Einleitung: Der NSQIP Surgical Risk Calculator (SRC) ist ein webbasiertes logistisches Prädiktionsmodell zur Risikostratifizierung postoperativer Komplikationen bei chirurgischen Eingriffen. Als Datengrundlage dienen 1,4 Mio. Datensätze von Patienten aus US-amerikanischen Kliniken.
were compared to results determined by ICD-9 diagnosis code.Results: After screening 455 patients, a cohort of 123 patients met the inclusion criteria.Using ICD9 codes, 53 patients (43.1%) were identified as having preoperative diabetes, of whom 37(30.1%)had preop claims for diabetic medications.All patients who received treatment had an ICD9 diabetes diagnosis coded.Among these patients, 29(23.6%)took oral hypoglycemics and 19(15.5%)took insulin preoperatively, with some overlap between groups.Postoperative diabetes (>60 days) was examined in 114 patients with survival sufficient for analysis.Using ICD9 codes, 75 patients (65.8%) were identified as diabetic.Part D claims indicated that 67(58.8%)never required medication, 19(16.7%)required only oral hypoglycemics, and 28(24.6%)insulin.Only 13 patients (11.4%) developed a new insulin requirement.Conclusions: Administrative database research is limited by the quality and clinical relevance of available data.Our pilot study demonstrates a novel use of outpatient pharmacy claims to define medicationdependent diabetes after pancreatic cancer resection.The utilization of pharmacy claims may augment researchers' ability to detect the presence of various diseases and ascertain both their clinical relevance and potential quality of life impact.
In der jüngsten Vergangenheit wurde versucht Sicherheitskonzepte der Luftfahrt in die Medizin zu übertragen, um die Patientensicherheit zu erhöhen. Gerade in der Chirurgie sind die Parallelen zur Luftfahrt deutlich erkennbar, da sowohl der Pilot als auch der Chirurg in einem Umfeld arbeiten, in welchem eine hohe physische und psychische Belastung vorherrscht. Um zu versuchen, die Chirurgie sicherer zu machen, ist es möglich, sich einiger Instrumente aus der Luftfahrt zu bedienen. Ein Grundbaustein eines verbesserten Sicherheitskonzepts sollte in einer ursachenzentrierten Unfallforschung liegen. Dies kann durch Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen und Critical Incident Reporting Systeme erreicht werden. Durch Standard Operating Procedures lassen sich einheitliche Denk- und Handlungsabläufe sicherstellen. Ein weiterer wesentlicher Sicherheitsbaustein ist das Crew Resource Management, das ein in allen Situationen anwendbares Strategie- und Verhaltenskonzept darstellt. Folglich existieren in Sicherheitskonzepten der Luftfahrt zahlreiche Elemente, deren Einsatz in der Chirurgie diese ebenfalls sicherer machen dürften.
Kerkhoffs GMMJ, Handoll HHG, de Bie R, Rowe BH, Struijs PAA. Cochrane Database of Systematic Reviews 2007; 2. CD 000 380. DOI: 10.1002 / 14 651 858.CD 000 380.pub2
Tumorerkrankungen treten nach Nierentransplantationen im Vergleich zur Normalbevölkerung gehäuft auf. Insbesondere handelt es sich hierbei um Malignome der Haut, der Eigennieren, sowie lymphproliferative Malignome. Die Pathomechanismen, die zur Entstehung dieser Malignome führen, sind von vielen Faktoren abhängig, die zum Teil nicht beeinflussbar sind. Es handelt sich hierbei vor allem um eine verminderte Kontrolle des Tumorwachstums, Virusinfektionen und Neoangiogenese. Die eingesetzten Immunsuppressiva haben offensichtlich eine unterschiedlich hohe kokarzinogene Komponente. Eine immunsuppressive Therapie mit mTOR–Inhibitoren scheint hierbei in Zukunft ein vielversprechender Therapieansatz zu sein. Bei nierentransplantierten Patienten sollte man deshalb vor allem neben der Optimierung der Immunsuppression auf ein Screening nach soliden Tumoren entsprechend der allgemein gültigen Leitlinien achten.
Einleitung: Häufig werden obstruktive Stuhlentleerungsstörung mithilfe der transanalen Staplerresektion behandelt. Ziel dieser prospektiven Untersuchung war es, morphologische sowie funktionelle Ergebnisse nach STARR zu evaluieren.
Einleitung: Der Schatzki Ring ist eine häufige Ursache für Dysphagie und Bolusobstruktion. Die Ösophagusbougierung hat sich als Therapie etabliert, im Verlauf kommt es jedoch häufig zu Rezidiven. Daher wurde der Langzeitverlauf von Patienten nach Dilatation symptomatischer Schatzki-Ringe untersucht. Neben der rezidivfreien Zeit wurde die Häufigkeit von assoziierten ösophagealen Läsionen und deren Einfluss auf die Remissionsdauer analysiert.
Für die Ätiologie des Schatzki Rings werden refluxbedingte, angeborene, sowie sekundär morphologische Veränderungen (Verkürzung des Ösophagus bei Hiatushernie) diskutiert. In neuester Zeit wurde bei Kindern das gehäufte Vorkommen des Schatzki Rings bei der eosinophilen Ösophagitis beschrieben. Die folgende Untersuchung geht der Frage nach, ob eine derartige Assoziation auch beim Erwachsenen existiert.
Fallbericht: Ein 40-jähriger Patient klagt über rezidivierende krampfartige Oberbauchschmerzen, die teilweise mit Diarrhoe, selten mit Übelkeit und Erbrechen verbunden sind. Im Vorjahr waren zwei Episoden mit ähnlicher Symptomatik aufgetreten. Damals war in einer MRT-Abdomen Untersuchung die Diagnose eines M. Crohn des Dünndarms gestellt worden. Eine Ileokoloskopie und Ösophagosgastroduodenoskopie (ÖGD) hatten weder makroskopisch noch mikroskopisch einen pathologischen Befund gezeigt. Unter einer Steroidtherapie war es jeweils zum vollständigen Sistieren der Beschwerden gekommen. Nach Ausschleichen der Steroide war der Patient etwa 2 Monate beschwerdefrei. Vor 10 Jahren war er schon einmal wegen abdomineller Beschwerden und Ascites mit einer hohen Eosinophilenzahl in der Aciteszytologie in Behandlung gewesen.
Introduction: Neurogenic, inflammatory and pharmacological alterations during surgery contribute to the pathophysiology of postoperative ileus (POI). We hypothesized that during the initial hours after surgery, afferent nerve fibers supplying the intestine are sensitized for the pain mediator bradykinin and mechanical stimuli which may contribute to efferent reflex inhibition of intestinal motility. We, therefore, aimed to explore intestinal afferent nerve sensitivity and motility during the early development of POI in mice. Methods: Under enflurane anesthesia, C57BL/6 mice underwent laparotomy followed by sham treatment or standardized small bowel manipulation to induce ileus. Then, after 1 h, 3 h or 9 h, extracellular multi-unit mesenteric afferent nerve recordings were established in vitro from 2 cm segments of jejunum (each subgroup n = 6) continuously superfused with Krebs buffer (32 °C, gassed with an O2/CO2 mixture). The segment was cannulated from both ends to monitor luminal pressure and intestinal motility simultaneously. Afferent discharge to bradykinin (0.5 µM) was recorded. Peak discharge frequency and intestinal motor events were analyzed by one-way ANOVA. Results: The mean amplitude of intestinal contractions was 0.8 ± 0.2 cmH2O 1 h after induction of POI and 5 ± 0.8 cmH2O in segments taken after 1 h from sham controls (p < 0.05). A similar difference was observed for segments harvested at the 3 h and 9 h time point (both p < 0.05). Serosal bradykinin was followed by an increase in afferent discharge to 61 ± 6 impsec−1 after 1 h, 217 ± 25 impsec−1 after 3 h and 217 ± 6 impsec−1 after 9 h in ileus segments increased compared to 46 ± 3 impsec−1 after 1 h, 57 ± 10 impsec−1 after 3 h and 140 ± 13 impsec−1 after 9 h in sham controls (*P < 0.05). Conclusions: Afferent discharge to bradykinin is augmented in the early stage of postoperative ileus. As the algesic mediator bradykinin activates predominantly spinal afferents, spinal sensitization seems to occur at the initial stage of postoperative ileus which may trigger a reflex inhibition of intestinal motility perpetuating postoperative ileus.
Patienten mit funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen leiden häufig unter nicht dominierenden Refluxsymptomen, wie z.B. Sodbrennen. Dass das Phytopharmakon STW 5 (Iberogast®) eine effektive Therapie der funktionellen Dyspepsie (FD) darstellt, wurde zuletzt in einer Metaanalyse klinischer Studien von Holtmann et al. [1] gezeigt. In einer Metaanalyse von Melzer et al. [2] zur Wirksamkeit von STW 5 bei der funktionellen Dyspepsie zeigte sich eine signifikante Überlegenheit von STW 5 speziell auch bei säurebedingten Symptomen wie Säure-Reflux und retrosternalen Beschwerden.
Bei einem 47-jährigen Patienten entwickelte sich unmittelbar nach einer Legionellenpneumonie ein Guillain-Barré-Syndrom. Gleichzeitig klagte er erstmals über tägliche auftretende retrosternale Dysphagie für feste Speisen sowie über sporadisch auftretende, heftigste retrosternale Schmerzen, die in den Rücken ausstrahlten, mehrere Stunden anhielten und dann sowohl Nahrungs- als auch Flüssigkeitszufuhr unmöglich machten. Befunde: Ein Ösophagusbreischluck ergab einen nicht dilatierten Ösophagus mit verzögerter Kontrastmittelpassage über die „vogelschnabelartig“ verengte Cardia. Bei der endoskopischen Untersuchung fanden sich keine pathologischen Schleimhautveränderungen, die Cardia war jedoch nur durch vermehrten Druck mit dem Endoskop zu überwinden. Die Ösophagusmanometrie ergab den klassischen Befund einer Achalasie mit vollständig fehlender Peristaltik im glattmuskulären Ösophagus und einem hypertensiven unteren Ösophagussphinkter, der während des Schluckaktes nicht relaxierte. Therapie: In Anbetracht des schlechten Allgemeinzustandes des Patienten wurden invasive Maßnahmen wie eine Myotomie oder Dilatationsbehandlung zunächst nicht in Erwägung gezogen. Stattdessen injizierten wir insgesamt 100 IE Botulinumtoxin in den unteren Ösophagussphinkter, was zu einer deutlichen Verbesserung der Dysphagie nicht aber der retrosternalen Schmerzen führte.
Via the thoracic duct, the lung is the first organ exposed to gut derived mediators released into mesenteric lymph. Inflammatory mediators are released during sepsis into mesenteric lymph inducing pulmonary dysfunction Aim: To investigate whether an enteral immunonutrition with olive oil prevents septic pulmonary dysfunctions. Methods: Mesenteric lymph was obtained from lymph fistula donor rats during sepsis (LPS 5 mg/kg i. p.) with and without enteral immunonutrition with olive oil. Sepsis lymph was then reinfused into the jugular vein of separate recipient rats. Thereafter, the lung tissue was analyzed for distance of oxygen diffusion, inflammatory response and cell apoptosis. Results: Sepsis increased TNFα release into mesenteric lymph about 100fold, whereas an enteral immunonutrition reduced the TNFα release by more than 5fold. Sepsis lymph induced a significant increase in alveolar wall thickness, inflammatory reaction and apoptosis, whereas sepsis lymph collected during an enteral immunonutrition with olive oil induced only a mild inflammation but no apoptosis in the lung of recipient rats. Conclusions: Mediators in sepsis lymph induce pulmonary dysfunction. The lung may be protected by an enteral immunonutrition containing long chain fatty acids.
Das Reizdarmsyndrom gehört zu den häufigsten funktionellen Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes. Die Pathogenese ist heterogen, und es liegen verschiedene Pathomechanismen zugrunde.
Hintergrund: Für das Präparat STW 5 wurde in klinischen Untersuchungen gezeigt, dass es die Symptome der funktionellen Dyspepsie lindert (1). Bei dieser Erkrankung wird eine viszerale Hypersensibilität als Pathomechanismus angenommen (2). Ziel dieser Untersuchung war es zu klären, ob STW 5 die intestinale afferente Sensibilität bei der Ratte reduziert.
AbstractPatients with the highest risk of recurrent thromboses due to inherited or acquired plasmatic factors can be identified by laboratory testing, the so-called "thrombophilia diagnostics". This review summarizes the advantages of thrombophilia diagnostics in organ transplant recipients for the primary prevention of vessel occlusion and transplant dysfunction. On the basis of published studies, the primary prevention of the transplant dysfunction of the kidney is a useful indication for thrombophilia diagnostics while this testing is only of limited use in heart transplant recipients. In patients with a proven hypercoagulable state, appropiate immunosuppressive agents should be chosen with respect to prothrombotic effects and prophylactic anticoagulation should be considered.
OBJECTIVE:To investigate the central regulation of food intake by quantifying neuron activation of the nucleus of the solitary tract (NTS) after injection of cholecystokinin (CCK) or food intake in gastrectomized rats. SUMMARY BACKGROUND DATA:Total gastrectomy is followed by early satiety, low calorie intake, and weight loss in the majority of patients. The etiology of these effects is unknown. Sixty percent to 70% of patients remain underweight after total gastrectomy, the weight loss averaging 25% of preoperative body weight. About two thirds of gastrectomized patients report early satiety, and about 60% do not reach the recommended daily calorie intake. The NTS is a brain stem center involved in the regulation of food intake; thus, the extent and pattern of neuronal activation provide information on the process involved in the initiation of satiation and the regulation of food intake. METHODS:The authors investigated neuronal activation in the NTS using c-fos immunohistochemistry following CCK injection or food intake in healthy control rats, sham-operated control rats, age-matched control rats, weight-matched control rats, and vagotomized or gastrectomized rats. RESULTS:Neuronal activation in the NTS after CCK injection was significantly decreased 21 days after total gastrectomy, but increased by up to 51% 3 months and by up to 102% 12 months after surgery compared to age-matched unoperated control rats. Neuronal activation in the NTS in response to feeding was markedly increased up to fivefold in gastrectomized rats. This increase was early in onset and sustained, and occurred despite significantly reduced food intake. Administration of MK329, a CCK-A receptor antagonist, significantly reduced the number of postprandially activated neurons in both gastrectomized and control rats. CONCLUSIONS:The early postprandial activation of NTS neurons after total gastrectomy in rats may correspond to early satiety reported by patients, while the sustained activation of NTS neurons after a meal could contribute to a reduced daily calorie intake. These data suggest that a disturbed central regulation of food intake might contribute to early satiety, reduced food intake, and weight loss after total gastrectomy.
Brainstem neurones become activated following intestinal antigen challenge but the signalling mechanisms have not been resolved. Our aim was to determine the extent of brainstem activation after intestinal anaphylaxis induced by chicken egg albumin (EA). An increase in Fos-positive neurones in the nucleus tractus solitarius (nTS) was observed following EA (P<0.05). Fos-expression was decreased following pretreatment with pyrilamine and ondansetron i.p. and to a similar extent when both antagonists were administered together (all P<0.05 vs. control). Indomethacin had no effect on Fos-expression after antigen challenge. 5-HT and histamine but not prostanoids, released following intestinal anaphylaxis, induce nTS activation via histamine H1- and 5-HT3 receptors. Information on the intestinal inflammatory status is relayed centrally and may play a role in reflexes and behavioural responses to activation of the immune system.