AbstractBisnitrosoverbindungen mit sekundär gebundener Nitrosogruppe lagern sich in stark verdünnten Lösungen nach einem Geschwindigkeitsgesetz 1. Ordnung in Oxime um; geschwindigkeitsbestimmend ist die Dissoziation der Bisnitrosogruppe. Salzsäure beschleunigt die Umlagerung der Mononitrosoverbindung zum Oxim, sie greift sekundäre Bisnitrosoverbindungen nicht an. Primäre Bisnitrosoverbindungen werden von Salzsäure nach einem Geschwindigkeitsgesetz 2. Ordnung zu Acylhydrazonen disproportioniert. Geschwindigkeitsbestimmend ist dabei eine prototrope Umlagerung; bei Einsatz deuterierter Bisnitrosoverbindungen erhält man kinetische Isotopieeffekte kH:kD ∼ 6–7. – Tertiäre Nitrosoverbindungen spalten mit starken Säuren die Nitrosogruppe im Sinne einer SN1/E1‐Reaktion als HNO ab; als Endprodukte erhält man die entsprechenden Olefine und Alkohole (bzw. Äther) und Distickstoffmonoxid.
AbstractDurch kinetische Messungen in Verbindung mit Konkurrenzreaktionen konnte nachgewiesen werden, daß Bischlornitrosoverbindungen, die aus NOCl und Olefinen zugänglich sind, ebenso wie die entsprechenden α‐Chloroxime mit nucleophilen Agenzien nach einem Eliminierungs‐Additions‐Mechanismus reagieren. Die als Zwischenprodukte auftretenden Nitrosoolefine konnten UV‐spektroskopisch nachgewiesen werden. Dimere Nitrosoolefine wurden als definierte Verbindungen aus den NOCl‐Addukten einiger Aryläthylene gewonnen.
AbstractDie vier isomeren Hydroperoxy‐n‐octane wurden dargestellt; ihre Zersetzung in Gegenwart von Perchlorsäure wurde untersucht. Der Anteil der Umlagerung an der Gesamtreaktion wurde durch Papierchromatographie der Dinitrophenylhydrazone der entstandenen Carbonylverbindungen bestimmt; er betrug bei den sekundären Hydroperoxyden 4–6%, bei 1‐Hydroperoxy‐n‐octan etwa 0.1%.