Ischämieschmerzen wird im Rahmen der Schmerzbehandlung ein oft unterschätzter Stellenwert zuteil. Ein Grund mag sein, dass sie vorwiegend in spezialisierten Fachdisziplinen wie Angiologie, Gefäßchirurgie, interventioneller Radiologie oder interventioneller Schmerztherapie behandelt werden. Dabei ist die Prävalenz kritischer Extremitätenischämie hoch, verbunden mit hohem Amputationsrisiko und hoher Mortalitätsrate, wobei das Risiko mit dem Alter steigt. Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist damit eine der häufigsten Ursachen für chronische Schmerzen an der unteren Extremität, was zentrales Thema dieses Artikels ist.
In der konservativen Dermatologie treten relevante Schmerzen als begleitendes Symptom komplexer und schwerwiegender Erkrankungen auf und beeinträchtigen die Lebensqualität maßgeblich. Zwei typischerweise mit Schmerzen einhergehende Erkrankungen sind der Herpes zoster und das Pyoderma gangraenosum. Die supportive Therapie umfasst Maßnahmen, die zusätzlich zur krankheitsspezifischen Therapie eingesetzt werden, um krankheitsbegleitende Symptome wie Schmerzen zu lindern und das Wohlbefinden der Patienten zu verbessern. Inhalt dieser Übersichtsarbeit ist die spezifische pharmakologische Schmerztherapie unter Berücksichtigung von Kontraindikationen und Anwendungsbeschränkungen einschließlich Dosierung, Dosisanpassung und Wechselwirkungen. Neben Nichtopioidanalgetika finden auch gezielt ausgewählte Opioide in der Schmerztherapie Anwendung, können jedoch durch Nebenwirkungen wie Übelkeit und Obstipation das Wohlbefinden und die Therapieadhärenz der Behandelten vermindern. Eine supportive Begleittherapie dieser Nebenwirkungen ist daher essenziell. In diesem Artikel werden Prinzipien für die gezielte pharmakologische Schmerztherapie, basierend auf den aktuellen Leitlinien und Empfehlungen der Fachgesellschaften, speziell für den dermatologischen Einsatz aufgearbeitet.
Die Schmerzbehandlung geriatrischer Patient:innen stellt aufgrund physiologischer und psychischer Veränderungen per se, aber auch aufgrund von Multimorbidität und damit einhergehender Polypharmazie eine große Herausforderung dar. Letztere birgt ein erhöhtes Risiko für nichtvorhersehbare Arzneimittelereignisse und Interaktionen und verändert damit auch den Nutzen und das Risiko einer Schmerztherapie im Alter. Von zentraler Bedeutung sind die abnehmende Leber- und Nierenfunktionen, weshalb bestimmte Medikamente gar nicht oder nur in stark reduzierter Dosierung eingenommen werden können.
In conservative dermatology, significant pain frequently presents as an accompanying symptom of complex and severe diseases, severely impacting patients' quality of life. Herpes zoster and pyoderma gangrenosum are two conditions commonly associated with pain. Supportive therapy refers to measures designed to alleviate and improve disease-related symptoms, such as pain, in addition to disease-specific treatments. This review focuses on strategies for targeted pharmacological pain management, addressing contraindications, usage restrictions, dosing, dose adjustments, and potential drug interactions. While nonopioid analgesics are central to pain management, carefully selected opioids are also utilized. However, these may negatively affect patients' well-being and treatment adherence due to side effects like constipation and nausea. As a result, a supportive adjunctive therapy to address these side effects is crucial. The principles of targeted pharmacological pain therapy, consistent with current guidelines and recommendations from professional societies, are outlined in this article for use in dermatological practice.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt dieser neuen Ausgabe der SCHMERZ NACHTICHTEN widmet sich den 21. Österreichischen Schmerzwochen, die wir vor Kurzem mit einem Pressegespräch gestartet haben. Im Rahmen dieser jährlichen Informationskampagne der Österreichischen Schmerzgesellschaft wollen wir das Thema Schmerz in möglichst vielen Facetten über unsere medizinischen Fächergrenzen hinaustragen. Wir wollen damit in der Bevölkerung ebenso wie bei den politischen Verantwortungsträger*innen das Bewusstsein für die Möglichkeiten, aber auch für die nach wie vor vorhandenen Defizite in der Schmerzversorgung und Schmerzvorsorge zu schärfen.
Das Moorheilbad Harbach veranstaltet gemeinsam mit den Koope rationspartnern Österreichische Schmerzgesellschaft Sektion ( ÖSG) und der Sektion Schmerz der Österreichischen Gesellschaft für An ästhesie, Reanimation und Intensivmedizin ( ÖGARI) auch heuer wieder einen Schmerzkongress unter dem
Background For geriatric patients with chronic pain, a comprehensive well-coordinated pain management is pivotal to ensure the best possible pain relief and to minimize as far as possible preventable negative side effects of treatment. Objective Description of the difficulties in pain management of geriatric patients with respect to general basic rules that are worth paying attention to and presentation of pharmacological and non-pharmacological treatment options. Methods This article describes the special features of pain management in older patients and gives recommendations on the use of analgesics and potential drug interactions in geriatric patients with organ dysfunction. Furthermore, individual substance groups are described with respect to their use in geriatric patients based on the recent literature. Conclusion The aim of an individualized pain treatment in older and multimorbid patients is the relief of pain to an appropriate level, preservation of mobility, self-reliance and autonomy of each individual. The ability to participate in social activities as well as improvement in the quality of life need to be the focus of pharmacological and non-pharmacological treatment.