
Zusammenfassung Schulen bieten ein zentrales Setting zur Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) sowie, übergeordnet, zur Förderung sexueller Gesundheit. Um diese Potenziale zu heben, bietet ‚LIEBESLEBEN – Das Mitmach-Projekt‘ mit Materialien, Qualifizierungsangeboten, einem interaktiven Parcours und durch Verstetigungen in Bundesländern viele Ansätze, die die Förderung sexueller Gesundheit im schulischen Kontext stärken und vor allem nachhaltig verankern.
Zusammenfassung Sexuell übertragbare Infektionen (STI) sind medizinisch meist gut behandelbar, doch Stigmatisierung erschwert Prävention und Versorgung erheblich. Wenn zwei stigmatisierte Bereiche, Sexualität und Krankheit, zusammentreffen, entstehen allzu oft Scham, Schweigen und damit verzögerte Behandlung. Stigma wirkt sozial und strukturell, besonders bei marginalisierten Gruppen. Wirksam gegen Stigmatisierungen sind menschenrechtsbasierte, akzeptierende Ansätze, die Diskriminierung abbauen, Kompetenzen stärken und sexuelle Bildung fördern.
Zusammenfassung Die HIV-PrEP ist eine hocheffektive Methode zur Verhinderung einer Ansteckung mit HIV. In Deutschland wird diese hauptsächlich genutzt von MSM, die in Großstädten leben. Damit PrEP auf Bevölkerungsebene effektiv wirken kann, müssen auch andere Menschen mit HIV-Risiken PrEP-Zugang haben. Ein Angebot in STI-Beratungsstellen des ÖGDs kann eine Möglichkeit sein, um Schlüsselgruppen wie Sexarbeitenden oder migrantischen MSM community-nah PrEP zu ermöglichen.
Zusammenfassung Die Gonorrhö ist eine sexuell übertragbare Erkrankung, die asymptomatisch verlaufen kann. Chronische Entzündungen oder Unfruchtbarkeit können die Folge einer unbehandelten Infektion sein. Antibiotika sind wirksam, allerdings ist Ceftriaxon aktuell die letzte empfohlene Substanz zur empirischen Monotherapie. Vereinzelt werden Ceftriaxon-resistente Erreger in Deutschland identifiziert. Die Empfindlichkeitstestung ist dabei essenziell und es werden dringend neue Antibiotika zur Behandlung benötigt.
Zusammenfassung Sexuell übertragbare Infektionen (STI) betreffen weltweit Millionen von Menschen in verschiedenen Altersgruppen und Lebenssituationen. Dieser Beitrag untersucht anhand von Daten aus der LIEBESLEBEN-Studie, wie bekannt verschiedene STI in Deutschland sind, wie gut sich Personen über STI informiert fühlen und wie ausgeprägt das Risikobewusstsein ist. Der Beitrag diskutiert, welche Maßnahmen die Aufklärung und Prävention verbessern könnten.