Fragestellung: Ziel der Studie war, zu evaluieren, ob die Galaktografie bei der Abklärung der abnormen, einseitigen uniduktalen Mamillensekretion weiterhin ihre Berechtigung hat. Material und Methodik: Galaktografien, die zwischen Januar 2001 und Januar 2008 erfolgten, wurden retrospektiv ausgewertet. Das Alter der in die Studie eingeschlossenen Patientinnen lag zwischen 20 und 86 Jahren. Es konnten 32 Fälle mit unilateraler, uniduktaler Mamillensekretion ausgewertet werden. Die Ergebnisse der Diagnostik wurden mit der histopathologischen Diagnose (41 %) oder dem klinischen und radiologischen Verlauf korreliert. Ergebnisse: 18 Fälle (56 %) zeigten unauffällige Befunde, während in 14 (44 %) Galaktografien Füllungsdefekte oder Gangabbrüche diagnostiziert wurden. 13 Patientinnen erhielten eine Duktektomie. Histologisch fanden sich Papillome (n = 7), 1 nicht atypische intraduktale Hyperplasie (n = 1), 1 chronische Mastitis (n = 1) und bei 1 Patientin ein Milchgangspapillom mit atypischer duktaler Hyperplasie und Übergang in ein duktales Carcinoma in situ (DCIS). Bei 3 Patientinnen wurden fibrozystische Veränderungen diagnostiziert, wobei 2 der 3 Patientinnen keine Gangabbrüche in der Galaktografie zeigten. Zwei Patientinnen mit unauffälligem Galaktografiebefund wurden auf Wunsch bei subjektiv störender Sekretion operiert. Die histopathologischen Befunde zeigten unauffälliges Drüsengewebe mit Nachweis von fibrozystischen Veränderungen. Die Sensitivität der Galaktografie bez. Erkennung intraduktaler Veränderungen der operierten Patientinnen beträgt 100 %, die Spezifität 85,7 %. Der positive Voraussagewert liegt bei 72,7 % und der negative Voraussagewert bei 100 %. Schlussfolgerung: Eine unauffällige Galaktografie bei Patientinnen mit spontaner, unilateraler Mamillensekretion erlaubt die Durchführung einer Verlaufskontrolle. Bei auffälligem Befund wird das pathologische Gangsystem in der Galaktografie lokalisiert und die Indikationsstellung zur Operation erleichtert.
Ziele: Evaluation der Bedeutung der Magnetresonanztomographie einschließlich der Diffusionsbildgebung (DW) bei der Abklärung sonographisch unklarer Ovarialläsionen in Bezug auf das weitere therapeutische Vorgehen. Methode: 39 Patientinnen mit transvaginal sonographisch diagnostiziertem Adnexbefund, die laparoskopisch operiert werden sollten, wurden an einem 1.5T Siemens Avanto MRT untersucht. Ergänzend zum Standardprotokoll des Abdomens und Beckens wurden echoplanare DW Sequenzen (b40/400/800) durchgeführt. Basierend auf dem Kawai Score wurden die Läsionen zuerst von dem Gynäkologen sonographisch charakterisiert und das therapeutische Procedere festgelegt. Nach der MR-Untersuchung erfolgte eine Reevaluation. Die diagnostische Wertigkeit wurde mit der Histopathologie, falls verfügbar, verglichen. Der Zusatznutzen der DW bei der Charakterisierung der Läsionen wurde untersucht. Ergebnis: In 54% aller Fälle kam es aufgrund der MRT-Daten zu einem Therapiewechsel (21/39): in 13% (5/39) sah man von einer Operation zugunsten der Nachbeobachtung ab, in 41% (16/39) wirkte sich die MRT-Untersuchung auf das konkrete chirurgische Vorgehen aus. In 4 Fällen waren die Läsionen maligner Art, während 35 eine benigne Entität aufwiesen.
Ziele: Dank nicht-kartesischer K-Raum Datenablage können mit der T2-gew. BLADE (Propeller) Technik Bewegungs- und Ghosting-Artefakte reduziert werden. Ziel der prospektiven Studie war es, die Bildqualität und Kontrastverhältnisse einer T2-gew. BLADE mit der konventionellen T2-TSE Pulssequenz bei der Darstellung weiblicher Beckenorgane zu vergleichen. Methode: In die Studie wurden 48 Patientinnen mit transvaginal sonographisch unklaren Adnex- oder Uterusbefunden bei geplanter Operation eingeschlossen. Die MRT-Untersuchung am 1.5T Siemens Avanto sah u.a. die Akquisition einer sagittalen T2-gew BLADE TSE (TR 4500, TE 86, Refokussierter Anregungswinkel 145°, Turbo-Faktor 19) sowie einer T2-gew TSE (TR 4650, TE 101, RF AW 175°, TF 13) Pulssequenz vor. Qualitativ wurde die Bildqualität auf einer 5-Punkte Skala (Organabgrenzung, Präsenz von Artefakten) beurteilt. Quantitativ wurde das Signal-zu-Rausch- (SNR) und Kontrast-zu-Rausch (CNR)-Verhältnis des Myometriums im Vergleich zum rechten Abdominal-Muskel gemessen. Überprüfung der Nullhypothese mit dem zweiseitigen Student's t-Test bei einer Signifikanzschwelle von p<0.05. Ergebnis: Qualitativ gesehen erlaubt die BLADE Technik eine Reduktion der Bewegungsartefakte, eine sichtlich schärfere Abgrenzung der Uteruskonturen sowie feinere Darstellung von Binnenstrukturen. Insgesamt bevorzugten die Radiologen allerdings die T2-gew TSE aufgrund ihres besseren Bildkontrasts. Sowohl der SNR (Mittelwert T2w 57.5±37.7; T2w BLADE 16.6±12.2) als auch der CNR (Mittelwert: T2w 40.4±33.5; T2w BLADE 7.2±8.8) waren signifikant (p<0.0001)höher auf der T2-gew TSE Pulssequenz. Partiell lässt sich dies mit der niedrigeren Echozeit sowie dem unterschiedlichen Anregungswinkel erklären. Ein weiterer Nachteil der BLADE ist ihre relativ lang dauernde Nachbearbeitungzeit bevor die Bilder generiert werden. Schlussfolgerung: Die BLADE Technik ermöglicht eine Reduktion der Bewegungsartefakte bei klarerer Abgrenzung der zonalen Uterusanatomie, allerdings auf Kosten niedrigerer SNR- und CNR-Werte.
Aufgrund der Komplexität der Strukturen im kleinen Becken und bei einem breiten Spektrum von Pathologien, welche ein ähnliches morphologisches und klinisches Bild darstellen, kann die Artdiagnose und Charakterisierung einer Raumforderung des Ovars in einigen Fällen schwierig sein. Die Kenntnisse der Anatomie des weiblichen Genitaltrakts und eine richtige Indikationsstellung der bildgebenden Verfahren sind unumgänglich für eine sichere Differenzierung zwischen einer ovariellen und einer nicht ovariellen Raumforderung. Die Arbeit gibt eine Übersicht über die bildgebenden Befunde physiologischer und pathologischer Veränderungen der Ovarien und ihrer Differenzialdiagnosen.
Zielsetzung: Ziel war es zu evaluieren, ob die Galaktografie bei der Abklärung der Mamillensekretion weiterhin eine Berechtigung hat.
Aim: The goal of our study was to assess the perfusion in wounds treated by Vacuum assisted closure (VAC) compared to primary wound closure (R)Method: Power Doppler Ultrasound (PDUS) was carried out under standardised conditions in 15 VAC-treated and 10 primarily closed wounds as well as on altogether 25 intraindividual reference areas. All data were sent to a work station for post-processing to determine the perfused area. Statistical data analysis was performed with the Mann-Whitney test.Results: Both VAC((c))-treated wounds and primarily closed wounds showed a significant increase of the perfusion when compared to the intraindividual reference area (p < 0.0001). In VAC-treated wounds, a markedly increased perfusion was measured compared to the wounds closed primarily (p < 0.0001). Perfusion decreased during treatment, but in two VAC-treated wounds, an initial increase of the perfusion was observed. Both these wounds were grossly infected.Conclusion: PDUS allows the quantification of the differences in wound perfusion. This can be helpful in the detection of progressive local wound infections.