Einleitung, Ziel & Methode: Mit dem Ziel, 1. die Machbarkeit der NA–Methode darzustellen und deren Allgemeinkosten abzuschätzen sowie 2. das Gesamtergebnis beider Methoden an einfachen perioperativen, im klinischen Alltag verfügbaren Parametern zu überprüfen, wurden die Hybrid-NOS-Appendektomie (NA) und die laparoskopische Appendektomie (LA) einer Matched-Pair-Analyse unterworfen. Der Vergleich der prospektiv erhobenen Ergebnisse der in Hybridtechnik NOS-appendektomierten Patientinnen erfolgte mit den retrospektiv erhobenen Daten der nach Matched-Pair-Kriterien gepaarten laparoskopisch operierten Frauen. Bei den Matched-Pair-Kriterien wurde eine weitgehende Übereinstimmung bei Alter, BMI, ASA und Voroperationen gefordert. Ausgewertet wurden Operationszeit, Komplikationen, Histologie, Krankenhausverweildauer und Schmerzmittelverbrauch. Am Entlassungstag als auch mittelfristig (4 Wochen postoperativ) erfolgte eine gynäkologische Nachuntersuchung (NA-Gruppe) und nach 6 Monaten eine Befragung nach einem standardisierten Fragebogen in beiden Gruppen. Ergebnisse: Vom 01. 05. 2008 bis 28. 02. 2010 wurden die postoperativen Ergebnisse der transvaginalen NA (n = 30) mit den Ergebnissen der klassischen LA (n = 30) bei 60 Patientinnen direkt in Parallelstichproben verglichen. Die Studie konnte nachweisen, dass sich die neue Methode im direkten Vergleich zur LA als gleichwertig erweist. Es sind in beiden Methoden keine intraoperativen Komplikationen aufgetreten. In keinem Fall kam es zu einer Konversion. Es sind keine signifikanten Unterschiede in der Operationszeit (p = 0,099), bei den postoperativen Komplikationen (p = 0,72) und dem Analgetikaverbrauch (p = 0,33/0,46) festgestellt worden. Die Verweildauer war sogar kürzer bei der NA-Methode (p = 0,02). Die Kosten für beide Methoden sind bei Verwendung des gleichen Instrumentariums ähnlich. Die Ergebnisse der Befragung weisen auf eine etwas zügigere Rekonvaleszenz, höhere Zufriedenheit mit dem kosmetischen Ergebnis sowie eine geringer empfundene Schmerzstärke zugunsten der transvaginalen NA hin. Schlussfolgerung: Die NA ist eine zügig zu etablierende OP-Methode, die eine weitere klinische Anwendung erlaubt. Eine systematische Weiterführung der Datensammlung für die Bewertung eines Langzeit-Outcomes im Sinne der Qualitätssicherung erscheint sinnvoll.