Eckert, Jochen. 2023. „Hat Die Gesprächspsychotherapie/Personzentrierte Psychotherapie Eine Zukunft? Eine Stellungnahme Zu Dem Beitrag Von Behr, M., Finke J., Gahleitner, S. B. (2016). Personzentriert Sein – Sieben Herausforderungen Der Zukunft. PERSON 40 (1): 14 – 30“. PERSON 20 (2):97-100. https://doi.org/10.24989/person.v20i2.2485.
Zusammenfassung Das zentrale Therapeutikum der Gesprächspsychotherapie ist ihr Beziehungsangebot: Der/die TherapeutIn bemüht sich, die PatientIn in ihrem Erleben bedingungsfrei positiv zu beachten und empathisch genau zu verstehen. Dieser Beitrag beschreibt und erläutert, wie sich die Symptomatik des/r Borderline-PatientIn, die vor allem Ausdruck einer Beziehungsstörung ist, auf die Möglichkeiten des/r PatientIn auswirkt, dieses Beziehungsangebot wahr- und anzunehmen. Es wird dargestellt, wie der/die GesprächspsychotherapeutIn damit umgehen kann und dass ein/e TherapeutIn, die eine/ n Borderline-PatientIn in Therapie nimmt, sich auf eine krisenanfällige Langzeitbehandlung einstellen sollte. Der Beitrag schließt mit Empfehlungen zum therapeutischen Rahmen bzw. Versorgungsaspekten.
Fünf Jahre nach Einberufung eines „Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie“ (WBP) gemäß § 11 Psychotherapeutengesetz wurde 2001 eine kritische Bilanz der Arbeit dieses Gremiums vorgelegt. Das im Januar 2018 veröffentliche Gutachten des WBP zur wissenschaftlichen Anerkennung der humanistischen Psychotherapie gibt erneut Anlass zu einer kritischen Stellungnahme. Am Beispiel der Bewertung der Gesprächspsychotherapie wird dargelegt, dass bestimmte gutachterliche Empfehlungen des WBP in hohem Maße von berufspolitischen Interessen bestimmt werden.
„Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut“. So lautet der Titel einer der ersten Zeitschriftenveröffentlichungen (Nr. 18 !) von Bernhard Strauß aus dem Jahr 1986 [1], welche die Verhütungsberatung für Männer zum Thema hatte. Die Klagsamkeit in diesem Satz passte schon damals nicht zu dem jungen Wissenschaftler Bernhard Strauß, der aber – so können wir es uns vorstellen – die sich selbst bedauernden jungen Männer kraft seiner Beratung erfolgreich motivierte, ihr Leben lustvoll und mutig zu gestalten.
This article describes the effect of therapeutic failures on the psychotherapists, his/her mental and physical health, suicidal tendencies and the development of a burn-out-syndrom. The article also discussed the therapists' attachment style and is effect on therapy outcome. Finally the question is raised if there are suitable tools to save and restore the therapists' working power.