Abstract Background Neuromyelitis optica spectrum disorders (NMOSD) are associated with a high burden of depression, pain, and physical disability, all of which significantly impair quality of life. At the same time, discussions on the cost-effectiveness of treatment strategies are gaining importance. However, it is not yet known whether specific symptom burdens are particularly cost-driving. This study aims to provide a comprehensive cost analysis considering depression and pain to optimise future healthcare strategies. Methods This prospective cross-sectional multicentre study was conducted at twelve centres of the Neuromyelitis Optica Study Group (NEMOS). Over a three-year period, 115 NMOSD patients were recruited. Disease-related costs, pain, and depression were assessed using standardised questionnaires. A generalised linear model analysis and graphical sub-cost analysis were performed to identify key cost drivers. The robustness of our findings was confirmed using two independent depression rating scales. Results In our sample of 115 patients, 77% suffered from chronic pain with a median pain intensity of 4.0 on the numeric rating scale (NRS). Moreover, 56% of patients reported depressive symptoms. In multivariate regression analysis, depression emerged as a significant predictor of total costs (p < 0.001) alongside the EDSS score (p < 0.001) and age (p = 0.004). In contrast, pain was not significantly influencing total costs (p = 0.057), despite being reported by the majority of patients. Graphical analyses highlighted informal costs as the main cost driver in patients with increasing depressive symptoms. Conclusions Depressive symptoms are not only common in NMOSD patients but also represent a major cost driver alongside neurological disability. Addressing these symptoms is essential for optimal patient care and may help reduce the socioeconomic burden.
Der Artikel leistet einen theoretischen und empirischen Beitrag zur Debatte um die Polarisierung von Gesellschaft und Politik in Deutschland. Aus der Perspektive der Soziologie Pierre Bourdieus sowie der darauf aufbauenden Weiterentwicklung der Theorie durch Michael Vester untersucht der Beitrag mit den Daten des European Social Survey 2002–2023 anhand von drei grundlegenden Konfliktdimensionen (Einstellungen zu Umverteilung, sexueller Diversität und Migration) die Frage, welche gesellschaftspolitischen Lager sich in Deutschland wie entwickelt haben, welche sozialstrukturellen Profile diese aufweisen und welche Parteien ihre Angehörigen wählen. Der Artikel konstruiert acht Typen von gesellschaftspolitischen Lagern, die aus einer mehrdimensional-relationalen Perspektive auf Polarisierungstendenzen untersucht werden: (1) durch einen Vergleich der empirisch ermittelten Größen der theoretisch möglichen Lager, (2) durch eine sozialräumliche Betrachtung der Lager sowie (3) durch eine Untersuchung der Dynamik ihrer historischen Entwicklung von 2002 bis 2023. Methodisch geht der Artikel möglichst einfach vor: Die Typen werden durch eine einfache Kombination der Antwortmuster auf den zentralen Konfliktdimensionen gebildet. Der Zeitvergleich wird mittels deskriptiver Statistik dargestellt. Die sozialräumlichen Relationen werden mittels multipler Korrespondenzanalyse für die aktuellsten Daten (ESS 11, 2023) in einem soziopolitischen Raum illustriert. Die Ergebnisse bestätigen einerseits frühere Befunde, dass bei den Einstellungen ein relativ großer grundsätzlicher Konsens und ein eher progressiver Langzeittrend innerhalb der Bevölkerung besteht, zeigen andererseits aber auch, dass zwischen dem transnational-egalitären und dem national-egalitären Lager als den beiden größten Lagern durchaus Unterschiede vor allem im Hinblick auf die Einstellungen zu Migration bestehen. Zudem verweist die zeitliche Entwicklung der Lager auf wichtige relative Verschiebungen bei Größe und Einstellungsprofilen. Deren Einbeziehung kann einen Beitrag zur Erklärung der Differenz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung einer Polarisierung und bisherigen sozialwissenschaftlichen Befunden, die eine solche nicht feststellen können, leisten.
Die vorliegende Pilotstudie beschäftigt sich mit der Analyse präventiver Screening-Maßnahmen im professionellen Frauenhandball. Es wird das Risiko, Verletzungen zu erleiden, und die Wirkung von Präventionsmaßnahmen untersucht, d. h. die Einschränkung der Gesundheit. Die Datenbasis bilden Screening-Ergebnisse zu den Verletzungen aus den Saisons 2022/2023 und 2023/2024. Die erhobenen Daten zur Häufigkeit von Verletzungen vor und nach Screening-Maßnahmen sowie zu den Unterschieden der Verletzungsverteilung nach Extremitätenregion, altersabhängigen Überlastungstendenzen sowie positionsspezifischen Verletzungsarten wurden mittels inferenzstatistischer Methoden ausgewertet – u. a. Binomialverteilung, Wilcoxon-Test und Chi-Quadrat-Test. Zusätzlich wurde auch eine Online-Befragung unter den Spielerinnen aus den o. g. Saisons durchgeführt sowie qualitative Interviews mit dem Athletikcoach und einer Physiotherapeutin, die praxisnahe Einblicke lieferten. Es wurde keine Häufung der Überlastungsverletzungen mit zunehmendem Alter gefunden. Es fand sich ein deutlich häufigeres Auftreten von Auffälligkeiten in den Untere-Extremitäten-Tests. Speziell die Interviews machen deutlich, dass u. a. begrenzte Zeit und Ressourcen sowie unzureichende Nachbearbeitung die Wirksamkeit der präventiven Screening-Maßnahmen einschränken. Die Analyse bestätigt, dass reine Screening-Maßnahmen ohne Folgemaßnahmen nur begrenzte Wirkung entfalten können. Die Ergebnisse unterstreichen die Komplexität sportbedingter Verletzungen im Handball und zeigen, dass deren Entstehung multifaktoriell bedingt ist. Für die Praxis liefern die Ergebnisse wertvolle Impulse zur Weiterentwicklung individualisierbarer Präventionsstrategien im Spitzensport. Auch die aktuellen Erkenntnisse aus der Literatur deuten auf den Erfolg von an den sportartspezifischen Anforderungs- und Risikoprofilen orientierten Präventivmaßnahmen hin.
Composite materials made from aluminum foam are increasingly utilized in aerospace and automotive industries due to their low density, high energy absorption capacity, and resistance to corrosion. Additive manufacturing processes offer several advantages over conventional manufacturing techniques, including the capability to fabricate significantly more geometrically complex components without the need for costly tooling. Direct Energy Deposition processes, such as DED-Arc/Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) facilitate the additive production of near-net-shape components at high build rates. This paper proposes a novel, cost effective and easy to implement additive manufacturing approach for highly porous aluminum using standard filler wires and equipment as well as H2-infused shielding gas.
Das schwere Thoraxtrauma gehört zu den häufigsten und potenziell letalen Verletzungen beim Schwerverletzten. Fast 50