
Eine altersfreundliche Stadtentwicklung spielt im Hinblick auf den demographischen Wandel eine zentrale Rolle bei der langfristigen Förderung der Gesundheit, Selbstständigkeit und gesellschaftlichen Teilhabe älterer Menschen. Dieser Artikel verknüpft das Konzept des Globalen Netzwerks für altersgerechte Städte und Gemeinden (GNAFCC) der WHO mit internationalen Erfahrungen aus Norwegen und den Perspektiven älterer Menschen in Graz. Der Schwerpunkt liegt auf Partizipation, barrierefreien Lebensräumen, lokalen Unterstützungsangeboten und Möglichkeiten zur sozialen Teilhabe. Besonderes Augenmerk wird auf die Mitgestaltung älterer Menschen und die strategische Verankerung auf politischer Ebene gelegt, da beides Voraussetzungen für eine bedarfsgerechte, nachhaltige und wirksame Stadtentwicklung sind.
Der zunehmende Mangel an Pflegefachpersonen stellt Gesundheitseinrichtungen weltweit vor erhebliche Herausforderungen. Die internationale Rekrutierung von Pflegefachpersonen wird zunehmend als Strategie genutzt, um offene Stellen zu besetzen und die pflegerische Versorgung langfristig sicherzustellen (McCarthy et al., 2020; World Health Organization [WHO], 2024). Der nachhaltige Erfolg dieser Maßnahmen hängt jedoch wesentlich von einer gelungenen Integration der angeworbenen Pflegefachpersonen ab. Am Universitätsklinikum Salzburg (UKS) wurde hierzu ein umfassendes Konzept für internationale Rekrutierung und Integration etabliert. Eine wissenschaftliche Begleitstudie untersuchte die Erfahrungen der ersten Kohorte international rekrutierter Pflegefachpersonen (IRNs) aus Kolumbien sowie die Perspektive lokaler Pflegefachpersonen (LNs). Die Ergebnisse zeigen, dass Sprache, soziale Anerkennung, Teamkultur, die Anerkennung vorhandener Kompetenzen sowie strukturierte Unterstützungsangebote zentrale Einflussfaktoren für eine erfolgreiche Integration darstellen. Der Beitrag beschreibt das Integrationsmodell des UKS, stellt zentrale Ergebnisse der Begleitstudie vor und leitet Empfehlungen für die Praxis ab.
Langzeitpflegeeinrichtungen stehen zunehmend unter personellem, strukturellem und ethischem Druck. Diese Entwicklungen sind eng mit Fragen von Werten und Organisationskultur verknüpft. Der Beitrag verbindet aktuelle Forschung mit ethischer Einordnung und der Perspektive der Mitarbeitenden. Dabei wird sichtbar, wie Spannungsfelder zwischen professionsethischem Anspruch und realen Arbeitsbedingungen im Alltag entstehen und wirksam werden. Am Beispiel eines partizipativen Projekts wird gezeigt, wie Wertearbeit konkret im organisationalen Kontext umgesetzt werden kann. Deutlich wird: Werte bleiben wirkungslos, wenn sie abstrakt formuliert sind — ihre Relevanz entfalten sie erst im gelebten Alltag.
Da es in vielen europäischen Ländern einen Mangel an Pflegepersonen gibt, war es Ziel der vorliegenden Studie zu untersuchen, welche Rahmenbedingungen mit der Bereitschaft von Teilzeitbeschäftigten, ihre wöchentliche Arbeitszeit zu erhöhen, zusammenhängen. Die Daten wurden 2024 über eine querschnittliche Onlinebefragung von 409 Teilzeit-Pflegepersonen eines großen österreichischen Langzeitpflegeanbieters erhoben. Zwischen 12
Elisabeth Potzmann, Präsidentin des ÖGKV, spricht über ihre Motivation, ein Buch für Pflegende und am Pflegeberuf Interessierte zu schreiben und ihre Wünsche für ihre Kolleg:innen.