Mit dem Ziel, den Wert der experimentellen Mutationsauslösung für die Flachszüchtung zu untersuchen, sind durch Röntgenbestrahlung von Flachssamen zahlreiche Mutationen aus den beiden Faserleinsorten „Eckendorfer früh” und „Mährisch-Schönberger Stamm 6”, aus dem Ölfaserlein „Mährisch-Schönberger Stamm 36” und dem Öllein „Sorauer Stamm 65” ausgelesen worden. Zur Zeit umfaßt das Sortiment insgesamt 523 Mutanten, die sich hauptsächlich durch Blütenfarbe und -form, Antherenfarbe, Samenfarbe und -gewicht, Stengellänge, Reifezeit, Bastgehalt u. a. von ihren Ausgangsformen unterscheiden.
If international economic cooperation between countries is intensified to such an extent that the countries concerned lose their independence with respect to economic policy we may speak of economic integration. Such integration may assume different forms according to the degree to which the principles of laissez-faire or of planning are dominating. The author's discussion is based in the main on the assumption of a free-market economy. His opinion is that, from economic, political and sociological points of view, a close cooperation and finally integration between the continental countries of Western Europe would be desirable and that it would be easier to reach this aim under predominantly competitive conditions than through international planning.
Fiir die g a r t e n m / i l l i g e N u t z u n g w/ire es ferner yon Bedeutung, Formen zu selektieren, die wenig oder keine W u r z e l a u s l g u f e r treiben. In der Tendenz zur ausl~iuferbildenden R h i z o m v e r z w e i g u n g sind grolle Unterschiede vorhanden. Ich sah im botanischen Garten der Universit/it Greifswald eine Pflanze, die nach Aussage der zust~indigen, ortskundigen Fachleute noch nie Ausl~ufer getrieben hat. Ftir die Zwecke der Festigung des Bodengeftiges mull allerdings das Zuchtziet in entgegengesetzter Richtung liegen, t i ler mtissen Formen gesucht werden, bet denen die F/ihigkeit zur Bildung von Wurzelausl~iufern m6glichst stark ausgepr/igt ist. Da der Sanddorn als H o c h s t a m m keine sch6ne Wuchsform, ferner wie bereits erw/ihnt ein weitkriechendes Wurzelsys tem aufweist, mull, falls die g a r t e n m/i 13ig e N u t z u n g in dieser Art vorgenommen werden soll, auf eine geeignete Unterlage veredelt werden. Leider hat sich bet den bisherigen Versuchen gezeigt, dab es sehr schwierig ist, eine geeignete, stammbildende Unterlage zu linden. Gepriift wurde symbiontisehe Verbindung mit folgenden Pflanzenarten : Salix alba, S. lanceoIata, S. Southiana, Cralaegus oxyec~ntha, C. monogyna, Sorbus aucuparia, S. moravica, Forsythia intermedia, Eleagnus longifolia, Ligustrum vulgate, Comus sanguinea, Quercus sessiliflora und C ydonic~ iaponica. In keinem Fatle war ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen ; gegentiber alien Arten wiesen die als Edelreiser verwendeten Pflanzen physiologische Unvertr/iglichkeit auf. Die Versuche werden noch mit anderen Arten fortgesetzt, wobei auch untersucht werden mull, ob hinsichtlich der F/ihigkeit zur symbiontischen Verbindung auch intraspezische Unterschiede vorliegen. Es mull ferner die MSglichkeit von Zwi s c h e n v e r e d e l u n g e n in Betraeht gezogen werden. In Anbetracht des Umstandes, dab heterofamiliiire Pfropfungen bet H o l z g e w / i c h s e n bisher im allgemeinen wenig befriedigende Ergebnisse zeitigten, handelt es sich ohne Zweifel um eine schwierige Aufgabe. DieWildpflan zenbest/inde des Sanddorns auf Hiddensee, die uns vorwiegend als Ausgangsmaterial ffir die Ztichtung dienen, werden bisweilen von Krankheiten und Sch/idlingen stark heimgesucht. Es handelt sich besonders um Befall durch Raupen yon Motten aus der Gattung Gelechia (wahrscheinlieh mehrere Arten) und des Ringelspinners Malacosoma neustria, sowie um Sch/idigung dutch den holzzerst6renden Porling Fomes robustus KARST., ferner durch die Gallmilbe Eriophyes Mppophadnus. Es mull daher auch der Ztichtung auf Resistenz gegeniiber den genannten Sch:idlingen Aufmerksamkeit gewidmet werden. Hiermit w:iren die v o r d r i n g l i c h s t e n Zuchtziele in groben Umrissen erfallt. Sie sind keineswegs die alleinigen, ja nicht einmal in allen F~illen die wichtigsten. Erst kfirzlich hat F. LEIBER (7) auf die Bedeutung des Sanddorns als 131und E i w e i l l l i e f e r a n t hingewiesen. Der Sanddornsaft enth/ilt in s e ine rTrocken s u b s t a n z 52,2% F e t t e und L i p o i d e , sowie 11,7% Eiweil3, so dab bet einem Trockensubstanzertrag von rd. i o d z vom Hektar I IT kg E iwe iB und 522kg F e t t produziert wiirden. In diesen Zahlen ist das in den bet der Saftgewinnung abfallenden Kernen enthaltene 01 (rd. 15% ) noch gar nieht inbegriffen. Das sind Zah]en, die gr613te Beachtung verdienen. Wenn schon bet Wildpflanzen solche Produktionsziffern festgestellt werden, kann an der M6glichkeit einer Steigerung durch systematische Ziichtung kaum gezweifelt werden. Auch die Eignung des Holzes ffir g e w e r b l i c h e Z w e c k e , besonders ffir Drechslerarbeiten, diirfen wir nicht iibersehen. SchlieBlich set auch auf den hohen H ei z w e r t des Holzes hingewiesen. Dutch diese kurzen Angaben d/irfte zur Gentige dargetan seth, dab der Sanddorn als Objekt der Pflanzenzuchtung Beachtung verdient.
Es wird eine Mutation des Hanfes beschrieben, die sich dadurch auszeichnet, daß bereits vor der Reife die Stengel hell wachsgelb werden. Die Blätter der Mutante sind etwas heller grün, die Vitalität der Pflanzen anscheinend nur geringfügig geschwächt. Die Mutante ist 1939 in F2- und F3-Nachkommenschaften der Kreuzung frühreifer finnischer x spätreifer italienischer Hanf aufgetreten.
Zur Erzie/ung eines qualitativ wertvollen Ernteund Faserproduktes bereitet die Zweihgusigkeit des Ilanfes ffir den Anbauer und Teehniker groBe Schwierigkeiten. Die m;A_nnlichen Pflanzen sterben nach der Bliite ab, w~ihrend die weiblichen Pflanzen bis zur Samenreife noch l~ingere Zeit ben6tigen. Wiihrend dieser Zeit setzt auf den absterbenden m~innlichen Pflanzen eine R6ste am stehenden Halm durch Pilze, Bakterien usw. ein, die besonders bei feuchter Witterung bis zu einem weitgehenden Verderb der Faser ffihren kann. In l)eutschland, wo Hanf fast ausschlie[/lich auf feuchten Niederungsmooren angebaut wird, kommt es h~iufig vor, dab his zur Samenreife der Weibchen die m~innliehen Pflanzen zusammenbrechen und somit ftir die Ernte verlorengehen. In allen Fiillen hat der zur Samenreife geschnittene Hanf eine geringere Qualit/it, da er sich aus den grfinen weiblichen Stengeln und dell abgestorbenen Mfinnchen mit zersetzter und anger6steter Faser zusammensetzt. Infolge dieser Schwierigkeiten verzichtet man vielfach auf eine Samenernte und schneidet den t lanf nach tier Beendigung der Bltite als sog. Faserhanf. Da es abet unter unseren klimatischen und ackerbaulichen Bedingungen, besonders bel An bau auf Niederungsmoor, nicht gelingt, eine ebenso hochwertige l:aser wie z. B. in Italien zu erzeugen, ist es fiir Deutschland wiehtig, einen kombinierten Samenfaserhanfbau zu betreiben, um die Rentabilit/it des Hanfbaues und die Saatguterzeugung sicherzustellen. Gerade ffir diesen Samenfmserhanfanbau bestehen aber die erw~thnten Schwierigkeiten dutch die Zweih/iusigkeit des Hanfes. In Rul31and, wo in den n6rdlichen Gebieten 5hnliehe Verh~iltnisse vorliegen, ist man seit 1/ingerer Zeit mit gutem Erfolg bestrebt, gleichzeitig reifenden l lanf zu zfichten, bei dem ein friihzeitiges Absterben der Mfinnchen nicht mehr eintr i t t oder eine sehnellere Reife der weiblichen Pflanzen stat tf indet (x, 2, 3, 4)Bei der Grfindung der Faserpflanzenabteilung des Kaiser Wilhelm-Institutes ffir Zfichtungsforschung, Mfincheberg/Mark, wurde der Abteilung als eine tier vordringlichsten Aufgaben die ziichterische Bearbeitung der Fragen, die sich aus der Zwei-
Samen von Hanf wurden mit Röntgenstrahlen behandelt und die Wirkung der Bestrahlung auf die aus den Samen sich entwickelnden Pflanzen festgestellt. Mit steigender Dosis machen sich immer stärkere Schädigungen an den Keimpflanzen geltend, und der Prozentsatz der zur Reife gelangenden Individuen wird immer geringer. Das Geschlechtsverhältnis verschiebt sich immer mehr zugunsten der weiblichen Pflanzen. Es ist nicht zu entscheiden, wieweit für diese Verschiebung des Geschlechtsverhältnisses eine Selektion zugunsten der Weibchen und wieweit eine Geschlechtsumwandlung durch die Bestrahlung verantwortlich zu machen ist. Es tritt mit steigender Dosis ein immer höherer Prozentsatz abweichender Typen, darunter auch monözische Formen und maskulinisierte Weibchen, auf. Außerdem ergab sich bei steigender Dosis ein immer höherer Prozentsatz von gegabelten Pflanzen. Bei einigen war ein Gabelast weiblich, der andere männlich, bei anderen war ein Gabelast typisch weiblich, der andere ein “maskulinisiertes Weibchen”.
5 Wintergerstensorten, I Sommergerstensorte und 4 Wintergerstenzuchtstämme des Kaiser Wilhelm-Instituts für Züchtungsforschung in Müncheberg (Mark) wurden auf ihre Winterfestigkeit nach 20−, 30−, und 40 tägiger Keimstimmung im Frelland geprüft. Bei allen Sorten und Stämmen setzt die Keimstimmung die Winterfestigkeit stark herab, am geringsten ist der Abfall der Winterfestigkeit bei den winterfestesten Sorten. Die Jarowisation wirkt auf den Plasmazustand ein und verhindert das Plasma an der Erlangung eines kälteunempfindlichen Zustandes. Mit Hilfe der Keimstimmung kann die Auslese von winterfesten Formen beschleunigt und gesichert werden.
Drug Prescribing for Patients with Chronic Kidney Disease in General Practice: a Cross-Sectional Study