The reaction of seven N-peptidyl-O-acyl hydroxylamines with serine proteinases exhibiting different substrate specificity has been investigated. Depending on the structure of the peptidyl residue of the inhibitors, rapid and complete irreversible inactivation of the enzymes may be achieved. Enzyme-catalyzed turnover of inhibitor to products was detected during reaction of proline-specific endopeptidase with N-Boc-Ala-Pro-O-(4-nitrobenzoyl)hydroxylamine.
Zusammenfassung Hintergrund Die Radiosynoviorthese (RSO) ist eine seit mehr als 70 Jahren bekannte und etablierte Lokaltherapie zur Behandlung entzündlicher Gelenkerkrankungen mit nachgewiesener Synovialitis. Die RSO ist die in Deutschland am häufigsten durchgeführte nuklearmedizinische Behandlung und wird ganz überwiegend von niedergelassenen Nuklearmedizinern durchgeführt. Ziel der Arbeit Dieser Artikel soll interessierten (auch angehenden) Nuklearmedizinern, die bislang noch keine RSO durchführen, einen ersten praxisnahen Überblick über diese faszinierende und von den Patienten gut angenommene Behandlung geben. Material und Methoden Wichtige Aspekte der prätherapeutischen Diagnostik zur korrekten Indikationsstellung und zur Aufklärung des Patienten werden ebenso beschrieben wie das grundlegende Therapieprinzip, die Durchführung der RSO und die möglichen Komplikationen. Ergänzt werden diese Punkte durch praktische organisatorische Hinweise, die einen unkomplizierten und entspannten Therapieablauf ermöglichen sollen. Ergebnisse Die Autoren, Gründungsmitglieder des kürzlich ins Leben gerufenen RSO-Exzellenznetz e. V., möchten mit diesem Artikel das Interesse an der RSO wecken, mögliche Vorurteile und Ängste abbauen und damit zur weiteren Verbreitung dieser effektiven Therapie beitragen. Diskussion Wir würden uns freuen, wenn durch diese Arbeit das Zitat von Hermann Hesse, das in leicht abgewandelter Form als Titel dient, ins Original zurückkehren würde „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“
Im klinischen Alltag zeigt sich ein Großteil synovialer Erkrankungen in Form einer sterilen Synovitis. Ist diese länger anhaltend und nicht mit einfachen konservativen Mitteln beherrschbar, erleben die Betroffenen nicht nur Einschränkungen, es drohen auch Folgeschäden für das betroffene Gelenk. Eine therapeutische Option zur Behandlung einer chronischen Synovitis ist die Radiosynoviorthese (RSO), welche in erster Linie bei rheumatoider Arthritis, seronegativer Spondylarthritis (z. B. reaktive Arthritis, Psoriasisarthritis), pigmentierter villonodulärer Synovitis und (bei rezidivierenden Einblutungen) Hämophilie-Arthropathie zum Einsatz kommt. Auch weitere Krankheitsbilder profitieren von einer RSO, beispielsweise Z. n. Knietotalendoprothese mit nachfolgend chronischem Reizerguss sowie chronische Synovitis unklarer Genese mit/ohne symptomatische Baker-Zyste. Nach der Behandlung kommt es in etwa 50–80 % der Fälle zu einer Besserung der Schmerzen. Auch objektive Parameter wie Beweglichkeit und Synovialisdicke verbessern sich in vergleichbarem Ausmaß. Der Behandlungserfolg korreliert dabei deutlich mit dem Grad der Entzündung und dem Ausmaß der ossären Läsionen. Je stärker die ossären Veränderungen, desto schwächer der Effekt der RSO. Und je stärker der entzündliche Anteil, desto besser der Behandlungseffekt. Bei korrekter Indikationsstellung ist die RSO eine zwar hochspezialisierte, jedoch sehr einfach anzuwendende Methode, welche sowohl als Einzelmassnahme als auch im adjuvanten Einsatz zumeist gut in der Lage ist, eine chronische Synovitis deutlich zu reduzieren oder sie sogar zu beseitigen. Sie zeichnet sich zudem als minimal-invasives Verfahren mit hervorragender Verträglichkeit für die Patienten aus.
Background Radiosynoviorthesis (RSO) is a local radionuclide therapy of inflammatory joint diseases, successfully performed since several decades mainly as an outpatient-protocol in ambulatory health care centers or nuclear medicine practices. Despite of long-term experience in some centers, only very few valuable or comparable data about the procedure itself and/or the clinical results of this treatment are available. Objectives The aim of this online survey is to assess reliable data of the current status in Germany. Materials and Methods A web-based questionnaire was designed to evaluate the status of RSO in Germany including demographic data, training, pretherapeutic diagnostics, clinical procedures, and follow-up.The survey was distributed via the supplier of RSO-nuclides, national nuclear medicine societies, and personal networks. It was available for 28 days and closed on November 30, 2020. Results A total of 78 specialists in nuclear medicine answered the questionnaire, which corresponds to a response rate of 23%. Several differences and concordances in pre-therapeutic diagnostics, in the procedure of RSO itself, and follow-up were documented in this survey for the first time. Most important, less than 70 nuclear medicine specialists in Germany perform more than 75% of all RSO-procedures and most of them are older than 50 years of age. This implies the urgent need of a dedicated advancement of young academics in nuclear medicine and a professional advanced training in RSO to offer this beneficial treatment to future patients. Conclusions To achieve these goals, an association of RSO experts would be useful, through which, among other things, an RSO training curriculum is developed and theoretical and practical trainings are organized. Moreover, possible cooperation agreements between ambulant and inpatient institutions would foster the education of young nuclear medicine specialists interested in RSO.
Die Radiosynoviorthese (RSO) ist eine seit langem bewährte, wenig invasive nuklearmedizinische Therapie entzündlicher Gelenkerkrankungen sowie der pigmentierten villonodulären Synovitis nach vorangegangener chirurgischer Synovektomie und der Gelenkbeteiligung bei Hämophilie. Die RSO ist die häufigste, ambulant durchzuführende Radionuklidtherapie in Deutschland. Es erfolgt eine Darstellung der Methode der RSO sowie eine Erläuterung der Ergebnisse, Grenzen und potentiellen Risiken anhand der aktuellen Literatur. Die prätherapeutische Diagnostik, die Vorbereitung und Durchführung der RSO sowie die Nachsorge nach RSO werden dargestellt. Ziel der RSO ist die Behandlung der betroffenen Synovialmembran durch die lokal wirksame Bestrahlung, um eine Progression zu verhindern. Bei bis zu >80% der behandelten Patienten kommt es nach einer RSO zu einer deutlichen Reduzierung der entzündlichen Veränderungen und Ergussbildung bzw. der Schmerzsymptomatik und damit zu einer Verbesserung der Gelenkfunktion. Die Ansprechrate ist unter anderem abhängig vom Ausmaß der vorhandenen Degenerationen und der Speicherung der Radiokolloide in der Synovialmembran. Neue Studien zeigen eine im Vergleich zu der intra-artilulären Kortikoidapplikation nach der RSO eine signifikant längere Therapieeffizienz. Die RSO ist eine etablierte, sichere und nebenwirkungs-arme Therapieoption insbesondere bei Patienten mit einer Synovialitis. Die Indikationsstellung zur RSO sowie die Nachsorge sollte in enger Zusammenarbeit zwischen Nuklearmediziner und dem Überweiser erfolgen. Radiosynoviorthesis (RSO) is a tried and tested, less invasive nuclear medicine therapy for inflammatory joint diseases as well as pigmented villonodular synovitis after previous surgical synovectomy and joint involvement in hemophilia. The RSO is the most common outpatient radionuclide therapy in Germany. The RSO method is presented as well as an explanation of the results, limits and potential risks based on the current literature. The pre-therapeutic diagnostics, the preparation and implementation of the RSO as well as the follow-up care after RSO are presented. The aim of the RSO is to treat the affected synovial membrane with locally effective radiation to prevent progression. In up to > 80% of the treated patients, there is a significant reduction in inflammatory changes and effusion or pain symptoms and thus an improvement in joint function after a RSO. The response rate depends, among other things, on the extent to which the radiocolloids are stored in the synovial membrane. New studies show a significantly longer therapeutic efficiency compared to intra-articular corticosteroid application after RSO. The RSO is a well established, safe treatment option with only few side effects, especially for patients with synovitis. The indication for RSO and follow-up care should be carried out in close cooperation between the nuclear medicine specialist and the referring physician.