Anorexia Nervosa (AN) ist sehr wirksam. Bei einer Reihe von Patienten kommt es jedoch nach der Entlassung zu einer erneuten Zunahme der Symptomatik und zu Rückfällen. Das Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit einer therapeutenbegleiteten Smartphone-basierten Nachsorgeintervention für stationäre Patienten mit AN zu evaluieren.
Einleitung Weight Suppression bezeichnet die Differenz zwischen dem aktuellen und jemals höchsten Körpergewicht einer Person. Eine höhere Weight Suppression stellt einen robusten Prädiktor für eine stärkere, zukünftige Gewichtszunahme dar, sowohl in nicht-klinischen Stichproben als auch bei PatientInnen mit Essstörungen. Allerdings ist wenig zu den vermittelnden Mechanismen dieses Effekts bekannt.
Background: This preregistered (https://osf.io/g9ajb) analysis sought to integrate the current literature on trait compulsivity into maintenance models of driven exercise in anorexia nervosa (AN). We tested whether compulsivity increases the likelihood of driven exercise via interpersonal and affect-regulatory pathways.Methods: We used multilevel structural equation modeling to test the hypothesis that trait compulsivity predicts a stronger within-person link between affect-regulatory difficulties or interpersonal sensitivity and driven exercise in female adolescents and adults with AN. We used data from five assessments across inpatient treatment and 6-months follow-up of 207 adult and adolescent patients with AN (1035 datapoints).Results: In line with our hypotheses, patients who generally experienced more affect-regulatory difficulties or stronger interpersonal sensitivity tended to engage in driven exercise more strongly. Moreover, high levels of trait compulsivity amplified the effect of interpersonal sensitivity on driven exercise across time. Contrary to our hypotheses, the link between affect regulation and driven exercise was not moderated by compulsivity. Similar effects on general eating disorder psychopathology were found, but no cross-level moderation effect of compulsivity.Limitations: Due to sample size, potential AN subtype-dependent effects were not analyzed.Conclusion: Our results suggest that driven exercise coincides with self-reported experiences of interpersonal sensitivity and that this link varies as a function of compulsivity such that the within-person coupling is stronger among those scoring high on compulsivity. To derive clinically useful functional models of driven exercise, future studies might use intensive longitudinal data to investigate its momentary associations with affect and inter -personal sensitivity in the context of compulsive traits.
Noch bis vor wenigen Jahren galt die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) als eine auf die Kindheit und Jugend begrenzte Störung und war in der Erwachsenenmedizin weitestgehend unbekannt. Inzwischen steht fest, dass ADHS in unterschiedlicher Symptomausprägung bei 50–80% der im Kindesalter Betroffenen in das Erwachsenenalter persistiert und über die Lebensspanne mit erheblichen negativen psychosozialen Auswirkungen und somatischen wie auch weiteren psychischen Erkrankungen einhergehen kann. Die Kenntnis der Symptomatik und der evidenzbasierten Behandlungsmöglichkeiten dieses Störungsbildes im Erwachsenenalter ist ein wichtiger Fortschritt der jüngeren psychiatrischen Forschung und hat die Versorgung der Betroffenen verbessert. Entgegen der häufig postulierten Annahme einer Zunahme der Diagnose, bleibt die Prävalenz der ADHS in bevölkerungsbasierten Stichproben stabil. Versorgungsdaten weisen jedoch bei Kindern in der Tat auf eine Zunahme der Diagnosehäufigkeit hin. Für die Transitionsphase vom Jugendin das junge Erwachsenalter zeichnet sich indes anhaltend eine dramatische Versorgungslücke ab.
We announce the launch of a new Media Resource Review section of Cognitive and Behavioral Practice. As new technologies have emerged, so have resources to support the practice of psychological assessment, treatment, training, and research. We believe that it is of great value to expand with and adapt to these technological advances and review critically the resources available through a wide variety of platforms, including websites, computer software, mobile apps, blogs and online communities, digital and audio content, and, of course, books. Ultimately, it is our goal to serve our readership by filtering from the seemingly endless list of resources across a wide range of delivery platforms, those that will be most relevant and helpful to their work, and to provide expert and independent comment to help guide decisions. We encourage inquiries from institutions and/or developers of such resources as well as from experts interested in providing commentary in specialty areas.