Zum Schutz kritischer Infrastrukturen und zur Verbesserung der Kenntnislage zu Trinkwasser-Störfällen in Niedersachsen hat das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) im Auftrag des niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (MS) das niedersächsische Trinkwasser-Störfallregister (NITRIS) als passwortgeschützte Web-Anwendung entwickelt. Es befindet sich seit September 2025 im Probebetrieb. In NITRIS können Trinkwasser-Störfälle durch die kommunalen Gesundheitsämter direkt erfasst werden. Die Störfälle können nach deren Abschluss von allen niedersächsischen Gesundheitsämtern eingesehen werden. Hierdurch sollen der Wissensaustausch und die Vernetzung der Gesundheitsämter untereinander gefördert werden. Darüber hinaus werden den kommunalen Gesundheitsämtern in NITRIS zentral Fachinformationen, wie beispielsweise Handlungsempfehlungen, Textvorlagen für Pressemitteilungen und auch Checklisten, zur Verfügung gestellt.
To protect critical infrastructure and improve situational awareness and knowledge of drinking-water incidents in Lower Saxony, the State Health Office (NLGA), commissioned by the Ministry of Social Affairs, Health and Equality, developed the Lower Saxony Drinking-Water Incident Register (NITRIS) as a password-protected web application. It is currently in a pilot phase that has been running since September 2025. NITRIS enables municipal public health offices to record drinking-water incidents directly and in a standardized manner. Once an incident is closed, all health offices in Lower Saxony can access the case, fostering knowledge exchange and networking across jurisdictions. In addition, NITRIS provides centrally curated resources-such as guidance documents, press-release templates, and operational checklists-to support consistent communication and response.
Since the COVID-19 pandemic, wastewater and environmental surveillance (WES) has emerged as a useful additional diagnostic tool for public health management. For rapid reporting of results and an automated implementation of WES as a monitoring tool, a digital workflow of the data is crucial. Here, we present the Automated Network for Normalization, Analysis, and Visualization of Wastewater and Environmental Surveillance (ANNA-WES), a comprehensive workflow integrating Geographic Information System (GIS)-based data entry, Python-driven data processing, and ArcGIS-supported visualization. ANNA-WES streamlines data transfer among wastewater treatment plant operators, decision-makers, and the public while ensuring harmonized data processing for transferability, precise georeferencing of index cases, and near-real-time SARS-CoV-2 biomarker reporting. To enhance data reliability, we embedded an unsupervised quality control algorithm that filters outliers based on gene ratios, surrogate viruses, water quality parameters, and theoretical reproductive value thresholds. Designed for scalability, ANNA-WES integrates into public dashboards and can be combined with regional or national health data, providing a robust decision-support system for infectious disease surveillance. The workflow is adaptable to various pathogens or biomarkers, advancing WES as a continuous, quality-controlled public health monitoring tool.
Als Präventionsmaßnahme insbesondere zur Vermeidung kardiovaskulärer Erkrankungen wurde im Sanitätsunterstützungszentrum (SanUstgZ) Cochem die medizinische Betreuung durch die Einführung eines Ernährungsberatungskonzeptes unterstützt. Die Studie zielte auf die Fragestellung ab, wie eine Standardisierung der Ernährungsberatung in der regionalen sanitätsdienstlichen Versorgung (RegSanVers) der Bundeswehr erfolgen kann und wie erste Erkenntnisse über einen präventivmedizinischen Nutzengewonnen werden können. In die Studie wurden 59 Teilnehmende (15 weiblich/44 männlich) eingeschlossen – Verumgruppe/Teilnahme an Ernährungsberatung: 31 (8 weiblich/23 männlich) und Kontrollgruppe: 28 (7 weiblich/21 männlich). Erhoben wurden die Messgrößen Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht, Taillenumfang, Waist-to-Height-Ratio (WHtR), Body-Mass-Index (BMI). Messzeitpunkte waren Beginn und Ende der Ernährungsberatung (Verumgruppe) bzw. vergleichbare Zeiträume (Kontrollgruppe). Die WHtR hat in der Verumgruppe über den Zeitraum der Untersuchung um mehr als 6
In der Kindernotfallversorgung ist die Zusammenarbeit des Behandlungsteams mit den Eltern prä- und innerklinisch eine besondere Herausforderung. Ziel der Arbeit ist es, die besondere Situation aufzuzeigen, mit dem Fokus auf der psychischen Belastung der Beteiligten. Darüber hinaus werden praktische Hinweise gegeben sowie Formulierungs- und Merkhilfen aufgezeigt, welche die Behandlungsteams in ihrer Arbeit unterstützen sollen. Das Versterben eines Kindes und die Überbringung von Todesnachrichten sind explizit nicht Inhalt dieser Arbeit. Ebenso wird die Zusammenarbeit mit Geschwisterkindern nicht thematisiert. Der Arbeit liegt eine umfassende Literaturrecherche zugrunde. Die Belastungssituationen der Beteiligten wurden herausgearbeitet und hilfreiche, praktikable Hinweise zum Umgang mit den Eltern aus Perspektive der Teams abgeleitet. Kindernotfalleinsätze führen prä- und innerklinisch zu einer Situation mit starker Belastung im Behandlungsteam. Für Eltern ist der Notfall des eigenen Kindes, gegebenenfalls die Reanimation, die absolute Ausnahmesituation und konfrontiert sie mit diversen Ängsten. Oft wirkt die Anwesenheit der Eltern sich noch zusätzlich belastend auf die Teams aus. Es ist wichtig, sich auf diese Situation vorzubereiten, um die Anwesenheit der Eltern zu ermöglichen und einen kooperativen Umgang herzustellen. Eltern dürfen auf ihren Wunsch bei Notfällen anwesend sein. Auf diese besondere Situation müssen Behandlungsteams sich vorbereiten und prä- und innerklinisch dafür trainieren. Die Anwesenheit ist Teil des Verarbeitungsprozesses der Eltern und im Sinn der Kinder.