Primary cardiac lymphoma (PCL) respresents a very rare type of cardiac tumour. This report illustrates a case of PCL in an immunocompetent 58-year-old man presenting with atrial fibrillation and febrile syndrome. Comprehensive imaging [computer tomography (CT), cardiac magnetic resonance imaging (cMRI), 3-dimensional transesophageal echocardiography (3D-TEE)] identified a large right atrial tumour, leading to pericardial effusion. Isolated cardiac involvement was confirmed by positron emission tomography (PET)-CT. A diffuse large B-cell lymphoma (DLBCL) was diagnosed based on the results of a TEE-guided biopsy. A normalized PET scan (PETAL study) indicated complete remission following R-CHOP 14 immunochemotherapy. Thus, an interdisciplinary and multimodal approach avoided unnecessary cardiac surgery.
Primär kardiale Lymphome (PCL) sind eine sehr seltene Entität kardialer Tumoren. Wir berichten über einen immunkompetenten 58-jährigen Mann mit Vorhofflimmern und rezidivierendem Fieber. In der umfassenden bildgebenden Diagnostik [Computertomographie (CT), kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie (cMRT), 3-dimensionale transösophageale Echokardiographie (3-D-TEE)] stellte sich ein großer rechtsatrialer Tumor dar, der in der transthorakalen Echokardiographie (TTE) erstaunlicherweise nicht zu sehen war. Eine Positronenemissionstomographie(PET)-CT bestätigte eine isolierte kardiale Tumormanifestation. Auf der Grundlage einer TEE-gesteuerten Biopsie konnte ein diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL) diagnostiziert werden. Eine Befundnormalisierung in der PET (PETAL-Studie) zeigte eine Komplettremission unter Immunchemotherapie nach dem R-CHOP-14-Protokoll. Somit konnte der interdisziplinäre und multimodale Ansatz eine Herzoperation vermeiden.
Zusammenfassung Folinsäure-modulierte 5-FU-Regime sind Standardelemente in Kombinationschemotherapien zur palliativen Behandlung gastrointestinaler Tumore. Nach Erweiterung der Zulassung von Calciumfolinat (Leucovorin ® ) für die Mischinfusion mit 5-FU durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte 2002 wurden in unserer Klinik 19 Patienten (FOLFIRI, 12; AIO, 5; FOLFOX, 2) mit insgesamt 110 Gaben simultaner Infusionen behandelt. Die 5-FU-Dosierungen lagen bei 2000 bis 2600 mg/m 2 , die von Calciumfolinat bei 500 mg/m 2 . Die Infusionsrate betrug 10 ml/h über 24 h. Bei 3 von 19 Patienten zeigte sich nach 8–10 Wochen ein Katheterverschluss. Keiner der Katheter konnte durch Standardmaßnahmen wieder eröffnet werden. Alle Katheter wurden chirurgisch explantiert. Als Ursache für die Verschlüsse fanden sich gelbliche kristalline Niederschläge in den Katheterlumina. Das Material wurde mit Hilfe von Röntgenpulverdiffraktometrie, Infrarotspektrometrie und nasschemischem Elementnachweis untersucht. Es zeigte sich in allen Fällen Calciumcarbonat in kristalliner Form als Calcit. Auf diese Weise konnte eine fortbestehende Inkompatibilität von 5-FU und Calciumfolinat bei simultaner klinischer Applikation auch bei Verwendung größerer Infusionsvolumina nachgewiesen werden. Nach Meldung dieser Ereignisse wurde im Dezember 2002 die Zulassung von Leucovorin ® für die Mischinfusion mit 5-FU zurückgezogen und in der Fachinformation auf diese Unverträglichkeit hingewiesen.
Folinsäure-modulierte 5-FU-Regime sind Standardelemente in Kombinationschemotherapien zur palliativen Behandlung gastrointestinaler Tumore. Nach Erweiterung der Zulassung von Calciumfolinat (Leucovorin®) für die Mischinfusion mit 5-FU durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte 2002 wurden in unserer Klinik 19 Patienten (FOLFIRI, 12; AIO, 5; FOLFOX, 2) mit insgesamt 110 Gaben simultaner Infusionen behandelt. Die 5-FU-Dosierungen lagen bei 2000 bis 2600 mg/m2, die von Calciumfolinat bei 500 mg/m2. Die Infusionsrate betrug 10 ml/h über 24 h. Bei 3 von 19 Patienten zeigte sich nach 8–10 Wochen ein Katheterverschluss. Keiner der Katheter konnte durch Standardmaßnahmen wieder eröffnet werden. Alle Katheter wurden chirurgisch explantiert. Als Ursache für die Verschlüsse fanden sich gelbliche kristalline Niederschläge in den Katheterlumina. Das Material wurde mit Hilfe von Röntgenpulverdiffraktometrie, Infrarotspektrometrie und nasschemischem Elementnachweis untersucht. Es zeigte sich in allen Fällen Calciumcarbonat in kristalliner Form als Calcit. Auf diese Weise konnte eine fortbestehende Inkompatibilität von 5-FU und Calciumfolinat bei simultaner klinischer Applikation auch bei Verwendung größerer Infusionsvolumina nachgewiesen werden. Nach Meldung dieser Ereignisse wurde im Dezember 2002 die Zulassung von Leucovorin® für die Mischinfusion mit 5-FU zurückgezogen und in der Fachinformation auf diese Unverträglichkeit hingewiesen.