In den Jahren 1986–1995 konnten 92 Patienten mit pigmentierten Tumoren der Conjunctiva bulbi in einer Spezialambulanz untersucht werden. 75 Patienten wiesen einen benignen Bindehautnaevus auf, 16 eine Melanosis conjunctivae, zum Teil mit isolierten Naevi, und 2 Patienten ein malignes Bindehautmelanom. Der mittlere Nachbeobachtungszeitraum beträgt heute 55,8 Monate.
In einer prospektiven, randomisierten klinischen Studie an 30 Patientenaugen wurde der Einfluß der Hochfrequenz-Kapsulotomie und der mechanischen fortlaufenden zirkulären Kapsulorhexis auf die postoperative Störung der Blut-Kammerwasser-Schranke bzw. den postoperativen Vorderkammerreizzustand laser-flare-photometrisch überprüft.
In dieser prospektiv-randomisierten Studie wurden die Unterschiede bezüglich intra- und postoperativer Komplikationen bei Kapsulorhexis bzw. Hochfrequenz-Kapsulotomie (HF-KT) erarbeitet.
Ziel dieser prospektiven Studie war, zu evaluieren, ob der extrem kleine Optikdurchmesser von 4,5 mm PMMA-Hinterkammerlinsen bei kritischer Indikationsstellung eine gute Alternative zu herkömmlichen, größeren PMMA-Linsen bzw. flexiblen Linsen darstellt, wird es doch durch die extreme Reduktion des Optikdurchmessers erst möglich, auch bei PMMA-Linsen die unterschiedlichsten Kleinschnittechniken ohne Naht risikominimiert anzuwenden. Aufgrund des kleinen Optikdurchmessers besteht allerdings das erhöhte Risiko der Entstehung postoperativer, klinisch relevanter, optischer Probleme. Aufnahme in diese Studie fanden aus diesem Grunde nur Patienten mit einem „mesopischen“ Pupillendurchmesser unter 3,5 mm, einem Mindestalter von 65 Jahren und Patienten ohne verifizierbare vitreoretinale Pathologien (n = 18). Als Operationsmethode wurden sowohl sklerokorneale als auch korneale Kleinschnittechniken angewandt. Die Implantation der Linse führte aufgrund des speziellen Haptik-Designs in zwei Fällen zu einer leichten Iristraumatisation. Eine entsprechende Änderung des Haptik-Designs scheint angebracht. Nach Auswertung der ersten Ergebnisse zeigte sich ein ausgezeichnetes Zentrierungsverhalten. Die erhobenen mikromorphologischen Befunde waren zufriedenstellend. In einem einzigen Fall kam es zu einer Linsendezentrierung mit „edge-glare“. In diesem Fall war die Linse sekundär in eine „in-out“-Position luxiert. Wie zu erwarten, bestand bei den Visusergebnissen kein signifikanter Unterschied zu Linsentypen mit größerer Optik. Die subjektive Zufriedenheit der Patienten war hoch. Bei kritischer Patientenselektion und unter strenger Indikationsstellung stellen „Mikro-Optik“-Linsen in speziellen Fällen eine Erweiterung des Armamentariums in der Implantchirurgie dar.
Wir berichten über unsere Ergebnisse nach chirurgischer Intervention bei senilem Entropium. Die Berücksichtigung der einzelnen pathoätiologischen Faktoren erschien uns bei der Wahl unserer Operationstechnik wichtig. An 29 Augen (22 Patienten) führten wir eine pentagonale Verkürzung des Tarsus und eine Straffung der Unterlidretraktoren durch. In 10 Fällen wurde dies mit einer Resektion hypertropher Orbicularisanteile kombiniert. 19 Patienten (82,6%) zeigten in einem Beobachtungszeitraum von 17,8 Monaten zufriedenstellende anatomische, funktioneile und kosmetische Ergebnisse.