Die Vorstellung eines 55-jährigen, bis dahin gesunden Patienten erfolgte aufgrund eines Leistungsknicks und einer seit 3 Wochen bestehenden Gelbfärbung der Haut. Zur Stärkung des Immunsystems hatte er seit 4 Monaten 7 verschiedene chinesische Kräuter eingenommen. Klinisch fanden sich ein Ikterus, eine Druckdolenz im rechten Oberbauch sowie eine hepatitische Enzephalopathie (HE) Grad I. Laborchemisch bestanden eine Koagulopathie sowie erhöhte Transaminasen- und Cholestase-Parameter, bei lediglich leicht erhöhtem Ammoniakspiegel. Sonografisch konnten eine Fibrose oder Zirrhose sowie eine Perfusionsstörung ausgeschlossen werden. Aufgrund des zeitlichen Verlaufs und fehlender hepatischer Vorerkrankung wurde ein akutes Leberversagen (ALV), bedingt durch die Einnahme der chinesischen Kräuter, diagnostiziert. Bei ambivalentem Patientenwillen erfolgte die Zuweisung an ein Transplantationszentrum inklusive Listung verzögert. Nach einer Lebertransplantation trat bei einem abdominalen Kompartmentsyndrom ein Graftversagen auf. Während der High-risk-Re-Transplantation kam es zu einer Thrombusbildung im rechten Ventrikel – mit letalem Ausgang. Die frühzeitige Diagnosestellung eines ALV und Zuweisung an ein Transplantationszentrum (bei HE und INR ≥ 2) sind sehr wichtig.
Zusammenfassung. Die interventionelle Schmerztherapie bei Kreuzschmerzen versteht sich als wichtiges Bindeglied zwischen nichtinvasiven Therapiemassnahmen und operativen Verfahren mit irreversiblen Strukturänderungen. Sie soll (wie auch die anderen Massnahmen) im interdisziplinären Kontext und nicht als Monotherapie zur Anwendung kommen. Diagnostische Infiltrationen können bei der Schmerzlokalisation helfen. Bei akuten Kreuzschmerzen (mit oder ohne radikuläre Symptomatik) kann die interventionelle Schmerztherapie in vielen Fällen eine kurz- bis mittelfristige Beschwerdelinderung bringen. Die interventionelle Schmerztherapie ist eine Subspezialität, welche ein hohes Mass an Erfahrung und Know-how erfordert, welches in der Schweiz mit dem Fähigkeitsausweis SSIPM dokumentiert wird.
INTRODUCTIONA lesion of the median nerve due to nerve compression comparable to carpal tunnel syndrome is very common, with an incidence of 3.3 to 3.45 cases per 1000 inhabitants and year. In the present case series, we report compressions of the -median nerve due to wearing a smartwatch, which to our knowledge has not been previously reported in the literature. We -describe five patients with typical carpal tunnel symptoms and pathological sensory neurography who had been wearing a smartwatch more than 24 hours/day for several weeks to detect atrial fibrillation, and whose symptoms and electrophysiology improved after they stopped wearing it. Smartwatches can be an interesting additional gadget for diagnosing diseases such as cardiac arrhythmias. However, the tight wearing that is necessary can possibly also compress the median nerve and lead to symptoms such as the carpal tunnel syndrome. According to the manufacturer, it is important to choose the right strap size when buying and only leave the watch very tight when you need the sensors (but without feeling uncomfortable) and otherwise to tie the strap loosely, to take it off or alternate the wrist in order to avoid pain and injury.