ZusammenfassungZiel: Die Entwicklung neuer Diagnoseverfahren und Implementierung eines modernen Qualitätsmanagements bedingen die permanente Anpassung vorhandener EDVStrukturen an den Arbeitsablauf in einer nuklearmedizinischen Abteilung. Die gesetzliche Pflicht zur Patientendatensicherung und ein schneller Datenzugriff mittels Vernetzung, wird durch ein PACS mit Anschluss an das KIS ermöglicht bzw. wesentlich erleichtert. Ziel dieser Arbeit ist deshalb den Aufbau, die Struktur und Ergebnisse eines derartigen Systems darzustellen und zu bewerten. Methode: Initial wurde der Workflow der Nuklearmedizin analysiert und den einzelnen Systemkomponenten der Abteilung zugeordnet. Die im Klinikum eingesetzte, auf den Standardverfahren SAP R/3 und IS-H bzw. IS-H*med basierende Software zur Patientenverwaltung, wurde entsprechend den Bedürfnissen der Nuklearmedizin angepasst. Die Vernetzung der bildgebenden Systeme erfolgte durch die Integration eines PACS. Im letzten Schritt erfolgte die Anbindung des PACS an das KIS mit der Möglichkeit dem schriftlichen Befund die entsprechenden Bildbefunde anzuhängen. Ergebnisse, Schlussfolgerung: Durch Vernetzung des KIS mit dem nuklearmedizinischen PACS konnte der Workflow wesentlich verbessert werden. Der Datenfluss kann von der Anmeldung, über die Akquisition, bis zum Abruf von schriftlichem und bildlichem Befund transparent nachvollzogen werden. Eine wesentliche Kostenreduktion, sowie ein schnellerer Zugang zu schriftlichem Befund und Bilddaten von Seiten der anfordernden Abteilungen ist festzuhalten. Die Integration von PACS und KIS in den Workflow der Nuklearmedizin dient auch unter Berücksichtigung der kritischen Aspekte, wie permanenter Systempflege oder regelmäßiger Aktualisierung, trotzdem der Effizienzsteigerung und Kostenersparnis. Das Patientenmanagement und die Nachvollziehbarkeit des Datenflusses werden erheblich verbessert.
AIM The development of new diagnostic techniques and the implementation of a modern quality control management system requires the continuous adaptation of existing data processing tools to the nuclear medicine diagnostic workflow. Furthermore, PACS connected to HIS facilitates and enhances the transfer of data and pictures, and satisfies the legal requirements for data retention as regulated by law. Therefore, the aim of this work is to present the architecture, structure and results of such a system newly installed in a department of nuclear medicine. METHODS Initially, the nuclear medicine workflow was carefully analyzed and each step was correlated to the corresponding module. The standard SAP R/3 and IS-H/IS-H(*)med based software used for patient administration at the University of Regensburg Hospital was adapted to the needs of the Nuclear Medicine Department. The networking of the imaging systems was done by integration of a PACS. Finally, the PACS was connected to the HIS to allow the attachment of images to the medical report. RESULTS, CONCLUSION By connecting the HIS to the nuclear medicine PACS, the workflow was significantly improved. The data management sequence starting at the reception desk, continuing through the nuclear medical examination, to the physician's final written and image report is clearly structured. Although high demands exist on technical support and administration the integration of PACS and HIS into the nuclear medicine workflow leads to enhanced efficiency and reduction in hospital costs. Patient and data management are considerably improved in this way.
Zusammenfassung Wir berichten über einen 61jährigen Patienten mit progredientem dementieilen Syndrom, der unter der Verdachtsdiagnose einer Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT) zur Hirn-SPECT-Untersuchung mit Tc-99m-Bicisat (ECD) vorgestellt wurde. Zum Untersuchungszeitpunkt bestanden neben dem Vollbild einer Demenz eine ausgeprägte Apraxie und Aphasie bei unspezifischen Veränderungen im EEG sowie der neuroradiologischen Bildgebung. In der Hirn-SPECT-Untersuchung fanden sich für eine DAT untypische ausgedehnte, vorwiegend rechtshemisphärische Perfusionsstörungen. Im weiteren Verlauf rasche Progredienz des Krankheitsbildes mit Entwicklung eines akinetischen Mutismus sowie Nachweis erhöhter Werte der neuronspezifischen Enolase und des 14-3-3-Proteins im Liquor. Der Patient verstarb schließlich unter dem Bild einer Decortication. Aufgrund des klinischen Verlaufs sowie der Liquorbefunde wurde, da eine autoptische Befundsicherung nicht vorliegt, die Diagnose einer wahrscheinlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestellt. Die vorgestellte Kasuistik unterstreicht aus unserer Sicht den Wert der Hirn-SPECT in der differentialdiagnostischen Abgrenzung dementieller Zustandsbilder.
The labelling of ex-vivo activated macrophages with doses of 111In-oxine sufficient for gamma camera imaging does not damage cell viability or the functional competence of cells (secretion of tumour necrosis factor-alpha and interleukin-6). The mean labelling efficiency was about 84%. Release of 111In equivalent to 15% occurred over 24 h under cell culture conditions, indicating good stability of the radioactive cell label. 111In-oxine-labelled macrophages are a suitable tool for biokinetic studies of adoptive immunotherapy.
In einer retrospektiven Analyse an Patienten mit differenziertem Schilddrusenkarzinom werden die diagnostischen Treffsicherheiten der 131J-Ganzkorperszintigraphie und der radioimmunologischen Bestimmung des Tumormarkers Thyreoglobulin (hTg) unter besonderer Berucksichtigung der Erfassung von Spatmetastasen verglichen. Bei 83 von 311 Patienten lag eine Metastasierung vor. Dabei handelte es sich in zwei Drittel der Falle um Primarmetastasen, im restlichen Drittel der Falle traten Spatmetastasen mit einer durchschnittlichen Latenzzeit von 3,3 Jahren auf. Wahrend rund 70 % der Primarmetastasen durch die 131J-Szintigraphie erfast wurden, betrug dieser Prozentsatz bei den Spatmetastasen nur rund 40 %. Die diagnostische Treffsicherheit des hTg-RIA war hier mit einer Sensitivitat von rund 90 % sowohl fur Primar- als auch fur Spatmetastasen deutlich uberlegen. Allerdings war das hTg bei 4 von 49 Fallen nur in iatrogener Hypothyreose mesbar. Basierend auf diesen Ergebnissen und einer Literaturanalyse wird ein Programm fur die Verlaufskontrolle des differenzierten Schilddrusenkarzinoms vorgestellt. Der hTg-RIA findet dabei nach vollstandiger Ablation allen Schilddrusengewebes in der Spatphase der Nachsorge als Alternative zur 131J-Szintigraphie Verwendung. In a retrospective analysis in patients with differentiated thyroid carcinoma, the diagnostic validities of 131I whole-body scans and radioimmunologic determinations of thyroglobulin (hTg) are compared with special regard to late metastases. Metastases were found in 83 out of 311 patients with differentiated thyroid carcinoma. In two thirds of the cases, these were primary metastases while in the remaining third of the cases, metastases developed in later follow-up with a mean time of latency of 3.3 years. While about 70 % of the early metastases could bei detected by 131I scintigraphy, this percentage amounted to only 40 % in late metastases. With a diagnostic sensitivity of 90 %, hTg-RIA was clearly superior in the detection of early as well as of late metastases. hTg was measurable, however, only in iatrogenous hypothyroidism in 4 out of 49 cases. Based on these results and an analysis of the literature, a program for follow-up of differentiated thyroid carcinoma is proposed. The hTg-RIA is thereby used as an alternative to 131I scintigraphy in the late phase of follow-up after complete ablation of any thyroid tissue.
Im Rahmen eines umfangreichen Simultanvergleichs wird die klinische Brauchbarkeit der direkten radioimmunologischen Bestimmung des FT4 mit dem ImmoPhase-, GammaCoat-, Liquisol-, Amerlexund LisoPhase-Assay im Vergleich zum FT4-Index und zum T4/TBG-Quotienten geprüft. Teil I der Publikation behandelt methodische Gesichtspunkte zur Qualitätskontrolle sowie in-vitro Experimente zur Probenbehandlung und zu Medikamenteneinflüssen. Die Reprodu zierbarkeit der radioimmunologischen FT4-Bestimmung kann als zufriedenstellend betrachtet werden; die InterassayVariationskoeffizienten liegen im mittleren Konzentrationsbereich allgemein unter 10%. Durch eine nicht deklarierte Änderung der Standard-Kalibrierung ist allerdings die Interassay-Variabilität des Liquisol-Kits mit 17% unzureichend hoch. Der Vergleich der Meßbereiche ergibt, daß die Sensitivität der FT4-Assays ausreichend ist. Die oberen Bereichs grenzen des Liquisolund des LisoPhase-Kits sind allerdings zu niedrig angesetzt. Bei Aufbewahrung der Proben als Serum ergeben sich für alle geprüften direkten und indirekten FTVParameter niedrigere Werte als bei Lagerung als Vollblut; dies gilt sowohl bei Kühlschrankals auch bei Raumtemperatur. Demgegenüber stimmen die Werte der indirekten FTVParameter für Vollblut und Serum insbesondere bei Kühlschrankaufbewahrung etwas besser überein. Wiederholtes Auftauen und Wiedereinfrieren von Proben beeinflussen die Ergebnisse der geprüften FT4-RIAs nur unwesentlich. Die in-vitro Prüfung von Medikamenten-Einflüssen durch Zugabe therapeutisch üblicher Dosen von Primidon, Phénobarbital, Phenytoin und Azetylsalizylsäure zu den Proben ergibt nur für das letztgenannte Pharmakon eindeutige Effekte. Während beim Liquisolund LisoPhase-Assay die FT4-Spiegel erwartungsgemäß in Abhängigkeit von der Azetylsalizylsäure-Dosis ansteigen, fallen sie beim Amerlexund GammaCoat-Kit ab. Bezüglich der Testhand habung weisen alle geprüften FT4-RIAs keine besonderen technischen Probleme auf.
Bei 88 Probanden (Gesunde, Patienten mit Ulcus duodeni und Ulcus ventriculi vor Operation, nach selektiv proximaler Vagotomie mit und ohne Pyloroplastik, u.a.) wurde mit einer kamerafunktionsszintigraphischen Methode unter Verwendung einer standardisierten, breiförmigen, mit 99mTc-DTPA markierten Testmahlzeit die Magenentleerung untersucht. Die einzelnen Entleerungskurven wurden mittels der Hauptkomponentenmethode ausgewertet. Dabei zeigte sich eine vor allem initial beschleunigte Entleerung bei den Patienten nach selektiv proximaler Vagotomie mit Pyloroplastik, eine weniger deutlich und nicht in allen Fällen vorhandene beschleunigte Entleerung bei den Patienten nach selektiv proximaler Vagotomie ohne Pyloroplastik. Die Hauptkomponentenmethode ist auf Magenentleerungsuntersuchungen gut anwendbar, die gewonnenen Ergebnisse sind aber schwierig zu interpretieren. Bei Untersuchungen größerer Kollektive gibt das Verfahren eine übersicht und ermöglicht eine Auftrennung in verschiedene Funktionsgruppen.