
Die Versorgung von Kindern und Jugendlichen, die sich in psychischen Ausnahmezuständen befinden, ist anspruchsvoll – häufig kommt es zu Aggressionen und Widerstandshandlungen. Hinter diesem Verhalten steckt meist keine Bosheit, sondern das Bedürfnis, zu kommunizieren und Gefühle wie Angst oder Verzweiflung auszudrücken. Das Konzept des lösungsorientierten Arbeitens unterstützt dabei, das herausfordernde Verhalten einzuordnen und Eskalationen vorzubeugen.
Mirjam Schäfer nimmt Sie mit auf ihren beruflichen Weg nach England. Sie berichtet vom Anerkennungsprozess als Ergotherapeutin und vom Einstieg in das britische Gesundheitssystem. Dabei zeigt sie, was es bedeutet, sich organisatorisch und fachlich in einem neuen System und einer anderen Kultur zurechtzufinden.
Gewohnheiten steuern einen Großteil unserer Alltagshandlungen und sind deshalb ein spannendes Element für die Ergotherapie. Kennt man die Hintergründe und Stellschrauben von Gewohnheiten, lassen sich diese gezielt aufbauen oder verändern. Wie Routinen und Gewohnheiten entstehen und wirken, erfahren Sie in diesem Artikel.
Alltagsbetätigungen zu ermöglichen, steht in der ergotherapeutischen Begleitung von Menschen mit Multipler Sklerose zentral. Die Modelle aus der kanadischen Triplette bieten dabei einen klaren Rahmen, um individuelle Anliegen wie den Umgang mit Ataxie oder Fatigue gezielt anzugehen. Ergänzende digitale Gesundheitsanwendungen stärken das Selbstmanagement und unterstützen ein aktives Leben trotz chronischer Erkrankung.
Die Compassion Fatigue, auch als Mitgefühlserschöpfung bezeichnet, ist in helfenden Berufen noch wenig bekannt, aber hoch relevant. Sie beeinträchtigt das Wohlbefinden der Therapeut*innen und letztlich auch die Qualität der Versorgung. Vor allem in Bereichen, in denen Fachkräfte Patient*innen über Monate begleiten, ist es wichtig, Mitgefühlserschöpfung frühzeitig zu erkennen, ihre Folgen zu reduzieren und die Widerstandsfähigkeit langfristig zu stärken.
Das hypermobile Ehlers-Danlos-Syndrom gehört zu den sogenannten seltenen Erkrankungen, die in der Ergotherapieausbildung oftmals wenig Beachtung finden. Umso interessanter erscheint die Frage, wie Ergotherapeut*innen in der Arbeit mit betroffenen Klient*innen evidenzbasiert vorgehen können. Mit dieser Thematik haben sich Anouk Brucker und Jana Napolitano in ihrer Bachelorarbeit auseinandergesetzt, indem sie systematisch nach Evidenz recherchiert und diese aufbereitet haben.
Mit dem Kartenset erhalten Ergotherapeut*innen ein kompaktes Tool, um an dem Konzept "Handeln gegen Trägheit" anzuknüpfen und somit den Alltag von Menschen mit psychischen Erkrankungen in den Mittelpunkt der Therapie zu stellen. Die Karten entstanden in einem interprofessionellen Entwicklungsprozess mit zahlreichen Praxistests. Dabei zeigte sich, wie kraftvoll gut formulierte Fragen sein können und wie sie unterstützen können, therapeutische Prozesse zu vertiefen.
Wenn Kinder Schreibbewegungen nicht automatisieren, überlasten sie ihr Arbeitsgedächtnis und erleben Schule als anstrengend und erschöpfend. Ergotherapie setzt gezielt an den motorischen Grundlagen an und unterstützt Kinder dabei, flüssiger zu schreiben und erfolgreicher zu lernen.
Herausforderndes Verhalten ist oft weniger „Absicht“ als ein Ausdruck innerer Not. Betroffene Kinder können ihre Emotionen häufig nicht bewusst ausdrücken oder gar wahrnehmen. Für sie ist ein wichtiger Schritt in Richtung Teilhabe, mit ihren Gefühlen umgehen zu lernen. Ergotherapeut*innen können sie dabei unterstützen, individuelle und alltagsnahe Strategien zur Emotionsregulation zu entwickeln.
Warum bleibt Wissen oft nur bis zur Prüfung und ist danach schnell wieder weg? Basierend auf neuropsychologischen Erkenntnissen räumt dieser Beitrag mit gängigen Lernmythen auf und stellt praxistaugliche Strategien vor. Besonders für die Ergotherapie-Ausbildung wird deutlich: Entscheidend ist nicht, wie viel wir lernen, sondern wie wir lernen.
Schmerzen beeinträchtigen die Teilhabe in nahezu allen Lebensbereichen. Das „Occupational Therapy Intervention Process Model“ (OTIPM) bietet eine systematische, betätigungszentrierte Herangehensweise. Basierend darauf entwickeln Ergotherapeut*innen zielgerichtete Interventionen, die die Handlungsfähigkeit stärken und alltagsrelevante Aktivitäten wieder ermöglichen.
Immer häufiger fordern Menschen in Deutschland ein verpflichtendes Schulfach zum Thema „Gesundheit“. An der Freien Schule Schwepnitz ist dieses Fach bereits fest verankert. Seit fünf Jahren unterrichtet es der Ergotherapeut Michael Schiewack. Im Interview spricht er über seinen Weg in den Schuldienst und darüber, welches Potenzial er für Ergotherapeut*innen in multiprofessionellen Schulteams sieht.
” Eine Auszubildende absolviert bei uns ihre praktische Ausbildung. Sie ist launisch und platzt in laufende Behandlungen. Können wir ihre praktische Ausbildung bei uns einfach beenden? Therapeutin aus Hamburg
Kündigungsgespräche gehören zu den anspruchsvollsten Aufgaben einer Führungskraft. Das gilt besonders in Therapiepraxen, in denen Teams oft über Jahre eng zusammenarbeiten und emotionale Bindung zum Arbeitsalltag gehört. Dieser Artikel zeigt, wie Führungskräfte Kündigungsgespräche klar, wertschätzend und gesund führen.
Immer wieder lesen wir von Praxen und Therapiezentren, die einen Tag lang schließen und sich Zeit für sich nehmen. Aber womit genau beschäftigen sie sich dann, und warum ist das, was dort besprochen wird, nicht im laufenden Arbeitsalltag oder externen Fortbildungen unterzubringen?
Seit Oktober 2025 ist es für Ergotherapeuten möglich, sich an die Telematikinfrastruktur (TI) anbinden zu lassen und die Kosten erstattet zu bekommen. Allerdings hält sich die Umsetzungsfreude der Praxisinhabenden noch in Grenzen. Wie die Anbindung genau abläuft, was es zu beachten gilt und welche Vorteile sie zeitnah für die eigene Praxis bringt, erfahren Sie in diesem Artikel.
Die ICD-11 bringt klarere Diagnosen, bildet Aktivität und Teilhabe genauer ab als die ICD-10 und ist digital gedacht. Obwohl sie international bereits seit 2022 gilt, läuft eine fünfjährige Übergangszeit. Gemeinsam mit dem Schweizer Bundesamt für Statistik erarbeitet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) seit 2018 die deutsche Übersetzung.
Wie selbstbestimmt Menschen mit Gesundheit, Krankheit und Alltag umgehen, hängt unter anderem von ihrer Gesundheitskompetenz ab. Ergotherapeut*innen können beim Aufbau von Gesundheitskompetenz eine zentrale Rolle spielen: Sie vermitteln Wissen, stärken Entscheidungsfähigkeit und initiieren präventives Handeln.