Accessible online at: www.karger.com/ver Belegen und gibt Anregungen für die klinisch-psychologische Forschung und Praxis, wobei auch Kosten-Nutzen-Relationen berücksichtigt werden. Anschließend stellt Weck Instrumente zur Erfassung psychotherapeutischer Kompetenzen vor, wobei vor allem die deutsche Version der ursprünglich von Young und Beck entwickelten Cognitive Therapy Scale (CTS) im Fokus steht [Weck et al., 2010]. Die Beurteilung psychotherapeutischer Kompetenzen anhand dieses Instruments erfolgt durch unabhängige und trainierte Rater im Rahmen von Audio-/Videoaufzeichnungen oder Live-Beobachtungen. Dieses Instrument ist sowohl für den Forschungsals auch Praxiskontext gut geeignet und erfasst allgemeine therapeutische Kompetenzen (z.B. interpersonelle Effektivität, Ressourcenaktivierung, etc.) und sitzungsstrukturierende Kompetenzen (z.B. Tagesordnung, Zeitaspekte, etc.). Weck gibt zusätzlich einen Studienüberblick über den Zusammenhang von psychotherapeutischen Kompetenzen und Therapieerfolg. Abschließend thematisiert Weck die Förderung psychotherapeutischer Kompetenzen, wobei er zunächst der Frage nachgeht, ob diese erlernbar sind. Er stellt unterschiedliche Trainingsmaßnahmen vor (z.B. Helping Skills Training), geht auf deren Evidenzbasierung ein und erläutert anschließend verschiedene Methoden zur Förderung psychotherapeutischer Kompetenzen (z.B. Training, Feedback, (Live-)Supervision). Der Autor schließt mit einer Zusammenfassung und diskutiert vor allem die Perspektive der klinisch-psychologischen Forschung. Wie der Klappentext verspricht, ist das Buch gut lesbar sowie kurz und knapp geschrieben. Im Hinblick auf die erwähnten Zielgruppen (Ausbildungstherapeuten mit großem Interesse am Thema sowie erfahrene Psychotherapeuten, die den Anspruch verfolgen, die eigene Tätigkeit zu reflektieren) ist die Publikation nicht spezifisch genug formuliert und gibt leider zu wenige praktische Empfehlungen. Als Zielgruppe hätten sicherlich auch Supervisoren aufgeführt werden können sowie Fachpersonal, das an der Verbesserung von Ausund Weiterbildung von Psychotherapeuten beteiligt ist. In jedem Fall lassen sich hilfreiche Erkenntnisse aus den Darstellungen ableiten. Der Leser, der sich theoretisch fundiert dem Thema psychotherapeutische Kompetenzen widmen möchte, findet in diesem Buch einen wertvollen Überblick zu relevanten Theorien, Modellen und Instrumenten sowie Anregungen für deren Implikation in der Praxis.
Mit dem Ziel, die langen Wartelisten und hohen Kosten zu reduzieren, wurde an der Chirurgischen Universitätsklinik Lund/Schweden 1970 die Tages- und 1991 die ambulante Chirurgie eingeführt. Heute machen beide 70% aller elektiven Operationen und 50% aller in der Chirurgischen Klinik durchgeführten Operationen aus. Die Wartezeit in der Tageschirurgie zwischen Diagnose und Operation beträgt zur Zeit einige Wochen. Die Warteliste der Chirurgischen Klinik konnte seit der Einführung der Tageschirurgie um 50% reduziert werden. Die Aufenthaltsdauer in der Chirurgischen Klinik liegt zur Zeit unter 5 Tagen, in der speziell für ambulante Chirurgie eingerichteten Station bei 1,5 Tagen. Die Kosten in der ambulanten Chirurgie sind signifikant niedriger, verglichen mit dem «normalen» stationären Betrieb (die gleiche Diagnose vorausgesetzt). Planung und administrativer Ablauf der Tages- und ambulanten Chirurgie werden vom Leitenden Arzt und einer leitenden Schwester koordiniert. Es wurde ein neues Modell für die Pflege mit erweiterter medizinischer Verantwortung für die Schwestern, ausgedehntem Patient-Schwester-Bezug und ausführhcher Patientenaufklärung entwickelt. Die Grundlage des Erfolgs der Tages-und ambulanten Chirurgie liegt einerseits darin, daβ speziell eingerichtete, von den normalen Stationen völlig getrennte Stationen geschaffen wurden, andererseits hauptsächlich Patienten mit «leichten» Erkrankungen behandelt werden und daβ Administration und Planung der Eingriffe durch ein Management erfolgt.