Zielsetzung Bestimmung der Prävalenz interstitieller Lungenparenchymveränderungen als Zufallsbefund in der Abdomen-Computertomografie
Die Beurteilung des Therapieansprechens eines Tumors auf Basis der Änderung der Tumorgröße ist derzeit Standard, weist jedoch eine gewisse Unschärfe und Mängel auf. Weitere Limitationen ergeben sich bei der Therapie mit Angiogenesehemmern, unter deren Verwendung Größenänderungen des Tumors aufgrund des dominierenden zytostatischen Effekts, im Vergleich zum zytotoxischen Effekt konventioneller Chemotherapeutika, später auftreten können als unter Chemotherapie. Mit der diffusionsgewichteten MRT und der Perfusionsbildgebung mittels MRT oder CT stehen funktionelle Verfahren zur Beurteilung der Zelldichte, bzw. der Durchblutung von Tumoren zur Verfügung, welche mit der morphologischen Bildgebung kombiniert werden können. Die Diffusion von Wasser im Gewebe spiegelt die Beschaffenheit des extrazellulären Raums, die Zelldichte, die Integrität der Zellmembranen und die Viskosität der Flüssigkeit wider. Die Einschränkung der Diffusion von Wassermolekülen im Gewebe ist direkt proportional zum Grad der Zelldichte. Nach erfolgreicher Tumortherapie führt eine Abnahme der Zelldichte aufgrund von Nekrose und Apoptose zu einer Zunahme der Wasserdiffusion und somit zu einer Zunahme des ADC. Die durch die Neoangiogenese im Tumor gebildeten Blutgefäße unterscheiden sich im Vergleich zu Blutgefäßen in normalem Gewebe durch größere Durchmesser, vermehrte arteriovenösen Shuntbildungen, geschlängelte Verläufe, abnormen Aufzweigungen und einer erhöhten kapillaren Permeabilität. Diese morphologischen Unterschiede reflektieren sich in einem Unterschied in der Durchblutung, welche mittels MR-/CT-Perfusion funktionell erfasst werden kann, wobei eine erfolgreiche Tumortherapie zu einer Abnahme der Durchblutung führt.
Problemstellung: Überprüfung der Korrelation der relativen Kontrastmittelaufnahme (RA) der Leber und der Nieren sowie des Verhältnisses der Kontrastmittelaufnahme der Leber zu den Nieren (Leber-Nieren-Ratio, LNR) mit den Leberserumenzymen in den einzelnen Phasen einer GD-EOB-DTPA verstärkten MRT.
Gutartige polyploide Läsionen sind seltene Erkrankungen der Atemwege und treten dort üblicherweise in den größeren Abschnitten auf (Borczuk AC. Arch Pathol Lab Med 2008; 132: 1133; Ko JM et al. Am J Roentgenol 2006; 186:1304; Shahzad et al. Chest 2011; 140: 45A).
Ziele: Evaluation des Behandlungserfolges und der Komplikationen der perkutanen Radiofrequenzablation (RFA) in der Behandlung von Nierentumoren. Methode: Von März 2004 bis August 2005 wurden 19 Patienten (6 Frauen und 13 Männer) mit 20 Nierentumoren mittels RFA behandelt. Das mittlere Alter war 74 Jahre (56 bis 87 Jahre). Die mittlere Tumorgröße war 2,5cm (1–4,4cm). Die CT oder MRT Nachsorgeuntersuchungen wurden nach 1 Woche, nach 1, 3, 6 and 12 Monaten und anschließend halbjährlich nach RFA durchgeführt. Das Fehlen einer Kontrastmittelaufnahme im Gebiet der RFA wurde als komplette Tumornekrose gewertet. Ergebnis: RFA wurde bei allen 19 Patienten erfolgreich durchgeführt. Die Nachsorgeuntersuchungen zeigten bei 18/20 Tumoren eine komplette Tumornekrose. Bei 2 Tumoren mit 3,2 und 4cm Durchmesser konnte eine randständige Kontrastmittelaufnahme als Zeichen eines Rezidivs beobachtet werden. Alle 13 (100%) Tumore, die ≤3cm waren, und 5/7 Nierentumore (71,4%) von >3cm zeigten bisher kein Rezidiv. Bei einem Patienten wurde ein großes subkapsuläres Nierenhämatom nach RFA beobachtet, welches sich spontan ohne Therapie zurückbildete. Die übrigen 18 Patienten zeigten keine signifikanten Komplikationen (allenfalls kleine, nicht kontrollbedürftige, meist subkapsuläre Nierenhämatome). Schlussfolgerung: Die perkutane CT-geleitete RFA von Nierentumoren ist eine sichere und effektive Technik zur Behandlung von Nierentumoren. Der größte Erfolg wurde bei Tumoren erreicht, die ≤3cm im Durchmesser waren.
Ziele: Evaluation der Rolle der Multidetektor-CT (MDCT) in der Detektion und im Staging von Urothelkarzinomen des oberen Harntraktes. Methode: Bei 39 Patienten mit histologisch verifizierten Übergangszellkarzinomen des Nierenbeckens und/oder des Ureters wurden die präoperativen MDCT-Untersuchungen retrospektiv untersucht. Die MDCT-Untersuchung bestand aus nativen Scans und Kontrastmittel-Scans während der kortikomedullären (30s nach intravenöser Kontrastmittelapplikation),der nephrograhisch-exkretorischen (180s) und der pyelographisch-exkretorischen Phase (420–600s). Die Evaluation umfasste Detektion der Tumore und Tumorstaging nach der TNM-Klassifikation. Die CT-Ergebnisse wurden mit dem histologischen Befund verglichen. Die Dichtemessungen der Tumore wurde mittels ROI –Messungen durchgeführt und in Hounsfield-Einheiten (HE) angegeben. Ergebnis: Alle 39 Urothelkarzinome inklusive der 2 multizentrischen Erscheinungsformen konnten mit der MDCT entdeckt werden. Frühformen der Urothelkarzinome (Stadium 0–2) wurden in 96,3% (26/27) richtig zugeordnet. Fortgeschrittene Tumorstadien (Stadium 3–4) wurden in 66,6% (8/12)richtig gestaged. Insgesamt konnten in der MDCT 87,1% (34/39)der Tumorstadien richtig zugeordnet werden. Es gab keinen signifikanten Unterschied der mittleren Dichte der Übergangszellkarzinome zwischen den einzelnen Phasen nach Kontrastmittelapplikation (p>0,05). Schlussfolgerung: Die MDCT mit ihrer hohen räumlichen und zeitlichen Auflösung zeigt eine Verbesserung in der Detektion und im Staging von Urothelkarzinomen der oberen Harntraktes im Vergleich zur Einzeiler-CT.
Ziele: Prüfung der Einflussnahme eines erhöhten Jodflusses auf die Kontrastierung und Detektierbarkeit der Pulmonalarterien in der Mehrdetektoren CT-Angiographie der Pulmonalarterien. Methode: Bei 100 im Rahmen der klinischen Routine zur Abklärung einer Pulmonalarterienembolie an unsere Abteilung zugewiesenen Patienten wurde eine Mehrdetektoren CT-Angiographie der Pulmonalarterien entweder nach Verabreichung von 120ml eines Standardkontrastmittels (300 mgJ/ml) (Gruppe A) oder nach Verabreichung eines hoch konzentrierten Kontrastmittels (400 mgJ/ml) (Gruppe B) durchgeführt. Die Injektionsrate betrug in beiden Gruppen 4ml/s. Es wurde eine quantitative Analyse der Dichtewerte der Pulmonalarterien entlang der z-Achse mittels ROI Messungen und eine visuelle Analyse der Detektierbarkeit von Arterien 4., 5. und 6. Ordnung durchgeführt. Ergebnis: Die mittlere Kontrastierung der Pulmonalarterien entlang der z-Achse betrug 268±56 HE in Gruppe A und 345±108 HE in Gruppe B. Die Differenz von 77 HE war statistisch signifikant (p<0.001). Das Profil der Kontrastierung entlang der z-Achse zeigte in beiden Gruppen die gleiche Form. Die Detektionsrate von Arterien 5. und 6. Ordnung war in Gruppe B signifikant höher (94% versus 91% bzw. 72% versus 60%, p<0.01). Schlussfolgerung: Ein hoher Jodfluss in der Mehrdetektoren CT-Angiographie der Pulmonalarterien verbessert die Kontrastierung der Pulmonalarterien und die Detektierbarkeit der Arterien 5. und 6. Ordnung.
PURPOSE: To prospectively evaluate accuracy of three-dimensional (3D) ultrasonography (US) for assessment of relative renal size in infants and children with hydronephrosis.MATERIALS AND METHODS: Informed consent was obtained from parents and also from children who were older than 8 years. Study was approved by ethics committee. Two-dimensional (2D) US, 3D US, and scintigraphy were performed in 40 patients with hydronephrosis (age range, neonate to 16 years; seven girls, 33 boys) without acute renal disease. Twenty patients also underwent magnetic resonance (MR) urography. US and MR urography were performed by one experienced pediatric radiologist; 3D US and MR urographic volume calculations were performed by specifically trained radiologists. Three-dimensional US was performed with integrated 3D volume probes or external system based on electromagnetic positioning devices. At 2D US, kidney volume was calculated with application of ellipsoid equation. At MR urography and 3D US, real renal parenchymal volume was calculated with subtraction of dilated collecting system. Split renal function was assessed with static renal scintigraphy. Three-dimensional US results were graded with respect to image quality and compared with results of 2D US, scintigraphy, and MR urography by using mean difference percentage and standard deviation of the difference. All investigations were performed with blinding. Inter- and intracibserver variability were calculated with coefficient of variation.RESULTS: In 76 of 80 kidneys, 3D US image of diagnostic quality was obtained. Three-dimensional US volume measurements compared well with MR urographic measurements (mean difference, -2.5% 7.8 [standard deviation] vs 25.8% +/- 32.2 for 2D US) and with scintigraphically assessed split renal function (mean difference, 1.2% +/- 9.2 vs 15.9% +/- 43.8 for 2D US). Intra- and interobserver variability were +/- 6.4% and +/- 9.9%, respectively.CONCLUSION: Initial experience with renal 3D US indicates that it is an accurate method for assessment of renal parenchymal volume and relative renal size, provided there is no acute renal disease. ((c)) RSNA, 2005.
Ziele: Prüfung, ob Volumsmessungen von unterschiedlichen Phantomen vom verwendeten CT-Gerät oder messenden Untersucher beeinflusst werden im Hinblick auf die klinische Verwendung in der CT-Angiographie Kontrolle von abdominalen Aortenaneurysmen nach endovaskulärer Therapie. Methode: Fünf Glasphantome wurden mit verdünntem Kontrastmittel gefüllt und mit einem Einzeilen-CT-Gerät und zwei Mehrzeilen-CT-Geräten gescannt. Für jedes CT-Gerät wurde das jeweilige Standardprotokoll für die CT-Angiographie der abdominalen Aorta verwendet. In einem ersten Schritt wurden die resultierenden 15 Volumina mit Hilfe einer auf automatischer Außenkonturerkennung basierenden Software gemessen, um die Variabilität der einzelnen CT-Geräte zu prüfen. In einem zweiten Schritt wurden die 15 Volumina von 3 Untersuchern je 3 mal mittels manueller Segmentation gemessen, um die Intra- und Interobserver Variabilität zu prüfen. Ergebnis: Das verwendete CT-Gerät mit jeweiligem Standardprotokoll hatte keinen Einfluss auf die Volumsmessung (p=0,27). Die Inter- und Intraobserver Variabilität war 7,2 und 2,6ml. Die Interobserver-Variabiltät war statistisch signifikant (p=0.002). Schlussfolgerung: Volumsmessungen scheinen nicht vom verwendeten CT-Gerät abhängig zu sein. Die Interobservariabilität bei Volumsmessungen ist signifikant, jedoch gering. Volumsänderungen in CT-Angiographie Kontrollen abdominaler Aortenaneurysmen nach endovaskulärer Therapie können daher als wahre Volumsänderungen und nicht als gerätebedingt oder untersucherbedingt gewertet werden.
Ziele: Evaluation der diagnostischen Anwendbarkeit eines standardisierten MSCT Traumaprotokolls zur schnellen und sicheren Beurteilung von Thoraxverletzungen. Methode: Im Zeitraum von 01/2000 bis 01/2003 wurden 335 Patienten mit der Diagnose „Polytrauma“ unserer Abteilung zugewiesen. Alle Patienten wurden mit einem 4-Schicht-Spiral-CT (GE Light Speed QXi®) mittels standardisiertem Traumaprotokoll untersucht (Kollimation 2.5mm, Pitch 1.5 (high speed), Rekonstruktionsintervall 2, 120ml Kontrastmittel (Ultravist 300®), Flow 3,5ml/sek., Delay 25 sek. – Smart prep.). Ergebnis: Bei 231 (69%) von 335 Patienten wurden Thoraxverletzungen diagnostiziert, wobei Verletzungen der Thoraxwand, Pleura, des Lungenparenchyms, Tracheobronchialsystems, Oesophagus, Mediastinums und Diaphragmas differenziert wurden. 97 Pat. (42%) hatten ein Weichteilemphysem und 23 (10%) ein Haematom der Thoraxwand; diverse Frakturen: 177 Pat (76.7%) Rippen, 29 (12.6%) Clavicula, 15 (6.5%) Sternum, 26 (11.3%) Scapula, 50 (21.6%) BWS; Pneumothorax bei 127 (55%) Patienten, 2 (0.9%) mit Spannungspneumothorax; 68 (29.4%) Haematothorax; 93 (40.3%) Lungenkontusionen, 12 (5.2%) Lungenlazeration; 23 (10%) Pneumomediastinum; 4 (1.7%) traumatischer Ruptur der Aorta thoracalis; 1 (0.5%) Ruptur der supraaortalen Arterien und 4 (1.7%) mit Zwerchfellruptur. Zusätzliche 2D- und 3D-Rekonstruktionen ermöglichten eine verbesserte Diagnostik von Gefäß- und Wirbelsäulenverletzungen. Schlussfolgerung: Bei 69% Thoraxbeteiligung im Rahmen von Polytraumen ermöglicht die Erstdiagnostik mittels einem standardisierten MSCT-Protokoll und zusätzlichen multiplanaren Rekonstruktionen eine effiziente und schnelle Diagnose von unterschiedlichen Thoraxverletzungen.
Ziele: Bestimmung der Wertigkeit des blood-pool Kontrastmittels NC100150 (Amersham Health, Oslo, Norwegen) zur Evaluation von Thrombosen der tiefen Becken- und Beinvenen. Methode: Es wurden 12 Patienten prospektiv mittels konventioneller Venographie (XRV) und mittels MR Venographie (MRV) nach Injektion von NC100150 (2ml/kg KG) untersucht. Die source images und 3D maximum intensity projection images (MIP) wurden an einer unabhängigen Workstation ausgewertet. Die Diagnose wurde von 2 Radiologen im Konsens erhoben. Ergebnis: Bei 87 Venen waren sowohl die XRV als auch die MRV von diagnostischer Qualität. In der XRV wurden in 30 von 87 Venen Thromben gefunden (34,5%). Übereinstimmung in der Thrombusdiagnose lag bei 83 von 87 Venen vor (95,4%; Kappa=0,9). Im Vergleich zur XRV hatte die blood-pool MRV insgesamt eine Sensitivität und Spezifität von 93,3% und 96,5%. Zwei Thrombosen der vena poplitea und der vena tibialis posterior kamen in der MRV zur Darstellung, nicht aber in der XRV. Andererseits konnten zwei Venenthrombosen unterhalb des Kniegelenkes nicht mittels MRV dargestellt werden, wohl aber in der XRV. Schlussfolgerung: NC100150 erlaubt eine verlängerte und verbesserte Darstellung der peripheren Venen und könnte einige Einschränkungen der gadoliniumverstärkten MRV umgehen. Es ist eine vollständigere Untersuchung der proximalen Venen möglich als in der konventionellen XRV. Arterielle und venöse Kontrastierung und Bewegungsartefakte können jedoch zu Einschränkungen der Bildinterpretation führen.
Ziele: Evaluation der diagnostischen Wertigkeit des kontrastmittelverstärkten Ultraschalls in der Differenzierung fokaler Nierenläsionen. Methode: 30 Patienten mit sonographisch detektierten Nierenläsionen wurden prospektiv mittels 2,4ml i.v. Bolusinjektion des Ultraschallkontrastmittels SonoVue (Bracco, Italien) am Ultraschallgerät Sequoia 512 (Acuson/Siemens, USA/Deutschland) mit einem 4C1-Schallkopf untersucht. Während eines kontinuierlichen Scans über 3 Minuten mit „low-MI-technik“ wurde das Kontrastmittelverhalten der Nierenläsionen in den verschiedenen Phasen (arteriell, venös, spät) beurteilt. Goldstandard für die definitive Diagnostik waren die Spiral-CT und fakultativ die Histologie. Ergebnis: Bei allen Patienten konnte ein diagnostisch verwertbarer Kontrastmittelultraschall zur Beurteilung des Perfusionsverhaltens der Nierenläsionen durchgeführt werden. Die Spiral-CT und die Histologie ergaben solide Tumoren (solide Nierenzellkarzinome [NCC], n=20, davon 16 klarzellige und 4 papilläre NCC), zystische Läsionen (Bosniak II, n=3, Bosniak III, n=2, davon histologisch verifiziert 1 inflammierte Zyste, 1 zystisches NCC, Bosniak IV, n=1), Urothelkarzinome (n=2), und Pseudotumoren (n=2). Aufgrund des unterschiedlichen Kontrastmittelverhaltens konnten auch kleinere (<2cm) Nierenläsionen differenziert werden. Schlussfolgerung: Der echosignalverstärke Ultraschall mit SonoVue ermöglicht eine Beurteilung und Differenzierung auch kleinerer Nierenläsionen und stellt damit eine Bereicherung und Alternative im klinisch-sonographischen Alltag dar.
Ziele: The purpose of this study was to evaluate the use of a standardized contrast-enhanced MSCT examination to show sites of active haemorrhage as a guide for conservative, surgical or angiographic treatment in patients sustaining blunt abdominal or pelvic trauma. Methode: Retrospectively, 375 patients (01/2000–08/2003) with initial diagnosis „polytrauma“ underwent a standardized MS-CT examination. MS-CT scans were performed with a Lightspeed QX/i®(GE) using collimation of 5.0mm, pitch 1.5 (High Speed), RI 2, FOV diaphragm – pelvis. In all patients 120ml contrast-agent was injected with a flow-rate of 3,5ml/s. The scans were started with a delay of 70s. Benefits of MS-CT and especially in vascular injuries various postprocessing algorithms (MPR) were displayed. Ergebnis: In 14/375 (4%) patients an active extravasation of contrast agent as reference of an active haemorrhage was detected. The locations of active haemorrhage as determined by extravasation of contrast agent shown on MSCT scans included the abdomen (spleen, liver, kidney)-9/14 (64%), pelvis –2/14 (14%), retroperitoneum –1/14 (8%), and abdominal/thoracic wall –2/14 (14%). The origin of haemorrhage was confirmed in all cases to correspond to the anatomic region in which extravasated contrast agent was shown by MSCT. The CT attenuation of active haemorrhage was in all cases greater than 100 H, in comparison clotted blood showed CT attenuation of 70–90H. Schlussfolgerung: MSCT examination rapidly can detect active blood extravasation in polytraumatized hemodynamicly stable patients. MSCT accurately shows the anatomic location of haemorrhage and the probable vascular origin. CT imaging findings consequently can be used as a guide for angiographic or surgical treatment.
Ziele: Anwendbarkeit einer standardisierten MSCT Untersuchungsprotokoll im Rahmen der Erstuntersuchung polytraumatisierter Patienten zur Diagnostik und Klassifizierung von Verletzungen des miterfassten Achsenskeletts. Methode: Von 01/2000 bis 04/2003 wurden 345 Patienten mit der Eingangsdiagnose „Polytrauma“ einer standardisierten MSCT Untersuchung unterzogen. Diese wurden retrospektiv von 2 erfahrenen Radiologen, die Frakturen an der oberen HWS nach Anderson und d'Alonzo, die übrigen Frakturen nach Magerl, beurteilt. Statistischer Nachweis typischer und häufiger Verletzungsmuster erfolgte mittels Signifikanztest (Chi-Quadrat-Test–statistische Signifikanz wenn p<0,05). Ergebnis: Bei 244 (70,7%) von 345 Patienten wurden Wirbelsäulenverletzungen diagnostiziert;davon entfielen 31 (12,7%) auf die HWS, 99 (40,6%) auf die BWS, 114 (46,7%) auf die LWS. Wirbelkörper- und Kompressionfrakturen sind an der BWS (p=0,000 bzw. 0,001) und LWS (p=0,018 bzw. 0,001) signifikant haüfiger als an der HWS; Mehrfachfrakturen sind an der LWS (p=0,023) signifikant häufiger als an der BWS; Proc. spinosus- und Wirbelbogenfrakturen sind an der HWS (p=0,031 und 0,005 bzw. 0,001 und 0,000) signifikant häufiger als an der BWS und LWS; eine Myelonkompression ist bei Wirbelbogenfrakturen signifikant häufiger (p=0,002) als bei Wirbelkörperfrakturen. Schlussfolgerung: Die Erstdiagnostik polytraumatisierter Patienten mittels einem standardisierten MSCT –Protokoll ermöglicht mit zusätzlichen multiplanaren Rekonstruktionen eine exakte und schnelle Diagnose von Wirbelsäulenverletzungen. Weiters konnte in unserer retrospektiven Studie signifikant haüfige Achsenskelettverletzungsmuster gezeigt werden, die im Rahmen der Polytraumadiagnostik beachtet werden sollten.
Ziele: Evaluation der Rolle der MDCT in der Diagnostik und im Staging von Urothelcarcinomen des Nierenbeckens und Ureters Methode: 32 Patienten mit Verdacht auf Übergangszellkarzinom wurden mit einer Dünnschicht-MDCT mittels standardisiertem Protokoll untersucht: native Scans und Kontrastmittel-Scans während der cortico-medullären (CM) (Scan-delay 30s) und der nephrograhisch-exkretorischen Phase (NE) (Scan-delay 180s). Die Dichte der Läsionen wurde mit ROI –Messungen dokumentiert. Die Evaluation der Scans umfasste Detektion und Tumorstaging. Die CT-Diagnose und das Tumorstadium wurde mit dem histopathologischen Befund verglichen. Ergebnis: Alle Läsionen waren in beiden Kontrastmittelphasen nachweisbar, die mittlere Dichte betrug 71,2±10,2 HU in der CM-Phase und 76,7±11,4 HU in der NE-Phase, der Unterschied war nicht statistisch signifikant (p=0,19). Die präoperative Diagnose eines Urothelcarcinoms war in 30 von 32 Patienten (93,7%) korrekt. Die Frühstadien (T1, T2) konnten mit der MDCT nicht differenziert werden, aber ein organüberschreitendes Tumorwachstum konnte zum bei allen 18 Patienten korrekt ausgeschlossen werden. Ein T3-Stadium wurde bei 8 Patienten richtig diagnostiziert, bei zwei Patienten wurde histopathologisch ein T4-Stadium gefunden. Bei zwei Patienten wurde ein T4-Stadium korrekt diagnostiziert. Zwei Patienten zeigten histologisch eine chronisch inflammatorische Erkrankung. Schlussfolgerung: Die MDCT mit ihrer hohen Bildauflösung ist eine wertvolle Modalität in der Diagnostik von suspekten Urothelkarzinomen, wenn auch eine sichere Differenzierung zwischen neoplastischen und chronisch entzündlichen Läsionen nicht möglich ist.