Ziele: Analyse der Bildqualität und erforderlichen Dosis in der 320-Schicht-CT beim Kind. Methode: 35 Kinder (2 Tage –14 Jahre) erhielten ein 320-Schicht-CT (Dynamic volume CT, Toshiba). Die Untersuchungsparameter waren: 80kV bei Untersuchungen mit intravenöser Kontrastverstärkung, 120kV bei nativen Untersuchungen, 10–50 mA, 0,35–0,5s Rotationszeit der Gantry, 1–3 Rotation pro Untersuchung. Die erforderlichen mAs-Werte waren gewichtsadaptiert nach der Formel (Körpergewicht in [kg]+5) x f mit f=1 im Thorax und f=1,5 im Abdomen/Becken bei 120kV. Um gleiches Bildrauschen zu erhalten, wurden die mAs-Werte bei 80kV-Untersuchungen mit 2,5 multipliziert. Bei nicht-kooperativen Patienten oder bei Kindern, die nicht die Luft anhalten konnten, wurden 3 Rotationen mit 0,35s Rotationszeit aufgenommen, um anschließend die Bildrekonstruktion innerhalb des Aufnahmefensters zur Artefaktreduktion verschieben zu können. Alle Aufnahmen wurden nach Artefakten qualitätsbeurteilt auf der Skala 1–3 (1=schlecht), die resultierenden Dosiswerte wurden notiert. Ergebnis: Außer bei 2 Kindern (Thorax, Abdomen) reichten die 16cm Detekorbreite für die Abdeckung der Untersuchungsregion. Keine Untersuchung war unzureichend (Note 1), nur bei einem Kind musste die Untersuchung wegen starker Bewegungsartefakte abgebrochen und wiederholt werden. 9 Kinder konnten die Luft nicht anhalten, dennoch waren die Aufnahmen von guter Qualität (Note 2). Bei einem CT waren starke Unschärfen im Bild (Doppelkonturen), welche jedoch die Diagnose nicht beeinträchtigt haben. Die Strahlenexposition lag zwischen 0,2 und 2,3 mSv (Mittel: 0,42), je nach Untersuchungsregion und –parameter. Schlussfolgerung: Die 320-Schicht-CT hat das Potenzial, bei Anwendung aller gängigen Dosisreduktionstechniken die Strahlenexposition bei Kinder-CTs weiter zu reduzieren. Trotz fehlender Sedierung der Kinder traten nur selten Bewegungsartefakte auf.
Die körperliche Misshandlung des Kindes wird häufig lange verkannt. Bei Einsatz aller den Symptomen entsprechenden Untersuchungsverfahren leistet die bildgebende Diagnostik einen wichtigen Beitrag zur Diagnose. Trotz typischerweise scheinbar leerer Anamnese zeigen die Befunde der Bildgebung retrospektiv den tatsächlichen Verletzungshergang auf und erklären die Art des Traumas. Die Wahl des adäquaten Verfahrens ist ebenso entscheidend wie sein rechtzeitiger Einsatz. Die richtige Interpretation typischer Verletzungsmuster als auch die Kenntnis der Spezifität von Frakturen ist erforderlich, um eine Misshandlung festzustellen. Umschrieben ansetzende Gewalt hinterlässt am wachsenden Skelett typische Muster: Metaphysäre Frakturen und Kantenabrisse, periostale Ossifikation als Blutungsfolge sowie dorsale oder axilläre Rippenserienfrakturen.
Lymphangiome sind kongenitale lymphatische Malformationen mit einer Prädilektion im Kopf- und Halsbereich, die üblicherweise im frühen Kindesalter diagnostiziert werden. Sie sind benignen Ursprungs, können jedoch vor allem bei Hineinreichen in das Mediastinum zu Komplikationen führen.
Ziele: Diagnostische Aussagekraft der MRT und der Liquordiagnostik in der Differenzierung neurologischer Defizite bei pädiatrisch onkologischen Patienten Methode: Im Zeitraum von 10 Jahren (1997–2007) wurden die MRT- und Liquorbefunde von 27 Kindern/Jugendlichen mit akuten neurologischen Symptomen analysiert. Die Patienten wurden an einem 1.5 T MRT vor/nach Gabe eines Gd- Kontrastmittels und der Liquor mikrobiologisch/laborchemisch untersucht. Ergebnis: Von 134 MRT/Liquorbefunden zeigten 72 (54%) keine entzündliche Veränderung im MRT und im Liquor, 48 (39%) eine entzündliche Veränderung im MRT und im Liquor, 10 (8%) keine entzündliche Veränderung im MRT jedoch eine entzündliche Veränderung im Liquor, 2 (2%) eine entzündliche Veränderung im MRT und keine entzündliche Veränderung im Liquor. Schlussfolgerung: MRT und Liquordiagnostik zeigen eine große Übereinstimmung beim Vorliegen einer Encephalitis oder einer Meningitis. Die Mehrzahl der neurologischen Komplikationen pädiatrisch onkologischer Patienten ist jedoch nicht auf eine Infektion des ZNS zurückzuführen, Aufgabe der MRT ist es deshalb, mögliche andere Ursachen zu erkennen.
Ziele: Evaluierung verschiedener Parameter der FDG-PET und der MRT zur Vorhersage des histologischen Therapieansprechens nach Salzer-Kuntschik bei Patienten mit Ewing-Tumoren (ET) und Osteosarkomen (OS). Methode: Im Rahmen der prospektiven Multicenter-Studie PET2003 wurden 27 Patienten (männlich: n=15, weiblich: n=12, Alter: 3–18 Jahre) von 4 Institutionen mit histologisch gesicherten ET (n=16) und OS (n=11) vor und 1–4 Wochen nach neoadjuvanter Chemotherapie mit MRT und FDG-PET untersucht. Die Response-Parameter der FDG-PET (SUVmax-Reduktion, SUV nach Therapie (SUV2), visuelle Interpretation) und der MRT (Volumenreduktion, T2-Signalalteration, Kontrastmittelanreicherung, Weichteilkomponente) wurden mit der histologischen Regression der Primärtumoren (Salzer-Kuntschik (SK1–6)) verglichen (ROC-Analyse). Ergebnis: 17 Patienten zeigten ein gutes (SK1–3) und 10 ein schlechtes (SK4–6) histologisches Therapieansprechen. Die ROC-Analyse der SUVmax-Reduktion ergab für alle Tumoren einen optimalen cut-off von 63% (AUC 0,826, p=0,007), woraus eine Sensitivität von 80% und eine Spezifität von 88% resultierte. Nach Tumorentitäten stratifiziert bestätigen sich die Ergebnisse nur in der Gruppe der OS (cut-off 63%, AUC 0,966, p=0,014, Sensitivität 100%, Spezifität 80%), während bei den ET keine Signifikanz erreicht wurde (cut-off 57%, AUC 0,613, p=0,557, Sensitivität 50%, Spezifität 91%). Etwas schlechter waren die Resultate für den SUV2 (cut-off 2,9, AUC 0,917, p=0,028; ET: cut-off 4,4, AUC 0,613, p=0,557). Als bester MRT-Parameter erzielte die Volumenreduktion sowohl insgesamt (cut-off 33%, AUC 0,722, p=0,060, Sensitivität 70%, Spezifität 82%, Korrektheit 78%) als auch in den beiden Subgruppen keine signifikanten Ergebnisse (ET: AUC 0,603, p=0,590, OS: AUC 0,500, p=1,000). Die Veränderung des Weichteilanteils erreichte eine Korrektheit von 70% (Sensitivität 60%, Spezifität 76%). Eine persistierende Kontrastmittelanreicherung war ein sehr sensitiver aber unspezifischer Marker für eine schlechte Response (Sensitivität 80%, Spezifität 47%, Korrektheit: 59%). Die Veränderung des T2-Signals war weniger sensitiv (62%), dafür aber spezifischer (68%) als die Kontrastmittelanreicherung (Korrektheit 67%). Schlussfolgerung: Im Gesamtkollektiv (ET und OS) ist die SUVmax-Reduktion in der FDG-PET allen MRT-Parametern bei der Vorhersage der lokalen Regression nach neoadjuvanter Therapie überlegen. Die Response-Beurteilung für OS ist hierbei zuverlässiger als bei ET.
Computed tomography (CT) accounts for a significant proportion of radiation exposure patients are exposed to during diagnosis, which means that particularly strict indications need to be observed especially where children are concerned. Numerous factors influence the level of radiation exposure, only a few of which can be changed by the radiologist and radiographer. Sound knowledge of the links between technical implementation and the resultant image quality needed for the diagnosis can dramatically reduce the radiation patients are exposed to, which in turn has an influence on the indications. In the present paper the radiologist is given tools for optimisation of CT examinations in children and accepted indications for CT of all body regions are presented.
Die Computertomographie (CT) trägt zu einem wesentlichen Teil zur diagnostischen Strahlenexposition bei, deswegen muss die Indikation zur CT bei Kindern besonders streng gestellt werden. Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Höhe der Strahlenexposition, wobei nur einige vom Anwender veränderbar sind. Die fundierte Kenntnis der Zusammenhänge zwischen technischer Durchführung und resultierender, diagnostisch erforderlicher Bildqualität kann zu einer drastischen Reduktion der Strahlenexposition führen und hat wiederum Einfluss auf die Indikationsstellung. In der Arbeit werden dem Radiologen Werkzeuge zur Optimierung der CT-Untersuchungen beim Kind an die Hand gegeben und etablierte Indikationen zur CT aller Körperregionen dargestellt.
Wir berichten über den Fall einer 29 jähr. I Gravida mit congenitaler mütterlicher Blasenekstrophie und Uterusprolaps. Die Häufigkeit einer Blasenekstrophie wird mit 1: 30000–50000 angegeben. Ein Vererbungsmodus ist nicht bekannt. Die Pränataldiagnostik ist schwierig. Häufig zeigen sich eine normale FW-Menge bei unauffälligen Nieren, eine nicht darstellbare Harnblase und eine unregelmäßige Bauchwand. Ein mütterlicher Uterusprolaps tritt in 1: 10000–50000 Entbindungen auf. Ursachen sind Multiparität, fetale Makrosomie, Trauma, eine angeborene Beckenbodeninsuffizienz oder wie vorliegend eine komplexe congenitale Fehlbildung. Zu den antepartalen Komplikationen zählen Austrocknen und Ulzerationen der Zervix und vorzeitige Wehen. Sub partu können fehlende Zervixdilatation und Verletzungen und die Ruptur des unteren Uterinsegments auftreten. Im vorliegenden Fall waren die perineale Einpflanzung des Rektums, die Anlage eines Sigmakonduits und eines Urostomas im linken Mittelbauch und die Rekonstruktion des äußeren Genitale erfolgt. Ein Prolaps der Portio bis vor den Introitus bestand bereits vor der Schwangerschaft. Die Patientin wurde seit der 14.SSW engmaschig überwacht und trug seit der 21.SSW ein Stützmieder. Sonografisch zeigte sich ein normosomer Fet. Der Kopf befand sich dorsal der Zervix tief im Douglas bei ausgedehntem hinteren Uterinsegment Die Sektio erfolgte komplikationslos in der 38.SSW. Die Laparotomie wurde bei multiplen vorausgegangenen Eingriffen per Längsschnitt durchgeführt. Die translabiale und abdominalsonographische Diagnostik und das antenatale MRT zeigen die atypische Anatomie. Die bildgebenden Verfahren waren richtungsweisend für die Planung des Entbindungsmodus und Zugangs.
Ion channels, neurotransmitters and second messenger systems constitute molecular targets of antiepileptic drugs. These same targets regulate brain processes essential for learning, memory and emotional behavior. In addition, it has been shown that antiepileptic drugs trigger widespread apoptotic neurodegeneration in the developing brain when administered to immature rodents. Thus, antiepileptic drugs can influence brain function and brain development in undesired ways. To explore whether prenatal exposure to antiepileptic drugs may result in structural changes in the brain, we subjected a group of 18 healthy young adults exposed prenatally to antiepileptic drugs and a group of 18 age-matched unexposed healthy controls to magnetic resonance imaging (MRI) of the brain. Local differences in cerebral morphology associated with prenatal exposure to antiepileptic drugs were analyzed in volume-rendering MRI data by use of voxelwise comparisons of grey matter images. Contrasts for regional grey matter volume changes, i.e. exposed patients < controls, yielded significant results at a threshold of small-volume-corrected p<0.05. Regional decreases of grey matter volumes were found in the area of the lentiform nucleus, including both pallidum and putamen bilaterally, and the hypothalamus. We conclude that prenatal exposure to antiepileptic drugs results in lower grey matter volumes in the basal ganglia and the hypothalamus in humans.
Die Durchfuhrung einer CT Untersuchung unterliegt wie jede Untersuchung mit ionisierenden Strahlen streng der rechtfertigenden Indikation. Diese wird beim Kind mit Schadel- Hirntrauma immer dann gesehen, wenn ein neurologisches Symptom besteht. Ein cranielles CT muss in diesem Fall ohne Zeitverlust erfolgen. Eine weitere eindeutige Indikation zur CT besteht bei Kindern mit onkologischen Erkrankungen, die in die Lunge metastasieren konnen, einschlieslich der CT, die vor chirurgischer Intervention zur Markierung einer Solitatmetastase erforderlich ist. Bei angeborenen Fehlbildungen der Lunge, in die insbesondere die grosen Atemwege einbezogen sind, erfolgt die CT in den ersten Lebenstagen dann, wenn das Neugeborene vital bedroht ist. Alle unklaren parenchymatosen Lungenerkrankungen erfordern ein CT, unabhangig vom Alter des Kindes. Seltener sind Thoraxwandlasionen abzuklaren. Im Gegensatz zur amerikanischen Literatur wird im europaischen Raum das Bauchtrauma auch in der Notaufnahme mittels Sonographie abgeklart, die in der Hand des Erfahrenen eine grose Treffsicherheit aufweist. Gleiches gilt fur den Verdacht auf Appendizitis, die primar sonographisch abgeklart wird und weiterhin nicht aufgrund der Bildgebung sondern aufgrund der Klinik operiert wird. Im Bereich des Skeletts erfolgt die CT Untersuchung bei Verdacht auf Osteoidosteom vor Intervention, bei Wirbelsaulen-und komplizierten- z.B. Triplane- Frakturen, komplexen Skelett-Fehlbildungen und bei der seltenen Fragestellung der Ausdehnung eines Sequesters bei Osteomyelitis. Lernziele: Die rechtfertigende Indikation auch einer low- dose CT ist beim Kind besonders streng zu stellen. Hinrblutung bzw-odem, angeborene, vital bedrohliche Fehlbildungen der Lunge, pulmonale Metastasen, parenchymatose Lungenveranderungen bleiben Indikationen zur CT wie auch seltenere Fragestellungen bei Skeletterkrankungen. Alle Lasionen des Abdomens sind bei unklarem sonographischem Befund durch die MRT Untersuchung zu erganzen, wenn keine unmittelbare vitale Bedrohung besteht, die eine kurze Untersuchungszeit fordert. Korrespondierender Autor: Stover B Klinik fur Radiologie. interventionelle Radiologie, Padiatrische Radiologie, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin E-Mail: brigitte.stoever@charite.de
Ziele: Evaluation der FDG-PET als diagnostisches Mittel für das Initialstaging von malignen Knochen- und Weichteiltumoren im Kindes- und Jugendalter. Methode: Im Rahmen einer prospektiven Multizenterstudie wurden bisher 38pädiatrische Patienten (weiblich n=20; männlich n=18; Alter: 1–18 Jahre) mit histologisch gesicherten Sarkomerkrankungen (Ewing Sarkom (EWS) n=19; Osteosarkom (OS) n=10; Rhabdomyosarkom (RMS) n=9) eingeschlossen. Die Ergebnisse der FDG-PET zum Initialstaging wurden mit denen der bildgebenden Standardverfahren (BSV: Sonographie, Rö-Thorax, CT, MRT und Skelettszintigraphie, jeweils nach den Protokollen der Therapieoptimierungsstudien eingesetzt) verglichen. Die FDG-PET und die BSV wurden sowohl einer läsions- als auch einer patientenbezogenen Auswertungen unterzogen, darüber hinaus wurde eine Side-by-Side-Analyse (SBS) durchgeführt. Als Goldstandard wurden alle zur Verfügung stehenden bildgebenden Untersuchungen, die histopathologische Sicherung sowie der klinische Verlauf, inklusive Follow-up-Bildgebung, herangezogen. Ergebnis: Die FDG-PET und die BSV zeigten für die Detektion aller Primarien konkordante Ergebnisse (Korrektheit 100%). Die FDG-PET zeigte gegenüber den BSV eine überlegene Sensitivität sowohl für die Diagnose von Lymphknoten- (95% vs. 21%) als auch von Knochen- und Knochenmarkmetastasen (92% vs. 63%). Allerdings bestätigte sich der Zugewinn durch die FDG-PET gegenüber der Skelettszintigraphie beim Nachweis von ossärem Befall in der Subgruppenanalyse nur für die EWS-Patienten (Sensitivität: 91% vs. 38%), bei OS-Patienten waren die beiden Verfahren gleichwertig (Sensitivität: 90%). Bei der Diagnostik von Lungenmetastasen erzielte die CT-Thorax eine bessere Sensitivität als die FDG-PET (100% vs. 14%). Die hohe Sensitivität der FDG-PET beim Einzelläsionsnachweis resultierte in Zusammenwertung mit den BSV (SBS) in einer signifikanten Optimierung der Therapieentscheidungen gegenüber dem protokollgemäßen Standardvorgehen (Korrekte Therapieentscheidung: BSV 55%, SBS 95%; p=0,022). Schlussfolgerung: Der Informationszugewinn durch den Einsatz der FDG-PET beim Initialstaging von malignen Sarkomen im Kindes- und Jugendalter bedeutet für die Patienten eine potentielle Therapieoptimierung.
Diagnostic imaging in child abuse plays an important role and includes the depiction of skeletal injuries, soft tissue lesions, visceral injuries in "battered child syndrome" and brain injuries in "shaken baby syndrome". The use of appropriate imaging modalities allows specific fractures to be detected, skeletal lesions to be dated and the underlying mechanism of the lesion to be described. The imaging results must be taken into account when assessing the clinical history, clinical findings and differential diagnoses. Computed tomography (CT) and magnetic resonance imaging (MRI) examinations must be performed in order to detect lesions of the central nervous system (CNS) immediately. CT is necessary in the initial diagnosis to delineate oedema and haemorrhages. Early detection of brain injuries in children with severe neurological symptoms can prevent serious late sequelae. MRI is performed in follow-up investigations and is used to describe residual lesions, including parenchymal findings.
Mit der Mehrschicht-Spiral-CT ist dem Kinderradiologen eine Technik in die Hand gegeben, welche neben einer dramatischen Verbesserung der Detailauflösung auch das Potenzial enthält, dosissparend zu untersuchen. Dabei kommt den technischen Untersuchungsparametern eine besondere Bedeutung zu: Stromstärke und -Strommodulation, Pitch, Untersuchungs-Feldgröße haben Einfluss auf die Strahlenexposition, die Spannung bestimmt zusätzlich den Kontrast im Bild, was bei Untersuchungen mit intravenöser Kontrastierung (z.B. für Gefäßdarstellungen) von Bedeutung werden kann.
Ziele: Ziel der Studie war der Vergleich von konventioneller Bildgebung mittels CT und MRT (KB) mit der F18-FDG-Positronenemissionstomographie (PET) sowie die Bestimmung des Stellenwertes der retrospektiven Software-gestützten Bildfusion beim Primärstaging des pädiatrischen Hodgkin Lymphoms. Methode: Es wurden 33 Patienten (17 w, 16 m, Alter: 14,4 Jahre (Bereich 4,8–17,7)) mit histologisch gesichertem Morbus Hodgkin prospektiv eingeschlossen. Das protokollgemäße konventionelle Staging beinhaltete eine Kontrastmittel-gestützte CT (Thorax) und MRT (Hals, Abdomen, Becken); zusätzlich wurde eine FDG-PET durchgeführt. Es erfolgte eine Koregistrierung der Datensätze mittels eines semiautomatischen voxelbasierten Fusionsalgorithmus. KB und PET wurden zunächst von je 2 Untersuchungen verblindet im Konsensusverfahren befundet, gefolgt von einer Zusammenwertung und einer Auswertung der fusionierten Datensätze. Bei jedem Patienten wurden 21 Lymphknotenregionen und 6 extranodale Lokalisationen hinsichtlich eines Lymphombefalls beurteilt. Zusätzlich wurde eine Konfidenzskala von 1 (kein Lymphom) bis 5 (sicher Lymphom) für die Beurteilung angewandt. Als Referenzdaten dienten klinische und Bild gebende Verlaufskontrollen (>12 Monate). Ergebnis: Es wurden 13,5% Regionen in KB und FDG-PET unterschiedlich beurteilt. Die limitierte Sensitivität der KB (50% und 72%) und der PET (65% und 79%) bei infradiaphragmalen und extranodalen Regionen konnte mittels Zusammenschau der Modalitäten (90% und 100%) und mit der Bildfusion (95% und 100%) verbessert werden. Dabei war die Befunder-Konfidenz für die Fusionsbildgebung signifikant höher (p<0,001). Die Stadiumseinteilung anhand der protokollgemäßen konventionellen Bildgebung wurde mit der Zusammenwertung von KB und PET in 15% der Fälle (p=0,104) und mittels Bildfusion in 18% der Fälle (p=0,024) verbessert; eine Berichtigung der Therapiegruppenzuordnung gelang in 12% (p=0,107) und 15% (p=0,053) der Patienten. Schlussfolgerung: Durch die zusätzliche Durchführung einer FDG-PET kann das Initialstaging beim Kindern mit Hodgkin Lymphom entscheidend verbessert werden, hierbei ist eine Zusammenwertung der Modalitäten unerlässlich. Die retrospektive Bildfusion erhöht die Befundungssicherheit und hatte in dieser kleinen Patientengruppe signifikanten Einfluss auf die Therapieentscheidung.
Das Neuroblastom (NB) ist mit 7% aller kindlicher Malignome häufiger als der Wilms-Tumor. In ca. 60% liegt der Tumor intraabdominal und geht dann meist vom Nebennierenmark, weniger häufig vom Grenzstranggewebe aus. Adenome, Phäochromozytome und adenokortikale Karzinome sind im Kindesalter extrem selten.
Purpose: The aim of the study concerning congenital cystic lung malformations was to evaluate prenatal diagnoses postnatally to determine prognostic factors as well as to define optimized perinatal management. Materials and Methods: The study is based on 45 prenatal ultrasound examinations depicting fetal cystic lung lesions. 32 of the mothers had follow-up examinations. 5 pregnancies were terminated due to CCAM and additional malformations. Complete regression of the lesions was seen prenatally in 8 cases and postnatally in 5 children. Results: Surgical intervention due to respiratory insufficiency was necessary in 4 neonates. According to the imaging results, CCAM was present in 4 cases and sequestration in 7 patients. No correlation between the imaging findings and the surgical results was found in 3 children: One child suffered from rhadomyoid dysplasia, and in the case of the second child, a left-sided hernia of the diaphragm and additional sequestration were detected. The third child showed AV malformation. The cystic lesions of the 14 children operated upon were proven histologically. The degree of accuracy in the present study was high. Conclusion: Precise perinatal management is warranted in order to determine according to the clinical relevance surgical intervention and to prevent complications after the first year of life. This is performed during the neonatal period for respiratory insufficient neonates and within the first year of life for clinically stable children.
Objective: To evaluate the accuracy of three-dimensional ultrasonography in predicting the level of the defect in spine bifida. Patients and Methods: Between January 2005 and January 2006, the level of spine bifida was evaluated prenatally on three-dimensional ultrasonography (3DUS) using the rendered bone mode. All cases underwent postnatal surgery immediately after birth. Prenatal results obtained on 3DUS were compared to surgical level and to radiological level. Results: Up to now, 21 cases were completely evaluated. The correct surgical level was predicted in 9 (42.86%) cases; difference of one level was observed in 9 (42.86%) fetuses and difference of 2 levels in 3 (14.28%). Up to 1 and to 2 levels of agreement were observed in 18 (85.71%) and 21 (100%) cases. Using the postnatal radiological diagnosis, the correct level was predicted in 9 (42.86%) cases; difference of one level was observed in 9 (42.86%) fetuses and difference of 2 levels in 2 (14.29%). Up to 1 and to 2 levels of agreement were observed in 18 (85.71%) and 21 (100%) cases respectively. Conclusions: In our experience, 3DUS (rendered skeletal mode) is a good method to evaluate the level of spine bifida, with difference of two levels in 14.29% of cases when compared to postnatal surgical and radiological diagnosis.
Eine unerklärte Bewusstseinstörung bei jungen Säuglingen, ebenso ein Trauma seines Skeletts, für das eine leere Anamnese besteht, erfordert die Abklärung des Tatbestandes einer Misshandlung. Dies erfolgt im Falle des ungeklärten Schädelhirntraumas bzw. der ungeklärten Bewusstseinsstörung notfallmäßig durch die CT. Im Verlauf belegt die MRT ältere Traumata wie Hygrome und frischer Blutungsreste, Scherverletzungen und Narben.
PURPOSE The aim of the study concerning congenital cystic lung malformations was to evaluate prenatal diagnoses postnatally to determine prognostic factors as well as to define optimized perinatal management. MATERIALS AND METHODS The study is based on 45 prenatal ultrasound examinations depicting fetal cystic lung lesions. 32 of the mothers had follow-up examinations. 5 pregnancies were terminated due to CCAM and additional malformations. Complete regression of the lesions was seen prenatally in 8 cases and postnatally in 5 children. RESULTS Surgical intervention due to respiratory insufficiency was necessary in 4 neonates. According to the imaging results, CCAM was present in 4 cases and sequestration in 7 patients. No correlation between the imaging findings and the surgical results was found in 3 children: One child suffered from rhadomyoid dysplasia, and in the case of the second child, a left-sided hernia of the diaphragm and additional sequestration were detected. The third child showed AV malformation. The cystic lesions of the 14 children operated upon were proven histologically. The degree of accuracy in the present study was high. CONCLUSION Precise perinatal management is warranted in order to determine according to the clinical relevance surgical intervention and to prevent complications after the first year of life. This is performed during the neonatal period for respiratory insufficient neonates and within the first year of life for clinically stable children.
Ziele: Es sollte mittels MRT abgeklärt werden, ob bei pränatal nachgewiesenen Rhabdomyomen des fetalen Herzens als Grunderkrankung eine tuberöse Hirnsklerose vorliegt. Methode: Bei der sonographischen Feindiagnostik (23. SSW) wurden bei 6 Schwangeren Rhabdomyome des fetalen Herzens diagnostiziert. Die pränatale MRT erfolgte mit der Fragestellung einer zugrunde liegenden tuberösen Hirnsklerose, die mit Rhabdomyomen des Herzens einhergehen kann.