
Durch das Verständnis der funktionellen Anatomie mit der engen Lagebeziehung zu neurovaskulären Strukturen und der komplexen Biomechanik konnten Fortschritte in der arthroskopischen Diagnostik und Therapie des Ellenbogengelenks mit Verringerung der Komplikationsrate erzielt werden. Dies erweitert das Indikationsspektrum kontinuierlich und ermöglicht die minimalinvasive Behandlung komplexer intraartikulärer wie auch kapsuloligamentärer Pathologien, die zuvor überwiegend offenen chirurgischen Verfahren vorbehalten waren.
Das Ellenbogengelenk als komplexes Drehscharniergelenk erfordert aufgrund der engen Lagebeziehung zu neurovaskulären Strukturen präzise anatomische Kenntnisse und eine sorgfältige Operationstechnik, um Komplikationen zu minimieren. Die SOP beschreibt die schrittweise, videodokumentierte bzw. bebilderte Operationstechnik einer Ellenbogenarthroskopie, wobei sich eigene Algorithmen bezüglich der Patientenlagerung, Portalanlage und Arbeitsabfolge etabliert haben.