Ziele: Evaluation von Bewegungsartefakten und Akzeptanz von MR Untersuchungen claustrophobischer Patienten in einem offenen 1.0 Tesla MR System. Methode: 36 claustrophobische Patienten wurden prospektiv eingeschlossen, von denen 34 Patienten in der Vergangenheit in geschlossenen MR Systemen untersucht worden waren und 2 Patienten eine MR Untersuchung aufgrund der Claustrophobie abgelehnt hatten. Angst und Schmerzen während der MR Untersuchungen in einem offenen 1.0 Tesla MR System wurden mittels visueller Analogskalen quantifiziert und mit denen vorangegangener MR Untersuchungen in geschlossenen MR Systemen verglichen. Die Angst der claustrophobischen Patienten wurde zusätzlich mit dem Spielberger State-Trate Anxiety Fragebogen, dem Magnetic Resonance Fear Survey Schedule und dem Claustrophobie Fragebogen quantifiziert. Der Einfluss von Bewegungsartefakten auf die Bildqualität der MR Bilder wurde durch 2 erfahrene Radiologen unabhängig voneinander anhand einer 5 Punkte Skala bewertet (1=extreme, 5=keine Bewegungsartefakte). Ergebnis: Alle eingeschlossenen Patienten waren entsprechend der Ergebnisse der unterschiedlichen Testverfahren sehr claustrophobisch. Die Abbruchrate der MR Untersuchung reduzierte sich von 58.3% (n=21) in den geschlossenen MR Systemen auf 8.3% (n=3) im offenen 1.0 Tesla MR System (p<0.001). Die Angst während der MR Untersuchungen wurde von 87.1 +/- 16.7 (geschlossene MR Systeme) auf 30.4 +/- 30.8 (offenes MR System) gemessen mittels visueller Analogskala (Spannbreite 0 bis 100) reduziert (p<0.001). Der Einfluss von Bewegungsartefakten auf die Bildqualität der MR Bilder war entsprechend der Bewertung der beiden Radiologen sehr gering mit einem medianen Punktwert von 5 auf einer möglichen Skala von 1 bis 5 (Korrelation der Bewertung beider Radiologen r=.74, p<0.01). Schlussfolgerung: Die Durchführung von MR Untersuchungen in einem offenen MR System führte zu einer signifikanten Reduktion der Patientenangst und zu einer signifikant besseren Akzeptanz von MR Untersuchungen claustrophobischer Patienten im Vergleich zu geschlossenen MR Systemen. Bewegungsartefakte beeinflussten die Bildqualität nicht. Die vorgestellte Methodik könnte in Zukunft zur Bewertung unterschiedlicher offener MR Systeme verwendet werden.
Purpose: To assess the success and complication rate of the CT-guided marking of pulmonary nodules for video-assisted thoracoscopic surgery (VATS). Materials and Methods: Pulmonary nodules (mean diameter 9 +/- 5 mm, mean pleural distance 7 +/- 5 mm) were marked with a coil wire in 30 patients (20 males, mean age 57.6 +/- 15.5 years, 22 patients with a history of malignancy). The intended coil-nodule distance was <= 10 mm. Results: 81% of nodules were not visible by thoracoscopy. The technical success rate of CT-guided marking was 86.7%. The projected nodule-coil distance was achieved in 90% of cases. The procedure had to be changed from thoracoscopy to thoracotomy in 4 patients due to coil wire marking problems: 2 x coil displacement, 1 x coil-nodule distance > 10 mm, unfavorable direction of wire. Histology was determined in all patients (70% malignant, 30% benign). Complications requiring therapy were not observed. Conclusions: The CT-guided marking of pulmonary nodules is a precondition for VATS if the nodule does not involve the visceral pleura in the majority of cases. The success rate is high with a low complication rate.
PURPOSE To assess the success and complication rate of the CT-guided marking of pulmonary nodules for video-assisted thoracoscopic surgery (VATS). MATERIALS AND METHODS Pulmonary nodules (mean diameter 9 +/- 5 mm, mean pleural distance 7 +/- 5 mm) were marked with a coil wire in 30 patients (20 males, mean age 57.6 +/- 15.5 years, 22 patients with a history of malignancy). The intended coil-nodule distance was 10 mm, unfavorable direction of wire. Histology was determined in all patients (70 % malignant, 30 % benign). Complications requiring therapy were not observed. CONCLUSIONS The CT-guided marking of pulmonary nodules is a precondition for VATS if the nodule does not involve the visceral pleura in the majority of cases. The success rate is high with a low complication rate.
Ziele: Mit der Mehr-Schicht-CT können sehr kleine Lungenrundherde detektiert werden. Bei maligner Grunderkrankung und therapeutischer Relevanz stellt die video-assistierte-thorakoskopische-chirurgische Resektion (VATS) neuerdings eine Alternative zur Dignitätsklärung dar. Ziel war die Bestimmung der Wertigkeit von CT-gesteuerten Drahtmarkierungen mittels Lungen-Marker-System zur Unterstützung einer VATS. Methode: Bei 23 Patienten (mittleres Alter 56 +/- 14 Jahre) wurden neu diagnostizierte Lungenrundherde nach lokaler Anästhesie mittels CT-gesteuerter perkutaner Drahtmarkierung unter Verwendung eines Lungen-Marker-Systems (Somatex) unmittelbar vor einer VATS markiert. Bei 15 Patienten lag eine maligne Grunderkrankung vor. Der mittlere Durchmesser der Rundherde betrug 1,5 +/-0,6cm. Bei 16 Patienten lag der Durchmesser <1cm. Ergebnis: Bei 21 von 23 Patienten gelang die Resektion des Rundherdes mithilfe der Drahtmarkierung. Bei 2/23 Patienten kam es zu einer intraoperativen Dislokation des Drahtes, wobei die Diagnose durch eine explorative Thorakotomie mit atypischer Lungenteilresektion gestellt wurde. Bei 7/23 wurde die VATS intraoperativ zu einer Thorakotomie erweitert, so dass 14/23 Eingriffe mit einer VATS beendet wurden. Im Rahmen der CT-gesteuerten Markierung entwickelten 14/23 Patienten Pneumothoraces, 11/23 Patienten eine Blutung entlang des Stichkanals, 2/23 Patienten Weichteilemphyseme und ein Patient ein geringes Pleurahämatom. Die Komplikationen blieben ohne unmittelbare Therapierelevanz. Bei den 15 Patienten mit maligner Grunderkrankung ergab sich 7 mal eine maligne Histologie. Schlussfolgerung: Die CT-gesteuerte Drahtmarkierung ist eine einfache Methode zur Unterstützung einer VATS-Resektion bei Patienten mit kleinen Lungenrundherden.