Das Fahrrad bringt als aktives Verkehrsmittel für den Arbeitsweg infolge einer gesteigerten körperlichen Aktivität zahlreiche gesundheitliche Vorteile für Berufspendelnde mit sich. Der gesundheitliche Nutzen kann aufgrund einer erhöhten Exposition gegenüber verkehrsbedingten Luftschadstoffen, wie Kohlenmonoxid, insbesondere in urbanen Gebieten beeinträchtigt sein. In Relation zur passiven Mobilität, mittels Auto, Bus oder Bahn, erfahren zu Fuß Gehende und besonders Radfahrende eine vermehrte Aufnahme von Kohlenmonoxid, welches durch eine intensivierte Atmung in Zusammenhang mit der Nähe zum motorisierten Verkehr bedingt ist. Das Ziel dieser Übersicht ist es, die relevanteste Literatur mit Daten zur Kohlenmonoxidexposition von Radfahrenden in städtischen Gebieten zusammenzufassen. Unter Berücksichtigung verschiedener Mobilitätsformen und -wege können Erkenntnisse über die relative Schadstoffexposition und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken gewonnen werden. Die gesundheitlichen und ökologischen Vorteile der Fortbewegung zu Fuß oder mit dem Fahrrad sowie die Erkenntnisse aus der Luftschadstoff-Forschung können politische Entscheidungen bei der Verkehrsplanung unterstützen, um die Infrastruktur für einen sicheren und gesunden Radverkehr zu schaffen.
ZusammenfassungDie Aufmerksamkeitsdefizit‑/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) betrifft etwa 3,4 % der erwachsenen Bevölkerung. Es handelt sich hierbei um eine psychische Erkrankung, die durch die Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität gekennzeichnet ist. Die Beeinträchtigung wirkt sich auf mehrere Lebensbereiche aus und spielt insofern auch bei der Bewältigung des Arbeitsalltags eine wichtige Rolle. Darüber hinaus sind psychische Erkrankungen in der Gesellschaft mit verschiedenen Stigmata verbunden. So erleben auch Menschen mit einer ADHS-Erkrankung eine Stigmatisierung, die sich beispielsweise am Arbeitsplatz bemerkbar macht. Um den Arbeitsalltag positiv zu gestalten, gibt es Handlungsempfehlungen für Betroffene und Vorgesetzte. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Erkrankung, die damit verbundenen Herausforderungen sowie Lösungsansätze für den Umgang am Arbeitsplatz.
In the series "Biomarkers" published in the Zentralblatt fur Arbeitsmedizin,Arbeitsschutz und Ergonomie,C-reactiveprotein (CRP) belongs as a frequent marker in the diagnostics of acute and chronic inflammatory diseases. The determination of CRP represents an essential component in the diagnostics of infectious diseases. Viral and bacterial infections can be detected by the concentration level of CRP. The CRP has been proven to be a marker with a high sensitivity and specificity in infectious diseases. If the most different aspects of occupational healthcare are considered, CRP determination is justified in the field of diagnostics of infections.
Zusammenfassung Lachgas ist ein oxidierendes, schlecht wasserlösliches, farbloses Gas mit süßem Geruch aus der Gruppe der N‑O-Verbindungen und wird im medizinischen Kontext hauptsächlich als Anästhetikum bzw. als Analgetikum eigesetzt. Allerdings warnt die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen (EMCDDA) vor dem privaten Konsum von Lachgas, da es gefährliche Folgen haben kann, wie z. B. Nervenschädigung, Lähmungen, neurologische Schäden, Polyneuropathie, Parästhesien, Rückenmarkdegeneration in Folge einer Störung des Vitamin-B12-Stoffwechsels. Daher sollte Lachgas nur für medizinische und technische Zwecke (z. B. als Treibgas im Sahnespender) eingesetzt werden und nicht zum privaten Spaß-Konsum . So dürfen Ärztinnen und Ärzte das Gas als leichtes Betäubungsmittel einsetzen. Dieser Beitrag befasst sich mit der chemischen Zusammensetzung und den biologischen positiven und negativen Folgen von Lachgas und deren Betrachtung im arbeitsmedizinischen Setting.
Attention-deficit/hyperactivity disorder (ADHD) affects approximately 3.4% of the adult population. It is a mental disorder which is characterized by the core symptoms of inattention, hyperactivity and impulsiveness. The impairments are manifested in various areas of life and as such play an important role in coping with the routine working day. Furthermore, mental illnesses are associated with various stigmas in society. People with ADHD also experience stigmatization, which for example becomes noticeable at the workplace. In order to make the routine working life more positive, there are recommendations for action for those affected and their superiors. This article provides an overview of the disorder, the challenges associated with it and possible solutions for coping at the workplace.
In den vergangenen Jahren hat sich die Forschung verstärkt der Identifizierung von MicroRNAs (miRNAs) als Biomarker gewidmet. Auch die physiologischen Anpassungen an körperliche Ausdauerbelastungen wurden in diesem Kontext untersucht. miRNAs sind kleine nichtkodierende RNAs, die eine Schlüsselrolle bei der posttranskriptionellen Genregulation spielen. Diese kurze Übersichtsarbeit gibt einen Überblick über die Grundlagen der miRNAs, ihre biogenetischen Wege und ihre Funktionen sowie aktuelle Erkenntnisse über ihre Rolle bei der Anpassung an Ausdauertraining. Die Forschung zeigt, dass miRNAs, die im Blut und anderen Körperflüssigkeiten zirkulieren, als Reaktion auf sportliche Betätigung in spezifischen Mustern exprimiert werden. Diese Veränderungen sind abhängig von der Art (z. B. anaerobe oder aerobe Belastung, Ausdauer- vs. Krafttraining), Intensität und Dauer des Trainings. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass miRNAs geschlechtsspezifische Reaktionen auf körperliche Belastungen zeigen. Die Erkenntnisse über miRNAs als Biomarker bieten nicht nur Einblicke in die Mechanismen der Trainingsanpassung, sondern könnten auch praktische Anwendungen in der präventiven Gesundheitsförderung und im betrieblichen Gesundheitsmanagement finden. Langzeitstudien und weitere Forschung sind jedoch erforderlich, um die genauen Zusammenhänge und das Potenzial von miRNAs als therapeutische Ziele vollständig zu verstehen.
Zusammenfassung Im Rahmen der Serie „Biomarker“, die im Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie publiziert wird, ist das CRP (C-reaktives Protein) zugehörig als häufiger Marker in der Diagnostik von akuten und chronischen Entzündungserkrankungen. Die Bestimmung von CRP stellt einen wesentlichen Bestandteil der Diagnostik von Infektionserkrankungen dar. Virale und bakterielle Infektionen können anhand der Konzentrationshöhe von CRP erkannt werden. CRP erwies sich als Marker mit einer hohen Sensitivität und Spezifität bei Infektionserkrankungen. Werden die unterschiedlichsten Aspekte der arbeitsmedizinischen Vorsorge betrachtet, so hat die CRP-Bestimmung im Bereich der Diagnostik der Infektionen ihre Berechtigung.
Zusammenfassung Die vorliegende informative Zusammenfassung über den Knochenaufbaumarker Prokollagen Typ I aminoterminales Propeptid (P1NP) wird im Rahmen der Serie „Biomarker“ des Zentralblatts für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie publiziert und dient als Fortbildung für Arbeitsmediziner*innen. Sie beschäftigt sich mit dem immer häufigeren Gebrauch der Bestimmung von spezifischen Markern bei sog. Manager-Vorsorgen und Check-up-Untersuchungen. P1NP zeigt eine hohe Sensitivität und Spezifität aber eignet sich grundsätzlich nicht als Screening-Parameter zur Frühdiagnostik oder für Vorsorgen, da es ein Marker zur Therapie‑, Verlaufs- und Rezidivkontrolle von Knochenmetastasen ist.
The present review of the biomarkers BNP and NT-pro-BNP is published in the series "biomarkers " of the Zentralblatt fur Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, which deals with the increasing use of the determination of specific markers in so-called manager preventive and check-up examinations. In principle, BNP and NT-pro-BNP are fundamentally suitable as markers for diagnosing acute and chronic heart failure and for assessing the course. In this context these show a high sensitivity and specificity.
ZusammenfassungDie vorliegende Übersicht über die Biomarker BNP und NT-pro-BNP wird im Rahmen der Serie „Biomarker“ des Zentralblatts für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie publiziert, die sich mit dem immer häufigeren Gebrauch der Bestimmung von spezifischen Markern bei sog. Manager-Vorsorgen und Check-up-Untersuchungen beschäftigt. BNP und NT-pro-BNP eignen sich grundsätzlich als Marker zur Diagnosestellung der akuten und chronischen Herzinsuffizienz sowie zur Verlaufsbeurteilung. Hier zeigen diese eine hohe Sensitivität und Spezifität.
In order to classify and analyze the parameters of upper body posture in clinical or physiotherapeutic settings, a baseline in the form of standard values with special regard to age, sex and BMI is required. Thus, subjectively healthy men and women aged 21–60 years were measured in this project. The postural parameters of 800 symptom-free male (n = 397) and female (n = 407) volunteers aged 21–60 years (Ø♀: 39.7 ± 11.6, Ø ♂: 40.7 ± 11.5 y) were studied. The mean height of the men was 1.8 ± 0.07 m, with a mean body weight of 84.8 ± 13.1 kg and an average BMI of 26.0 ± 3.534 kg/m 2 . In contrast, the mean height of the women was 1.67 ± 0.06 m, with a mean body weight of 66.5 ± 12.7 kg and an average BMI of 23.9 ± 4.6 kg/m 2 . By means of video rasterstereography, a 3-dimensional scan of the upper back surface was measured when in a habitual standing position. The means or medians, confidence intervals, tolerance ranges, the minimum, 2.5, 25, 50, 75, 97.5 percentiles and the maximum, plus the kurtosis and skewness of the distribution, were calculated for all parameters. Additionally, ANOVA and a factor analyses (sex, BMI, age) were conducted. In both sexes across all age groups, balanced, symmetrical upper body statics were evident. Most strikingly, the females showed greater thoracic kyphosis and lumbar lordosis angles (kyphosis: Ø ♀ 56°, Ø♂ 51°; lordosis: Ø ♀ 49°, Ø♂ 32°) and lumbar bending angles (Ø ♀ 14°, Ø♂ 11°) than the males. The distance between the scapulae was more pronounced in men. These parameters also show an increase with age and BMI, respectively. Pelvic parameters were independent of age and sex. The upper body postures of women and men between the ages of 21 and 60 years were found to be almost symmetrical and axis-conforming with a positive correlation for BMI or age. Consequently, the present body posture parameters allow for comparisons with other studies, as well as for the evaluation of clinical (interim) diagnostics and applications.
ZusammenfassungDie vorliegende Übersicht über die Biomarkern TIMP‑2 („tissue inhibitor of metalloprokinase 2“) und IGFBP7 („insulin-like growth factor binding protein 7“) wird im Rahmen der Serie „Biomarker“ des Zentralblatts für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie publiziert. Die Marker TIMP‑2 und IGFBP7 eignen sich zur Abschätzung der Nierenschädigung und zur frühen Diagnostik der akuten Niereninsuffizienz. Hier zeigen diese eine hohe Sensitivität und Spezifität.
Zusammenfassung Die vorliegende Übersicht zum Biomarker Neurofilament-Leichtketten (NFL) wird im Rahmen der Serie „Biomarker“ des Zentralblatts für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie publiziert. Das NFL ist ein Serummarker in der Diagnostik der multiplen Sklerose. NFL eignet sich als Marker zur Therapie‑, Verlaufs- und Rezidivkontrolle von multipler Sklerose. Hier zeigt dieser eine hohe Sensitivität und Spezifität.
This overview of the biomarkers tissue inhibitor of metalloprokinase 2 (TIMP-2) and insulin-like growth factor binding protein 7 (IGFBP7) is published as part of the "Biomarker" series of the Central Journal for Occupational Medicine, Occupational Safety and Ergonomics. The markers TIMP-2 and IGFBP7 are suitable for assessing kidney damage and for early diagnostics of acute kidney failure and show high sensitivity and specificity.
ZusammenfassungDie vorliegende Übersicht zum Biomarker „eosinophiles kationisches Protein“ wird im Rahmen der Serie „Biomarker“ des Zentralblatts für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie publiziert, die sich mit dem immer häufigeren Gebrauch der Bestimmung von spezifischen Markern bei sog. Manager-Vorsorgen und Check-up-Untersuchungen beschäftigt. Das eosinophile kationische Protein eignet sich grundsätzlich nicht für solche Vorsorgen, sondern ist ein Marker zur Therapieplanung und zum Therapiemonitoring von Asthma. Hier zeigt dieser eine hohe Sensitivität und Spezifität, wobei der Marker aber auf keinen Fall als Screeningparameter zur Frühdiagnostik eingesetzt werden soll.
The overview of the biomarker eosinophilic cationic protein is published in the series "Biomarkers" of the Central Journal for Occupational Medicine, Occupational Safety and Ergonomics, which deals with the increasing use of the determination of specific markers in so-called manager screening and check-up examinations. In principle, eosinophilic cationic protein is not suitable for such screening measures but is a marker for treatment planning and monitoring of asthma. Here, it shows a high sensitivity and specificity but the marker should not be used as a screening marker for early diagnostics.
The determination of procalcitonin in serum represents an essential component of the diagnostics, monitoring and treatment surveillance of septic infections. Procalcitonin is a marker that enables valuable and treatment-critical statements to be made in the diagnostics of infections, severe inflammation and sepsis; however, it should not be used for the screening of asymptomatic persons in the context of occupational preventive healthcare or so-called manager examinations but only in cases where there is a clinical suspicion of a systemic infection with corresponding symptoms.
ZusammenfassungDie vorliegende Übersicht zu den Knochenmarkern Knochen-Sialoprotein (BSP), carboxyterminales Typ-I-Kollagen-Telopeptid (CTX) und N‑aminoterminales Typ-I-Kollagen-Telopeptid (NTX) wird im Rahmen der Serie „Tumormarker“ des Zentralblatts für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie publiziert, die sich mit dem immer häufigeren Gebrauch der Bestimmung von spezifischen Markern bei sog. Manager-Vorsorgen und Check-up-Untersuchungen beschäftigt. BSP, CTX und NTX eignen sich grundsätzlich nicht für solche Vorsorgen, sondern sind Marker zur Therapie‑, Verlaufs- und Rezidivkontrolle von Knochenmetastasen. Unabhängig davon ist über diese Marker vielfach publiziert worden, wobei sich zudem eine hohe Sensitivität und Spezifität zeigt. Die Marker eignen sich aber auf keinen Fall als Screening-Parameter zur Frühdiagnostik und sollten hier nicht eingesetzt werden.
Zusammenfassung Die vorliegende Übersicht zum Biomarker „Lipoprotein(a) – Lp(a)“ wird im Rahmen der Serie Diagnostika des Zentralblatts für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie publiziert, die sich mit dem immer häufigeren Gebrauch der Bestimmung von spezifischen Markern bei sog. Manager-Vorsorgen und Check-up-Untersuchungen beschäftigt. Lipoprotein(a), Lp(a), eignet sich grundsätzlich nicht für solche Vorsorgen, sondern ist ein Marker zur Risikoabschätzung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Hier zeigt dieser eine hohe Sensitivität und Spezifität, wobei der Marker aber auf keinen Fall als Screeningparameter zur Frühdiagnostik eingesetzt werden sollte.
The present review of the biomarker adrenocorticotropic hormone (ACTH) is published in the series "Tumor markers" of the Zentralblatt fur Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, which deals with the increasing use of the determination of specific markers in so-called manager preventive and check-up examinations. In principle, ACTH is not suitable for such precautionary measures but is a marker for the treatment, progression and recurrence control of disorders of the corticotropic axis. In this context it shows a high sensitivity and specificity but the marker should not be used as a screening marker for early diagnosis due to the circadian rhythm and dependence on stressors.