Die wissenschaftlichen Grundlagen der Photokoagulation am Augenhintergrund wurden in den 70er- und 80er-Jahren ausgiebig von verschiedenen Arbeitsgruppen untersucht. Die grundlegenden Prozesse konnten dabei abgeklärt werden und daraus klinische Konsequenzen gezogen werden. Diese Arbeit gibt eine Übersicht über die physikalischen Grundlagen der Laser-Gewebe-Interaktion an der Netzhaut sowie über die zugrunde liegenden Prinzipien bei der Behandlung einzelner Netzhauterkrankungen. Eingegangen wird dabei auf den Einfluss der verschiedenen Laserparameter wie Wellenlänge, Spotgröße, Pulsdauer und die Laserleistung auf den Gewebeschaden. Weiterhin werden die unterschiedlichen biologischen Reaktionen des Gewebes auf die Laserbehandlung wie z. B. bei Retinopexien oder Makulaerkrankungen bzw. bei der diabetischen Retinopathie dargestellt. Besondere Behandlungsstrategien wie die Selektive Lasertherapie des RPE (SRT) oder die Transpupilläre Thermotherapie (TTT) werden vorgestellt und diskutiert.
The scientific background of laser photocoagulation of the ocular fundus was studied extensively by several investigators in the 1970 s and 1980 s. The basic principles were successfully resolved during that time and clinical consequences for proper application of the laser photocoagulation for various diseases were deduced. The present paper gives an overview about the physical basics of laser-tissue interactions during and after retinal laser treatment and the particular laser strategies in the treatment of different retinal diseases. Thus, it addresses the issue of the impact on tissue of laser parameters as wavelength, spot size, pulse duration and laser power. Additionally, the different biological tissue reactions after laser treatment are presented, such as, e. g., for retinopexia or macular treatments as well as for diabetic retinopathies. Specific laser strategies such as the selective laser treatment of the RPE (SRT) or the transpupillary thermotherapy (TTT) are presented and discussed.
Wir untersuchten die Detektionsraten des Preferential-Hyperacuity-Perimeter- (PHP) sowie des Amsler-Tests für Metamorphopsien bei Patienten mit Makulaforamen (MF), Retinopathia centralis serosa (RCS), epiretinalen Membranen (EM), intermediärer altersbedingter Makuladegeneration (iAMD) sowie klassischen und okkulten choroidalen Neovaskularisationen (CNV) und verglichen die Ergebnisse. Wir untersuchten 147 Patienten (n=153 Augen) mit klassischer (35 Augen) und okkulter (38 Augen) CNV, iAMD (13 Augen), MF (23 Augen), RCS (11 Augen) sowie EM (13 Augen); Kontrollgruppe: 20 Augen. Bei allen Patienten wurde ein bestkorrigierter Fernvisus erhoben sowie ein Amsler-Test durchgeführt. Der PHP-Test erfolgte nach Pupillenerweiterung durch einen Untersucher. Bei allen Patienten wurde eine Fundusfotografie sowie OCT-Untersuchung (Humphrey/Zeiss OCT III) durchgeführt. Bei Patienten mit CNV und RCS erfolgte darüber hinaus eine Fluoreszeinangiographie. Die Detektionsraten für Metamorphopsien von PHP- und Amsler-Test wurden verglichen und statistisch ausgewertet. Die Sensitivität des PHP- im Vergleich zum Amsler-Test zur Detektion von Metamorphopsien betrug bei Patienten mit MF 69% vs. 85%, bei RCS 64% vs. 73%, bei EM 77% vs. 100%, bei iAMD 85% vs. 100%, bei klassischer CNV 83% vs. 94% und bei okkulter CNV 81% vs. 71%. Die Ergebnisse für Patienten mit okkulter CNV waren statistisch signifikant unterschiedlich (p=0,046, Chi-Quadrat-Test), alle anderen Ergebnisse waren ohne statistisch signifikanten Unterschied. Lediglich bei okkulten CNV ist die Detektionsrate und die Sensitivität des PHP-Tests dem Amsler-Test leicht überlegen. Bei allen anderen untersuchten Makulaerkrankungen zeigte sich eine höhere Sensitivität des Amsler-Tests gegenüber der PHP-Untersuchung (statistisch nicht signifikant bei niedrigen Fallzahlen).
We investigated the ability of preferential hyperacuity perimeter (PHP) and Amsler grid testing to detect metamorphosia in patients with macular hole (MH), central serous retinopathy (CSR), epiretinal membranes (EM), intermediate AMD (iAMD), classic and occult choroidal neovascularization (CNV) due to AMD, and compared the results. A total of 147 patients (n =153 eyes) with classic (35 eyes) and occult (38 eyes) CNV, iAMD (13 eyes), MF (23 eyes), RCS (11 eyes), EM (13 eyes) and control group (20 eyes) were involved. All of these patients underwent corrected visual acuity and eye examinations inclusive of the Amsler grid. The PHP test was performed after pupil dilation. In all patients, fundus photography and optical coherence tomography (OCT) (Humphrey/Zeiss OCT III) were performed. In patients with CNV and CSR a fluorescein angiography was also performed. Metamorphopsia detection rates by Amsler grid and PHP were compared statistically. The sensitivity of PHP vs Amsler grid in detecting metamorphosia was 69% vs 85% in patients with MH, for CSR 64% vs 73%, EM 77% vs 100%, iAMD 85% vs 100%, classic CNV 83% vs 94% and occult CNV 81% vs 71%. The results for patients with occult CNV were significant (P =0.046), using the chi(2)-test. The PHP-test showed high sensitivity for diagnosing CNV. In occult CNV, PHP was superior to the Amsler grid in detecting metamorphopsia. In the other diseases involving the macular (MH, EM, CSR, iAMD), the detection rate and sensitivity of the Amsler grid was superior to PHP.
Hintergrund: Intravitreal applizierte Angiogenesehemmer wie Triamcinolonacetonid (TA) und Bevacizumab (Bev) besitzen zusätzlich eine gefäßstabilisierende Wirkung. Trotz ihres „off-label“-Status macht man sich diese Wirkung zunehmend auch zur primären Therapie des Makulaödems nach venösen Verschlüssen (MÖVV) zunutze. Die Datenlage zu TA ist durch zahlreiche kleinere Fallstudien und eine längere Nachbeobachtungszeit besser bekannt, jedoch scheinen die Nebenwirkungen bei TA höher. Methoden: Retrospektive Analyse von Patienten, welche bei MÖVV entweder primär oder nach erfolgloser Laserbehandlung eine intravitreale Eingabe von TA (4mg/0,1ml) oder Bev (1mg/0,1ml) erhielten. Ergebnisse: Jeweils 9 Patienten erhielten eine einmalige Gabe von TA oder Bev intravitreal. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 1,5 Monate. Im Mittel kann es in der TA-Gruppe nach einem Monat zu einem Visusanstieg von 1 Zeile und von weiteren 1,5 Zeilen nach 2 Monaten. In der Bev-Gruppe betrug der Visusanstieg nach 1 Monat 4 Zeilen und blieb im zweiten Monat stabil. Es traten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf, lediglich 2 Patienten aus der TA-Gruppe zeigten einen Anstieg des IODs auf >25mm Hg, welcher in beiden Fällen medikamentös beherrschbar war. Schlussfolgerung: Sowohl TA als auch Bev scheinen wirkungsvolle und sichere Therapien zur Behandlung des MÖVV zu sein, wobei in unserer Fallstudie die visusverbessernde Wirkung von Bev früher eintrat und stärker ausgeprägt war.
Hintergrund: Toxizitätsuntersuchungen mit einem etablierten organotypischen adulten retinalen In-vitro-Perfusionsorgankulturmodell. Methode: Frische Retina-Pigmentepithel (RPE)-Aderhaut-Präparate wurden aus Schweineaugen entnommen und in Zwei-Kompartment-Kammern eingespannt. Die retinale und die choroidale Seite der Präparate wurden kontinuierlich mit Kulturmedium perfundiert. Die zu testenden Substanzen wurden entweder dem Medium zugegeben (Chloroquin, Thioridazin) oder auf die retinale Seite aufgetragen (Indozyanin Grün (ICG), Fluorkarbone). Die Morphologie der Netzhaut und des RPE wurden nach 24 Stunden bzw. nach 5 und 10 Tagen in Kultur licht- und elektronenmikroskopisch (LM, EM) untersucht. Das Auftreten von Apoptose wurde mit dem TUNEL-Test untersucht. Frische Retina-RPE-Aderhaut-Präparate und Präparate in statischer Organkultur dienten als Kontrolle. Ergebnisse: LM und EM zeigten bei allen Kontrollpräparaten intakte retinale- und RPE-Zytoarchitektur. ICG induzierte dosisabhängig Apoptose in allen nukleären Netzhautschichten. Nach Chloroquin und Thioridazin war der retinale Gewebeerhalt reduziert, nach Chloroquin wurden im EM charakteristische myeloid bodies gefunden. Fluorkarbone induzierten Phagozytose im RPE jedoch keine retinalen Veränderungen. Schlussfolgerungen: Toxizitätsuntersuchungen in vitro mit einem retinalen Perfusionsorgankulturmodell ermöglichen die Beurteilung der Morphologie des gesamten Retina-RPE-Choroidea-Zellverbandes. Die Anzahl notwendiger Tierexperimente könnte mithilfe dieses Modells verringert werden. Fluorkarbone erzeugten keinen toxischen Schaden. Die Anwendung von ICG, Chloroquin und Thioridazin sollte aufgrund dosisabhängiger Toxizität mit Vorsicht erfolgen.
Hintergrund: Die Excimer LASER PTK ist eine sichere und wirkungsvolle Methode zur Therapie rezidivierender Hornhauterosiones. Nachteile der PTK sind eine langsame visuelle Rehabilitation und postoperative Schmerzen. Ziel dieser Studie ist zu untersuchen, ob eine PTK mit einem EpiLASIK Flap eine sichere und effektive Methode zur Therapie rezidivierender Hornhauterosiones darstellt und gegenüber einer konventionellen PTK Vorteile in Bezug auf postoperativen Schmerz und visuelle Rehabilitation bieten könnte.