
Compensatory health beliefs (CHBs), defined as belief that an unhealthy behavior can be compensated by engaging in another healthy behavior, are negatively predictive of health-behavior change intentions and behavior. However, CHBs have to be distinguished from compensatory health behavior (CBs), which is defined as compensatory behavior that an individual engages in. As it has not been investigated to date, the aim of this study was to systematically examine the distinction between CHBs and CBs in the context of alcohol consumption. The baseline sample consisted of 898 participants (mainly students, mean age = 23.57 years). For running exploratory and confirmatory factor analyses on CHBs and CBs, the split-half sample method was used. Moreover, the relationships of CHBs and CBs with health-related variables were assessed by regression analyses. The cross-sectional analyses supported the distinction between CHBs and CBs. In contrast to the CHBs, CBs were positively predictive of the intention to drink less alcohol and alcohol consumption. The consideration of CBs when investigating health behavior is highly relevant.
Zusammenfassung. Auf Basis des transaktionalen Stressmodells von Lazarus wurde ein multimodales Stressbewältigungsprogramm für Studierende entwickelt. Ziel der vorliegenden Studie war die Implementation und Evaluation dieses Programms bei einer Stichprobe von 75 Lehramtsstudierenden (Trainingsgruppe: n = 33, Kontrollgruppe: n = 42, Posttest: n = 73, Follow-Up: n = 53 Studierende). Die Trainingseffekte wurden anhand eines quasi-experimentellen Prä-Post-Kontrollgruppendesigns mit Follow-Up-Messung geprüft. Neben allgemeinen Effekten wurden auch konditionale Trainingseffekte überprüft. Die Ergebnisse zeigten positive kurz- und mittelfristige Effekte. Dabei ergab sich der stärkste Effekt für das Wissen, während für die Bewältigungsstrategien, die Achtsamkeit und die Selbstwirksamkeit die Effekte überwiegend in geringer bis mittlerer Höhe lagen. Keine Effekte zeigten sich dagegen für die emotionale Erschöpfung sowie die psychischen und psychosomatischen Beschwerden. Es ließen sich nur wenige konditionale Effekte für Vortestwert und Geschlecht feststellen. Darüber hinaus zeigte sich, dass die Wirksamkeit des Trainings mit dem Kooperationsverhalten der Teilnehmer zusammenhing.
Zusammenfassung. Achtsamkeit hat für die Gesundheitspsychologie eine immer stärkere Bedeutung, da achtsamkeitsbasierte Interventionen in der Prävention und Rehabilitation das körperliche Wohlbefinden und die Lebensqualität steigern können. Wie valide lässt sich selbstberichtete Achtsamkeit mit der deutschen Übersetzung des „Five Facet Mindfulness Questionnaire“ (FFMQ) erfassen? Der 39 Items umfassende FFMQ wurde ins Deutsche übersetzt. An einer Stichprobe von 550 studentischen Versuchspersonen wurde die dimensionale Struktur, Reliabilität und Validität der fünf Skalen bestimmt. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Übereinstimmung mit den Validierungsstudien zur englischsprachigen Originalfassung des FFMQ. Die fünf-faktorielle Struktur konnte weitestgehend repliziert werden. Hypothesenkonform fanden sich korrelative Zusammenhänge zur psychopathologischen Symptombelastung und zu Indikatoren der psychischen Gesundheit. Mit der deutschen Version des FFMQ liegt ein valides Instrument vor, das die Erfassung der von Baer beschriebenen fünf Facetten selbstberichteter Achtsamkeit ermöglicht.
Abstract. Compensatory health beliefs (CHBs), defined as belief that an unhealthy behavior can be compensated by engaging in another healthy behavior, are negatively predictive of health-behavior change intentions and behavior. However, CHBs have to be distinguished from compensatory health behavior (CBs), which is defined as compensatory behavior that an individual engages in. As it has not been investigated to date, the aim of this study was to systematically examine the distinction between CHBs and CBs in the context of alcohol consumption. The baseline sample consisted of 898 participants (mainly students, mean age = 23.57 years). For running exploratory and confirmatory factor analyses on CHBs and CBs, the split-half sample method was used. Moreover, the relationships of CHBs and CBs with health-related variables were assessed by regression analyses. The cross-sectional analyses supported the distinction between CHBs and CBs. In contrast to the CHBs, CBs were positively predictive of the intention to drink less alcohol and alcohol consumption. The consideration of CBs when investigating health behavior is highly relevant.
Zusammenfassung. Mit dem Ziel der Validierung des „Fragebogens zum Gesundheitsverhalten von Kindern“ (GEKI, Meier, Eschenbeck & Kohlmann, 2013 ) wurden Zusammenhänge gesundheitsbezogener Verhaltensweisen von Kindern im Selbstbericht mit Fremdeinschätzungen durch Eltern sowie Mitschüler geprüft. In Studie 1 nahmen 284 Eltern-Kind-Paare sowie 82 Mitschüler-Kind-Paare teil, in Studie 2 396 Kind-Eltern-Mitschüler-Triaden. In allen korrespondierenden Bereichen des Schutzverhaltens (Sicherheit im Straßenverkehr, Sonnenschutz, Zahnhygiene) und des Ernährungsverhaltens (Ungesunde Ernährung, Gesunde Ernährung, Schulfrühstück) zeigten sich substantielle Bezüge zwischen den Selbstberichten der Kinder und den Fremdeinschätzungen. Am deutlichsten waren die Zusammenhänge für Sicherheit im Straßenverkehr und Schulfrühstück, schwächer für Sonnenschutz und Zahnhygiene. Geschlecht und Alter moderierten (mit einer Ausnahme) die Assoziation zwischen Selbst- und Fremdeinschätzungen nicht. Auch nach Kontrolle von Geschlecht und Alter trugen für alle Gesundheitsverhaltensskalen die Fremdeinschätzungen von Eltern und Mitschülern substanziell zur Varianzaufklärung im Selbstbericht bei. Eltern schätzten insbesondere für Sicherheit im Straßenverkehr und Ungesunde Ernährung das Verhalten ihrer Kinder günstiger ein als die Kinder selbst und deren Mitschüler. Die Ergebnisse sprechen für die Validität des GEKI-Fragebogens.
The aim of this study was to evaluate the subjective well-being of informal caregivers after a 1-week group intervention offered by the Social Insurance for Agriculture, Forestry, & Horticulture (SVLFG). The study design to evaluate well-being (WHO-5 Index) was based on a panel of four dates within 6 months in two regions and three institutions. The final multilevel model (n = 545 measures of n = 145 individuals) was controlled for sex, need for care, region, and process of burden. For the whole group (86% women; average age 57 years; 54% with clinically relevant depression; 64% with at least Care Level 2, 40% with dementia), well-being increased substantially (Cohen's d = 0.41) in the short term and remained slightly (d = 0.17) above the baseline in the medium term. The curves vary substantially for region and process of burden. The potentials for improving the quality of interventions and sustainability is discussed. The absence of a longitudinal control group limits any causal interpretation. The intervention could be a model for standard services offered by the public health system.
Zusammenfassung. Gegenstand der Untersuchung ist die Frage, ob bei Erwachsenen Unterschiede in der Ausprägung verschiedener Aspekte des Trauerns in Abhängigkeit vom Verwandtschaftsverhältnis zur verstorbenen Person und zur Todesart bestehen. Eine Stichprobe von 521 Personen bearbeitete das Würzburger Trauerinventar teils online und teils im Papier-und-Bleistift-Verfahren. Nach dem Verlust eines Kindes oder Ehepartners sind akute emotionale und kognitive Beeinträchtigungen und das Empfinden der Nähe zur verstorbenen Person jeweils stärker ausgeprägt als nach dem Verlust eines Elternteils oder Geschwisters. Nach einem unfallbedingten Verlust sind Beeinträchtigungen und das Empfinden der Nähe zur verstorbenen Person nicht stärker als nach einem Todesfall infolge von Krankheit. Angehörige von Suizidopfern äußern stärkere Schuldgefühle als Angehörige von Personen, die durch Krankheit oder Unfall umkamen. „Alter“, „Geschlecht“ und „Konfession“ spielen keine Rolle als Moderatorvariablen. Die Ergebnisse werden im Kontext internationaler Befunde zu Risikofaktoren des Trauerns diskutiert, und es werden Schlussfolgerungen für die klinische Praxis aufgezeigt.
Abstract. Studies of exercise in depression have not focused on persons already engaging in exercise. The current study aimed to provide an in-depth examination of exercise in depressive persons. In all, 62 depressive outpatients were compared with 62 parallelized nondepressive controls on various aspects of self-reported exercise (total amount, frequency, duration, intensity, type). Of the depressive participants, 52 % and of the nondepressive participants 76 % reported engaging in exercise. Compared with nondepressive exercisers, depressive exercisers exercised less (average total amount of M = 1.7 vs. M = 2.7 hr/week, including all intensity levels), were exercising less frequently (M = 1.7 vs. M = 2.6 sessions/week), and were engaged in fewer different exercise types (M = 1.4 vs. M = 2.0). Groups did not differ in intensity (M = 6.1 vs. 6.2 METs) or duration of exercise sessions (M = 1.1 hr). Exercisers with depression engage in exercise at reduced levels compared with nondepressive exercisers. Interventions to increase exercise in depressive patients should focus on raising the frequency of exercise sessions rather than the duration or intensity.
Zusammenfassung. Die Interaktion zwischen Behandler und Patient kann die Behandlung und deren Ergebnis stark beeinflussen. Die Studie untersucht die Wirkung von aktivem Kommunikationsverhalten des Patienten im Aufnahmegespräch auf die unmittelbare kommunikative Reaktion des Behandlers. Es wurden 21 Audiomitschnitte von Aufnahmegesprächen zwischen N = 21 Patienten mit chronisch-ischämischer Herzkrankheit und N = 10 Behandlern an zwei kardiologischen Rehabilitationskliniken analysiert. Die Audiomitschnitte wurden mittels RIAS codiert und Sequenz- und Lag-Analysen durchgeführt. Hierbei wurde der Zusammenhang zwischen aktiven Patientenverhaltensweisen (Meinungsäußerung) und den darauf folgenden kommunikativen Reaktionen des Behandlers untersucht. Aktive Meinungsäußerungen durch Patienten sind insgesamt sehr selten. Unaufgeforderte Meinungsäußerungen, welche nicht durch eine Frage des Behandlers ausgelöst wurde, kamen noch seltener vor. Allerdings zeigte die Sequenzanalyse, dass Patientenverhaltensweisen mit dem Kommunikationsverhalten von Behandlern in Zusammenhang steht. Die Meinungsäußerung wird in vielen Fällen aber nicht als Grundlage für eine gemeinsame Entscheidungsfindung genutzt. Zukünftige Studien sollten klären, warum aktive Meinungsäußerungen nicht als Anlass für eine gemeinsame Entscheidungsfindung genutzt werden.
Zusammenfassung. In der vorliegenden Studie wurde der Frage nachgegangen, ob sich Mädchen und Jungen im Grundschulalter in ihrer Stressvulnerabilität und -symptomatik sowie in ihren Stressbewältigungsstrategien unterscheiden. Dazu wurden bei 485 Kindern (51.1 % Mädchen) der dritten und vierten Klassenstufe (Alter 8 – 11) die Stressvulnerabilität, Stresssymptomatik und Stressbewältigung (sozialer und leistungsbezogener Situationen) anhand des „Fragebogens zur Erhebung von Stress und Stressbewältigung im Kindes- und Jugendalter“ (SSKJ 3 – 8; Lohaus, Eschenbeck, Kohlmann & Klein-Heßling, 2006 ) untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass bei Mädchen eine höhere Stressvulnerabilität und -symptomatik besteht als bei Jungen. Zur Bewältigung von Alltagsstressoren suchten Mädchen mehr soziale Unterstützung als Jungen, während Jungen häufiger vermeidend bewältigten als Mädchen. Die Geschlechtsunterschiede variierten nicht in Abhängigkeit der Stresssituation. Der Einsatz der Strategien Suche nach sozialer Unterstützung, vermeidende Bewältigung und destruktiv-ärgerbezogene Emotionsregulation wurde jedoch generell häufiger in der sozialen als in der leistungsbezogenen Anforderungssituation berichtet. Unsere Befunde deuten auf einen besonderen Unterstützungsbedarf von Mädchen hin und werfen die Frage nach geschlechtsspezifischen Fördermaßnahmen für Grundschulkinder auf.
Zusammenfassung. Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Evaluation des subjektiven Wohlbefindens nach einer einwöchigen Gruppenintervention für pflegende Angehörige, durchgeführt von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Für das Wohlbefinden (WHO-5 Index) wird ein Längsschnitt mit vier Messzeitpunkten innerhalb von 6 Monaten in zwei Regionen bzw. drei Einrichtungen eingesetzt und mehrebenenanalytisch (n = 545 Messwerte von n = 145 Personen) im finalen Modell für Geschlecht, Pflegebedürftigkeit, Region und Verlauf der Pflegebelastungen kontrolliert. In der Gesamtgruppe (86 % Frauen, mittleres Alter 57 Jahre, 54 % klinisch relevante Depressivität, 64 % mindestens Pflegestufe 2, 40 % Demenz) scheint das Wohlbefinden kurzfristig sehr deutlich (Cohen’s d = 0,41) zu steigen und mittelfristig geringfügig über dem Ausgangsniveau (d = 0,17) zu bleiben. Die Kurven variieren substanziell nach Region und Verlauf der Pflegebelastungen. Diskutiert werden insbesondere Verbesserungspotenziale in der Qualität und der Nachhaltigkeit der Intervention. Kausale Aussagen sind begrenzt, weil eine längsschnittliche Kontrollgruppe fehlt. Die Intervention könnte ein Modell für eine gesetzliche Regelleistung sein.
Zusammenfassung. Autonomieförderung gilt als ein wichtiger Prädiktor für intrinsische Motivation im Sport. Anlehnend an bestehende Arbeiten, die zeigen, dass der Zusammenhang von Autonomie und Motivation durch Unterschiede in der dispositionellen Autonomieneigung moderiert wird, prüft die vorliegende Arbeit die zugrundeliegende Passungshypothese für intrinsische Motivation direkt im Schulsportunterricht. Es wird angenommen, dass autonomieförderliche Instruktionen besonders für Schüler und Schülerinnen mit starker Autonomiedisposition die intrinsische Motivation für den Schulsport begünstigen, während sie für Personen mit schwächerer Autonomieausprägung weniger wirksam sind. In einem experimentellen Design wurden 45 Schülerinnen und Schülern entweder einer Autonomie-fördernden (AF) Bedingung, einer Autonomie-einschränkenden (AE) Bedingung oder einer Kontrollgruppe (KG) zugeordnet und die intrinsische Motivation bei einer Basketballübung erfasst. Wie erwartet berichten Personen mit stark ausgeprägter Autonomiedisposition eine signifikant höhere intrinsische Motivation in der Autonomieförderungsbedingung als Personen mit schwacher Autonomieausprägung. Die Ergebnisse sprechen für eine differentielle Betrachtung von Autonomieförderung im Schulsport.
Zusammenfassung. Nicht erst seit den Studierendenprotesten werden die Themen Stress und Belastung an Universitäten mannigfaltig thematisiert. Im Gegensatz zur enormen Bedeutung ist die Anzahl der evaluierten Stresstrainings, die speziell für Studierende entwickelt wurden, bestenfalls überschaubar. Ziel der vorliegenden Studie war es, ein auf die Bedürfnisse der Studierenden zugeschnittenes multimodales Stressbewältigungsprogramm zu entwickeln und auf seine Wirksamkeit zu überprüfen. Die Evaluierung des siebenwöchigen Trainings erfolgte durch ein randomisiertes Wartelisten-Kontrollgruppendesign an 63 Studierenden. Insgesamt zeigt sich eine deutliche Verbesserung (signifikante Interaktion Gruppe*Zeit) bezüglich einer Vielzahl gesundheitsrelevanter Parameter: Stressbelastung, Prüfungsangst, psychosomatische Beschwerden, depressive Symptomatik, Perfektionismus, Selbstwert, Erholungsfähigkeit, Beanspruchungs-Erholungs-Bilanz und Selbstmanagementfähigkeiten/Ressourcen. Zusammenfassend erscheint das Trainingsprogramm, mit seiner innovativen zielgruppenspezifischen Konzeption, als erfolgsversprechender Baustein einer präventiven Gesundheitsförderung im Hochschulsetting.
Zusammenfassung. Das in der arbeitspsychologischen Forschung gut etablierte Job Demands-Resources Modell ( Demerouti, Bakker, Nachreiner & Schaufeli, 2001 ) bewährt sich auch im Studienkontext. Analog zu den Annahmen dieses Modells werden bezogen auf das Studium zwei parallel ablaufende Prozesse angenommen: ein Pfad der Gesundheitsbeeinträchtigung, in dem Anforderungen im Studium vermittelt durch Erschöpfung zu gesundheitlichen Einbußen führen und ein motivationaler Pfad, bei dem Ressourcen vermittelt über Engagement zu einem Zugewinn an Gesundheit führen. Für die Analysen wurden Daten von 808 Studierenden genutzt. Sie gaben Auskunft zu ihrem Erschöpfungserleben, ihrem Engagement, ihrer Wahrnehmung und Bewertung von Anforderungen und Ressourcen im Studium sowie ihrem Wohlbefinden. Die oben skizzierten Wirkmechanismen wurden in einem Strukturgleichungsmodell geprüft. Wahrgenommene Anforderungen im Studium sind hypothesenkonform mit Erschöpfung (ß = .79) und darüber invers mit Beeinträchtigungen des Wohlbefindens (ß = -.53) assoziiert, eine gute Ressourcenausstattung hingegen korreliert mit Engagement (ß = .78) sowie positiv mit dem Wohlbefinden (ß = .32). Das Modell parallel ablaufender Prozesse ist akzeptabel an die Daten angepasst. Ein Modell mit kreuzweiser Verschränkung der Pfade von Ressourcen auf Erschöpfung und von Anforderungen auf Engagement bringt gegenüber dem Ausgangsmodell parallel ablaufender Prozesse einen leichten Zugewinn. Die Korrelation zwischen Ressourcen im Studium und Erschöpfung (ß = -.18) erwies sich zwar als signifikant, nicht aber die zwischen Anforderungen im Studium und Engagement (ß = .02).
The communication between clinician and patient in the admission interview can have an impact on the subsequent treatment and outcome. This study focuses on the effect that a patient's active communication has on the reaction of the clinician. In all, 21 audio recordings of the first consultations between N = 21 patients with IHD and N = 10 clinicians at two cardiac rehabilitation clinics were coded through RIAS. Sequence analysis and lag analysis were applied to the coded data, and the associations between the behavior of interest (patient's opinion) and the reactions of the clinician were investigated. Patients actively voicing their opinion was rarely observed. The quantity of spontaneous expressions of the patient's own opinion that were not triggered by a question from the clinician was even smaller. However, the sequence analysis shows that active patient behavior is associated with the communication behavior of the clinician. The active behaviors were not used as a basis for shared decision making. Future studies should clarify why patient expression of opinions does not lead to SDM.
Multiple studies verified the acute positive effects of physical activity on affective well-being, focusing on sport activities in laboratory settings or supervised programs. This study builds on existing ambulatory assessment studies that indicate positive associations between physical activity and affective well-being (valence, energetic arousal) in everyday life and explicitly differentiates between sport activities and daily physical activities. Moreover, the sustainability of effects is explored. For 7 days, 21 men and 25 women (M-age = 32 years) participated in the study. Physical activity was captured objectively by an accelerometer and additionally with an activity diary. Affective well-being was gathered via a smartphone multiple times per day. Multilevel analyses revealed positive effects on affective well-being (valence, calmness, energetic arousal) for sport activities included in the daily routine. Daily physical activity showed acute positive effects for valence and energetic arousal but not for calmness. However, at the day's end, sport activities and daily physical activity were positively associated with valence and calmness. This study gives further background knowledge for activity recommendations based on the affect-regulating potential of physical activity.
Mindfulness plays an increasing role in the field of health psychology, since mindfulness-based interventions in prevention and rehabilitation can lead to a higher bodily well-being and quality of life. How valid is the measurement of self-reported mindfulness as a multidimensional construct using the German translation of the Five-Facet Mindfulness Questionnaire (FFMQ)? The 39-item inventory was translated into German and presented to a sample of 550 undergraduate students. The dimensional structure, reliability, and validity of the different scales were evaluated. Results were largely comparable to those obtained for the original English version of the FFMQ. As anticipated, the five-factor structure was largely replicated and expected associations with symptom distress and indicators of psychological and physical well-being were found. The German version of the FFMQ seems to be an economic, reliable, and valid questionnaire for assessing self-reported mindfulness in a multidimensional way.
The aim of the study was to validate the "German Health Behavior in Children Questionnaire" (GEKI; Meier, Eschenbeck, & Kohlmann, 2013) by examining agreement among children's self-reports and their parents' and classmates' proxy ratings. In Study 1, 284 parent-child pairs and 82 classmate-child pairs were included; Study 2 comprised 396 child-parent-classmate triads. The self-other correlations between the corresponding subscales of health protective behaviors (road safety, sun safety, dental hygiene) and eating behaviors (unhealthy eating, healthy eating, bringing school lunch) were modest to high. Correlations were higher for road safety and bringing school lunch and lower for sun safety and dental hygiene. Self-other correlations were (with one exception) not moderated by the child's gender or age. After controlling for gender and age, the proxy ratings from parents and classmates remained significant predictors for all self-reported health behaviors. Especially for road safety and unhealthy eating, parents rated their child's behavior more favorably. Results support the validity of the newly developed health behavior questionnaire.
Studies of exercise in depression have not focused on persons already engaging in exercise. The current study aimed to provide an in-depth examination of exercise in depressive persons. In all, 62 depressive outpatients were compared with 62 parallelized nondepressive controls on various aspects of self-reported exercise (total amount, frequency, duration, intensity, type). Of the depressive participants, 52% and of the nondepressive participants 76% reported engaging in exercise. Compared with nondepressive exercisers, depressive exercisers exercised less (average total amount of M = 1.7 vs. M = 2.7 hr/week, including all intensity levels), were exercising less frequently (M = 1.7 vs. M = 2.6 sessions/week), and were engaged in fewer different exercise types (M = 1.4 vs. M = 2.0). Groups did not differ in intensity (M = 6.1 vs. 6.2 METs) or duration of exercise sessions (M = 1.1 hr). Exercisers with depression engage in exercise at reduced levels compared with nondepressive exercisers. Interventions to increase exercise in depressive patients should focus on raising the frequency of exercise sessions rather than the duration or intensity.