Einleitung: Die virtuelle MSCT-Colonographie erlaubt bereits heute eine zuverlässige Detektion von Colonpolypen >5mm. Nachteile sind eine relativ hohe Strahlenexposition und eine geringe Sensitivität für den Nachweis sehr kleiner und flacher Läsionen. Ob diese nicht-invasive Methode eine Zukunft im Bereich der Vorsorge bei asymptomatischen Patienten haben wird, wird sich im prospektiven Vergleich mit der hochauflösenden Videokoloskopie entscheiden.
OBJECTIVE:To get insight into the nature of magnetic resonance (MR) white matter abnormalities of patients with classic maple syrup urine disease (MSUD) under diet control.METHODS:Ten patients with classic MSUD and one with a severe MSUD variant (mean age 21.5 ± 5.1 years) on diet and 11 age and sex-matched healthy subjects were enrolled. Apart from standard MR sequences, diffusion weighted images (DWI), diffusion tensor images (DTI), and magnetization transfer images (MT) were obtained and comparatively analyzed for apparent diffusion coefficient (ADC), tensor fractional anisotropy (FA) and MT maps in 11 regions of interest (ROI) within the white matter.RESULTS:In MSUD patients DWI, DTI and FA showed distinct signal changes in the cerebral hemispheres, the dorsal limb of internal capsule, the brain stem and the central cerebellum. Signal intensity was increased in DWI with a reduced ADC and decreased values for FA. MT did not reveal differences between patients and control subjects.CONCLUSION:Signal abnormalities in the white matter of adolescents and young adults under diet control may be interpreted as consequence of structural alterations like dysmyelination. The reduced ADC and FA in the white matter with preserved MT indicate a reduction in fiber tracks.
Hintergrund und Fragestellung: Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) steht weltweit bez. Prävalenz an 6. und Mortalität an 3. Stelle der bösartigen Tumoren. Mit der vorliegenden Untersuchung sollten klinisch epidemiologische Daten und Überlebensraten über 2 Dekaden erhoben werden. Patienten und Methodik: Eingeschlossen wurden 441 konsekutive Patienten mit gesichertem HCC, die sich von Januar 1988 bis Dezember 2007 am Universitätsklinikum Düsseldorf vorstellten. Für Vergleichszwecke wurde der Zeitraum in zwei Dekaden aufgeteilt (1988 – 1997 und 1998 – 2007). Ergebnisse: Die Zahl der neu diagnostizierten HCC-Fälle hat sich zwischen 1988 – 1997 und 1998 – 2007 verdreifacht und der Anteil der Hepatitis-C-Fälle von 28 auf 38 % erhöht (p < 0,05). Tumorgröße, Okuda- und BCLC-Stadium verringerten sich im Zeitverlauf (je p < 0,001 und p < 0,05). Während der zwei Dekaden verbesserten sich das mediane Gesamtüberleben von 6 [95 % CI: 4,83 – 7,17] auf 9 Monate [95 % CI: 7,31 – 10,69]; p < 0,0001) sowie die 1- und 5-Jahres-Überlebensraten von 22 auf 42 %: (p < 0,01) und von 0 auf 9 % (p < 0,001). Der Anteil der behandelten im Vergleich zu nicht behandelten und der multimodal im Vergleich zu unimodal therapierten Patienten erhöhte sich in der 2. Dekade von 55 auf 79 % (p < 0,005) und von 5,4 auf 23 % (p < 0,0001). Die multimodale Therapie war in der multivariaten Analyse unter Einschluss des Child-Pugh-Scores, des BCLC-Stadiums, Tumorgröße und Geschlecht ein unabhängiger Faktor für das Überleben (Odds Ratio: 2,77; 95 % CI: 1,44 – 5,31). Schlussfolgerung: Die beobachtete Verlängerung des Überlebens beim HCC ist am ehesten auf ein verbessertes Screening, aber auch auf erweiterte und verbesserte Therapiemöglichkeiten zurückzuführen.
In der Radiologie spielt die praxisnahe Ausbildung der Medizinstudierenden eine zunehmend größere Rolle. Die Fertigkeit der Beurteilung radiologischer Untersuchungen im klinischen Kontext und in Verbindung mit einzelnen Krankheitsbildern ist dabei unabdingbar. Durch ein neues elektronisches Lehrkonzept (CLICR Kurs) wurde im Rahmen eines Pilotprojektes die praxisnahe Ausbildung der Medizinstudierenden initiiert. Der praktische Umgang mit modernen radiologischen Informationssystemen, sowie Bildspeicher- und Betrachtungseinheiten sowie Internetfallsammlungen stellt das zentrale Ziel des CLICR-Kurses dar. Inhaltlich werden themenbezogene radiologische Fallvignetten präsentiert, mit denen die Studierenden interaktiv und selbstbestimmt lernen. Anders als bisher werden vollständige Untersuchungen betrachtet und ausgewertet. Es steht zusätzlich eine Diagnose- und Schnittbilddatenbank zur Verfügung. Sie beinhaltet anatomische Atlanten, Schnittbilder im CT von sowohl physiologischen als auch pathologischen Befunden und zeigt typische Befunde für einzelne Krankheitsbilder. Das neuartige Kurskonzept wurde im Rahmen der Lehrevaluation durch das Studiendekant unabhängig beurteilt. Die Egebnisse des CLICR Kurses weisen für die bewerteten Themengebiete: Interaktivität, Erreichen der Lernziele, Relevanz des vermittelten Wissens, Bereicherung des Studiums und der Gesamtbeurteilung des Kursangebots durchweg erheblich bessere Ergebnisse auf, als das bisherige Kursangebot.
Humanmedizinische Curricula unterliegen derzeit einem Reformprozess mit Etablierung übergeordneter Lernziele, wie z. B. der diagnostischen, therapeutischen und präventiven Kompetenz. Damit verbunden sind eine Abkehr von traditionellen Lehrmethoden und die Hinwendung zu interaktiven, fallbasierten Ausbildungskonzepten. In diesem Beitrag werden die Konzeption, erste Erfahrungen sowie Evaluationsergebnisse eines neuen radiologischen Lehrkonzepts (Co-operative Learning In Clinical Radiology – CLICR) vorgestellt.
Ziele: Evaluierung der Knochenmarkveränderungen beim Morbus Gaucher und MR-morphologischer Befunde, die Patienten mit einem erhöhten Risiko schwerer Knochenkomplikationen wie die avaskuläre Hüftkopfnekrose detektieren können. Methode: Es wurden 63 erwachsene Typ I Gaucher Patienten in der MRT untersucht. Coronare T1- und T2-gewichtete Sequenzen der unteren Extremitäten wurden akquiriert. Die Infiltration des Knochenmarkes durch Gaucher Zell Ablagerungen wurde mit einem semiquantiativen MR-Score (Düsseldorfer Gaucher Score, DGS) analysiert. Die Morphologie der Knochenmarkinfiltration wurde differenziert in Typ A (homogener Befall) versus Typ B (inhomogener Befall). Ein aktiver Knochenmarkprozess mit Knochenödem auf T2-gewichteten Sequenzen und die avaskuläre Hüftkopfnekrose wurden evaluiert. Ergebnis: Die Knochenmarkinfiltration fand sich in den femoralen häufiger als in den tibialen Anteilen der unteren Extremitäten. Ein hoher DGS war signifikant assoziiert mit der Typ B Morphologie und der Hüftkopfnekrose (p<0.0001). Splenektomierte Patienten und Patienten mit Morphologie Typ B zeigten einen signifikant höheren DGS als nicht-splenektomierte Patienten (p<0.05). Eine Hüftkopfnekrose wurde bei 46% der Patienten mit Morphologie Typ B und bei 3% der Patienten mit Morphologie Typ A detektiert (p<0.0001). DGS und Morphologie der Knochenmarkinfiltration waren nicht signifikant mit einem aktiven Knochenmarkprozess assoziiert. Schlussfolgerung: Ein morphologisch inhomogener Knochenmarkbefall und extensive Knochenmarkinfiltrationen waren signifikant mit der Hüftkopfnekrose assoziiert (beide p<0.0001). Diese Parameter haben einen prädiktiven Stellenwert und sollten in das klinische Behandlungskonzept einfliessen um notwendige therapeutische Massnahmen zu ergreifen.
In 10 of the 12 patients we could correctly predict the tumor response to chemotherapy. One patient died before the three-month control, and one recurrent glioma did not develop as predicted. ADC mapping is found to predict patient response at 3 weeks from the start of treatment, revealing that early changes in tumor diffusion values could be used as a prognostic indicator also for chemotherapeutically treated recurrences of high-grade glioma.
Ziel: Wir berichten über unsere Erfahrungen mit intraoperativen perkutanen Interventionstechniken im kardiochirurgischen Operationssaal (OP), um eine minimal-invasive Revision von Herzschrittmacher (SM)-Systemen zu ermöglichen. Methoden: Von 2004–2009 wurden im OP einer auf SM-Revisionen spezialisierten kardiochirurgischen Klinik (n>700 / Jahr) an 40 Patienten (12 w, 28 m, Alter 66±7 Jahre) im Rahmen zunächst frustran verlaufender chirurgischer SM-Revisionen perkutane Interventionen unter fluoroskopischer C-Bogen-Kontrolle durchgeführt. Die Art der Intervention, verwendeten Katheter- und Bergungssysteme, venöser Zugänge, Erfolgsraten und Komplikationen wurden retrospektiv analysiert. Ergebnisse: Der Zugang erfolgte direkt subclaviculär (n=32) und / oder transfemoral (n=11). Bei 16 Patienten lagen insgesamt 18 abgerissene, intravaskulär oder intrakardial dislozierte (rechter Vorhof / Ventrikel n=5, Vena cava superior n=3, Vv. brachiocephalicae n=4, Vv. subclaviae n=6) Sondenfragmente vor. Dabei wurde durch den Einsatz dezidierter Bergungssysteme (Needle's eye Snare Retrieval Set, Entrio Snare System, Goose Neck Microsnare Kit) 13/18 Sondenfragmente erfolgreich geborgen (72,2%). In 5 Fällen misslang eine Bergung bei starker Fixierung der Fragmente an Gefäß- oder Herzwand. Bei 24 Patienten konnten 21 / 24 (88%) okkludierte zentrale Venen durch PTA (n=18), PTA + Stent (n=1) oder lediglich Sondierung mittels Diagnostikkatheter unter Drahtschutz (n=2) rekanalisiert und somit eine konsekutive Plazierung von SM-Sonden ermöglicht werden. Wesentliche periprozedurale Komplikationen wurden nicht beobachtet.
PURPOSE:Evaluation of subjective image quality in dose-reduced multi-detector CT (MDCT) of paranasal sinuses using a 2D non-linear adaptive post-processing filter (2D-NLAF). MATERIALS AND METHODS:MDCT of paranasal sinuses was simulated using a human head phantom at a Somatom Sensation Cardiac 64 (Siemens, Erlangen). At constant collimation (64 × 0.6 mm) und pitch (p = 1), the tube current (50, 100, 200 mAs) and tube potential (80, 100, 120 kVp) were modified. The radiation exposure was represented by CTDIvol. Four independent blinded radiologists evaluated the image quality of axial 2 mm images and coronal reformations concerning the assessment of "fractures" and "soft tissue processes". The subjective image quality of original and post-processed images using a 2D-NLAF (SharpViewCT®, Sweden) was graded on a 5-point scale ("1" excellent - "5" not adequate) and compared. RESULTS:Compared to the protocol with the best image quality (120kVp/ 200 mAs) 2D-NLAF led to a significant improvement in the subjective image quality at 100 kVp/ 100 mAs (score "1.4" with filter versus "2.2" without) and 120 kVp/ 50 mAs ("1.6" versus "2.0") (p < 0.03) particularly for high contrasts ("fractures", p < 0.001). In "soft tissue processes", 2D-NLAF provided improved quality from "2.1" to "1.4" (p < 0.04) at 100 kVp/ 100 mAs. Down to a CTDIvol of 8 mGy, the image quality was rated "good", and down to 5 mGy "diagnostic". CONCLUSION:The phantom study indicates a dose reduction potential in MDCT of paranasal sinuses up to 58% compared to a standard dose protocol using a 2D-NLAF without an essential loss of image quality. 2D-NLAF is particularly effective at 100 kVp/ 100 mAs and 120 kVp/ 50 mAs.
Ziele: Gd-basierte MR-Kontrastmittel bedürfen einer strengen Indikationsstellung bei nierentransplantierten Patienten, insbesondere wenn die Transplantatfunktion reduziert ist. In einer ersten Studie zeigte das bi-exp. ADC-Modell eine genauere mathemat. Anpassung, die mono-exp. ADC Analyse wies jedoch eine signifikant bessere Korrelation zur Funktion des Transplantats auf. Ziel dieser Folgestudie war es, das von Yablonskyi et al. publizierte Model einer ADC-Verteilungsfunktion mit der mono-exp. Analyse zu vergleichen. Methode: Ein pos. Votum der lokalen Ethikkommission und ein schriftliches Einverständnis aller Patienten lagen vor. 23 nierentransplantierte Pat. konnten 3 Gruppen zugeteilt werden: a) mit stabiler Funktion über 6 Monate, b) mit guter Funktion und einem max. Abstand von 30 Tagen zur Transplantation und c) mit reduzierter oder akut rückläufiger Transplantatfunktion. T2w HASTE axial und eine paracoronare DWI mit 16 b-Werten (b=0,50,100,…750s/mm2) wurden in einem 1,5T MRT (Magnetom Avanto, Siemens Medical Solutions) angefertigt. Die ROI-basierte Analyse des ADC der Nierenrinde erfolgte mit der Software Table-Curve-2D. Zur Überprüfung der Güte des mathematischen Fittings wurde der Korrelationskoeffizient (R2) verwendet. Ergebnis: Die mittleren ADC-Werte der 3 Gruppen ergaben bei der mono-exp. Analyse für a) 1932±98, für b) 2095±246 und für c) 1636±200 10–6mm2/sek. Die Ergebnisse des Verteilungsfunktion-Modells waren für a) 2487±185, für b) 2850±325 und für c) 2142±314 10–6mm2/sek. Zwischen den Gruppen (a,b) und c) waren die Ergebnisse bei beiden Modellen signifikant unterschiedlich (p<0,005). Die Korrelation zur Klinik war zwischen den Modellen nicht signifikant unterschiedlich, jedoch ergab R2 ein besseres Fitting für die Verteilungsfunktion (p<0,0001). Schlussfolgerung: Das Verteilungsfunktion-Modell zur ADC-Berechnung in der Nierenrinde erlaubt wie die mono-exp. Analyse eine gute Differenzierung der Transplantatfunktion und stellt gleichzeitig das exaktere mathematische Modell dar.
Die Anzahl der implantierten Herzschrittmachersysteme hat im letzten Jahrzehnt beträchtlich zugenommen. So werden aktuell in Deutschland jährlich ca. 65.000 Herzschrittmacher und 15.000 implantierbare Cardioverter-Defibrilatoren (ICD) neu eingepflanzt. Somit werden auch Radiologen in zunehmendem Maße bei der Befundung von Thorax-Untersuchungen mit Schrittmachersystemen konfrontiert. In diesem Fortbildungsposter werden zunächst korrekte Sondenlagen der gebräuchlichen Herzschrittmacherarten vorgestellt. Zusätzlich werden korrekte Sondenlagen bei Patienten mit anatomischen Normvarianten und kongenitalen Herzfehlern präsentiert. Einen besonderen Stellenwert nimmt das Spektrum möglicher Fehllagen und Defekte von Schrittmachersonden ein. Zudem werden mögliche kardiale und thorakale Komplikationen nach Schrittmacheranlage demonstriert.
PURPOSE To determine whether MR bone marrow findings in Gaucher patients may help to identify patients at high risk of developing severe Gaucher bone complications exemplified by avascular necrosis (AVN) of the femoral head. MATERIALS AND METHODS MR images were obtained in 63 Type I Gaucher patients through a standard protocol using coronal T 1 and T 2-weighted sequences of the lower extremities. The location and extent of infiltrated marrow was established using a semi-quantitative MRI scoring method (Düsseldorf Gaucher score, DGS) and the morphological pattern of bone marrow involvement determined (whether homogeneous type A or non-homogeneous type B). The active marrow process with bone edema and AVN of the femoral head were also analyzed. RESULTS Bone marrow involvement was observed in femoral sites more than in tibial sites. A high DGS was significantly correlated with type B morphology and femoral AVN (both p < 0.0001). Splenectomized patients showed a significantly higher Düsseldorf Gaucher score and type B morphology than non-splenectomized patients (both p < 0.05). AVN was seen in 46 % of patients with type B morphology versus 3 % in type A morphology (p < 0.0001). DGS and morphology of bone marrow involvement were not significantly correlated with active marrow processes. CONCLUSION Type B marrow morphology and extensive marrow packing were significantly associated with AVN of the femoral head (both p < 0.0001). These patterns are considered predictive and may be employed in a disease management context to alert physicians to the need for urgent therapeutic measures.
Ziele: Ziel dieser Studie war es, eine kontrastmittelfreie, EKG-getriggerte und Atem-navigierte Steady-State Free Precession (SSFP) MR Angiographie (MRA) bei 1.5T und 3T zu vergleichen. Methode: Bei 20 gesunde Probanden (11Männer, 9 Frauen, Alter 23,2±2,3 Jahre) wurde eine kontrastmittelfreie SSFP MRA der Nierenarterien bei 1.5T und 3T durchgeführt. Es wurden identische Untersuchungsparameter (FOV 340×242mm, Voxelgröße 1.1×1.1×1.0mm, 96 Schichten, PAT=2) für beide Untersuchungen verwendet. Es erfolgte eine subjektive Analyse der Bildqualität von koronaren und axialen MIP-Rekonstruktionen für 4 anatomische Segmente (I-Aorta und Nierenarterienostium, II-Nierenarterienhauptstamm, III-Gefäßäste außerhalb des Nierenparenchyms, IV-Gefäßäste innerhalb des Nierenparenchyms) durch 2 Radiologen anhand einer 4-Punkteskala (4-exzellent bis 1-nicht diagnostisch). Zusätzlich wurde die maximal sichtbare Gefäßlänge sowie die relative SNR und CNR bestimmt. Ergebnis: Ein Proband wurde aufgrund technischer Schwierigkeiten mit dem Atemnavigator bei 3T ausgeschlossen. Bei 19 Probanden konnte eine exzellente und vergleichbare subjektive Bildqualität für die Segmente I und II bei 1.5T (3.97±0.16 und 3.84±0.43) und 3T (4.0±0.0 und 3.88±0.32) erreicht werden. Die subjektive Bildqualität für die Segmente III und IV war bei 3T (3.88±0.32 und 3.17±0.70) signifikant höher als bei 1.5T (3.32±0.73 und 2.09±0.81). Bei 3T war die maximale Länge der rechten (9.85±0.82cm) und linken (8.3±0.79cm) Nierenarterie signifikant höher als bei 1.5T (rechts: 8.94±1.38cm, links: 7.58±1.18cm). Relative SNR und CNR waren bei 3T (50.8±11.4 und 41.4±10.2)höher als bei 1.5T (43.9±12.2 und 33.8±10.8). Schlussfolgerung: Die SSFP MRA bei 3T führt zu einer signifikant besseren Darstellung peripherer Nierenarterienäste'und könnte daher die kontrastmittelfreie Evaluierung von Nierearterienstenosen verbessern.
Ziele: In der pädiatrischen Radiologie werden zur Darstellung von Gefäßstenosen aus strahlenhygienischen Gründen die farbkodierte Dopplersonographie (FKDS) und die KM-MRA bevorzugt eingesetzt. Die FKDS ist zeitaufwendig und untersucherabhängig. Die KM-MRA wird in Atemanhaltetechnik durchgeführt.
Ziele: Nierentransplantierte Patienten werden mit Duplexsonographie und MRT bei Verschlechterung der Transplantatfunktion untersucht, um Hinweise auf eine prä- oder postrenale Ursache zu diagnostizieren. Eine Beurteilung des Nierenparenchyms ist Gegenstand der vorliegenden „work in progress“ Arbeit, die sich mit den Möglichkeiten der Diffusionsbildgebung von Transplantatnieren beschäftigt. Methode: 15 nierentransplantierte Patienten, 8 mit guter Transplantatfunktion (GFR >50ml/min, Kreatinin <1,8mg/dl) und 7 Patienten mit verminderter Funktion, wurden in einem 1,5 T MRT Avanto (Siemens Medical Solutions, Deutschland) untersucht. Es wurde eine diffusionsgewichtete Sequenz mit 16 b-Werten (b=0–750s/mm2) durchgeführt. Aus den errechneten apparent diffusion constant (ADC)-Parameterbildern wurden mittels ROI-Technik die durchschnittlichen ADC-Werte der Nierenrinde ermittelt. Ergebnis: Die 8 Patienten mit guter Transplantatfunktion zeigten einen durchschnittlichen ADC-Wert [10–6 mm2/s] des Nierenkortex von 1839±51. Bei vier Patienten mit stenosierten Segmentarterien fand sich ein erniedrigter durchschnittlicher ADC-Wert von 1545±178 des gesamten Nierenkortex. Die von den Gefäßstenosen betroffenen Kortexareale zeigten eine noch deutlichere ADC-Absenkung auf 1259±355. Vergleichbare Ergebnisse fanden sich bei Patienten mit Harnaufstau. Der durchschnittliche ADC-Wert war hier auf 1552±75 erniedrigt. Bei einer Patientin bestand nur für das kraniale Nierenbecken bei Doppelnierenanlage ein isolierte Harnaufstau. Hier zeigte das betroffene Kortexareal eine signifikante ADC Absenkung auf 1348±111 während der Kortex des nicht gestauten Nierenbeckens mit 1772±132 einen normalen ADC-Wert aufwies. Schlussfolgerung: Die Diffusionsbildgebung bei Transplantatnieren ist eine vielversprechende Technik, die Aussagen zum Parenchym erlaubt und eine Differenzierung durch abgesenkte ADC-Werte von geschädigten Kortexarealen bei reduzierter Perfusion oder Harnaufstau ermöglicht.
Ziele: MRT-Untersuchungen der Hände werden zunehmend häufiger bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) zur Frühdiagnostik und Verlaufskontrolle durchgeführt. Eine schnelle, übersichtliche und vergleichbare Erfassung der radiologischen Ergebnisse ist wünschenswert, so dass ein MRT-Score entwickelt wurde und seine Praktikabilität in einer multizentrischen Erprobung evaluiert wurde. Methode: In 8 Zentren wurden bundesweit Niederfeld-MRT-Untersuchungen (Fa. Esaote Biomedica Deutschland GmbH, 0.2 T) von Patienten mit rheumatoider Arthritis unter Therapie mit DMARD (disease modifying antirheumatic drug) bzw. Biologika zu den Zeitpunkten T0, T1 (3 Monate) und T2 (6 bzw. 12 Monate) semiquantitativ ausgewertet. 11 Pat. bei T0 ohne DMARD und Therapieeinleitung vor T1; 34 Pat. mit Therapiewechsel von T0 auf T1. Mit dem Dokumentationsbogen wurden die OMERACT-Parameter Synovialitis, Knochenödem und Erosion der/des klinisch dominanten Hand und/oder Fußes erfasst. Ergebnis: 45 (30 w, 15m, Durchschnittsalter 56J) von 120 RA-Patienten der MRT-Untersuchungszeitpunkte T0 und T1 (110 Messzeitpunkte) wurden in die Auswertung einbezogen. Bei 24/45 konnte in guter klinischer (DAS28) und laborchemischer (CRP) Korrelation eine Verbesserung der MR-morphologischen Veränderungen gefunden werden, bei 12/45 eine Verschlechterung und bei 9/45 ein Status idem. Schlussfolgerung: Nach der Zwischenauswertung des Niederfeld-MRT-Score ist er als sensitiv und praktikabel zu werten und verhält sich in Korrelation zu Klinik und Labor. Bei relativ hohem Zeitaufwand findet der MRT-Score insbesondere im wissenschaftlichen Bereich seine Anwendung.
Cardiac imaging using electrocardiogram-gated multi-detector computed tomography (MDCT) permits noninvasive diagnosis of congenital and acquired cardiac pathologies and has thus become increasingly important in the last years. Several studies investigated the incidence and relevance of incidental extracardiac structures within the lungs, mediastinum, chest wall, and abdomen with gated Coronary CT. This resulted in the general acceptance of the review of extracardiac structures as a routine component of coronary CT interpretation. On the other hand radiologists tend to neglect pericardial and cardiac pathologies in non-gated chest CT, which is primarily performed for the evaluation of the respiratory system or for tumor staging. Since the introduction of multi-detector spiral CT technology, the incidental detection of cardiac and pericardial findings has become possible using non-gated chest CT. This article reviews the imaging appearances and differential diagnostic considerations of incidental cardiac entities that may be encountered in non-gated chest CT.
Ziele: Die Lebervolumetrie zur Planung chirurgischer Eingriffe an der Leber und zur Abschätzung der Leberhypertrophie nach PVE ist ein wichtiger Parameter in der Therapieplanung. Der Goldstandard ist zumeist die manuelle Auswertung durch einen Radiologen mittels CT-Volumetrie-Software. Die Studie untersuchte die Wertigkeit einer neuen, semiautomatischen Volumetrie (ECCET 3D-Software) im Vergleich zum Goldstandard. Methode: Bei 24 Patienten mit Lebertumoren wurden zu drei Zeitpunkten (präoperativ, 2 Tage postoperativ und 1 Monat postoperativ) CT-Untersuchungen (Emotion 6, Siemens Medical Solutions) mit 4mm Schichtdicke angefertigt und Volumenbestimmungen der Leber mittels manueller Auswertung (Siemens Volumetrie-Software) und semiautomatischer Software (ECCET 3D, Institut für klinische Informatik) durch unabhängige und geblindete Auswerter vorgenommen. Hierbei wurde der Zeitaufwand der Messungen erfasst. Der durchschnittliche Zeitaufwand wurde verglichen und für die Messvolumina ein Korrelationskoeffizient errechnet. Ergebnis: Die Messergebnisse der semiautomatischen 3D-Software (ECCET 3D) korrelieren eng mit der manuellen Auswertung (r2=0,912). Zusätzlich fand sich eine Zeitersparnis von durchschnittlich ca. 2min. pro Messung. Manuelle Auswertung: 7,2min. und semiautomatische 3D-Software: 5,3min. Schlussfolgerung: Die hohe Korrelation der Messergebnisse zum bisherigen Goldstandard der manuellen Auswertung und der verminderte Zeitaufwand von nahezu zwei Minuten je Messung unterstützten die hohe Wertigkeit der neuen semiautomatischen 3D-Lebervolumetriesoftware. Weitere Studien zur Volumetrie von Lebertumoren und -segmenten mit dieser 3D-Software sind jedoch notwendig.
Von der MDCT-Technik und ihrer mittlerweile weiten Verfügbarkeit hat auch die Bildgebung bei Nieren- und Hochdruckkrankheiten profitiert. In zunehmendem Maße kann die MDCT Indikationen der (invasiven) konventionellen Angiographie übernehmen und die i.v.-Urographie vollständig ersetzen. Zur Minimierung der Gesamtstrahlendosis ist für jede Fragestellung ein maßgeschneidertes Untersuchungsprotokoll anzuwenden. Soweit sinnvoll sollten Niedrigdosisprotokolle (z. B. zur Diagnostik der Urolithiasis) zur Anwendung kommen. Durch die Verbesserung der longitudinalen Auflösung (z-Achse) und der resultierenden isotropen Voxel stehen vielfältige Möglichkeiten der Bildrekonstruktion zur Verfügung. Die Anfertigung von multiplanaren Rekonstruktionen, dünneren Schichten und/oder 3D-Rekonstruktionen kann in vielen Fällen hilfreich bei der Diagnosefindung sein. Grundlage einer aussagekräftigen Untersuchung ist nicht zuletzt eine gute Kommunikation zwischen klinisch tätigen Ärzten und Radiologen.