The drinking water supply in the Medieval and Early Modern Hanseatic town of Stralsund was not based on ground water wells, but a wooden pipeline system taking the water from the surrounding ponds, which was distributed by hydrostatic pressure to the private plots and public wells in the town. The Strandwerk pipeline system running below the street Wasserstraße at the waterfront was built of drilled pine pipes in the late seventeenth century and operated until the nineteenth century. During archaeological excavations an infill with sediment containing rich zoobenthos was detected in a pipe dendrochronologically dated to 1749 WK. The dominating mollusc taxa are the bivalve Sphaerium corneum and the gastropod Bithynia tentaculata. The microfauna is dominated by ostracods, chironomid head capsules and statoblasts of freshwater bryozoans. The fauna and their taphonomy document an artificial light-less but well populated habitat within the water pipeline, slow and episodic currents, and water coming from the ponds of the city.
Das Bewusstsein für die Bedrohung des Kulturerbes durch Beschädigung, gezielte Zerstörung und Raub infolge internationaler Kriege, asymmetrischer Konflikte, von Bürgerkriegen und Terrorismus ist zuletzt auch in Europa spürbar gestiegen. Das Schadensrisiko durch bewaffnete Konflikte wird einerseits als exzeptioneller Fall des Notfallmanagements betrachtet, andererseits stellen sich abweichende Herausforderungen bzw. werden Maßnahmen neu gewichtet. Der Beitrag spricht sich für klare Strukturen und Verantwortlichkeiten bei der Notfallvorsorge aus und arbeitet wichtige Aspekte der aktuellen Diskussion für eine verbesserte Prävention heraus.
Der vorliegende Aufsatz stellt drei Aspekte des Kulturgutschutzes auf der Metaebene des Völker-, Bundes- und Landesrecht inder Zusammenarbeit von Bund und Ländern dar: die Umsetzung der Haager Konvention, das KRITIS-Konzept von Bund und Länder und die Konzeption Zivile Verteidigung. Der Aufsatz ergänzt damit den im ABI-Technik-Heft 45,2 (2025) erschienen Beitrag von Johannes Kistenich-Zerfaß zu den „Konzepten und Strukturen zum Kulturgutschutz in bewaffneten Konflikten“.
Hinsichtlich des Brandschutzes zeigt der durch die Bundesregierung geförderte Holzbau Herausforderungen gegenüber Massivbauweisen. Diese spiegeln sich in Erfahrungen von Feuerwehren wider, aber nun auch in statistischen Untersuchungen der Brandschadenstatistik der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes sowie der Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) und des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV). Im Zeitraum von 2013 bis 2017 wurden in der vfdb‐Brandschadenstatistik Daten zu 5016 Alarmierungen bei Gebäudebränden in Deutschland systematisch mit einem einheitlichen Erfassungsbogen erfasst und seit 2016 „bemerkenswerte Brandeinsätze“ durch einen Evaluierungsbogen zu Maßnahmen des vorbeugenden Brand‐ und Gefahrenschutzes von AGBF/DFV. Grundlage des vorliegenden Beitrags sind die Auswertung und der Vergleich beider statistischer Datensätze hinsichtlich der Brände in Gebäuden in Holzbauweise. Es zeigt sich, dass der Holzbau mit brandschutztechnischen Herausforderungen verbunden ist.