Primary Malignant Melanoma of the Esophagus (PMME) is a rare (0,2% of all primary tumors of the esophagus) but highly aggressive tumour with poor prognosis. Surgical resection is treatment of choice (esophagectomie with re-establishment of gastrointestinal continuity). We report the case of a 65 year old man with PMME and give a short review of the literature.
Das primäre maligne Melanom der Speiseröhre ist ein seltener (0,2 % aller primären Ösophagustumore), aber sehr aggressiver Tumor mit schlechter Prognose. Die chirurgische Resektion ist therapeutische Option der Wahl, in der Regel als Ösophagusresektion mit Wiederherstellung der Kontinuität. Metastasen sind allerdings häufig und die Aussichten auf ein längeres Überleben gering. Wir berichten über einen 65-jährigen Patienten mit diesem seltenen Tumor der Speiseröhre und geben einen kurzen Literaturüberblick.
Kolorektale Fremdkörper kommen in unserem Krankengut selten vor. Sie stellen aber häufig besondere Anforderungen an den Endoskopiker. Wir berichten über die erfolgreiche endoskopische Entfernung eines Fremdkörpers aus dem Rektum, der zur sexuellen Stimulation peranal eingeführt wurde. Im Weiteren gehen wir auf die in den letzten 5 Jahren über unsere Rettungsstelle aufgenommenen Patienten mit kolorektalen Fremdkörpern und deren Therapie ein und diskutieren die Probleme unter Berücksichtigung der aktuellen Literatur. Nicht alle Fremdkörper lassen sich endoskopisch oder manuell entfernen, zum Teil sind Eingriffe unter Narkose, laparoskopische Prozeduren oder bei Problemen und Komplikationen die offene Laparotomie erforderlich.
Zur weiteren Abklärung von Dysphagie und Gewichtsverlust war bei einer 29-jährigen Patientin mehrfach eine Gastroskopie durchgeführt worden. Hierbei waren kleinulzeröse Veränderungen im Ösophagus nachweisbar gewesen, die Histologie hieraus ergab zunächst keinen wegweisenden Befund. Eine Protonenpumpenhemmertherapie erbrachte keine Verbesserung der Symptomatik. In einer nochmaligen Gastroskopie konnte eine entzündliche Mitbeteiligung von Ösophagus und Magen bei Morbus Crohn nachgewiesen werden. Die daraufhin durchgeführte Ausbreitungsdiagnostik ergab auch im Ileum und Kolon M.-Crohn-Läsionen.
In der Hand des endoskopisch erfahrenen Arztes sind biliopankreatische Interventionen bei Patienten mit Magenresektionen nach Billroth II oder Anlage einer Y-Roux-Anastomose wichtige, im Vergleich zu nichtoperierten Patienten jedoch weniger leistungsfähige Methoden für die Diagnostik und Therapie. Die zusätzliche Möglichkeit zur perkutanen Therapie verbessert den Behandlungserfolg bei Gallenwegserkrankungen. Eigene Ergebnisse betreffen 770 nach Billroth II operierte Patienten (1978-2005): Erfolgsrate der diagnostischen ERCP 76,4 % (588/770); Interventionelle Eingriffe: erfolgreiche EPT in 95,8 % (342/357), komplette Extraktion von Gallengangskonkrementen von 79,5 % (260/327), suffiziente Endoprotheseneinlagen bei Gallengangsobstruktionen 98,5 % (202/205), erfolgreiche PTCD und perkutane Therapie in 51 Fällen. Technische Schwierigkeiten resultierten aus langen zuführenden Schlingen, der veränderten Position des Endoskops im Duodenalstumpf in Verbindung mit komplizierten anatomischen Gegebenheiten in den Gallenwegen und im Pankreasgangsystem. Wir beobachteten eine Komplikationsrate von 5,97 % (46/770) und eine Letalität von 0,52 % (4/770). Problempatienten sollten in spezialisierten Zentren untersucht und behandelt werden.
Fragestellung: Ist die Behandlung des Zenker-Divertikels mit flexiblen Endoskopen nur für Risikopatienten eine Alternative zur offenen Resektion mit Spaltung des M. cricopharyngeus oder begründen günstige funktionelle Resultate und eine niedrige Komplikationsrate individuelle Therapieentscheidungen auch bei jüngeren Patienten?
Aufgrund einer Dys- und Odynophagie war bei einer 63-jährigen Patientin eine Ösophago-Gastro-Duodenoskopie durchgeführt worden. Diese ergab eine Ösophagitis mit membranartiger Schleimhautablösung und relativen Stenosen. Eine durchgeführte Protonenpumpenhemmertherapie erbrachte keine Verbesserung der Symptomatik. Es wurde der Verdacht auf ein Schleimhautpemphigoid gestellt, eine seltene blasenbildende Schleimhauterkrankung, die autoimmun bedingt ist. Nach endoskopischer Therapie der Stenose und systemischer Steroidtherapie kam es zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden und endoskopisch eindrucksvoller Rückbildung der Veränderungen.
BACKGROUND:Capsule endoscopy enables noninvasive diagnostic examination of the entire small intestine. However, sensitivity and specificity of capsule endoscopy have not been adequately defined. We, therefore, compared capsule endoscopy by using intraoperative enteroscopy as a criterion standard in patients with obscure GI bleeding.METHODS:Forty-seven consecutive patients with obscure GI bleeding (11 with ongoing overt bleeding, 24 with previous overt bleeding, and 12 with obscure-occult bleeding) from two German gastroenterologic centers were included. All patients who had a prior nondiagnostic evaluation, including upper endoscopy, colonoscopy with a retrograde examination of the distal ileum, and push enteroscopy, underwent capsule endoscopy followed by intraoperative enteroscopy.RESULTS:Capsule endoscopy identified lesions in 100% of the patients with ongoing overt bleeding, 67% of the patients with previous overt bleeding, and 67% of the patients with obscure-occult bleeding. Angiectasias were the most common source of bleeding (n = 22). Capsule endoscopy showed the source of bleeding in 74.4% of all patients. The method was more effective in patients with ongoing bleeding. Compared with intraoperative enteroscopy sensitivity, specificity, and positive and negative predictive values of capsule endoscopy were 95%, 75%, 95%, and 86%, respectively.CONCLUSIONS:Capsule endoscopy has high sensitivity and specificity to detect a bleeding source in patients with obscure GI bleeding. Thus, wireless capsule endoscopy can be recommended as part of the routine work-up in patients with obscure GI bleeding.
Wir berichten über ein 7-jähriges Kind, das wegen einer ausgeprägten chronischen mikrozytären Anämie stationär aufgenommen wurde. Bei hochgradigem Eisenmangel und positivem Hämoccult-Test zeigte sich als Ursache in der Gastroskopie ein großer hyperplastischer, oberflächlich erodierter Polyp im Magenantrum. Nach endoskopischer Polypektomie beobachteten wir unter oraler Eisensubstitution und Protonenpumpenhemmertherapie eine schnelle Besserung der klinischen Situation. Die zudem histologisch beschriebene Magenschleimhautatrophie auf dem Boden einer chronischen Helicobacter-pylori-Infektion ist als Prädisposition für die Entwicklung hyperplastischer Polypen zu werten. Wenn auch polypöse Magenbefunde bei Kindern selten sind, sollten sie bei entsprechenden klinischen Symptomkonstellationen in die Differenzialdiagnose einbezogen und durch endoskopische Diagnostik ausgeschlossen oder objektiviert werden.
Intern drainierende Pankreasfisteln stellen eine Komplikation der akuten nekrotisierenden und auch der chronischen Pankreatitis dar. Interne Fisteln können zu pankreatogenem Aszites führen. Ein konservativer Therapieversuch führt nur bei etwa 50% der Patienten zu einem dauerhaften Erfolg. In einerKasuistik wird der Fall eines 44-jährigen Patienten mit o.g. Krankheitsbild vorgestellt. Das Ziel der endoskopischen Therapie bestand in einer Dekompression des Pankreasgangsystems und in einer Abdichtung der Fistel. Bei Nachweis einer Pankreasgangfistel und hochgradiger Stenose des Pankreasganges im Kopfbereich erfolgte nach EPT die Einlage einer 6cm langen, 7 F starken Endoprothese in den Pankreasgang. Bei zunehmender Verschlechterung des Allgemeinzustandes erfolgte zeitnah die Parazentese von 4500ml Aszitespunktat. Auch nach erneuter endoskopischer Intervention kam es zur Wiederzunahme des Aszites. Daraufhin erfolgte bei weiterer klinischer Verschlechterung die chirurgische Sanierung der Fistel durch pyloruserhaltende kephale Duodenopankreatektomie.
Wir berichten über eine 55-jährige Patientin, die uns zur Abklärung eines Pankreaskopftumors zugewiesen wurde. Anamnestisch bestand eine chronische Pankreatitis seit 5 Jahren. Aufgrund abdomineller Beschwerden erhielt die Patientin zur Verlaufskontrolle eine Computertomographie des Abdomens, in der nunmehr ein Pankreaskopfprozess unklarer Dignität nachweisbar war. Aufgrund typischer ERCP- und Zytologie-Befunde wurde die Diagnose eines muzinösen Tumors des Pankreaskopfes gestellt und eine pyloruserhaltende Pankreaskopfresektion durchgeführt. Histologisch zeigte sich ein intraduktaler papillär-muzinöser Tumor des Pankreaskopfes vom Borderline-Typ. In der Kasuistik wird auf die Differenzialdiagnose zystischer Tumoren des Pankreas und deren unterschiedliche Therapie eingegangen.
Drug Prescribing for Patients with Chronic Kidney Disease in General Practice: a Cross-Sectional Study
Einleitung: Die Kapselendoskopie (CE) ist eine sehr sensitive und leistungsfähige, nichtinvasive Methode zur Diagnostik der unklaren chronischen gastrointestinalen Blutung. Langzeitergebnisse von Patienten, bei denen eine CE und IOE zur Diagnostik einer obskuren gastrointestinalen Blutung erfolgten, fehlen bisher. Ziel dieser prospektiven Studie war die Untersuchung der Wertigkeit der Kapselendoskopie im Langzeitverlauf.
Aufgrund retrosternaler Schmerzen, Dys- und Odynophagie wurde bei einem 16-jährigen Patienten, der bis auf eine Aknetherapie mit Doxycylin eine unauffällige Anamnese aufwies, eine Ösophago-Gastro-Duodenoskopie durchgeführt. Im mittleren Ösophagusdrittel stellte sich eine ca. 5 cm große, die halbe Zirkumferenz einnehmende Ulzeration dar. Drei Tage nach Absetzen der Doxycyclintherapie war der Patient beschwerdefrei, die Kontrollendoskopie nach vier Wochen war unauffällig. Medikamenteninduzierte Ösophagusläsionen sind seit über 30 Jahren bekannt, ca. 50 % werden durch Tetrazykline verursacht. Die genaue Pathogenese ist unklar - bei dem wahrscheinlich multifaktoriellen Geschehen spielt ein verlängerter Kontakt der aziden Tetrazykline mit der Ösophagusschleimhaut (Einnahme spätabends mit geringen Mengen Flüssigkeit) eine entscheidende Rolle.
Wir berichten über einen 50-jährigen Patienten, der uns zur weiteren Diagnostik und Therapie bei unklarer Ösophagusstenose zugewiesen wurde. Nach Bougierung konnte endoskopisch eine intramurale Pseudodivertikulose der Speiseröhre gesichert werden. Es handelt sich bei diesem Krankheitsbild um eine sehr seltene Ursache einer entzündlichen Ösophagusstenose. Die Ätiologie der Erkrankung ist unklar, eine kausale Therapie existiert nicht. Die Behandlungsstrategien zielen deshalb auf die möglichen assoziierten Komplikationen (Soorösophagitis, Refluxösophagitis, Stenose). Wegen des Risikos der malignen Entartung sollten Patienten mit Pseudodivertikulose der Speiseröhre regelmäßige endoskopische Kontrollen erhalten.
Background: Capsule Endoscopy (CE) is a very precise and efficant non-invasive diagnostic procedure in patients with chronic gastrointestinal bleeding. Long term clinical outcome data of patients undergoing CE and intraoperative enteroscopy (IOE) for investigation of obscure gastrointestinal bleeding are lacking. The aim of this porspective trial was to evaluate the diagnostic and therapeutic value of CE in long term follow up. Methods: 33 patients with obscure gastrointestinal bleeding (23 men, 10 women, mean age 61.6 ±17.7 years) underwent CE and IOE between 02/2002-07/2003. Complete data of 29 patients were available (4 patients lost in follow up). Clinical outcome was assessed with a standartised patient questionnaire and personal communication with reffering doctors. Results: A defintive bleeding source was detected and effective traeted with argon plasma coagulation or surgical resection in 25 patients (18 angiodysplasia, 2 erosive-ulcerous lesions, 1 hemangioma, 1 Meckel's diverticulum, 1 ileum diverticulosis, 1 jejunal polyp, 1 lymphoma). Mean follow up was 310.3 days (range 32-553 days). Clinical signs of recurrent gastrointestinal bleeding occurred in 9 of 29 patients (1 positiv faecal occult blood test, 2 anemia, 2 red blood on stool, 2 melena, 2 hematochezia). In 5 of these patients (17.2%) no further therapy was necessary, 4 patients (13.8%) needed blood transfusions (range 2-62 units). In 2 of these patients (6.9%) further endoscopic interventions (argon plasma coagulation) were necessary to controll rebleeding caused by recurrent angiodysplasias. The 4 patients without bleeding source in CE showed no signs of gastrointestinal rebleeding during follow up. Conclusion: Confirmed by our long term results Capsule Endoscopy (CE) followed by therapeutic intraoperative enteroscopy or surgical intervention is a very precise and efficiant non-invasive diagnostic procedure in patients with severe chronic gastrointestinal bleeding.
Eine 40-jährige Patientin wurde uns zur Frage der endoskopischen Therapie eines hochdifferenzierten Barrettkarzinoms zugewiesen. Nach Ausschluss von Kontraindikationen erfolgte die Mukosaresektion mittels Inoue-Kappe. Überraschenderweise fand sich im Mukosektomiepräparat unterhalb des vollständig entfernten Karzinoms ein ebenfalls komplett entfernter Granularzelltumor innerhalb der Submukosa. Ob es sich bei diesem seltenen benignen submukösen Tumor des Ösophagus um eine Prädisposition für das Barrett-Karzinom in einem Short-Segment-Barrett handelt, kann nicht bewiesen, muss aber zumindest vermutet werden. Nach unseren Literaturrecherchen handelt es sich um den ersten publizierten Fall einer Koexistenz von Abrikosoff-Tumor und Barrett-Karzinom. Das Vorhandensein von Granularzelltumor und Plattenepithelkarzinom hingegen ist bereits öfter beobachtet worden.
Eine 40-jährige Patientin wurde uns zur endoskopischen Therapie einer kleinen polypösen Läsion am ösophago-gastralen Übergang vorgestellt.
Bei einer 54-jährigen Patientin, die sich anlässlich einer Kontrollkoloskopie 3 Tage nach einem endoskopischen Eingriff vorstellte, zeigte sich folgender überraschender Befund im Rektum (Abb. [1]). Die Patientin war subjektiv beschwerdefrei, klinisch und paraklinisch bestanden zum Zeitpunkt der Vorstellung keine Auffälligkeiten.