Einleitung Schilddrüsenerkrankungen gehören zu den häufigsten endokrinologischen Krankheitsbildern. Die manifeste und v.a. die subklinische Hypothyreose sind dabei die häufigsten Funktionsstörungen. Repräsentative Prävalenzdaten für Schwangere in Deutschland liegen dazu nicht vor. Unter den Teilnehmerinnen am BabyCare-Programm geben 11,3% der befragten Schwangeren eine diagnostizierte Hypothyreose an. Über 90% dieser Schwangeren werden mit Thyroxin behandelt. Die überwiegend internationale Literatur zeigt einen starken Zusammenhang zwischen der manifesten und subklinischen Hypothyreose und Fehl- und Frühgeburten sowie kindlichen Entwicklungs-störungen. Auf der Grundlage der BabyCare Kohortendaten (Wiederholungsbefragung nach der Geburt) wurde untersucht, welche Zusammenhänge zwischen dem Krankheitsbild und verschiedenen Komplikationen in der Schwangerschaft bzw. der Geburt bestehen.
Trotz eines seit einigen Jahren sinkenden Trends stellen Frühgeburten nach wie vor die größte Herausforderung in der Geburtshilfe dar. Nach den Perinataldaten betrug die Frühgeburtenrate im Jahr 2014 in Deutschland 7,9%. Vaginalinfektionen – insbesondere die Bakterielle Vaginose – stellen mit einer ODDS-Ratio von 2,19 einen erheblichen Risikofaktor für Frühgeburten dar. [1] Im Jahr 2001/2002 führten Kiss et al. eine randomisierte klinische Screeninguntersuchung durch, die eine signifikante Verringerung der Frühgeburtenrate zeigte. [2] Es stellt sich die Frage, ob eine Verringerung der Frühgeburten durch die Integration eines Vaginalscreenings in die Routinen der Schwangerenvorsorge erreicht werden kann.
Hintergrund: Die Frühgeburt stellt seit mehr als 20 Jahren national und international das zentrale Problem der Geburtsmedizin dar. Trotz zunehmender diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten ist die Frühgeburtenrate nicht gesunken, vielmehr seit den neunziger Jahren bis zum Jahr 2006 kontinuierlich angestiegen. Im Jahr 2013 sind in Deutschland allerdings immer noch 8% aller Geburten Frühgeburten. Der epidemiologische Kenntnisstand zu Risikofaktoren der Frühgeburt ist vergleichsweise gut, Interventionen zur Reduktion des Programms sind aber nicht sehr häufig. Methodik: Eine Evaluation internationaler Projekte zur Verringerung von Frühgeburten ergab, dass sowohl eher unspezifische Maßnahmen der Gesundheitsförderung zum Einsatz kommen, als auch spezifisch medizinisch-diagnostische Interventionen, die sich gezielt auf einzelne Risikofaktoren wie Vaginalinfektionen etc. richten. Das im Jahr 2000 entwickelte BabyCare-Programm ist mit den Instrumenten eines Handbuchs, eines Fragebogens sowie eines individuellen Auswertungsschreibens zunächst ein unspezifisches Programm der Gesundheits- und Ernährungsberatung für Schwangere. An dem Programm, mit dem ca. 80 Krankenkassen kooperieren, haben bisher ca. 150.000 Schwangere teilgenommen. Ergebnisse: Die regelmäßige interne und externe Evaluation des Programms zeigt eine Verringerung der Frühgeburten um ca. 20%. Schwer lösbare Probleme bestehen allerdings in der Erhöhung der Programmreichweite, da die Kassen die Schwangerschaft einer Versicherten nicht oder zu spät kennen. Neben Maßnahmen zur Lösung des „Identifikationsproblems“ wird das Programm schrittweise um spezifische Interventionen ergänzt. Seit dem Herbst 2014 erfolgt in Zusammenarbeit mit der AOK-Nordost und dem Berufsverband der Frauenärzte eine Intervention, die sich zusätzlich auf die frühzeitige Erkennung von Vaginalinfektionen sowie Gestationsdiabetes richtet. Damit soll auch eine weitere Verringerung der Frühgeburten erreicht werden. Diskussion: Hier werden Hemmnisse und notwendige Weiterentwicklungen beim Versuch der Verringerung von Frühgeburten in Deutschland dargestellt.
Hintergrund: In Deutschland wiesen im Jahr 2014 9,9% aller Geborenen ein Gewicht von ≥4000 Gramm auf. [1] Die Makrosomie erhöht das Risiko für schwerwiegende neonatale oder maternale gesundheitliche Beeinträchtigungen sowie Kaiserschnittentbindungen. Von den bekannten Risikofaktoren der Makrsomie ist postkonzeptionell lediglich die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft intervenierbar. Zur Gewichtszunahme liegen Empfehlungen des Instituts of Medicine vor, die vom IQWiG übernommen worden sind. [2]
National and international epidemiological studies have shown that relevant segments of populations are - especially in the winter period - vitamin D deficient and for the entire year vitamin D intake is far too low. This also applies to pregnant women. In January 2012 the German Nutrition Society has increased the intake recommendations for vitamin D by a factor of 4. It is suggested that a sufficient supply with vitamin D has high preventive potentials with respect to several chronic diseases and will potentially reduce the incidence of preterm birth. This paper considers the evidence of associations between vitamin D deficiency and adverse pregnancy outcomes. Based on the current epidemiological knowledge which is, however, sparse there is very low evidence that vitamin D deficiency is a relevant risk factor for adverse pregnancy outcomes. This makes it even more difficult to give rationale answers to emerging questions with respect to supplementation, dosage and vitamin D diagnostic measures. An observational study with 2 or 3 large obstetric clinics should be undertaken to clarify the central question without delay.
Obwohl in einigen Industrieländern in den letzten Jahren sinkende oder zumindest stagnierende Frühgeburtsraten zu beobachten sind, bleibt die Frühgeburt die größte Herausforderung in der Geburtshilfe. In Deutschland beträgt die aktuelle Frühgeburtenrate 8% und 9% der Kinder kommen als Frühgeborene zur Welt, womit in Europa die höchsten Raten festzustellen sind. Der epidemiologische Kenntnisstand zu den Risikofaktoren der Frühgeburt ist durchaus zufriedenstellend, auch wenn es noch einige zu erhellende Dunkelfelder gibt. Allerdings gibt es bis heute weltweit kein Programm, das die Zahl der Frühgeburten in der Gesamtpopulation der Schwangeren wirksam verringert. Reduktionen werden aber in bestimmten Teilpopulationen sichtbar. Im Beitrag werden Voraussetzungen zur Konzeption und Umsetzung gezielter Interventionen dargestellt und an 2 Beispielen erläutert. Gezielte Interventionen erfordern auch eine Revision der derzeitigen Risikoklassifikation von Schwangeren, für praktische Interventionen des Frauenarztes ist sie völlig unbrauchbar. Notwendig ist eine gezielte Förderung dieser Versorgungsforschung unter Einbezug belastbarer Evaluationsmaßnahmen. Wenn wir an die Risikofaktoren der Ernährung und des Gewichts denken, sollte mittel- und langfristig die Prävention der Frühgeburt auch viel stärker präkonzeptionell ausgerichtet werden.
Hintergrund: Von Eisenmangel und der Eisenmangelanämie sind nach europäischen Untersuchungen im Mittel 48% bzw. 9% der Schwangeren betroffen. Die Prävalenzen steigen mit zunehmender Schwangerschaftsdauer deutlich an. Eisenmangel führt zu einer erheblichen Einschränkung der Leistungsfähigkeit, gleichzeitig liegt ein erhöhtes Risiko für Komplikationen im Verlauf der Schwangerschaft vor.
Nationale und internationale epidemiologische Studien zeigen, dass v. a. im Winter große Teile der Bevölkerung einen Vitamin D Mangel aufweisen und die nutritive Vitamin D Aufnahme generell zu gering ist. Dies gilt auch für Schwangere. Im Januar 2012 hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung die Zufuhrempfehlungen bei Vitamin D um das Vierfache erhöht. Eine ausreichende Vitamin D Versorgung soll nicht nur auf zahlreiche chronische Krankheiten protektiv wirken, sondern z. B. auch Frühgeburten verringern. Der Beitrag untersucht die Evidenz zu Zusammenhängen zwischen einem Vitamin D Mangel und Komplikationen in der Schwangerschaft bzw. bei der Geburt. Bei der derzeitigen epidemiologischen Datenlage kann von einem gesicherten Risiko eines Vitamin D Mangels für Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt nicht gesprochen werden. Umso schwieriger sind rationale Antworten auf die Frage zu finden, ob und in welcher Dosis supplementiert werden und ob eine Vitamin D Serumdiagnostik erfolgen soll. Eine Beobachtungsstudie an 2 oder 3 größeren Geburtskliniken könnte die zentrale Frage recht zeitnah klären.
Trotz der qualitativ hochwertigen Lebensmittelangebote in den entwickelten Ländern stellt die Ernährung in der Schwangerschaft ein wichtiges Thema dar. Eine quantitativ bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Ernährung sowie ein Körpergewicht in der Nähe des Normalgewichts verringern Komplikationen im Verlauf der Schwangerschaft, bei der Geburt sowie auch Beeinträchtigungen des späteren Gesundheitszustandes der Mutter und des Kindes. Die Ernährungsberatung des Frauenarztes sollte mit einem festen Schema unter Einsatz einfacher begleitender Instrumente erfolgen. In der Regel, wenn kein abnormer Body-Mass-Index vorliegt, bedarf es nur in schwierigen Fällen der Hinzuziehung von Fachkollegen.
Bei gesunden und erfahrenen Reiterinnen hat das Reiten während der Schwangerschaft keinen Einfluss auf die Schwangerschaftsdauer. Die Auswertung einer retrospektiven Befragung von 1851 Frauen, die vor oder während ihrer Schwangerschaft geritten sind, ergab keine Anhaltspunkte dafür, dass Reiten während der Schwangerschaft – auch nicht Springreiten oder berufsmäßiges, tägliches Reiten – zu einer erhöhten Rate an Aborten oder Fehl- bzw. Frühgeburten führt. Es fanden sich auch keine Hinweise auf vermehrte protrahierte Geburtsverläufe. Schwangere mit Frühgeburten hörten frühzeitiger mit dem Reiten auf als Schwangere mit Entbindung am Termin. Die Selbsteinschätzung der Schwangeren kann deshalb in der Beratung wichtige Hinweise geben. Jede elfte Reiterin hatte einen oder mehrere Unfälle beim Reiten oder beim Umgang mit dem Pferd. Das hohe Unfallrisiko muss mit der Schwangeren besprochen werden.
Drug Prescribing for Patients with Chronic Kidney Disease in General Practice: a Cross-Sectional Study
Ziel: Eisenmangel und Eisenmangelanämie ist eine relativ häufig vorkommende Mangelerscheinung bei der Frau. Von Eisenmangel und der Eisenmangelanämie sind nach europäischen Untersuchungen im Mittel 48% bzw. 9% der Schwangeren und 22% bzw. 4% der Frauen im gebärfähigen Alter betroffen. Die Erscheinung ist vor allem auf den regelmäßigen Verlust während der Menstruation und den erhöhten Bedarf während der Schwangerschaft zurückzuführen. Die empfohlene minimale Aufnahme von Nahrungseisen der Frau beträgt 15mg im gebärfähigen Alter und geht bis zu 30mg während der Schwangerschaft. Die Symptomatik des Eisenmangels und der –anämie führt häufig zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität und Leistungsfähigkeit, gleichzeitig liegt ein erhebliches Risiko für Frühgeburten und weitere Komplikationen im Verlauf der Schwangerschaft vor. Die Diagnostik des Eisenmangels über den Hb-Wert ist unzureichend, da ein herabgesenkter Wert mit begleitender Symptomatik den Eisenmangel viel zu spät erkennen lässt. Die epidemiologische Datenlage zur Gesundheit und zum Ernährungsverhalten von Schwangeren ist in Deutschland unzureichend. Auf der Basis die Ernährungsdaten erhoben im Rahmen des BabyCare-Programms zeigt sich, dass der Eisenversorgung bei 22% der Frauen mit Kinderwunsch nicht ausreichend ist. Während der Schwangerschaft erhöht sich diese Zahl auf 96% der Frauen. 65% der Schwangeren nehmen weniger als 50% der empfohlenen Mengen von täglich 30mg Eisen über die Nahrung zu sich. Populationsbezogen betrachtet, weisen auch nach Substitution 45% der Schwangeren Zufuhrmengen auf, die unter 50% von den empfohlenen Mengen an Nahrungseisen liegen.
Preterm birth is the most common reason for perinatal morbidity and mortality in the western world. It has been shown that in euthyreotic pregnant women with thyroid autoimmune antibodies, L-Thyroxine replacement reduces preterm delivery rate in singleton pregnancies. We investigated in a nonrandomized retrospective observational study whether L-Thyroxine replacement, maintaining maternal free thyroxine serum level in the high normal reference range prescribed for nonpregnant women also influences the rate of preterm delivery in women without thyroid autoimmune antibodies. As control group for preterm delivery rate, data from perinatal statistics of the State of Baden-Württemberg from 2006 were used. The preterm delivery rate in the study group was significantly reduced. The subgroup analysis shows no difference in primiparous but a decline in multiparous by approximately 61% with L-Thyroxine replacement. Maintaining free thyroxine serum level in the high normal reference range prescribed for nonpregnant women may reduce the preterm delivery rate.
Arbeitslose und Langzeitarbeitslose weisen erhebliche Morbiditätsprofile und gesundheitliche Risiken auf, die ihre Leistungsfähigkeit und ihre Beschäftigungsmöglichkeiten begrenzen und eine Wiederbeschäftigung häufig erschweren oder verunmöglichen. Sie haben einen besonderen Bedarf für Maßnahmen der „Gesundheitsförderung„ im Sinne eines umfassenden Gesundheitsmanagements. In den letzten 5 bis 6 Jahren ist es gelungen, eine ganze Reihe von Projekten der Gesundheitsförderung von Arbeitslosen in Deutschland zu etablieren. Beginnend mit den Job-Fit Projekten in NRW, über das Projekt AmigA in Brandenburg sind in den letzten 3 Jahren weitere 8 Projekte in ARGEN und Job-Centern durchgeführt worden oder noch in Durchführung befindlich, die mit den gleichen Evaluationsinstrumenten wissenschaftlich begleitet worden sind. Die Projekte verfolgen das Ziel, den Gesundheitszustand und die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmer zu verbessern. Derzeit liegen aus insgesamt 12 Projekten Informationen und Daten zur Struktur-, Prozess-, Produkt- und Ergebnisevaluation vor. Letztere umfassen in einem T0/T1 Ansatz n=1.500 Fragebogen vor Beginn der Intervention und ca. 700 Fragebogen nach Ende der Maßnahmen. Der Vortrag berichtet über wichtige Ergebnisse aus der Struktur-, Prozess- und Produktevaluation und zeigt die gesundheitlichen Effekte der Maßnahmen auf der Basis der Fragebogendaten der Teilnehmer insgesamt sowie nach Teilgruppen und nach Standorten und validiert diese Selbsteinschätzungen durch die Bewertung des Gesundheitszustandes durch Professionelle (Ärzte/Psychologen) Insgesamt zeigt sich, dass die (unterschiedlichen) Interventionen und Maßnahmen den Gesundheitszustand der Teilnehmer stabilisieren und z.T. deutlich verbessern. Die gesundheitlichen Effekte sind aber nicht selten durch den erheblich schlechten Ausgangszustand der Teilnehmer limitiert. Die Maßnahmen führen in nicht geringem Maße einmal auch in Wiederbeschäftigung auf dem ersten oder zweiten Arbeitsmarkt aber auch zum Austritt aus dem Leistungsbezug u.a. durch Erwerbsunfähigkeitsrentenanspruch. Unabhängig von den genannten Outcomes führt die kontinuierliche persönliche Betreuung zu einer deutlichen Zunahme des Selbstwertgefühls und der sozialen Interaktionen. Schlussfolgerungen und Empfehlungen für weitere Interventionen und Evaluationen werden abgeleitet.
Ob durch Prävention und Gesundheitsförderung Kosten im Gesundheitswesen eingespart werden können, ist unter Gesundheitswissenschaftlern und Gesundheitsökonomen weiterhin strittig [2, 6, 7]. Und sicher ist es unmöglich, für das gesamte Gesundheitswesen bzw. für das Spektrum aller Krankheiten und Indikationsgebiete wissenschaftlich belastbare Kosteneinsparungspotentiale zu berechnen oder auch nur nachvollziehbar zu schätzen. Der Logik nach ist ein mögliches Kosteneinsparungspotenzial bei definierten Krankheiten von einer ganzen Reihe von Faktoren abhängig. Dazu gehören u. a.: der epidemiologische Wissensstand zu den möglichen Ursachen von Krankheiten, gemessen in der Regel durch Assoziationsmaße zwischen Risikofaktoren und protektiven Faktoren und Krankheit (Odds-Ratio, relatives Risiko), die Prävalenz sowohl von Krankheit als auch von Risiko- und protektiven Faktoren in der Bevölkerung, die Intervenierbarkeit der epidemiologisch gesicherten Risikofaktoren und protektiven Faktoren, die Stabilität der Interventionseffekte in der Zeit, die Evidenz aus experimentellen Interventionsstudien zur Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit; die Akzeptanz und Inanspruchnahme territoriumsübergreifender Interventionen durch die Bevölkerung und die Effekte auf die Krankheitsinzidenzen mit steigendem Alter und steigender Lebenserwartung der Bevölkerung.
Hintergrund: Methodik: Ergebnisse: Schlussfolgerungen: Background: Methods: Results: Conclusions:
Drug Prescribing for Patients with Chronic Kidney Disease in General Practice: a Cross-Sectional Study
Infection with Chlamydia trachomatis is the most common sexually transmitted disease in the world. In women it mainly occurs before the age of 25 years, while in men it can still be diagnosed till the age of 35 years. In Western Europe the prevalence of a Chlamydia trachomatis infection has been estimated, according to WHO data, as between 2.7% (Italy) and 8.0% (Island). A general screening strategy is now being discussed in Germany. A non-diagnosed and non-treated Chlamydia trachomatis infection and the resulting health problems have not only severe consequences for the individual but also results in major epidemiological and socio-economic public health problems. This issue is not only of extreme importance in health policy, but has also a major impact in family policy, especially in view of the declining birth rates and the demographic changes.
BACKGROUND:More than 100 000 women have already participated in the given BabyCare programme. It is highly accepted by pregnant woman, gynaecologists as well as the health insurance companies co-operating. Evaluation of the birth outcomes is done annually in comparison with a given perinatal data base. We look for further tools to reduce preterm deliveries.METHODS:Birth outcome is analysed based on a sample of 3 345 births documented by the gynaecologist controlled for age, parity, multiple gestation and education level. The preventive potentials of preconceptional interventions are exemplified and the given problems in the choice of obstetric clinics are summarized.RESULTS:Women participating in the BabyCare programme have a rate of preterm birth which is 20 to 25 % lower than in the control group. Additional preconceptional health promotion can reduce pregravid risk factors and provides many opportunities for preventive measures, which may reduce the incidence of severe complications substantially. Targeted counselling the choice of a clinic will additionally provide support for women with high risk pregnancies and may lead to a further reduction of complications or rather to a better management of incident complications.CONCLUSIONS:Health and nutritional counselling in early pregnancy by the BabyCare programme leads to a stable, significant, effective and efficient reduction of preterm births. The additional preconceptional and antepartal measures may contribute to a further reduction of complications.