
Die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) wird bei therapierefraktärem kardialem oder pulmonalem Versagen eingesetzt und stellt hohe Anforderungen an das Behandlungsteam, insbesondere an Pflegefachpersonen, deren benötigte Kompetenzen im deutschsprachigen Raum kaum beschrieben sind. Primäres Ziel war die Kartierung der internationalen Evidenz zu pflegerischen Kompetenzen in der Versorgung erwachsener ECMO-Patient*innen. Sekundäre Ziele umfassten die Identifikation spezialisierter pflegerischer Rollen und die Ableitung von Implikationen für den deutschsprachigen Raum. Das Scoping-Review wurde nach den Empfehlungen des Joanna Briggs Institute sowie der Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses- Extension for Scoping Reviews (PRISMA-ScR) durchgeführt. Die Literaturrecherche erfolgte in MEDLINE, CINAHL und Scopus sowie in Referenzlisten. Eingeschlossen wurden deutsch- und englischsprachige Primärstudien von 2009 bis 05/2026. Es konnten n = 14 Studien eingeschlossen werden, davon n = 7 qualitative (n = 6 [semistrukturierte] Interviewstudien, n = 1 Fokusgruppeninterview) sowie n = 7 quantitative (n = 3 Querschnittstudien, n = 1 Delphi-Befragung, n = 1 prospektive Kohortenstudie, n = 1 prospektive Beobachtungsstudie, n = 1 quasiexperimentelle Studie) Studien. Anhand der identifizierten Evidenz kann ein multidimensionales Kompetenzprofil für die pflegerische ECMO-Versorgung mit erforderlichem Wissen, praktischen Fähigkeiten und professionellen Haltungen beschrieben werden. Darüber hinaus wurden spezialisierte pflegerische Rollen identifiziert. Für den deutschsprachigen Raum konnten unter Berücksichtigung der Einschlusskriterien keine Studien identifiziert werden. Es zeigt sich ein multidimensionales Kompetenzprofil, das international in spezialisierten Pflegerollen verankert ist, während im deutschsprachigen Raum empirische Daten, Rollenprofile und strukturierte Qualifikationswege fehlen.
Beobachtungsstationen sind ein etablierter Bestandteil moderner Notaufnahmen. Über die zugrunde liegenden Betriebs‑, Governance- und Personalkonzepte liegen jedoch nur wenige Daten vor. Beschreibung und Evaluation des Clinical-Decision-Unit-Modells einer universitären interdisziplinären Notaufnahme. In einer retrospektiven Kohortenstudie wurden alle erwachsenen nichttraumatologischen PatientInnen des Jahrs 2024 untersucht. Analysiert wurden Organisationsstruktur, Versorgungspfade, Ressourcenbedarf und Behandlungsergebnisse. Eine Simulation schätzte den zusätzlichen stationären Bettenbedarf ohne Clinical-Decision-Unit-Modell. Von 17.001 PatientInnen wurden 10.327 (60,7
Die akute Herzinsuffizienz („acute heart failure“, AHF) zählt zu den häufigsten Ursachen für Notaufnahme‑, Intermediate-Care- und Intensivstationsbehandlungen und ist trotz moderner Therapie weiterhin mit einer hohen Frühmortalität assoziiert. Insbesondere die ersten 120 min der Versorgung sind entscheidend, da in diesem Zeitraum die Weichen für Stabilisierung, Triggerdiagnostik, Entstauung und spätere Prognoseverbesserung gestellt werden. Ziel dieses CME-Beitrags ist es, ein praxisnahes, phänotypbasiertes Management der AHF in der Frühphase darzustellen. Im Mittelpunkt steht die strukturierte Einordnung der Patientinnen und Patienten entlang der Achsen Kongestion („nass“ vs. „trocken“) und Perfusion („warm“ vs. „kalt“). Parallel zur Stabilisierung von Atmung und Kreislauf erfolgt eine simultane Triggerdiagnostik unter besonderer Berücksichtigung eines akuten Koronarsyndroms, relevanter Arrhythmien, hypertensiver Entgleisung, Lungenembolie, valvulärer Ursachen und infektiöser Trigger. Neben klinischer Untersuchung, EKG, Blutgasanalyse und Biomarkern kommt der Point-of-Care-Sonographie mit Lungensonographie und fokussierter Echokardiographie eine zentrale Bedeutung zu. Therapeutisch stehen die frühe nichtinvasive Beatmung beim kardialen Lungenödem, eine gezielte Vasodilatation bei hypertensiver Präsentation sowie eine konsequente Entstauung durch intravenöse Schleifendiuretika im Vordergrund. Bei unzureichendem Ansprechen werden Strategien wie sequenzielle Nephronblockade oder selektiv vasoaktive Substanzen eingesetzt. Eine strukturierte Reevaluation in kurzen Intervallen ist essenziell, um unzureichendes Ansprechen, Hypoperfusion oder relevante Differenzialdiagnosen frühzeitig zu erkennen. Der Beitrag betont, dass eine erfolgreiche Akutversorgung bereits in den ersten Stunden die Brücke zu einer prognoseverbessernden Langzeittherapie schlagen muss, einschließlich früher Initiierung leitliniengerechter Herzinsuffizienzmedikation.
Acute myocardial infarction complicated by cardiogenic shock (AMI-CS) remains highly lethal despite early revascularization. Although left ventricular (LV) failure predominates, AMI-CS may also be triggered or dominated by right ventricular (RV) failure, which carries distinct implications for the choice of mechanical support. Escalating catecholamines may increase afterload, provoke arrhythmias, and raise myocardial oxygen demand. Microaxial left ventricular (LV) support (Impella) provides forward flow while unloading the LV, potentially improving the subendocardial perfusion gradient, reducing pulmonary congestion, and limiting catecholamine exposure. Net clinical benefit is conditional and must be balanced against a substantial and predictable complication burden (major bleeding, vascular/limb complications, hemolysis with acute kidney injury, and infection). In the DanGer Shock trial, a protocolized Impella CP strategy in selected patients with ST-elevation myocardial infarction (STEMI)-CS lowered 180-day mortality (45.8