Der spezifische und sensitive Nachweis zellfreier Nukleinsäuren im Plasma von Tumorpatienten hat in den letzten Jahren den Weg aus dem Labor in den klinischen Alltag gefunden. Bei Patienten mit einem Lungentumor ist die therapiebegleitende Untersuchung extrazellulärer Nukleinsäuren zum Nachweis einer Resistenzmutation gegen eingesetzte Tyrosinkinaseinhibitoren inzwischen etabliert. Trotzdem gibt es kein standardisiertes Verfahren zur Blutentnahme und zur Plasmapräparation. Ziel der vorliegenden Untersuchungen ist die Etablierung eines Standards für diese Schritte.
In Deutschland treten saisonale Grippewellen in der Regel nach dem Jahreswechsel auf. Schwangere und Wöchnerinnen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe. Die ständige Impfkomission (STIKO) empfiehlt eine Impfung für Schwangere (RKI).
Husten und Auswurf stellen für CF-Patienten keine Besonderheit dar. Dass es im Einzelfall eine differentialdiagnostische Herausforderung sein kann, die Ursache einer entzündlichen Verschlechterung zu finden, möchten wir am Beispiel einer 40-jährigen Patientin mit pulmonal fortgeschrittener Mukoviszidose zeigen.
Die Sarkoidose ist eine granulomatöse Systemerkrankung und kann jedes Organ befallen. 95% der Erkrankten zeigen einen Befall der Lunge. Andere häufiger befallene Organe sind Leber, Milz, Auge, periphere Lymphknoten und Haut. Herz und zentrales Nervensystem hingegen sind weit seltener betroffen und meist Zeichen eines komplizierten Verlaufs.
Einleitung: Die Isolation und molekulare Charakterisierung von zirkulierenden Tumorzellen (CTC) wird zunehmend als Ergänzung oder Alternative zur Untersuchung von Tumorgewebe betrachtet. Alle bisher beschriebenen Verfahren zur CTC Isolation sind auf ein Volumen von ca. 7 bis 9 mL Blut beschränkt, während der Gilupi CellCollector auch für die in vivo Isolation von CTCs zugelassen ist. Durch die Platzierung des drahtbasierten CellCollectors in die Cubitalvene sollte die Ausbeute an CTCs signifikant höher sein.
Einleitung: Q-Fieber ist eine Zoonose. Häufige Organmanifestationen sind eine interstitielle Pneumonie oder eine Hepatitis, seltener sind Meningoenzephalitiden oder Myokarditiden. Der Erreger Coxiella burnetii bildet Dauerformen und hat somit eine hohe Resistenz gegenüber chemischen und physikalischen Reizen (RKI, 2009). Etwa 1% aller Erkrankungsfälle chronifiziert. Hierbei ist die häufigste Organmanifestation eine Endokarditis.
Mukoviszidose wird verursacht durch eine Fehlfunktion des CFTR (Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator)-Proteinkanals aufgrund verschiedener Mutationen, die in 6 Mutationsklassen unterteilt werden. Seit Oktober 2012 steht für Patienten mit der Mutation G551D, einer sogenannten Gating-Mutation der Klasse III, das Medikament Ivacaftor zur Verfügung, welches das erste Beispiel einer mutationsspezifischen Therapie beim Menschen darstellt.
Die ambulante erworbene Pneumonie (CAP) ist eine häufige Erkrankung. Differentialdiagnosen und Komplikationen sollten stets in Betracht gezogen werden. Insbesondere bei älteren Patienten mit Raucheranamnese sollte auch an ein Lungenkarzinom gedacht werden. Bei 9,2% der über 65-Jährigen mit CAP wird im Verlauf eines Jahres ein pulmonales Malignom festgestellt. Weiterhin wird vermutet, dass bis zu 15% der CAP mit Aspirationen vergesellschaftet sind.
Einleitung: Die Sarkoidose ist eine "häufig" seltene granulomatöse Erkrankung mit vielen Gesichtern. Neben dem primären Befall der Lunge und Lymphknoten kann im Prinzip jedes Organsystem betroffen sein. In den meisten Fällen zeigt sich ein kurzer, selbstlimitierender Verlauf. In bis zu 10% der Patienten aber kommt es zu Komplikationen. Ein kardialer Befall stellt nach dem Lungenversagen die zweithäufigste mit der Sarkoidose assoziierte Todesursache dar. Im Folgenden möchten wir den Fall einer kardialen Sarkoidose mit schwerstem klinischem Verlauf vorstellen.
Wir stellen die Befunde von zwei Patienten mit ausgeprägter knorpeliger Destruktion der Trachea vor, die wir in dieser Ausprägung eher im Rahmen eines fortgeschrittenen Tumorleidens nach vorausgegangener Therapie kennen. Bei beiden Patienten war das Ausmaß der Trachealwanddestruktion ein Befund, den wir im klinischen Kontext so nicht erwartet hatten. Anhand dieser zwei Fälle diskutieren wir Differentialdiagnosen ausgeprägter Tracheadestruktionen, die neben malignen Ursachen Autoimmunerkrankungen und Infektionen einschließen müssen.
Anhand gut dokumentierter CT- und Bronchoskopie-Befunde demonstrieren wir den Verlauf einer Miliartuberkulose im Rahmen einer AIDS-Erkrankung sowie den Verlauf eines Rekonstitutions-syndroms unter hochaktiver antiretroviraler Therapie (HAART).
Einleitung: Mikroorganismen aus dem Rachenraum können während der Bronchoskopie durch Aspiration oder durch das Bronchoskop in den tieferen Respirationstrakt gelangen. Kritisch ist insbesondere das Auftreten potenziell pathogener Keime in Mundhöhle und Lunge mit u.U. lebensbedrohlichen Infektionen besonders bei immunsupprimierten Patienten. Als relevante "Problemkeime" werden u.a. E. coli, Enterobacter aerogenes, Enterobacter gergoviae, Enterococcus faecalis und Enterococcus faecium gewertet. Vergleichende Untersuchungen zu Keimnachweisen in Rachen und Bronchiallavage (BAL) im Rahmen einer bronchoskopischen Untersuchung liegen nach unserer Erkenntnis bisher nicht vor.
Neben Infektionen und Abstoßungsreaktionen stellen Malignome eine schwerwiegende Komplikation nach Lungentransplantation dar. Das Malignom-Risiko ist bei transplantierten Patienten 3 – 5-fach erhöht im Vergleich zu Nichttransplantierten.
Wir berichten über eine 44-jährige Patientin, die sich in der Lungenklinik Ballenstadt mit plötzlich einsetzendem Thoraxschmerz und Haemoptysen vorstellte. Sie zeigte dort das Bild einer Haemoptoe, so dass unverzüglich eine Bronchoskopie mit starrem Instrumentarium erfolgte, bei der sich eine arterielle Blutung im distalen linken Hauptbronchus fand, die durch eine bronchoskopische Intervention nicht gestoppt werden konnte. Daraufhin wurde die Patientin mit einem Doppellumentubus intubiert und zur weiteren Diagnostik und Therapie in unser Haus verlegt. Hier erfolgte noch in der Notaufnahme eine Angio-Computertomografie, durch die ein dissezierendes Aortenaneurysma als Ursache der Blutung ausgeschlossen werden konnte. Allerdings fand sich als seltene Anomalie eine fehlende linke Pulmonalarterie mit einer hypoplastischen linken Lunge und ausgeprägten Kollateralgefäßen im Bereich des linken Hauptbronchus und im Mediastinum. Der Versuch von Bronchialarterienembolisationen der kräftigen, den linken Hauptbronchus versorgenden Kollateralgefäße führte nicht zum gewünschten Erfolg, es kam nach Entfernung des Doppellumentubus nach initialem Sistieren der Blutung erneut zur Haemoptoe, so dass ein zweites, ausgiebigeres Bronchialarteriencoiling erfolgte, allerdings wiederum ohne eine längerfristige Stabilisierung. Wir entschlossen uns als ultima ratio zur thoraxchirurgischen Intervention mit linkseitiger Pneumonektomie. Letzteres auch im Einklang mit der Literatur, wo ähnliche Verläufe mit rezidivierenden Haemoptoen berichtet wurden, die bei Atresie einer Pulmonalarterie erst durch eine Entfernung der betreffenden Lunge zum Erfolg führten.
Im Dezember 2005 wurde ein 69-jähriger Patient mit Hämoptysen notaufgenommen. Bronchoskopisch wurde ein kleinzelliges Bronchialkarzinom im Tumorstadium c T2 c N2 cM0 gesichert, welches ursächlich für die Hämoptysen war.
Fallbericht: Vorgestellt wird der Fall einer 82-jährigen Patientin, die uns mit einer Tracheaverletzung verlegt wurde.
Die Charakterisierung zirkulierender Tumorzellen (CTCs) könnte eine Möglichkeit darstellen, Aussagen über Prognose, Therapieeffektivität und Metastasierung bei Lungenkarzinompatienten zu treffen. Der Detektor CANCER01 ist ein 16 cm langer Stahldraht, dessen vordere 2 cm vergoldet und mit einem Hydrogel überzogen sind. An diesem funktionalisierten Teil haftet ein chimärer Anti-EpCAM-Antikörper, der die CTCs bindet. Das System wurde bereits an Patienten, die an einem Mamma- bzw. Prostatakarzinom erkrankt sind, erfolgreich ex-vivo und in-vivo erprobt. Ziel dieser Pilotstudie ist es die Machbarkeit einer in-vivo Isolation von CTCs bei Patienten mit einem Lungentumor vor und unter Therapie zu untersuchen.