Der Beitrag bestimmt transformatives Lernen als Bildung und Umbildung von Sinnhorizonten jenseits semantischer Transkodierungen. Im Vergleich der Theorie des transformativen Lernens und der Theorie transformatorischer Bildungsprozesse wird deutlich, dass Transformation im transformativen Lernen den Sinn in seinen Tiefenstrukturen betrifft, während die Theorie der Bildungsprozesse primär auf Bedeutungen gerichtet ist. Diese Differenz ist in der Hochschulbildung zu berücksichtigen.
Digitale Anwendungen und webbasierte Lernangebote eröffnen zahlreiche Möglichkeiten für Unterricht, Schulorganisation sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrpersonen. Gleichzeitig erschwert die große Zahl verfügbarer Angebote eine fundierte Auswahl. Lehrpersonen müssen nicht nur beurteilen, welche Funktionen eine Anwendung bietet, sondern auch, ob diese für bestimmte Zielgruppen, Unterrichtsgegenstände und pädagogische Zielsetzungen geeignet ist. Die Plattform Medienfundgrube (www.medienfundgrube.at) setzt an diesem Orientierungsbedarf an. Als Projekt der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich stellt sie schulrelevante Applikationen und Internetangebote vor, beschreibt deren zentrale Funktionen und gibt Hinweise auf mögliche Einsatzbereiche. Der vorliegende Beitrag beschreibt die Entwicklung, den Aufbau und das redaktionelle Konzept der Plattform. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern eine kuratierte Sammlung digitaler Angebote als Schnittstelle zwischen Medienpädagogik, der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrpersonen und schulischer Praxis fungieren kann. Abschließend werden Potenziale und Herausforderungen einer langfristig betriebenen Plattform diskutiert.
Der Beitrag entfaltet eine strukturphänomenologische Perspektive auf Veränderung in Psychotherapie und Pädagogik. Ausgangspunkt ist die Unterscheidung enaktiver, ikonischer und symbolischer Vollzüge, die nicht als ontologische Ebenen, sondern als unterschiedliche Weisen des Vollzugs von Erfahrung verstanden werden, also nicht verschiedene Schichten des Seins, sondern verschiedene Modi, in denen sich ein und derselbe leibliche Prozess vollzieht. Enaktive Vollzüge verorten Veränderung im leiblichen Sinnvollzug als pathisches Antworten und Getroffen-Werden. Sie sind real im Sinne eines erfahrungswirksamen leiblichen Geschehens, ohne damit eine eigene ontologische Ebene zu bezeichnen. Symbolische Vollzüge führen Sinn in Bedeutung über und machen Erfahrung sprachlich fassbar und erklärbar, bleiben jedoch auf die Rückbindung an leibliche und anschauliche Vollzüge angewiesen. Der Beitrag zeigt, dass Veränderung weder primär kognitiv noch ausschließlich sprachlich einsetzt, sondern sich als leiblich fundierter Prozess entfaltet.
Die Anforderungen an Schulen steigen – pädagogisch, organisatorisch und gesellschaftlich. Einzelstandorte stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen der Belastbarkeit, indem die Lehrpersonen und die Schulleitung die Aufgaben wenige Personen aufteilen können. Eine Antwort darauf sind Schulclusterprojekte, in denen mehrere Schulen unter gemeinsamer Leitung kooperieren und ihre Entwicklung abstimmen. Ziel ist es, durch gemeinsame Schulentwicklung, Ressourcennutzung und Kooperation die Bildungsqualität nachhaltig zu verbessern (BMB, 2026).