Digital Humanities (DH) Spaces sind kreative Arbeitsräume an wissenschaftlichen Bibliotheken, die Forschenden, Studierenden und Interessierten neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit bieten. Sie dienen als offene Orte für digitale Geisteswissenschaften und ermöglichen interdisziplinäre Forschung, kollaboratives Arbeiten und innovative Methodenentwicklung. Die Infrastruktur, Nutzungsszenarien und Herausforderungen dieser Räume werden diskutiert, um Best Practices für ihre Gestaltung zu identifizieren. Der Artikel beleuchtet zudem die Rolle von Bibliotheken als Standorte für DH Spaces und deren Bedeutung für Community-Building und Wissensvermittlung.
Zusammenfassung Das „Scheitern“ eines Projektes wird mit Verschwendung von Zeit und Geld in Verbindung gebracht. Doch wann ist ein Projekt wirklich gescheitert – und ist ein negatives Projektergebnis tatsächlich ein Problem? Die Autor:innen haben diese Fragen auf einem Panel der Jahrestagung „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum 2023“ gestellt und mit dem Publikum diskutiert. Die Fragen wurden nicht abschließend geklärt – es zeigte sich im Gegenteil ein großer Diskussions- und Handlungsbedarf in den DH und über die Grenzen von Disziplinen hinweg.
Der Beitrag umreißt das Themenfeld bibliothekarischer Erwerbungen aus Unrechtskontexten bzw. aus von Machtasymmetrien geprägten Kontexten. Anhand von drei Fallbeispielen werden mögliche Ansätze der Provenienzforschung zu Bibliotheksbeständen aus unterschiedlichen kolonialen Kontexten aufgezeigt und Best-Practice-Beispiele für internationale Kooperationen zwischen Forschung und Bibliothek vorgestellt. Die Weiterentwicklung der Provenienzforschung zu bibliothekarischen Erwerbungen aus kolonialen Kontexten und die Zusammenarbeit mit den Herkunftsgesellschaften versteht der Beitrag als wichtige Zukunftsaufgabe.