The current gold standard in the assessment of lateral intracranial dural arteriovenous fistulas (LDAVF) is digital subtraction angiography (DSA). However, magnetic resonance imaging (MRI) is a non-invasive emerging tool for the evaluation of such lesions. The aim of our study was to compare the DSA to our 3 T MR-imaging protocol including a highly spatial resolved (ce-MRA) and a temporal resolved (“time-resolved imaging of contrast kinetics”, TRICKS) contrast-enhanced MR angiography to evaluate if solely DSA can remain the gold-standard imaging modality for the treatment planning of LDAVF.
Introduction Neurovascular compression (NVC) is the most common cause of trigeminal neuralgia (TN), leading to microstructural changes in the affected nerve detectable using diffusion tensor imaging (DTI). But TN may also emerge as a symptom of multiple sclerosis (MS). The aim of this study was to evaluate if patients with MS-related TN feature the same DTI characteristics as patients with TN caused by NVC. Methods Twelve patients with MS-related TN, 12 age-matched patients with NVC-related TN, and 12 healthy controls were included. Using 3T-DTI, mean fractional anisotropy (FA) and apparent diffusion coefficient (ADC) values were calculated for each affected and contralateral trigeminal nerve in patients with MS and NVC-related TN as well as healthy controls. Furthermore, presence of NVC was evaluated for patients with TN. Results There was no significant difference concerning FA or ADC when comparing the affected and the non-affected sides in patients with MS. FA was significantly lower and ADC higher in patients with MS on the TN affected as well as on the non-affected side compared to the non-affected side of patients with idiopathic TN or healthy controls. Likewise, FA was significantly lower on the affected side compared to the non-affected side in patients with idiopathic TN or healthy controls. NVC was evident in 41.7/0 % on the affected/contralateral side in MS patients and 100/8 % in the patients with NVC-related TN. Conclusion In patients with MS-related TN, DTI reveals microstructural changes within the trigeminal nerve not only on the affected side but also on the clinically non-affected side.
Aim of this study was to determine the spectrum and prevalence of pathological intracranial magnetic resonance imaging (MRI) findings in patients with acute bacterial meningitis.
Ziele: Nach mechanischer Rekanalisation eines akuten Gefäßverschlusses sind in der postinterventionellen CCT (pCCT) oft hyperdense Parenchymläsionen (HPLs) nachweisbar, die häufig nicht einer Einblutung sondern einem Kontrastmittelaustritt entsprechen. Hauptziel dieser Studie war es die prognostische Wertigkeit solcher HPLs zu untersuchen. Methode: Eingeschlossen wurden 101 konsekutive Patienten mit einem Verschluss des Mediahauptstammes (n = 81) oder des Carotis-Ts (n = 20) bei denen eine mechanische Rekanalisation durchgeführt wurde. Der Einfluss verschiedener klinischer und bildgebender Faktoren auf das Auftreten von HPLs im pCCT wurde ermittelt. Bei Nachweis von HPLs wurde deren Volumen mit dem endgültigen Infarktvolumen verglichen. Das relative Risiko für das Auftreten eines hämorrhagischen Infarktes bei Patienten mit im Vergleich zu ohne HPLs wurde bestimmt. Ergebnis: Postinterventionell waren bei 84,2% der Patienten HPLs nachweisbar. Lediglich der NIHSS-Wert bei Aufnahme und die Menge an intraarteriell applizierten Kontrastmittel bzw. die Dauer der Intervention zeigten einen signifikanten Einfluss auf das Auftreten von HPLs im pCCT.
Ziele: Beim Vorliegen einer intrazerebralen Blutung (ICB) gilt die intraarterielle digitale Substraktionsangiographie (DSA) aktuell für den Nachweis einer Blutungsursache als Goldstandard. Jedoch gewinnt die Magnetresonanztomographie (MRT) bei der diagnostischen Aufarbeitung von ICBs immer mehr an Bedeutung. Ziel dieser Studie war es die diagnostische Wertigkeit der MRT für den Nachweis einer Blutungsursache bei ICB-Patienten zu bestimmen. Methode: Eingeschlossen wurden 67 konsekutive Patienten mit einer akuten ICB, bei denen im Rahmen der diagnostischen Aufarbeitung ein MRT mit MR-Angiographie (MRA) sowie eine DSA durchgeführt wurden. Zwei Neuroradiologen bestimmten unabhängig voneinander retrospektiv die Lokalisation der Blutung sowie die Blutungsursache anhand der MRT-Datensätze. Im Folgenden wurden die Ergebnisse mit denen der Referenzuntersuchung DSA verglichen. Ergebnis: Anhand der MRA wurde bei sieben Patienten die vaskuläre Blutungsursache von beiden Auswertern korrekt diagnositziert (Aneurysma (1), arteriovenöse Malformationen (4), durale arteriovenöse Fistel (1), Vaskulitis (1)). Die übrigen 60 Patienten zeigten sowohl in der MRA als auch in der DSA keinen vaskulären Befund als Ursache für die ICB. Bei 27 der 60 Patienten wurde anhand der MRT der Verdacht auf folgende DSA-negative Blutungsquellen gestellt: cerebrale Amyloidangiopathie (12), Kavernom (8), arterieller Hypertonus (3), hemorrhagische Transformation einer zerebralen Ischämie (2), Einblutung in eine intrazerebrale Raumforderung (2). Schlussfolgerung: In dieser Studie konnten wir zeigen, dass die MRT mit MRA eine zuverlässige diagnostische Methode zum Nachweis einer vaskulären Ursache bei ICB-Patienten ist. Zusätzlich gibt die MRT wertvolle Informationen bezüglich DSA-negativer Blutungsquellen und ist der DSA somit bei der Abklärung der Ursache einer ICB insgesamt überlegen.
Introduction: Differential diagnoses of the reversible cerebral vasoconstriction syndrome (RCVS) include all forms of intracranial stenotic disease, such as primary or secondary vasculitis of the central nervous system. Here, we tested the hypothesis that angiographic response to intra-arterial nimodipine application may be helpful in differentiating between RCVS and other entities. Methods: A digital subtraction angiographic (DSA) series of nine consecutive patients with suspected RCVS that were treated by intra-arterial nimodipine due to clinical worsening were retrospectively analyzed. Pre- and post-therapeutic DSA findings of patients with later-confirmed RCVS were compared to those in which another diagnosis was finally made. Results: Intra-arterial nimodipine resulted in a normalization of both the diameter of the main trunks of the cerebral vessels and the caliber of the peripheral vessels in all RCVS patients. This was not the case in the non-RCVS patients, in whom only a slight general vasodilatation was observed. Discussion: Our preliminary results indicate that angiographic response to intra-arterial application might be a helpful differential diagnostic tool in select patients with suspected RCVS.
Purpose: Fluid-attenuated inversion recovery images (FLAIR) are highly sensitive for subarachnoid hemorrhages (SAH). Yet, cerebrospinal fluid (CSF) flow artifacts on conventional FLAIR result in false positive results. Here, we compared two-dimensional (2D) and three-dimensional (3D) FLAIR-sequences concerning their proneness to these artifacts, and their sensitivity and specificity for SAHs.
Ziele: Mittels suszeptibilitätsgewichteter Bildgebung kann die perivenöse Ausdehnung der Plaques bei Multipler Sklerose (MS) durch Visualisierung der durch die Plaques verlaufenden Venen in vivo nachgewiesen werden. Ziel dieser Studie war es die Spezifität dieses Befundes für die MS zu untersuchen. Methode: 10 Patienten mit gesicherter MS sowie 10 Patienten mit mikroangiopathischen Marklagerläsionen wurden an einem 3T-MRT mittels FLAIR und einer suszeptibilitätsgewichteten Sequenz (SWAN, susceptibility weighted angiography) untersucht. Die Auswertung wurde von zwei Neuroradiologen geblindet und im Konsensus durchgeführt. Auf der FLAIR-Sequenz wurden zunächst alle Marklagerläsionen identifiziert und einer der folgenden Lokalisationen zugeordnet: supratentoriell periventrikulär, supratentoriell peripher oder infratentoriell. Anschließend wurde auf der SWAN-Sequenz geprüft, ob sich in den Läsionen eine zentral verlaufende Vene zeigt. Ergebnis: Sowohl die Demyelinisierungsherde (MS-Plaques) als auch die mikroangiopathischen Läsionen (WMLs) ließen sich sowohl in der FLAIR als auch in der SWAN gut abgrenzen. Insgesamt wurden 463 MS-Plaques und 778 WMLs identifiziert. Von den MS-Plaques waren 224 supratentoriell peripher, 177 supratentoriell periventrikulär und 62 infratentoriell lokalisiert. 646 WMLs lagen supratentoriell peripher, 104 supratentoriell periventrikulär und 28 infratentoriell. Bei insgesamt 80% der MS-Plaques war eine zentral verlaufende Vene nachweisbar (bei 73% der supratentoriell peripheren, 89% der supratentoriell periventrikulären und 73% der infratentoriellen Plaques). Innerhalb der WMLs fand sich in insgesamt 74% eine zentrale Vene (bei 71% der supratentoriell peripheren, 91% der supratentoriell periventrikulären und 68% der infratentoriellen Plaques). Schlussfolgerung: Die Ergebnisse dieser Pilotstudie sprechen dafür, dass der Nachweis einer zentralen Venen, v.a. innerhalb periventrikulär gelegener Marklagerläsionen, nicht als spezifisch für eine MS angesehen werden darf.
Aufgrund des schlechten Spontanverlaufs der akuten Basilaristhrombose sind eine schnelle Diagnose und eine entschlossene Behandlung entscheidend für den klinischen Verlauf. Ohne schnelle Rekanalisation liegt die Mortalität der Basilaristhrombose bei bis zu 90%. Das klinische Bild der Basilaristhrombose wird ganz entscheidend von der Verschlusslokalisation bestimmt; typisch ist die Kombination aus einer Bewusstseinsstörung, Hirnstammsymptomen und einer Hemi-/Tetraparese. Zur schnellen Diagnosesicherung sollten der klinischen Untersuchung unmittelbar eine CT mit CTA folgen. Zur rekanalisierenden Therapie stehen mehrere Verfahren zur Verfügung: i.v. Lyse, i.a.-Lyse und mechanische Rekanalisationsverfahren. Grundsätzlich gilt, dass aufgrund der verheerenden Spontanprognose ein aggressives therapeutisches Vorgehen gerechtfertigt ist und echte Kontraindikationen gegen die Anwendung einer der im Folgenden genannten Therapieformen nicht existieren. Die endovaskuläre Therapie (mechanisch oder medikamentös) führt häufiger und schneller zur Rekanalisation und ist daher grundsätzlich anzustreben. Da jedoch zwischen Beginn der endovaskulären Therapie und dem Zeitpunkt der gesicherten Diagnose bereits wertvolle Zeit verstreicht (Transfer innerhalb des Hauses/Zeit für Anästhesie/Zuverlegung aus peripherem Krankenhaus), sollte diese überbrückend zur i.v. –Lyse Therapie genutzt werden. Die endovaskuläre Therapie erfolgt dann mit oder ohne zusätzliche i.a. Lyse mit rTPA im Sinne einer angepassten Eskalation durch lokale endovaskuläre Aspiration mit speziellen Kathetersystemen, die gegebenenfalls durch Retrieversysteme unterstützt werden. Bei caudalen Basilaristhrombosen kann zusätzlich die Stentangioplastie einer intrakraniellen Vertebralis- oder Basilarisstenose erforderlich werden. Unnötige Zeitverluste können nur durch eine enge Kooperation zwischen Neurologie, Intervention und Anästhesie vermieden werden.
Ziele: Erstellung eines Normalkollektivs zu Form- und Signalvariationen der Ligamenta alaria (LA) bei gesunden Probanden und Vergleich mit entsprechenden Daten in der Literatur. Methode: 50 Probanden (100 LA) wurden an einem 1,5 T-MRT (Magnetom Symphony) mit 2mm-PDW Sequenzen in 3 Ebenen untersucht. Die Abgrenzbarkeit der LA in 3 Ebenen und die Signalcharakteristika in sagittaler Schicht sowie die Verlaufsrichtungen und Formvarianten wurden analysiert. Ergebnis: Die Abgrenzbarkeit der LA war in der coronaren Schichtung am besten (mittlere oder gute Abgrenzbarkeit in 71%), es folgten die sagittale Schichtung (59% mittlere oder gute Abgrenzbarkeit) und die transversale Schichtung (50%). In 9% zeigten die LA in der sagittalen Schichtung ein homogen dunkles Signal, in 39% zeigten sich Aufhellungen bis zu 1/3 der Querschnittsfläche. 36% der LA zeigten Aufhellungen bis zu 2/3 und 16% zu mehr als 2/3 der Querschnittsfläche. In 56% zeigten die LA einen nach lateral aszendierenden Verlauf, in 43% einen horizontalen Verlauf, in 1% einen nach lateral deszendierenden Verlauf. 43% der LA stellten sich im Querschnitt rund dar, 49% oval und 8% mit einer mehr länglichen, flügelförmigen Konfiguration. In einem Fall zeigte sich der Dens im Atlantodentalgelenk um 2mm nach lateral dezentriert. Schlussfolgerung: Die LA lassen sich mit einem 1,5T MRT sicher darstellen, am besten in der coronaren und sagittalen Schichtführung. Unsere Daten zeigen eine erhebliche Variationsbreite von Form und Verlauf sowie Signalcharakteristika der LA. Insgesamt 52% der untersuchten Bänder zeigten Aufhellungen von 2/3 oder mehr der Querschnittsfläche. Unsere Daten stehen damit im Widerspruch zu vorangehenden Publikationen, die entsprechende Veränderungen nur bei Traumapatienten, nicht jedoch in Normalkollektiven zeigen konnten.
Ziele: In der Kontroll-CT nach interventionellen Rekanalisationsversuchen intrakranieller Gefäßverschlüsse werden neben Parenchymeinblutungen auch hyperdense Parenchymläsionen, die durch einen Kontrastmittelaustritt ins Hirnparenchym verursacht sind (=„Schrankenstörung“), beobachtet. Wir bestimmten die Häufigkeit dieser Schrankenstörungen und untersuchten die Korrelation zwischen Ausdehnung der Schrankenstörung und späterem Infarktausmaß. Methode: Eingeschlossen wurden alle Patienten der letzten 5 Jahre bei denen in unserer Abteilung interventionelle Rekanalisationsversuche bei Media- (MCA) oder Basilarisverschlüssen (BA) durchgeführt wurden und bei denen ein unmittelbar postinterventionelles CT und je eine Verlaufsbildgebung nach 24h und >48h vorlagen. Eine hyperdense Parenchymläsion im postinterventionellen CT wurde dann als Schrankenstörung gewertet, wenn sie nach 24h iso- oder hypodens zur Darstellung kam. Länger als 24h fortbestehende Hyperdensitäten wurden als Einblutung interpretiert. Lag eine Schrankenstörung nach Intervention vor, wurde deren Volumen ausgemessen. Das endgültige Infarktvolumen wurde anhand der Verlaufsbildgebung >48h bestimmt und die Differenz zwischen Infarktvolumen und Schrankenstörung gebildet. Ergebnis: 106 Patienten erfüllten die Einschlusskriterien (n=43 mit MCA-Verschluss, n=63 mit Basilaristhrombose). Davon zeigten 41 Patienten (38,7%) eine Schrankenstörung nach Intervention, 33 (31%) eine Blutung. In 35/41 (85,4%) war das endgültige Infarktvolumen größer als das Volumen der Schrankenstörung. Bei 6/41 (14,6%), übertraf das Volumen der Schrankenstörung das Infarktvolumen und ein Patient mit Schrankenstörung entwickelte keinen Infarkt im Verlauf. Schlussfolgerung: In den meisten Fällen wird demnach durch das Ausmass einer postinterventionellen Schrankenstörung das resultierende Gesamtinfarktvolumen unterschätzt. In ca. 15% kann sich das betroffene Gewebe jedoch zum Teil erholen, in Einzelfällen scheint sogar die Möglichkeit der Restitutio ad integrum zu bestehen.
Ziele: Das Ziel der Studie war es, zu untersuchen, ob bei Patienten mit Trigeminusneuralgie (TG) mittels Diffusion-Tensor-Imaging (DTI) mikrostrukturelle Veränderungen des betroffenen Nerven nachgewiesen werden können. Methode: 20 Patienten mit TN und nachgewiesenem Gefäß-Nerv-Kontakt wurden vor neurochirurgischer Dekompression mit einem 3.0 T MR scanner (Signa HDx, GE, USA) unter Verwendung einer 8-Kanal Kopfspule untersucht. Es wurde eine single shot DWI EPI-Sequenz mit 15 Diffusionsrichtungen, einem B-Wert von 1000s/mm2 und einer Schichtdicke von 2mm verwendet. Die Bestimmung der Faserrichtung erfolgte mittels automatisiertem Fibertracking. Zur genauen anatomischen Zuordnung erfolgte die Koregistrierung der DWI-Sequenz mit einer 0.6mm isotropen 3D Fast Imaging Employing Steady State Acquisition Sequenz (FIESTA). Die fraktionale Anisotropie (FA) und der apparente Diffusionskoeffizient (ADC) des betroffenen N. trigeminus wurden bestimmt und mit der gesunden Seite verglichen. Ergebnis: Die FA war auf der betroffenen Seite signifikant (p<0.05) erniedrigt (Mittelwert 0.3) im Vergleich zur kontralateralen Seite (Mittelwert 0.47). Der ADC-Wert war auf der ipsilateralen Seite im Vergleich zur kontralateralen Seite vermindert, jedoch nicht signifikant. Die Visualisierung des N. trigeminus wurde durch die Koregistrierung mit der FIESTA-Sequenz erleichert. Schlussfolgerung: Unsere Ergebnisse zeigen, dass es mittels DTI möglich ist, bei Patienten mit TN Veränderungen der Anistotropie im betroffenen Nerv im Vergleich zur gesunden Seite nicht invasiv nachzuweisen.
Ziele: Die Zerebrale Amyloidangiopathie (CAA) manifestiert sich klinisch typischerweise mit einer intrazerebrale Lappenblutung. Die definitive Diagnose einer CAA als Blutungsursache kann jedoch bislang nur histopathologisch gestellt werden. In Fallberichten wurde bei der CAA zusätzlich zu intracerebralen Makro- und Mikroblutungen im MRT eine superfizielle Hämosiderose beschrieben.
Purpose: We aimed to assess how well the anatomy of the jugular foramen (JF), its contents, and adjacent structures could be displayed at 3 Tesla by use of a contrast-enhanced fast imaging employing steady state acquisition sequence (CE-FIESTA) and a contrast-enhanced MR-angiographic sequence (CE-MRA).
Introduction: The lateral mesencephalic vein (LMV) constitutes the most important anastomosis between the supra- and infratentorial venous systems—it links the basal vein of Rosenthal (BVR) to the superior petrosal sinus (SPS). We aimed to determine the value of contrast-enhanced MR angiography (CE-MRA) in visualization of the interindividual variations of the BVR and its tributaries and the LMV.
Fragestellung: Die Zerebrale Amyloidangiopathie (CAA) manifestiert sich klinisch typischerweise mit einer intrazerebralen Lappenblutung. Die definitive Diagnose einer CAA als Blutungsursache kann jedoch bislang nur histopathologisch gestellt werden. In Fallberichten wurde bei der CAA zusätzlich zu intracerebralen Makro- und Mikroblutungen im MRT eine superfizielle Hämosiderose beschrieben.
The center of mass (COM) in functional MRI studies is defined as the center of a cerebral activation cluster. Although the COM is a well-accepted parameter for exactly localizing brain function, the reliability of COMs has not received much attention until now. Our goal was to investigate COM reliability as a function of the thresholding technique, the threshold level, and the type of COM calculation. Therefore 15 subjects were examined repeatedly using simple hand and tongue movement paradigms. Postprocessing was performed with uncorrected, corrected, and proportional thresholding as well as different threshold levels. Geometric and T-weighted COMs of left-hemispheric primary hand and tongue motor clusters were calculated. The COM variation was evaluated within and between repeated sessions depending on the different postprocessing setups. Mean COM variations over three repeated sessions varied between 1.6 mm and 9.8 mm for the hand paradigm and between 7.0 mm and 14.4 mm for the tongue task. Stringent thresholding techniques and high threshold levels were required to assess reliable results, whereas the kind of COM calculation was of lesser relevance. Thus, COM reliability cannot be presupposed; it depends strongly on the individual postprocessing techniques. This should be considered when using COMs for localizing brain function.
Ziele: Die hohe Mortalität der Basilaristhrombose konnte in den letzten Jahren durch die lokale intraarterielle Fibrinolyse (LIF) deutlich gesenkt werden, dennoch erreicht sie nur Rekanalisationsraten von bis zu 75%. Die Mortalität konnte auf bis zu 43% gesenkt werden. Daher analysierten wir eine modfizierte mechanische Rekanalisationstechnik mit bilateraler proximaler Aspiration über die A. vertebrales. Methode: 31 Patienten (12 Frauen,19Männer, MW 60 Jahre (17–83)) die in unserer Klinik von 2000 bis 2007 mit einer akuten vertebrobasilären Thrombose behandelt wurden, wurden analysiert. Bei allen Patienten wurde eine proximale Aspiration über Koaxialkatheter im V2 Segement der VA durchgeführt. Im Falle eines unilateralen Vertebralisverschlusses oder einer ausgeprägten Hypoplasie oder Aplasie der kontralateralen VA wurde nur unilateral aspiriert. In 21 (68%) Fällen wurde zusätzlich zur Aspiration ein mechanischer Retriever verwendet, bei 22 (71%) Fällen erfolgte begleitend eine intraarterielle Fibrinolyse. Die modified Rankin Scale (mRS) wurde zur Bestimmung des neurologischen Status vor Beginn der Therapie und zum Entlassungszeitpunkt bestimmt. Ergebnis: Eine erfolgreiche Rekanalisation des vertebrobasilären Gefäßsystems konnte in 27 Fällen (87%) erreicht werden, bei 3 Fällen (10%) erfolgte die Rekanalisation allein durch die bilaterale Aspiration. Diese 3 Fälle wiesen die kürzeste Rekanalisationszeit mit 71min (SEM ±11min) auf. Die Rekanalisationszeit korrelierte signifikant mit dem Outcome (p<0,05). Die Mortalität betrug 36%, 26% der Patienten hatten ein gutes Outcome (mRS 0–3). Schwere technisch bedingte Komplikationen traten nicht auf. In 3 Fällen mit kombinierter Technik, proximaler Aspiration und mechanischem Retriever kam es periinterventionell zu einer geringen SAB. Schlussfolgerung: Die proximale Aspiration ist eine riskoarme Technik, die in Kombination mit anderen mechanischen oder chemischen Techniken eine hohe Rekanalisationsrate ermöglicht. Durch Verkürzung der Rekanalisationszeit und Steigerung der Rekanalisationsrate ermöglicht sie eine Verbesserung des Outcome bei der Basilaristhrombose.
Bei symptomatischen arteriosklerotischen Stenosen der A. carotis sind die invasiven Behandlungen (mittels Stent oder Operation) der medikamentösen konservativen Therapie überlegen. Multizentrische randomisierte kontrollierte Studien der letzten Jahre, die hier vorgestellt werden, haben gezeigt, dass die endovaskuläre Therapie zur Behandlung symptomatischer Karotisstenosen weder sicherer noch effektiver ist als die operative Therapie. In der Hand eines erfahrenen Interventionalisten ist die stentgeschützte Angioplastie (CAS) eine ebenbürtige Behandlungsalternative zur Karotisendarterektomie. Subgruppenanalysen weisen darauf hin, dass Patienten, die älter als 70 Jahre sind, primär operiert werden sollten. Bei gleichzeitig bestehender kontralateraler hochgradiger Stenose oder Verschluss ist die CAS Methode der ersten Wahl. Die Verwendung von Protektionssystemen beim Stenting hat keinen signifikanten Einfluss auf die Kompikationsrate. Die derzeitigen Ergebnisse bei symptomatischen Karotisstenosen sollten keinesfalls auf die Therapie bei asymptomatischen Karotisstenosen übertragen werden. Eine dreiarmige Studie zum Vergleich einer intensivierten medikamentösen Therapie mit der invasiven Behandlung bei asymptomatischen Karotisstenosen (CAS oder CEA) ist in Vorbereitung und wird in ca. 2 Monaten beginnen.